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BeitragVerfasst: 31.03.2004, 21:45 
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Rabauke

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Hallo nochmal,

vielleicht leide ich schon etwas an Demenz, tut mir leid, aber ich habe vergessen, meine kleine Freundin zu erwähnen.

Meine Freundin ist eine kleine Europäisch Kurzhaar, also eine sehr süße Haus- und Gartenkatze, die ich über alles liebe. Leider ist sie letztes Jahr an Epilepsie erkrankt. Aber inzwischen haben wir das im Griff (so gut es geht) und wir hoffen beide, dass es so bleibt !?!?

Sorry, aber jetzt muss ich mit ihr spielen, sie ist etwas verwöhnt.

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Hase und Mieze


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BeitragVerfasst: 01.04.2004, 13:59 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
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Hallo Hase,

das tut mir leid, dass deine Katze an Epilepsie erkrankt ist.
Wie heißt sie denn?

Das Thema Epilepsie interessiert mich, da ich bei meinem Kater auch einmal Verdacht auf Epilepsie hatte, aber er hat nie einen Anfall bekommen, nur mit seinen Nerven stimmt irgendwas nicht.
Aber das ist ein Glück schon viel besser geworden.

Mich interessiert aber trotzdem, bevor bei deiner Katze Epilepsie diagnostiziert wurde und bevor sie epileptische Anfälle hatte, also die Krankheit ausbrach, wie war deine Katze da? Gab es irgendwelche Auffälligkeiten? Neigte sie schon immer zur Panik (du hast im anderen thread geschrieben, dass sie sehr ängstlich ist) und war sie schon immer sehr schreckhaft? Und wie hat sich diese Schreckhaftigkeit geäußert, vor was hat sie sich erschrocken?

Hat deine Katze schonmal eine Narkose bekommen oder ein Beruhigungsmittel und wie hat sie das vertragen? Normale Reaktion oder war die Wirkung gegenteilig, also das die Katze eher ausrastete oder unkoordinierte Bewegungen/Zuckungen bekam?
(Sowas hat nämlich mein Kater.)

Wenn du magst und Zeit hast, kannst du ja mal ein wenig über deine Katze und die Epilepsie schreiben, auch wie das ausbrach (in welchem Alter) und wie das diagnostieziert wurde (EEG? Narkose notwendig?)

@Klaus (admin):
Wenn du magst, kannst du diesen thread hier dann auch in die Epilepsie-Rubrik verschieben, weil es dann da bestimmt besser hin passt...


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BeitragVerfasst: 01.04.2004, 15:07 
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Rabauke

Registriert: 26.03.2004, 17:00
Beiträge: 65
Hallo Urmel,
meine Katze heißt Mieze (sie hat aber noch mindestens 578 weitere Namen, und sie hört darauf :D )

Durch den Umstand, dass sie mit ca. 4 Wochen völlig ausgezehrt und krank (Infektion, Durchfall, Würmer) gefunden wurde, war mir klar, warum sie wovor Angst hat. Sie hat Angst vor fremden Menschen, besonders vor Kindern. Sie kann mit anderen Katzen nichts anfangen, sie hat es eben nicht gelernt. Als Panik kann ich ihre Angstzustände nicht ganz bezeichnen. Höchstens als sie bis zu 1/2 Jahr alt war, zitterte sie beim manchem Menschenbesuch, wenn dieser z.B. eine laute Stimme hatte. Jetzt hat sie halt ab, wenns ihr zu laut wird. Bei "leisen" Menschen kommt sie sogar her.

Eine Narkose hat sie bei der Kastration bekommen, Beruhigungsmittel vor der Epi-Erkrankung nie.

Ihr Verhalten war vor der Epilepsie normal für ein Findelkätzchen. Sie hat sich wohl gefühlt, wurde regelmäßig untersucht, war aber insgesamt gesehen psychisch und physisch immer ein Sensibelchen geblieben.

