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 Betreff des Beitrags: Karlchens FHS/RSS
BeitragVerfasst: 08.08.2006, 18:04 
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Felis silvestris lybica

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[Admin: Thread wurde gesplittet, die Vorgeschichte findet sich hier:
http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/vie ... php?t=5788]

Hallo, Anja!

Du hast ja etwas davon geschrieben, dass schon mal der Verdacht auf Epilepsie im Raum stand.
Bist du dem nachgegangen? [Edit] habe eben noch mal gelesen, dass du Abstand genommen hast.Karl als Problemkater hin oder her... Für mich las es sich jetzt nicht so, dass dort eine eindeutige Diagnose bzw. einen Ausschluss gibt.
Ich sehe als Nichtfachmann, zumindest was Epi angeht einiges an Anzeichen.
Wibke und Tarzan sind dir ja ein Begriff. Auch wenn es mit Tarzan nicht ganz so heftig war, lese ich doch viele Paralellen.
Zum Einen empfinde ich diese Steigerung als auffällig und auch das "nicht mehr runterkommen". Wenn man bedenkt, dass eptileptische Anfälle durch Reizüberflutung, für mich gleichzusetzen mit Stress ausgelöst werden und sogar ein gesundes Tier oder ein gesunder Mensch einen eptileptischen Anfall erleiden kann, wenn man es oder ihn nur extremen Reizen aussetzt wäre es für mich naheliegend.
Ich weiss nun nicht den Fachbegriff für den Zustand, ich meine es ist ein petit mal??? Der u.U, sehr lange andauert?
Und was die Nebenwirkungen z.B. der Luminaletten angeht: bei Tarzan habe ich und vor allem Wibke keine extremen Nebenwirkungen bemerkt, er war und ist aufmerksam, nicht träge.
Desweiteren: ist eingentlich mal geschaut worden, ob Karlchen Probleme irgendwo mit dem Bewegungsapperat hat? Ich weiss von einer Katze mit einem extremen Wirbelsäulenproblem, die eben auch sehr häufige Roling-Skin-Symthome zeigte. Auch große Schmerzen können zu Agression führen.
Für mich wäre es auch das Logischste, erst mal Karl auszuquartieren. Andererseits: Wölkchen raus, dann eine tierärztliche Intensivbetreuung. Auch wenn Karlchen eine TA-Phobie hat. Ich denke, da musst du einfach durch! Zumindest, wenn wieder entspannte Verhältnisse bestehen sollen.
Sorry, wenn ich so direkt bin, aber ich sehe hier schnellen Handlungsbedarf, vor allem wenn Karlchen nicht runterkommt!

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Liebe Grüße von Kathy mit Onkel Oskar und Bärchenfrosch Samson, all den Sternenkatzen und den Hundis


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 08.08.2006, 18:43 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 27.09.2004, 12:30
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Ich möchte auch nochmal nachfragen, ist Epilepsie vom TA ausgeschlossen worden, wenn ja mit welchen Mitteln?

Karlchens Verhalten hört sich für mich 1:1 wie das an, was wir Anfang des Jahres mit Odin erlebt haben, mit dem einfachen unterschied, das unsere Wohnung offensichtlich gross genug war, um ihn getrennt "wieder runterzubringen" und die Nachbarn so nachsichtig, das man die lauthalsen Schreie, die bis ins Kellergeschoss drangen, zu überhören.

Odin hat schon immer ab und an leichtes RSS gezeigt, doch Anfang des Jahres wurde es schleichend immer stärker.

Eines Nachts wachte ich auf, weil er laut schrie- Er hatte Ares in einer Ecke eingekeilt und war gröhlend, mit dickem Schwanz und aufgestellten Rückenhaaren wie wild auf Ares am eindreschen- mit Krallen.
Seine Pupillen waren riesig, er war völlig von Sinnen, groff mich ebenfalls richtig böse und mit aller Kraft an, als ich versuchte ihn von Ares zu trennen.

Als ich ihn dann von den anderen beiden getrennt hatte, lief er noch eine halbe Stunde wie ein Käfigtiger aufgeregt durch die Wohnung, jaulte vor sich hin und ignorierte mich völlig.

Unser Odin war immer ein Typ, der durchaus mal eine Watsche oder auch zwei verteilt hat, aber NIEMALS hat er einen Menschen auch nur leicht getatzelt und NIEMALS war er bei seinen Hauen darauf aus, den anderen zu verletzen, immer ohne Krallen, immer "halbherzig" (so wie jetzt ja auch mit Isis).

