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 Betreff des Beitrags: Karlchen mal wieder verwirrt :-/
BeitragVerfasst: 15.04.2005, 20:59 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Hallo,

mal eine Frage an alle, die sich etwas mit Epilepsie/petit mals auskennen:

Bei meinem Karlchen war es heute mal wieder soweit, und er hatte nach längerer Zeit mal wieder einen seiner seltsamen Verwirrtheitszustände :?
Habe ja immer wieder mal davon berichtet, auch schon damals im NK-Forum, geht also schon längere Zeit so, aber nicht ständig, sondern mal und in Phasen. Jetzt war lange Zeit nichts und er war stabil und ausgeglichen, bis heute.

Meine Katzen können hier ins Treppenhaus gehen und ich habe deshalb die Wohnungstür oft offen, so auch heute Nachmittag.
Dann habe ich plötzlich lautes Klagemaunzen vernommen, ich bin sofort ins Treppenhaus um nachzuschauen. Karlchen saß eine Etage tiefer vor der Tür des Nachbarn, kratzte und maunzte laut, wollte also offensichtlich hinein. Als ich ihn rief, schaute er nur seltsam und ließ sich nicht von der Tür weglocken. Als ich ihn hochnahm und eine Etage höher zu unserer Wohnung trug, war er sichtlich verwirrt.
Er hatte sich also in der Etage geirrt und hielt die Tür des Nachbarn für unsere Wohnungstür! - dazu muss ich sagen, dass das sonst nie vorkommt, da sie die Wohnung des Nachbarn kennen und manchmal auch dort sind!
Gut vielleicht kann es trotzdem vorkommen, das er sich einfach in der Etage geirrt hat, aber er war sichtlich verwirrt und völlig durcheinander, das beunruhigte mich.

Als er dann in unsere Wohnung lief, erschrak er sich erstmal so dermaßen vor der Waschmaschiene, das er mit einem großen Satz zur Seite sprang (diese Waschmaschiene steht hier schon seit Jahren!).

Im Zimmer erschrak er sich auch vor allen möglichen Dinge, vor dem Tisch, vor einem Kuscheltier, vor einem Karton (es hatte sich aber nichts verändert, das stand alles so, wie es immer stand!), zuckte ständig zusammen und schnupperte nervös alles ab im geduckten langezogenen Gang, als ob er zum ersten Mal hier war!
Bei diesem geduckten Gang mit langezogenem Körper, wirkt sein Körper auch vollkommen steif und er tritt nicht richtig auf (wie wenn er auf Zehenspitzen geht - könnte das auch ein verkrampfter Körper sein?)

Als Wölkchen reinkam erstarrte er vor Schreck und fixierte sie (als ob er sie nicht wiedererkannte).

Bei jedem Geräusch (Bewegung von mir oder Wölkchen, die im Flur langlief) schreckte er zusammen und starrte in die Richtung.

Ich hab ihn die ganze Zeit beruhigt und gestreichelt und nach einiger Zeit war sein seltsames Verhalten vorbei und er schmuste stark mit mir und schnurrte auffallend stark (mehr als sonst, wenn er zu mir kommt und sich an meinen Beinen reibt).

Für mich sieht das ganz so aus, als ob er vorrübergehend seine vertraute Umgebung nicht mehr erkannt hat, weil er hinterher, als es vorbei war, auch so stark schnurrte.
Ich kenn ja meinen Kater und das Verhalten war schon auffällig und seltsam.
Außerdem kenne ich diese enorme Schreckhaftigkeit, das ständige Zusammenzucken und der panische Blick/starren ja schon von früher, er hatte ja schon öfter mal solche Zustände.
Heute allerdings konnte ich zum ersten Mal ganz klar und eindeutig sehen, das er deshalb vor allem erschrickt und so angespannt ist und dauernd zuckt, weil er seine Umgebung nicht wiedererkannte.

Ich war vorher eine zeitlang zu Hause und es war rein gar nichts hier vorgefallen, hab hier auch nichts verändert, nichts umgestellt, es gab auch keinen Stress für Karlchen, nichts - alles so wie immer.

Könnte das so ein petit mal, also Verwirrtheitszustand, im Rahmen einer Epilepsie gewesen sein?