Mit fast genau 4 hatte sie den 1. epileptischen Anfall und es folgten weitere sehr unterschiedliche). Da wir schnell reagiert haben, bekamen wir das auch schnell in den Griff. Sie wurde intensiv neurologisch nach dem Ausschlussverfahren untersucht und erhielt die Diagnose: idiopathische Epilepsie. Kann vererbt sein, kenne ja ihre Vorfahren nicht!? Narkotisiert wurde sie in der Klinik damals nicht, nur sediert.

Da es viele unterschiedliche Formen der Epilepsie gibt,kann ich dir auch nicht sagen, was dein Kater hat(te). Meine hatte außer den großen Anfällen auch petit mals, Orientierungsstörungen und Halluzinationen. Ein petit mal lief z.B. so ab:
Sie saß da, als machte sie es sich gemütlich (aber OHNE eingeschlagene Pfoten, das fiel mir auf,weil es anders als sonst war). Ihr Fell zuckte leicht. Sie hob das Köpfchen leicht, bekam einen starren Blick und riesig erweiterte Pupillen (Augen waren total schwarz) und das schlimmste war dabei ihr entsetzlicher Blick. Der Blick sah wie ein Hilfeschrei aus und brachte mich so aus der Fassung, dass ich laut zu heulen anfing :oops: :cry: Das kann ich nie vergessen.

Das sind mal die gröbsten Angaben zu meiner Mieze. Wenn ich was vergessen habe zu schreiben, was du gern wissen möchtest, sag es einfach. Bringe manchmal einiges durcheinander, wenn ich über die schlechte Zeit meiner Mieze spreche. :?

Zur Zeit gehts "uns" aber ganz gut. Sie hatte seit 7 Monaten keinen Anfall mehr.
Ich hoffe, euch gehts auch gut !

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Hase und Mieze


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BeitragVerfasst: 01.04.2004, 15:50 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
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Hallo Hase,

vielen Dank für dein posting :D !

Achje, mit vier Wochen ausgesetzt gefunden, das ist ja furchtbar!!!
Das sie dadurch sehr ängstlich und sensibel ist, ist ja klar!
"Mieze" ist übrigens ein sehr hübscher Name, meine vorherigen weiblichen Katzen hießen auch alle "Mieze" oder "Miez" :D .

Jetzt hab ich noch eine Menge Fragen:
Als sie intensiv neurologisch untersucht wurde, was wurde denn da alles gemacht? Ich kenne neurologische Untersuchungen (bei Katzen) noch gar nicht und scheue mich, meinen Kaani neurologisch untersuchen zu lassen (da er eine ausgeprägte Tierarzt-Phobie hat), zumal es ihm ja momentan sehr gut geht, ich also auch gar keinen Anlass habe (trotzdem sorgen mich oft immer noch seine seltsamen Zustände die er oft hatte).

Im Internet konnte ich bisher noch keine Beschreibung finden, was denn nun genau bei einer neurologischen Untersuchung geschieht, was da alles gemacht wird bzw. gemacht werden kann, wie z.B. ein EEG bei einer Katze abläuft. (Bei Menschen kenne ich das, bin selbst in neurologischer Behandlung und mein Vater hat z.B. eine Epilepsiform, wo es nicht zu den typischen Anfällen kommt, aber zum Beispiel zu Krampfungen, auch im Gehirn, er muss auch tägl. ein Medikament nehmen...).
Aber bei Katzen, also in der Veterinärmedizin ist das vielleicht noch anders.Wenn du magst, könntest du mal die neurologischen Untersuchungen beschreiben? Und was alles gemacht wurde?
Musste deine Miez mal zur Beobachtung über Nacht in einer Klinik bleiben?

Nächste Frage :wink: : Als sie sediert wurde, hat sie da irgendein auffälliges Verhalten an den Tag gelegt? Oder verlief das alles ganz normal bei ihr?
Hintergrund meiner Frage ist: Als mein Kaani eine leichte Narkose zum Zahnsteinentfernen bekam, geschah etwas ganz seltsames. Er bekam Zuckungen und unkoordinierte Bewegungen, sein Köpfchen schlug ständig ganz wild hin und her, schlug auch immer gegen die Korbwand, also ganz unwillkürlich. Die Ärztin musste nachspritzen, aber er schlief partout nicht ein, sondern Kopf und Beine zuckten und schlugen hin und her. Die Ärztin äußerte da auch erstmals den Verdacht auf Epilepsie.