Solche Anfälle kamen wieder vor, und mit der Zeit wurden sie immer häufiger und auch heftiger. Dabei ging er bei Trennungsversuchen auch immer wieder mich an, erinnerte sich später scheinbar an nichts und wunderte sich, das die Katzen Angst vor ihm hatten und ich komisch guckte.

Da war dann der Zeitpunkt für einen TA- Besuch gekommen, auf dem Weg dortin zitterte er von einem Moment auf den anderen am ganzen Körper, urinierte unter sich, und genauso war es auch von einem Moment auf den anderen wieder weg. Odin hat keine Angst im Transportkorb, das konnte es nicht gewesen sein.

Kurz und Gut, die Verdachtsdiagnose war Epilepsie, auf einem Röntgenbild seines Kopfes war nichts schlimmes zu sehen. Ein Punktat des Gehirnwassers habe ich ihm erspart, was ja auch nicht ganz risikofrei ist, ein CT wäre gefolgt, wenn die Behandlung nicht so durchdringend gewirkt hätte.

Odin bekommt seitdem Luminaletten, morgens und abends je eine halbe, und nach der Einstellungszeit hat er nie wieder auch nur einen dieser Anfälle gehabt, nicht mal ansatzweise.
Nach der Phase der Einstellung ist er von ihnen auch keineswegs betäubt, er ist völlig normal geistig "da", aktiv, teilweise sogar verspielt und wieder ganz der Alte.
Das CT ist, denke ich, nicht mehr nötig, es geht ihm gut und belastet ihn nicht.

Odins Reiz war wohl der Videobeamer bzw. Fernseher und leider auch das Spiel mit sich schnell bewegenden Objekten wie Federwedeln oder Bällen. Mit Lumis ist es aber kein Problem, mit ihm Fernsehn zu schauen oder zu spielen, da kam bis jetzt nichts wieder, und ich hoffe es bleibt so.

Deshalb... Die Geschichten ähneln sich mehr als nur ein wenig...

Ein klassicher Epianfall, der nicht mehr aufhört, nennt sich Status epilepticus. Ob der auch bei untypischen Formen von Epi auftreten kann? Warum nicht?

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BeitragVerfasst: 08.08.2006, 19:21 
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Alpha-Kater

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Hallo Anja,

wir drücken fest die Daumen, daß Ihr alle erstmal wieder schnell runterkommt und sich alle wieder einkriegen.

Was von Kathy und Sandra an Hinweisen in Richtung Epilepsie geschrieben haben, scheint mir als Anhaltspunkt nachvollziehbar; vielleicht solltest Du in diese Richtung mal forschen, wenn sich alles beruhigt hat?

Verdammt blöde Situation. Ich hoffe, daß sie sich schnell entspannt.

Liebe Grüße an Euch Dompteurinnen,

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Klaus
Bild Wetterau-Katzen- und -Forums-Sklave, Barkeeper und Mädchen für alles hier


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BeitragVerfasst: 09.08.2006, 11:18 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 01.08.2003, 08:53
Beiträge: 1761
Hallo Anja,

ich drücke echt die Daumen dass Karlchen sich dann mit der Trennung beruhigen kann und nicht wieder total abdreht wenn Wölkchen wieder einziehen soll. Ist halt echt blöd, in ner 1-Zimmerwohnung kann man ja noch schlechter trennen als bei uns in ner 2-Zi wohnung (wo ich auch schon ein schlechtes Gewissen hätte). :?

Das arme Wölkchen, sie weiss bestimmt garnicht wie ihr geschieht, erst Tierarzt, dann Abtrennung in dem kleinen Raum weil Karlchen sie verdrischt und dann auch noch Umzug in ein fremdes Revier.

Hoffentlich renkt sich das bald wieder ein!

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Kerstin mit Loki, Fozzy und Kira
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BeitragVerfasst: 09.08.2006, 11:24 
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Felis silvestris lybica

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Oh je, ich kann da auch nur Daumen drücken! Hoffentlich klappt die Wiederzusammenführung der beiden.

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If you give a penguin a cookie it will want a glass of milk...(damn greedy penguins)


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BeitragVerfasst: 09.08.2006, 11:36 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 08.03.2004, 10:24
Beiträge: 2139
Wohnort: im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar
vera hat geschrieben:
Oh je, ich kann da auch nur Daumen drücken! Hoffentlich klappt die Wiederzusammenführung der beiden.