Sorry für das lange posting, wollte nur alles ganz genau beschreiben, vielleicht kann irgendwer, der Epi-Katzen kennt, mir sagen, ob das typisch für Epilepsie ist?

P.S. Sein rolling skin Syndrom hat er nach wie vor, täglich.


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BeitragVerfasst: 16.04.2005, 01:39 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 05.04.2004, 03:19
Beiträge: 679
Wohnort: Dortmund
Hallo Urmel,

ja diese starke Verwirrung, dieses Verhalten als ob er nichts in seinem Revier mehr kennt sind typische Nachwehen eines Anfalls. Auch das starke Schnurren, daß wohl mehr der eigenen Beruhigung dient paßt dazu.
Diese Symptome hatte Fuchur auch nach seinen Anfällen und mein TA sagte daran könne ich Anfälle erkennen, die sich in meiner Abwesenheit ereignet hätten.
Aber Fuchur hatte schwerere Anfälle, brauchte nach den ersten Beiden gut zwei Tage sich wieder zu erholen, wenn Karlchen nur einen leichten Anfall hatte wird er sich auch rascher wieder erholen.
Da wir ja bei Fuchur keine sichere Diagnose haben würde mich interessieren wie lange es her ist, daß Karlchen seinen letzten Anfall hatte. Fuchur bekommt keine Medikamente aber ich fürchte immer noch eine Wiederholung der Anfälle.

LG und alles Gute für Karlchen
Eva


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BeitragVerfasst: 16.04.2005, 10:26 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Hallo Eva,

lieben Dank für deine Antwort.
Nun bei Karlchen können es keine Nachwehen sein, denn er hatte vorher keinen Anfall. Er hat immer nur solche Zustände, wie oben beschrieben und eben das rolling skin syndrom recht stark.
Einen großen Anfall (wenn es denn einer war) hatte er nur einmal, als er eine Narkose bekam, in der TA-Praxis im Korb, vorher nie und seitdem auch nie wieder (ist 2 Jahre her).

Diese Verwirrtheitszustände hatte er zuletzt vor über einem Jahr (leider habe ich das bisher nie genau festgehalten oder aufgeschrieben, womit ich mal beginnen werde, deshalb weiß ich nicht das genaue Datum, wann es das letzte mal war). Zu der Zeit hatte er Stress wegen den ganzen TA-Besuchen (er ist ja chron. krank, momentan aber nichts akutes).
Jedenfalls war ein Jahr Ruhe und er war psychisch stabil.

Gestern habe ich noch intensiv überlegt, was das ausgelöst haben könnte und auch meine Wohnung untersucht, dabei ist mir aufgefallen, dass ein Bild von der Wand gefallen ist. Das muss aber einige Zeit vorher passiert sein, als ich noch nicht zu Hause war, denn ich habe es gar nicht bemerkt.
Sowas kann natürlich einen großen Schrecken auslösen, aber gleich so schlimm, das die Katze so verwirrt ist?

Gestern Abend und heute morgen war/ist er wieder wie immer, Verhalten wieder normal.

Übrigens, du kennst dich ja auch mit Bachblüten aus, ich habe in den Phasen, wo er das mehrmals hatte und dann durchgängig schreckhaft war, immer Bachblüten gegeben (Rock Rose, Impatiens, White Chestnud, Scleranthus, Gentian) was sein Verhalten dann immer gebessert hat, die Anspannung und Schreckhaftigkeit ließ dann nach.

Nun ich hoffe, das sich das jetzt nicht wieder häuft und mehrmals auftritt :?


Bei Fuchur bist du ja etwas klarer, da er große Anfälle hatte, was schnell auf Epi schließen lässt (?). Bei Karlchen ist alles so 'schwammig', ich kann nicht genau einordnen, ob das nun Epi sein könnte oder nicht.
Wurden bei Fuchur die ganzen Untersuchungen, wie CT usw. gemacht?


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BeitragVerfasst: 16.04.2005, 13:31 
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Senior-Katze

Registriert: 07.06.2004, 21:18
Beiträge: 244
Hallo Urmel!

Tarzan hat diese "Zustände" auch, wenn er keinen "großen Anfall" hatte. Der Arzt sprach von Abscenen, die ebenfalls der Epilepsie zuzuordnen sind und bei Petit Mals beobachtet werden. Heißt also Seh- und Koordinationsschwierigkeiten, Angstzustände, Halluzinationen.