Und noch eine Frage:
Mit ganz mulmigen Gefühl habe ich deine Beschreibung von den "petit mals" gelesen :shock: .
Also was du da beschreibst, das ist genau mein Kaani :? Nun bei ihm müssen es ja nicht gleich solche petit mals sein (hoffe ich mal), aber er hat schon immer solche komischen Anwandlungen gehabt, genau dieses Fellzucken (hat er ganz extrem, schon immer) und dieser starre, panikerfüllte Blick (hab auch ein Foto davon, ich suche es mal raus), obwohl es für den Blick keinen Grund gibt, also da ist nichts, wo er hinstarrt. Danach schleicht er dann ganz geduckt durch die Wohnung, und super schreckhaft war er auch schon immer, also erschrickt vor seinem eigenen Schatten usw. Die Tierärztin (die nun keine Spezialistin für Neurologie ist) meinte, das kann von seiner Herzerkrankung kommen.
Glücklicherweise ist das inzwischen sehr viel besser geworden, momentan taucht das kaum bis gar nicht auf, aber Kaani darf partout keinen Stress irgendeiner Art haben, sonst hat er das wieder gehäuft.

Hast du eine Empfehlung für mich, wo ich über diese petit mals mal genauer nachlesen kann? Ich kenne das nämlich noch gar nicht, nie von gehört. Ich würde sehr gerne mehr Infos darüber bekommen und etwas darüber lesen.


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BeitragVerfasst: 04.04.2004, 11:47 
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Felis silvestris lybica

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Hallo,

ich hab jetzt inzwischen schon ein bißchen was gelesen und einfach mal meine (Menschen-)Neurologin gefragt
und gelernt, dass petit mals einfach die kleinen Anfälle sind,
das es also bei Epilepsie grand und petit mals, große und kleine Anfälle gibt, und die kleinen Anfälle oft gar nicht erkannt werden, weil sie oft nur Sekunden dauern und nicht immer mit sichtbaren Krämpfen einhergehen.
Richtig?

Weiterhin hab ich erfahren, dass Epilepsie eher ein Zustand statt einer Krankheit ist, und die Bereitschaft zu kleinen Anfällen bzw. ein pathologisches EEG bei vielen Menschen (und ich nehme an auch Katzen) vorhanden ist, ohne das es jemals zu Anfällen oder Ausbruch kommen muss bzw. dass es nur in Stresssituationen zu kleineren Anfällen kommen kann, dass also die Bereitschaft für Epilepsie gar nicht so selten ist.
Meine Neurologin erklärte mir, wenn man wahllos 10 Menschen von der Straße nimmt, haben 6 davon ein pathologisches bzw. unregelmäßiges EEG, ohne das sie je einen epileptischen Anfall haben, sie haben lediglich die Bereitschaft. In Stresssituationen kann es dann zu kleineren Anfällen kommen, die, wenn sie nicht weiter störend sind, nicht medikamentiös behandelt werden müssen. Medikamente gibt sie sowieso nicht gern, da die wohl nicht ganz ohne Nebenwirkungen sind, sondern nur, wenn es wirklich zu regelmäßigen großen Anfällen kommt, wo Medikamente wirklich nötig sind.

Jedenfalls hat das Ganze mich schon etwas beruhigt, vielleicht hat mein Kaani tatsächlich nur eine Bereitschaft und damals vielleicht einige petit mals gehabt, das war ja auch in der Zeit, wo er so dolle krank war und ständig zum TA musste, also eine ganz schlimme, stressige Zeit. Und ich habe ja auch gelesen, dass Narkosen durchaus epileptische Anfälle auslösen können, wahrscheinlich war das bei Kaani das einemal so.
Einen richtigen Anfall hat er allerdings noch nie gehabt, so dass ich jetzt auch gar keinen Handlungsbedarf sehe und sehr beruhigt bin.