Hallo,

mehr als mich hier anzuschliessen kann ich momentan leider nicht tun. :oops:

Alles Gute!

Lg

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"Unter den Einäugigen ist der Dreibeinige der König." (Rainer Calmund)


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BeitragVerfasst: 09.08.2006, 12:03 
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Senior-Katze

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Beiträge: 213
Wohnort: Herdecke
Hallo Urmel,

ach Du meine Güte, das ist ja ein richtiger Horror, den Du da durchmachst und Deine Katzen auch.

Ich denke, es ist vollkommen richtig, dass Du erst mal Wölkchen weg bringst.
Karlchen muss sich wirklich erst mal beruhigen und Stress abbauen. Ich kenne jetzt Eure gesamte Situation nicht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass eine neue Zusammenführung vielleicht sogar unmöglich wird und Du für Wölkchen ein neues Zuhause suchen musst.

Und ich muss mich den anderen anschliessen. Lass Karlchen, wenn er wieder zur Ruhe gekommen ist, weiter in Richtung Epilepsie untersuchen. Es gibt diverse Formen der Epilepsie und dazu gehören auch Formen des RSS und der Aggression.

Wenn Karlchen so heftig auf Medis reagiert, würde es vielleicht helfen, die Lumis gaaanz langsam einzuschleichen und die Dosis nur lagsam zu erhöhen. Das gibt es durchaus auch bei Menschen, dass sie Medis nur vertragen, wenn die Dosis langsam erhöht wird.

Ich hoffe, dass bei Euch wieder Ruhe einkehrt, Du erst mal in aller Ruhe ausschlafen kannst und dass Du die Situation wieder in den Griff bekommst.

Alles Liebe
Habeebee


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BeitragVerfasst: 09.08.2006, 12:54 
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Alpha-Katze

Registriert: 10.06.2005, 20:11
Beiträge: 1321
Wohnort: Wetterau
Hallo Anja,

erstmal drücke ich Euch natürlich die Daumen und hoffe sehr, daß Du ein wenig zur Ruhe kommen konntest.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich Dir schonmal was geschrieben habe zum Thema Feline Hyperästhesie, also u.a. auch RSS.

Wir haben uns, als Frisco hier eingezogen ist und das alles nichts werden wollte mit der Zusammenführung, auf Empfehlung ein sehr interessantes Buch gekauft.
Verhaltensmedizin bei der Katze, Autoren: Sabine Schroll, Joel Dehasse, Enke Verlag, ISBN: 3-8304-1041-7, 2004, Preis 49,95 Euro. Jetzt besitzt Du ja schon die Bücher von Frau Schroll, vielleicht kennst Du das aber noch nicht?

Dort wird die Feline Hyperästhesie unter "Affektive Störungen" eingeordnet. Das sind Störungen, die durch wiederkehrende Episoden oder einen permanenten Zustand eine pathologischen Stimmungslage charakterisiert.
Bei der FH ist nicht ausgeschlossen, daß diese Störung eher eine neurologische Störung (epileptiforme Anfälle) als eine Verhaltensstörung ist. Wie ja schon von Dir vermutet...

Diagnostische Kriterien und Symtome z.B:
-RSS in der Dorsolumbalregion
-Fixiertes Starren und/oder Knurren und/oder Angriff und/oder Beißen in den Schwanz, Flanken oder Beckenregionen.
-Nervosität, Umherwandern mit Vokalisieren
-Phasen des Leckens, Haare ausreißen und/oder kauen an den Krallen
-Mydriasis, aufgerissene glasige Augen

Zusätzliche Symptome während dieser Anfälle können z.B. sein:
-Rumrennen und Objekte oder Menschen attackieren
-Halluzinationen