Komplex fokale Anfälle: Bewusstseinsstörungen sind vorhanden und sie werden auch als "psychomotorisch" bezeichnet, da Verhaltensstörungen beobachtet werden (plötzliche "Abscencen", Aggressivität, unmotiviertes Fauchen, zwanghafte Bewegungen wie Leck- und Kaubewegungen, "Running fit (Raserei)", Rolling Skin Syndrom (Rückenzucken, "Roll- und Wellenbewegungen sind auf dem Rücken zu beobachten), Halluzinationen u.a.).
Fokale Anfälle können auch in generalisierte Anfälle übergehen.

Es wäre also denkbar, dass er unter epileptischen Anfällen leidet. Tarzans zucken im Bereich des Rückens hat erst mit der Medikation aufgehört. Er muss also vorher keinen "großen Anfall" gehabt haben, sondern es KANN ein komplex fokaler Anfall sein. Bei Tarzan dauern diese im schlechtesten Falle bis zu einer Woche. :(
Ich würde ihn in einer TK vorstellen und die Symptome und auch den Verdacht äußern. Aufgrund Tarzans schlechtem Allgemeinzustandes wurde Harn und Blut untersucht und kein CT, röntgen etc. Er bekam die Luminaletten und der Arzt hatte sich für eine Ausschlußdiagnostik entschieden (mag man jetzt darüber denken wie man möchte). Bei Tarzan verbesserte sich recht schnell sein Allgemeinzustand.

Was Du beschreibst, ist leider genau das, was ich bei Tarzan beobachte. Es wäre, als wenn Du über ihn geschrieben hättest.

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Liebe Grüße Wibke mit Lady Josie, Prinz Bruno und "Könich" Tarzan von der Lippeaue!


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BeitragVerfasst: 17.04.2005, 17:10 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Hallo Wibke,

vielen Dank für deine Antwort! :)
Ja, das haben wir ja schon öfter mal festgestellt, wie ähnlich Karlchens (Kaani) und Tarzans Verhalten ist. :wink:

Nun, ich schrecke eben vor diesen ganzen Untersuchungen, um abzuklären, ob es Epilepsie ist, zurück. Denn: die ganzen TA-Besuche, die Fahrt dahin, die Untersuchungen etc. stressen Kaani ja so sehr, dass sie gerade diese Zustände erst noch auslösen (er hatte sie gehäuft, als er ständig zum TA musste, danach, als er nicht mehr zum TA musste, war lange Zeit Ruhe). Und er regt sich dabei so sehr auf, dass Blutdruck, Zucker usw. rasant in die Höhe schnellen und ich (und die TA) mir Sorgen wegen seines Herzfehlers mache.
Und die Untersuchungen, die eine Narkose erfordern (CT usw.) fallen ja auch weg bzw. bedeuten ein sehr hohes Risiko, da er 1.) Narkose nicht verträgt und wieder einen großen Anfall bekommen kann und 2.) aufgrund seiner CNI keine Narkose mehr gegeben werden soll.

Und was käme bei den Untersuchungen heraus? Evt. nur die Gewissheit, ob es Epi ist oder nicht. Ansonsten, da er keine großen Anfälle hat und die kleinen bzw. Verwirrtheitszustände nur gelegentlich, käme eh keine tägliche Tablettengabe in Frage.
Zumal, wenn ich ihm diese Tortur aussetze, ich mir sicher bin, das sein Blutdruck wieder spinnt und ich dann auch wieder täglich sein Herzmedikament geben müsste.
Dann erholt sich der Gute ja gar nicht mehr.

Sollten seine Zustände sich häufen oder gar große Anfälle auftreten, wäre ich sicher sofort beim Neurologen mit ihm, aber so... ich will es nicht noch heraufbeschwören und verschlimmern durch den TA-Stress.

Wie verlief denn bei Tarzan diese Ausschlussdiagnostik? Wurde nur Blut und Harn untersucht, sonst nichts? (Am Blut oder Harn kann man aber die Epilepsie nicht feststellen, oder?) Oder hat der TA aufgrund der Beschreibung der Anfälle Epilepsie diagnostiziert?
Wenn Tarzans Verhalten durch die Luminetten besser wurde, ist es ja auch recht eindeutig, aber ob ich bei Karlchen einfach auf Verdacht Luminetten geben kann?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.04.2005, 18:55 
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Senior-Katze

Registriert: 07.06.2004, 21:18
Beiträge: 244
Huhu!