Eine Beschreibung von neurologischen Untersuchungen und wie ein EEG bei Katzen abläuft, würde mich trotzdem mal interessieren...


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BeitragVerfasst: 04.04.2004, 13:20 
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Rabauke

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Hallo Urmel,
tut mir leid, dass ich noch nicht geantwortet habe, vergessen hab ich's bestimmt nicht.

Da ich mir über die Untersuchungen keine Notizen gemacht habe und weder von der Klinik oder der TA die Unterlagen kopiert bekommen habe bis heute :shock: , bin ich noch am überlegen und aufschreiben (das kann ich jetzt nur anhand der Klinikrechnung).

Soviel kann ich dir aber sagen: Ein EEG wurde nicht gemacht. Das ist bei Katzen nicht sinnvoll, weil zur Durchführung ein Beruhigungsmittel gegeben werden muss, und dieses würde das EEG verfälschen.

Zu den petit mals: Da sind laut Klinik auch garkeine Medikamente notwendig, weil sie das Gehirn nicht zerstören. Das ist bei den grand mals aber der Fall.

Das weitere schreibe ich dir noch. Sorry, aber ich hab erst Notizen gemacht, obwohl das garnicht so umfangreich ist :oops: Möchte dir nur nichts falsches sagen :wink:

:albino:

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BeitragVerfasst: 04.04.2004, 13:42 
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Felis silvestris lybica

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Huhu Hase,

das macht doch nichts, du kannst dir ruhig Zeit lassen,
man hat ja auch nicht immer so die Zeit im Forum zu posten, das kenne ich auch.

Sag, stimmt denn das, was ich im vorherigen posting geschrieben habe so einigermaßen?
Ich hab ja nicht viel im Netz gefunden (vielleicht hast du noch ein paar Quellen?) und mir das praktisch jetzt alles so erklärt...

Liebe Grüße an deine Mieze!


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BeitragVerfasst: 04.04.2004, 14:08 
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Rabauke

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Hi Urmel,

ich glaub schon, dass das stimmt. Was anderes habe ich auch nicht gelesen. Ich hab letztes Jahr, als Mieze die Anfälle bekam, fast tonnenweise Zettel aus dem Internet über Epilepsie rausgelassen :roll: Aber inzwischen bis auf ein paar alle weggeworfen.

Hat mich auch etwas geschockt, dass praktisch (grob gesagt) jeder Mensch die Bereitschaft haben kann für einen epileptischen Anfall und vielleicht schon mal einen kleinen hatte und garnicht bemerkt :shock: :shock:

Jetzt verabschiede ich mich mal für heute, muss noch für meine müden Knochen ein wenig Sport machen :blob2: damit ich nicht wieder in den Winterschlaf verfalle :wink:

Alles Gute und bis bald

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Hase und Mieze


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BeitragVerfasst: 06.04.2004, 22:04 
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Rabauke

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Hallo Urmel,

hier schreibe ich dir mal Untersuchungen auf, die bei Mieze im Zusammenhang mit den epileptischen Anfällen durchgeführt wurden (also vor der endgültigen Diagnose Epilepsie):

Vom TA:
2 x in Abstand
Blutuntersuchung: FIP, Toxoplasmose
Blutstatus
Allg. Untersuchung

Von Tierklinik:
Blutgasanalyse
Blutstatus
Röntgen Herz
Ultraschall Herz
Allg. Untersuchung

Von Neurologie:
Untersuchung allgemeiner Zustand (Feststellung dabei: lebensbedrohlich hohes Fieber - kann aber Stress gewesen sein).

Mindestens 1-stündige Reaktionstests (also Tests aller Sinne).