Das trifft ja auf Karlchen zum Großteil zu. So wie ich das verstanden habe, wird u.U. auf Psychopharmaka verwiesen, dazu kann man stehen, wie man will.
Es gibt ja auch verschiedene Gruppen wie Benzodiazepine, Alprazolam, Diazepam usw., also wenn Karlchen schon ein Medikament nicht vertragen hat aus einer bestimmten Gruppe gibt es noch die anderen Gruppen.
Darüber würde ich ernsthaft nachdenken, ich persönlich fände es wohl besser, medikamentös zu behandeln, wäre es eine unserer Katzen. Schon alleine die Vorstellung (ich gehe jetzt mal optimistisch davon aus, daß sich bei Euch alles wieder einrenkt :wink: ) daß Wölkchen oder Karlchen mal unerwartet zum TA müssen (und das kann jeden Tag passieren, ich denke da gerade an Billies Beinbruch...), das ist ja fast unmöglich bei Dir, wie Du schreibst. Und dann?
Vielleicht kannst Du darüber noch mehr in Erfahrung bringen.
Der Nachteil ist eben die tägliche Medikamenteneingabe, aber körperlich kranke Katzen müssen da ja auch durch. Bestimmt ist es nicht so, daß die Katzen nach der Gabe von Psychopharmaka dann nur noch in der Ecke rumdösen, wenn alles richtig eingestellt ist.

In dem o.g. Buch gibt es auch Tipps zum Thema Entscheidungshilfen, also welches Medikament usw. Es werden die Dosierungsanleitungen der 12 wichtigsten Psychopharmaka genannt, also wird es nicht wenige Tiere geben, die damit behandelt werden...

Liebe Grüße,
Iris

_________________
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Wetterau-Katzen


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BeitragVerfasst: 10.08.2006, 12:44 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Hallo Ihr,

vielen Dank für eure Antworten, Daumen drücken, Überlegungen und Infos.

Ja, Karl muss behandelt werden.
Bzw. erstmal durchgecheckt und eine Ursache gefunden werden.
Das geht nicht von heut auf morgen und auch nicht hopplahopp.

Ich habe die TA-Durchcheckerei bisher nicht vermieden, weil ich keinen Bock drauf gehabt hätte, weil er vielleicht "ein bißchen schwierig" ist. Es gibt eine ganze Reihe an Gründen.
Und da es mit Karlchens Anfällen ja bisher ging, habe ich die TA-Untersuchungen vermieden.

Die TA-Phobie hat eine Tierärztin diagnostiziert.
Nicht umsonst hatte sie damals gesagt, dass Karlchen erstmal Ruhe brauch und demnächst nicht ständig zu ihr kommen soll (natürlich im Notfall schon) und wir telefonisch damals Karl weiterbehandelten.
Nicht umsonst hatte sie gesagt, das sie bei Karl keinen Hausbesuch macht.
Sie hatte auch entschieden, ihm damals so Herz-Tabletten zu geben, ohne das er zum Herzspezialisten geht und zum Ultraschall narkotisiert wird. Bei der letzten Narkose und dem Krampfanfall dabei dachte ich, Karlchen stirbt. Wenn ist eh nur noch eine Inhalationsnarkose drin.
Nicht umsonst hat sie gesagt, das sie bei Karl keine Beruhigungsmittel mehr gibt und auch nichts homöopathisches mehr (sie hatte mehreres probiert, wegen der TA-Phobie und um ihn untersuchen zu können).
Sie hatte auch den Verdacht auf Epilepsie ausgesprochen und gesagt, das sie das nicht behandeln kann.
Wir haben damals aber erstmal die Herz- und Nierengeschichte behandelt.
Ein zeitlang bestand der Verdacht, es kommt vielleicht vom Herz (minderdruchblutung des Gehirns), aber er hat keine Herzgeräusche mehr.
(Eigentlich müsste ich das auch mit einem Herz-ultraschall nochmal anschauen, ich weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll.)

Im Nachhinein war ich auch immer mal ohne Karl bei mehreren TA's (alle in näherer Umgebung) und habe wegen Karlchen nachgefragt. Da ging es schon los, das sie das rolling skin syndrom gar nicht kannten. Es kamen auch Antworten, ich soll dem Kater Vitamin B geben, seine Nerven sind nur angekratzt. Ich muss also auch erstmal einen fähigen TA finden.

Wenn Karlchen (und auch Wölkchen) nicht beim TA war und er keinen Stress hatte, ging es ja auch.
Da ich es bisher so gehört habe, das Antiepileptika nur gegeben werden, wenn die Katze ständig große Anfälle hat, ansonsten wegen den Nebenwirkungen nicht, bin ich nicht auf die Idee gekommen, ihm auf Verdacht Luminaletten zu geben. Und welcher TA gibt mir einfach Luminaletten mit. TA-Besuche sind vorher erforderlich.
Ich möchte vorher auch nochmal ein Röntgen von der Wirbelsäule. Ich bezweifle aber, das Röntgen und Ultraschall bei Karl ohne Sedierung klappt.

