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Baumaßnahmen

Es fängt damit an, daß im Wetterauer Garten eine Birke gefällt wird. Drei Birken stehen nebeneinander, es gibt zu wenig Platz, die mittlere muß weichen.

Ein wenig traurig sind wir schon, aber ein Gedanke beginnt von uns Besitz zu ergreifen:

Baumaterial!

Ihr Erzähler hat seiner Liebsten in diesem Jahr ein Versprechen gegeben. Dabei ging es um Katzenmöbel. Zwar war ursprünglich eine Katzenvilla im Gespräch, aber je mehr zersägte Ex-Birken-Bestandteile sich im Garten ansammeln, desto mehr neigen wir zu der Ansicht, daß man auch mal flexibel sein und eine sich bietende Gelegenheit beim Schopf ergreifen muß.

Flugs werden die Grundmaterialien gesichert. Im Baumarkt erstehen wir zusätzlich einige zurechtgeschnittene Bretter und das nötige Befestigungsmaterial. Das Zorromobil ächzt auf der Heimfahrt.

Säuberlich wird alles auf der Terrasse ausgebreitet und die Bretter zunächst lackiert.

 

Nun wird gesägt und gehämmert, was das Zeug hält. Ihr Erzähler, handwerklich nicht völlig unbegabt, aber im täglichen Leben doch eher ein Schreibtischtäter, kommt nicht ohne einige Blasen an den Händen davon. Der Rohbau nimmt allmählich Formen an.

 

Das oberste Brett ist nicht ganz einfach auf den dünnen Astgabeln zu befestigen, aber das stellt uns nur kurz vor ingenieurstechnische Herausforderungen. In die Unterseite werden passende Mulden gebohrt, Holzleim und einige Schrauben erledigen den Rest.

 

Schon kommt die erste Mitarbeiterin der Qualitätssicherung vorbei. Maya kann ihre Neugier ob des Gebastels nicht bezähmen und möchte probesitzen. Ein prüfender Blick erfolgt, und zumindest der untere Teil des Rohbaus kann als abgenommen gelten.

 

Nun wird die Aussicht von hier aus geprüft. Soweit scheint alles in Ordnung.

 

Leider fehlt nun ein wenig der Mut zur Besteigung des Gipfels, so daß Ihr Erzähler ein wenig nachhelfen und Maya auf die oberste Aussichtsplattform bugsieren muß.

In lichter Höhe von 2,20 m schwankt die Konstruktion zwar ein wenig, aber dieser Ausblick! Diese Fernsicht! (Mayas zweifelnden Blick bitten wir zu entschuldigen. Eine Minute später fühlte sie sich wirklich wohl. Ehrlich.)

 

Das Ingenieurwerk ist nun vollbracht, allerdings bedarf das nackte Holz natürlich noch einer Verschönerung.

Aus dem Keller wird ein alter Teppich ausgegraben und zu Recycling-Zwecken reaktiviert. Schnipp-Schnapp geht das, bis passende Stücke zurechtgeschnitten sind. Diese werden über die Bretter gespannt, getackert und genagelt.

Und schon erscheint Testperson Zwo, die offenbar kuscheligere Unterlagen bevorzugt, um die nunmehr wohnlichere Angelegenheit in Augenschein zu nehmen.

 

Billie entdeckt nun, daß man sich von der Aussichtsplattform sogar gegen die Decke strecken kann!

 

Und nun ist es an der Zeit, das neue Möbel endgültig in Besitz zu nehmen. Unsere Katzen tun das durch ausgiebiges Schubbern des Köpfchens an den Ästen, damit diese den Geruch ihrer Drüsen annehmen.

 

Das neue Katzenmöbel ist fertig und steht bereit für wilde Jagd- und Kletterspiele!

 

 
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