Bei dieser Untersuchung war ich dabei. Die Tests zeigen dem Neurologen, ob das Gehirn oder eine der beiden Gehirnhälften nicht richtig arbeiten bzw. ob ein Gehirntumor vorhanden sein könnte. Vom Ergebnis der Reaktionstests hängen einige weitere Untersuchungen ab. Es gab bei meiner Mieze in den ganzen Reaktionstests keinerlei Auffälligkeiten, d.h. das könnte schon mal auf eine aus sich entstandene Epilepsie (idiopathische) hindeuten, also sehr wahrscheinlich keine Hirnerkrankung, keine sonstige Erkrankung, keine Verletzung, kein Tumor)

Z.B. wird getestet, wie die Katze reagiert, wenn sie plötzlich auf die Vorder- oder Hinterbeine gestellt wird, ob sie umfällt etc. Die Katze wurde z.B. auch mit fremden Menschen in einem abgeschlossenen, sonst leeren Raum konfrontiert und beobachtet.
Die einzelnen Tests gingen so schnell , dauerten aber insgesamt mindestens eine Stunde.

Hämogramm (Blut)
Chemogramm (Blut)
Blut auf FIP, Toxoplasmose (bei FIP und Toxoplasmose können anscheinend auch Anfälle auftreten, deshalb diese Untersuchungen)
Urinstatus
Röntgen Brustraum und Unterleib

Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) - unter 10min. Narkose:*
Feststellung, ob z.B. eine Hirnhautentzündung, vorliegt oder vorlag. Durch diese Untersuchung können weitere Dinge festgestellt werden, dazu steht in meinem klinischen Wörterbuch viel, aber ich kann es nicht erklären. :(
* sorry, hatte dir erst geschrieben, dass sie KEINE Narkose hatte, war aber doch eine kurze.

Aufgrund des Reaktionstest- und des Liquortests wurde eine Computertomografie (sie heißt bei Katzen anders, weiß den Namen aber nicht mehr) nicht empfohlen, da ja eine Gehirnerkrankung, -verletzung oder Tumor ausgeschlossen werden konnten.

Die Ärzte haben immer genau erklärt, warum welche Untersuchungen durchgeführt wurden und welche Ergebnisse sie ergeben haben.
Leider habe ich überhaupt nichts mitgeschrieben, nur das gemerkt: wie ich mich der Katze gegenüber weiter verhalten soll und wie die Medikation ist und wie es weitergehen soll bzw. könnte.

Auch später habe ich das alles nicht mehr aufs Papier bringen können.
In der letzten Klinik, in der Mieze war, also der neurologischen, war ich selbst derart fertig, dass ich zwar zugehört habe, mein Kopf aber ein Vakuum war. Diesem letzten Gespräch in der Klinik gingen ja ca. 10 (?) Wochen Horror voraus, deshalb bitte ich dich um Verständnis, dass ich es nicht besser erklären kann.

Hoffe, du kannst dem Gewirr einigermaßen folgen. :oops:

Wenn du Fragen hast, stell sie bitte, vielleicht kann ich mich dann auch besser ausdrücken.

Bis dann, hoffe euch gehts gut :)

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Hase und Mieze


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BeitragVerfasst: 07.04.2004, 17:22 
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Felis silvestris lybica

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Hallo Hase,

Vielen Dank für deine Antwort!

Keine Sorge, es war gar nicht so wirr und hat meine Fragen beantwortet.
Ich konnte mir bisher noch gar nicht richtig vorstellen, was ein Neurologe für Katzen überhaupt so macht.
Jetzt hab ich schon eine ziemlich genaue Vorstellung.

Also EEG ist nicht sehr sinnvoll, weil dazu ein Beruhigungsmittel nötig wäre, was das EEG verfälscht.
Dann gibt es die Möglichkeit eine Gehirn-CT zu machen oder Reaktionstests der Sinne und Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit (ui, das hört sich schmerzhaft an :| ).
Da weiß ich jetzt schonmal, was in etwa auf uns zukommen würde, wenn ich mit Kaani zu einem Neurologen gehen würde.
Glücklicherweise sehe ich da momentan keinen Handlungsbedarf, da Kaani jetzt solch merkwürdige Anwandlungen nicht mehr hatte.