Das war eben immer dieses "Katze beißt sich in den Schwanz": Karl muss zum TA - aber TA-Besuch verschlimmert seine Problematik.
Sedierung, Narkose, Beruhigungsmittel (auch natürliche) ging nicht - aber um herauszufinden, warum es nicht geht (also Untersuchungen), müsste er in Narkose, sediert, beruhigt werden.
Und wer schonmal einen Kater mit Raserei in seiner Wohnung hatte und seinen eigenen Kater nicht wiedererkennt, versteht vielleicht, das ich schon einen richtigen Horror vor TA-besuchen aufgebaut hab.
Ich könnte vielleicht ausprobieren, ob homöopathisches geht, was ausgetestet wird usw., aber das ist ein Ausprobieren, ich weiß ja nicht, wie er darauf reagiert. Dazu bräuchte ich eine gute Homöopathin.

Hinzu kommt, das ich ihn kaum noch eingefangen bekomme. Letztes Jahr musste ich das im Hausflur machen, da es in der Wohnung schon nicht ging. Dabei wurde auch ich verletzt. Ich muss für zukünftige TA-Besuche oder Fahrten erstmal etwas organisieren, wie man den Kampfkater eingefangen bekommt.
Da er im Kennel randaliert, schreit, hyperventiliert usw., ist eine Fahrt mit Bus und Bahn quer durch Berlin nicht möglich. Ich muss da auch erstmal Fahrer organisieren, habe selbst kein Auto.

Das alles hat dazu geführt, dass ich TA-Besuche lieber vermied und dafür sorgte das Karl keinen Stress hat, weil auch mein inneres Gefühl sagte, Karl brauch Ruhe und möglichst wenig Stress.
Und in stresslosen Zeiten war das rss so mild, das ich einschätzte, es geht so.

@Iris,
ja das Buch kenne ich, kenne ich fast auswendig :wink:
Hab auch schon viel über rss gelesen und im Netz recherchiert.
Karlchen hat das ja eindeutig.
Als Ursache vermute ich nicht nur eine Form der Epilepsie, sondern auch das Deprivationssyndrom:
Als kitten bis zur 14.Woche, ist er in einem kleinen Raum/Kabuff aufgewachsen, ohne jegliche Geräusche (die Leute haben sogar geflüstert und sind auf Zehenspitzen gegangen), ohne jegliche Außenreize, nie den Raum verlassen usw.
Als Karlchen dann zu mir kam, entwickelte sich es mit der Zeit immer stärker, dass er total schreckhaft auf Geräusche, Bewegungen, Schatten reagierte und irgendwann kam das rss hinzu. Wenn zuviel Reize auf ihn einprasseln (z.B. draußen fliegt ein Vogel vorbei und gleichzeitg springt Wölkchen von etwas runter), dann geht das rss los.
Wenn das die Ursache ist, ist das eine ungenügende Gehirnausbildung. Da bräuchte er wahrscheinlich sein Leben lang Psychopharmaka.
Ich werde dazu auch eine Verhaltensmedizinerin kontaktieren, habe schon eine gute gefunden.

Entschuldigung für den langen Text,
aber ich wollte mal darlegen, was alles dahinter steckt und ich TA-Besuche nicht leichtfertig vermieden habe.

Achja P.S. gegen Psychopharmaka habe ich nichts und weiß auch, das die Katzen davon nicht weggeknallt in der Ecke liegen. Ich müsste nur wiederum einen TA finden, der sich damit auskennt, es ist wichtig ein richtiges zu geben. Bisher hab ich noch keinen gefunden, die meisten wollen schnell auch Hormone geben.

LG Urmel


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BeitragVerfasst: 10.08.2006, 15:11 
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Senior-Katze

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Hi Urmel,

ich bin ja noch nicht so lange hier, aber in keinem Moment hätte ich von dir gedacht, dass Du leichtfertig TA-Besuche vermeidest.

Ich habe solch einen Kater noch nie erlebt und ich bete darum, dass ich nie in eine solche Situation gerate. Es hört sich schrecklich an, das geliebte Tier so zu erleben.

Aber ich würde Karlchen jetzt erstmal zur Ruhe kommen lassen und dann bei Dir in der Zeit langsam die TA-Lage abchecken. Aussortieren, wer nicht in Frage kommt, mit den anderen Vorgespräche führen usw - was halt alles nötig ist.