Es gibt bestimmte Parameter im Blut, die den Verdacht einer Epilepsie verhärten. Ich weiß sie aber jetzt nicht aus dem Kopf.
Ich hatte Tarzans Verhalten geschildert und da noch gar nicht an Epilepsie gedacht. Der Arzt legte den Kopf schief und sagte: Das klingt für mich nach epileptischen Anfällen. Für mich erst einmal ein Schlag in die Magengrube.
Ich bin ohne Medikamente nachhause gefahren und im Auto hatte er einen großen Anfall. Da gabs für mich schon keine Zweifel mehr. So spirtzte der TA erst Luminal, um zu sehen, ob es besser wird. Ich glaube 2 Wochen waren das (die Gedanken sind diesbezüglich etwas verschleiert bei mir, weil es für mich einfach der blanke Horror war). Da sich Tarzans Verhalten dann besserte, verschrieb er die Luminaletten.
Momentan geht es Tarzan irgendwie nicht so gut. Er ist oft verschreckt, gar nicht mehr anhänglich. Dann ist er wieder der Alte...bin derzeit auch ratlos. :(

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Liebe Grüße Wibke mit Lady Josie, Prinz Bruno und "Könich" Tarzan von der Lippeaue!


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 Betreff des Beitrags: Keiner Konnte Ihm Helfen
BeitragVerfasst: 17.11.2005, 04:13 
Hallo Ihr lieben Katzenfreunde ,

wir hatten vom August 2004 bis zum August 2005 unseren lieben "TIMMY",
einen schwarzen Kater der alle möglichen Impfungen hatte und innerhalb 1 WOCHE VERSTARB und niemand , weder verschiedene Tierärzte noch eine Tierklinik /1000,-Euro Kosten) nur um zu zeigen, das alles sogar CT gemacht wurde.

Es begann mit diesem kläglichen Geschrei und dann sahen wir das er verkrampft stehenblieb, große Augen bekam und Schaum/Speichel um das Maul bekam(keine Tollwut !!!). Das war nach wenigen Minuten vorbei, dann war er Anfangs wieder so wie immer.

Diese Anfälle kamen ca. alle 4 Stunden, dann als wir Ihn nach 5 Tagen aus der Tierklinik holten , hatte er diese Anfälle alle 15 Minuten, außer als ich mich mit Ihm auf den Teppich legte und mit Ihm redete und schmuste und er bauch an Bauch mit mit lag und wenn er auf wollte drückte ich Ihn immer wieder runter und sagte : komm Timmy-Boy schlaf noch was mit dem Papa-und so habe ich den 15 Minuten Takt auf immerhin fast 1 Stunde OHNE Anfall erhöht und hatte so viel Hoffnung das ich Ihn da auch der Tierklinikaufenthalt für ihn neu war und er das erste mal von uns getrennt war ,mitgenommen hatte, das ich Ihn wie gesagt mit viel liebe und beruhigenden Worten wieder gesund bekomme.

Aber dies war ein Irrtum, denn es wurde danach noch schlimmer und er bekam dann einen so schlimmen Anfall. aus dem er nicht mehr rauskam und wir fuhren nochmals zur Tierklinik, dort angekommen gerade im Wartezimmer war er tot-unser lieber Timmy-Boy ist nur 1. Katzenjahr alt geworden und keiner konnte uns sagen woran er jetzt gestorben war---

Ich kann mich nur trösten, damit das ich immer sage: Wir hatten 1 schönes Jahr mit dem Timmy und er mit uns, er fuhr so gerne Auto und war so lieb, ich werde Ihn Nie vergessen und wünsche euch allen , das euch so etwas erspart bleibt.

Tschüss Timmy-Boy ,

wir denken an dich und es tut uns so leid das wir Dir nicht helfen konnten , obwohl wir alles versucht hatten......
Du bleibst weiter in unserem Herzen "kleine dicke kampfkatze" - leb wohl im Katzenhimmel ---wir vermi0en Dich ganz doll......


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