Ich hoffe ja wirklich, dass das letztes Jahr nur durch den ganzen Stress und die Narkose ausgelöst war.
Er hatte z.B. auch einen extrem hohen Zuckerwert, der bei späterer Messung wieder normal war. Meine TA meinte, dass das durch die Aufregung und die Narkose kam. Mein Kaani regt sich auch wirklich furchtbar beim TA auf, er hatte auch extrem hohen Blutdruck und Stolpertöne des Herzen und Herzklappengeräusche. Er hat dann eine Zeit ein Herzmedikament (Vasotop) bekommen und Herztöne und Blutdruck normalisierten sich und sind auch nach Absetzen des Vasotops gut geblieben.
Seine Nierenwerte sind ein Glück auch wieder gesunken.

Aber ich könnte wetten, sobald er wieder zum TA müsste, würde alles wieder drunter und drüber gehen.
Vielleicht hatte er bei den TA-Besuchen wirklich einen richtigen System-Schock, so dass alle Funktionen so schlechte Werte zeigten, die sich ja normalisierten, als er nicht mehr ständig zum TA musste.
Auf dem Untersuchungstisch hatte er ja auch mit einemmal so viele Haare verloren, da lagen soviele Kaani-Haare rum, dass ich Agnst hatte, dass er daraufhin fast nackt wäre (war er aber ein Glück nicht).

So ist das alles (hoffentlich) wirklich auf seine ausgeprägte TA-Neurose zurückzuführen und das er einfach Narkosen nicht verträgt.
Ganz weiße Katzen (wie mein Kaani) sind ja neurologisch sowieso etwas labiler, wie ich öfter mal gelesen habe.
Da kann ich nur hoffen, dass er so schnell nicht wieder zum TA muss.

Also vielen Dank für dein ausführliches posting.
So hab ich jetzt schonmal eine Vorstellung, was ein Katzenneurologe macht.


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BeitragVerfasst: 07.04.2004, 22:26 
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Rabauke

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Beiträge: 65
Hallo Urmel,

ich denke, so wie du Kaani beschreibst, hat er halt panische Angst vor dem TA. Was die Narkose angeht: Gibt es nicht unterschiedliche Narkosemittel?

Ich hab mal darüber nachgedacht mit Kaani. Könntest du nicht mit dem TA sprechen, ob er vor einem Tierarztbesuch vielleicht ein leichtes Beruhigungsmittel bekommen könnte? Das ist bestimmt insgesamt gesehen für ihn besser, als wenn er so Panikzustände bekommt. Ab und zu ein Beruhigungsmittel schätze ich als nicht schädlich ein. Sowas habe ich bei meiner TA auch schon gehört, dass es Katzen gegeben wird, mit denen der TA sonst absolut nichts machen (untersuchen etc.) kann.

Wenn er jetzt ein normales Verhalten zeigt, musst du doch garkeine neurologische Untersuchung durchführen lassen. Bedenke, meine Katze musste über Nacht in der Klinik bleiben! Und sie ist der totale Angsthase, ich dachte das überlebt sie nicht. Zuerst wurde nämlich gesagt, wir könnten 1 Tag auf sie warten und gleich wieder mit nach Hause nehmen, war aber nichts, sie wollten sie morgens nüchtern haben usw.

:?: Jetzt habe ich noch eine Frage an dich, Iris: :?:
In dem Wirr-Warr oben habe ich die neurol. Untersuchung etwas beschrieben. Kannst du genau sagen, was zu so einer Untersuchung alles gehört? Fehlt vielleicht etwas? Vielleicht hab ich auch was vergessen. Ich habe ja nur die Rechnungen durchgesehen, und dann drüber nachgedacht. Und in Rechnungen steht nicht allzuviel und vor allem Abkürzungen.
Ich wär dir dankbar, wenn du dir die Zeit nehmen könntest, das hier durchzulesen und eventuell zu kommentieren? Es ist auch nicht eilig :oops:
Trotzdem schonmal danke :wink:

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Hase und Mieze


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