Ich drücke die Daumen, dass Du Lösungen und Hilfe für Karlchen und dadurch auch für Dich findest!. Vielleicht kannst Du mit Deiner TÄ noch mal sprechen und mit einer Mini-Dosierung Luminaletten anfangen, damit er überhaupt erst mal ruhiger für alles wird?

LG
Habeebee


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BeitragVerfasst: 10.08.2006, 17:42 
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Felis silvestris lybica

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Hallo, Anja!

Da ich es ja mit angesprochen habe, will ich dir hier noch einmal sagen: nein, ich denke nicht dass du leichtfertig TA-Besuche vermeidest. Allerdings wird u.U. nun mal nur der TA-Besuch eine Besserung bringen können. Es passiert leider nun mal doch oft, dass man in Bezug auf seine eigenen Katzen entweder übervorsichtig ist oder aber "betriebsblind" sein kann.
Um herauszufinden, was nun wirklich mit Karl los ist geht vermutlich nur über eben selbigen und gerade Wölckchens Abwesenheit scheint ja eigentlich geeignet für eine solche Aktion, oder?
So sieht es zumindest für einen Außenstehenden aus. Nein, meine Katzen sind Gott sei Dank nicht so drauf. Nur muss es einfach einen Weg geben, diesem Kater zu helfen :cry: .
Aber sag mal: du schreibst, dass deine persönliche Situation nicht ganz so toll ist, Kannst du dir damit einen Zusammenhang vorstellen? Gibt es da vielleicht zeitliche Paralellen?

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Liebe Grüße von Kathy mit Onkel Oskar und Bärchenfrosch Samson, all den Sternenkatzen und den Hundis


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BeitragVerfasst: 10.08.2006, 18:51 
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Felis silvestris lybica

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Hallo Kathy,

ja klar, das TA-Besuche, Behandlungen notwendig sind, ist klar.
Nur muss ich dazu auch erstmal eine Menge organisieren, und ich glaub auch nicht, das er innerhalb kürzester Zeit wieder hergestellt ist.
Im Moment hab ich auch gar nicht den Kopf frei dafür, da ich die ganze Zeit mit Wölkchen zu tun habe, Tablettengabe, rumgefahre, deswegen rumtelefonieren, verzweifelt nach einer Lösung suchen, nach einer Pflegestelle oder besser einem neuen Zuhause, damit ihr die herumfahrerei erspart bleibt usw....
Wenn ich wenigstens ein Auto hätte, so das ich mit ihr irgendwo hinfahren könnte, selbst wenn sich eine Pflegestelle findet, ergibt sich das nächste Problem, wie da hinkommen.
Im Moment weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht.
Am Wochenende muss Wölkchen, dort wo sie ist, raus und ich weiß absolut nicht wohin mit ihr.


LG Urmel


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BeitragVerfasst: 10.08.2006, 19:23 
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Felis silvestris lybica

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Ach Anja... *knuddel*
Klar. Es ist alles so vermalledamt kompliziert und ich habe es auch nicht böse gemeint. Aus der Entfernung nur einfach schwer zu beurteilen.
Kannst du deine Freundin nicht überzeugen, es ein paar Tage länger mit der süßen Wolke auszuhalten?

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BeitragVerfasst: 10.08.2006, 20:11 
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Felis silvestris lybica

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Ich kann dir nur raten, fass dir ein Herz, geh zum TA, lass ihn sedieren und hole all die Untersuchungen nach, die du bisher vor dir her geschoben hast.

Ihr müsst ja nun irgendwie weiterkommen, da scheinen ja noch einige medizinisch ungelöste Fragezeichen in seiner Geschichte zu sein.

Ich kann deine Situation verstehen, denn unser Odin ist schon immer genauso- Er lässt sich nur mit 2 Mann und meist mit Verletzungen auf menschlicher Seite einfangen und in den Kennel verfrachten, beim TA ist er ein Monster, er tickt völlig aus, greift alles an was er zu fassen bekommen kann, einfach aus Panik, er lässt sich nicht freiwillig festhalten.
Selbst kleine Untersuchungen sind nur in Narkose möglich, ihm die Narkose zu spritzen ist nur im Zwangskäfig möglich, ihn darin zu fixieren erfordert zwei Menschen zum fixieren und den TA, der versucht zu spritzen, oft klappt es nicht beim ersten Mal.

Das ganze ist eine Überwindungssache, und auch eine Frage der Art, wie man an die Sache herangeht. Wenn man glich mit der Sorge herangeht, das alles ganz schrecklich wird, dann wird es auch schrecklich- Self fulfilling prophecy.

Unser Odin hatte ja nun gleich in der ersten Monaten, die er bei uns war, eine sehr schwere Krankheit die häufige TA- Besuche und tägliche zwangsweise nötige Medikamentengaben erforderte.
Vielleicht sind wir dabei einfach gleich auf die nötige Art "abgestumpft", vielleicht tun wir auch einfach, was getan werden muss.

Gesetzt dem Fall, das Karl und Odin sich ähnlich sind- Odin ist vorm Ta und beim TA fürchterlich unter Stress und ein Monster- Danach aber ist er nur kurz beleidigt, dann aber entspannt und wie immer.

Wenn eine Untersuchung nötig ist, dann wird sie gemacht, das hilft nix, wir möchten Odin gerne noch lange gesund behalten.
Ich kann dir nur raten jetzt einmal umfassend in den sauren Apfel zu beissen, du und auch Karlchen, ihr werdet euch danach sicher besser fühlen.

LG
Sandra

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BeitragVerfasst: 20.08.2006, 09:34 
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Felis silvestris lybica

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Beiträge: 1587
So, jetzt komme ich auch mal dazu, hier drauf zu antworten.

Aiur, also das hat doch mit "ein Herz fassen" oder "mich überwinden" oder "Self fulfilling prophecy" nichts zu tun :lol: . Meine Güte, es geht doch nicht darum, dass der Kater einfach nur nicht gern zum TA geht und ich mir Sorgen mache, das er sich achje aufregen könnte oder gar hinterher beleidigt ist :lol: . Auch habe ich keine TA-Besuche "vor mir hergeschoben" und ihn hier sich in Schmerzen winden lassen und einfach nicht zum TA gegangen, weil vielleicht das Einfangen zu schwierig ist oder er mal unterwegs maunzt. Wenn er etwas akutes hatte (z.B. die Kralle rausgerissen) war ich sofort beim TA!
Auch geht es nicht darum, dass ich mit der Vorstellung rangehe, das alles ganz schrecklich wird, ich bin auch schon mit anderen Panik- oder angstaggressiven Katzen zum TA gegangen :wink: , und mit Karl bin ich ja auch gegangen und ich hab ihm auch schon oft zwangsweise Medis eingegeben oder ihn in den Kennel verfrachtet.
Auch ist Karl nicht Odin.
Und Nein, Karl war nicht nach den TA-Besuchen mal kurz beleidigt und danach entspannt wie immer. :wink:
Die Problematik war eine ganz andere!
Nochmal in Kurzform: die TA hat eine Phobie diagnostiziert, weil es heftige körperliche Reaktionen gab und sie sich Sorgen um seine Vitalfunktionen machte und das er kollabiert. Er hat nicht einfach nur Angst gehabt (die TA ist auch gerade bekannt dafür, dass sie mit ängstlichen und aggressiven Patienten umgehen kann und benötigt auch keinen Zwangskäfig, hat ihm auch so Blut abgenommen usw.), sondern er kam durch die Panik in Zustände, die gefährlich sind, z.B. so viel gehechelt und hyperventiliert, das Schleimhäute, Zunge bläulich wurden, oder Puls und Blutdruck jenseits von gut und böse usw. Und ich denk, eine TA, die ihn und seine Vitalfunktionen untersucht, kann das schon einschätzen und wird ihre Gründe haben, wenn sie eine Untersuchung abbricht und dick in die Krankenakte Tierarztphobie notiert. Es wurden Beruhigungsmittel, Sedierung, Narkose notwendig, was er aber nicht vertrug und die TA deshalb nicht einfach so anwenden kann. Ich dachte, ich hätte das im vorherigen post schon deutlich gemacht, wieso empfiehlst du mir, ihn sedieren zu lassen oder schreibst was von Narkosen im Zwangskäfig, wenn ich vorher schrieb, das er das nicht vertrug und bei der letzten Narkose beinahe drauf gegangen ist? Jede weitere Narkose ist ein Risikofaktor, deshalb ist nichts, mit Kater einfach mal auf Teufel komm raus durchchecken zu lassen und nach Belieben sedieren und narkotisieren (ohne werden Röntgen und CT usw. wohl schlecht möglich sein). Ich überlege da natürlich schon sehr gut, welche Untersuchungen wirklich richtig dringend oder wichtig sind und wäge das "Nutzen-/Risiko-Verhältnis" ab.
Beispiel Thema Wirbelsäule/Schmerzen: ein TA hat letztes Jahr die Wirbelsäule intensiv abgetastet und da keinerlei Anzeichen von Schmerzen waren und er sich auch normal bewegt, springt, beim Spielen halbe Saltos schlagen kann usw., sagte er, das er den Kater jetzt nicht unter Narkose röntgen würde, weil Narkose bei ihm ein Risiko ist.

Ich habe jetzt aber keine Lust hier Romane zu schreiben und alles detailliert zu erklären/beschreiben oder gar seine TA-Krankenakte zu posten. Wollte nur nochmal darauf eingehen, weil das bei dir so klang, als ob ich hier mit meinen Katzen nicht zum TA gehe, weil sie ja mal Angst haben oder maunzen oder beleidigt sein könnten. Er wurde von zwei TA untersucht und behandelt, abgesehen von den zig anderen TA's mit denen ich diesbzgl. sprach.

LG Urmel


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BeitragVerfasst: 20.08.2006, 09:44 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Hallo Kathy,

inzwischen habe ich den Vorfall halbwegs verdaut und bin nochmal alles in Ruhe durchgegangen.
Ich denke nicht, dass die Reaktion bei Karlchen etwas mit einem epileptischen Anfall zu tun hatte. Seine Reaktin war eine ganz typische territoriale Aggression, die genauso vorgekommen wäre, wenn ich hier mal eben so eine fremde Katze reingesetzt hätte. Und Wölkchen war für ihn Fremdkatze, nur da er gleich so territorial reagierte, also gleich drohen und Angriff (da ist er nicht die einzige Katze, die auf Fremdkatzen oder Katzen, die vom TA-Besuch wiederkommen so reagiert, genau so wie Karlchen sich verhalten hat, hat z.B. S.Schroll auch territorial aggressive Katzen beschrieben und schreibt auch, dass es dazu kommen kann, wenn eine Mitkatze vom TA wiederkommt), konnte er gar nicht nach einer Weile merken, das es ja Wölkchen ist. Wenn es bloß Fauchen und Abwehr gegeben hätte, hätte sich das sicher bald wieder eingerenkt, weil Karl dann mit der Zeit mitbekommen hätte, das es doch sein Wölkchen ist. Aber dieser Separierungsversuch in dieser kleinen Wohnung hat das Ganze hochgeschaukelt, Karl sah und hörte die vermeintliche Fremdkatze ja trotzdem (Tür hat z.B. Glasscheiben) und war dann sozusagen darauf "eingeschossen" das dahinter die Fremdkatze ist und hat aufgepasst, dass sie nicht reinkommt. Inzwischen weiß ich, dass dieser "Separierungsversuch" falsch war und alles schlimmer machte.
Und sein rss wurde natürlich, weil er ja so angespannt war, stärker. Selbst 'normale' Katzen, die aggressiv auf eine andere reagieren, können in diesem Zustand, nach Aussage von S.Schroll, das rss zeigen (weil sie die andere belauern, fixieren, aufpassen und die Anspannung sich in diesem Rückenzucken entladen kann), klar dass es dann bei Karlchen auch stärker wird.

Übrigens kenne ich mich mit Epilepsie auch etwas aus, da mein Vater und meine große Schwester Epilepsie haben, auch die Form, wo es nur zu petit mals kommt. Ich will deshalb nicht zu 100% ausschließen, dass sein rss kleine petit mals sein könnten oder etwas epileptiformes, aber das eine Katze auf eine Fremdkatze territorial aggressiv reagiert, kommt vor und hat nicht gleich mit Epilepsie zu tun.
Ich habe ja früher auch länger eher an etwas epileptiformes bei ihm gedacht, bis ich aber mit der Zeit mitbekam, das er nicht in die Luft starrt oder Halluzinationen hat, sondern auf Schatten und Spiegelungen erschreckt reagierte. Für einen Kater, der in seiner kitten-Zeit ohne jegliche Außenreize aufwuchs, erklärbar. Deshalb tendiere ich ja zum Deprivationssyndrom. Ob man, wenn es doch etwas nervliches sein sollte (dafür spräche, das er Beruhigung/Sedierung/Narkose nicht verträgt), einfach so auf Verdacht Luminaletten geben kann oder sollte, da werde ich mich erst erkundigen, ob das wirklich so harmlos ist und das mit einem Neurologen besprechen.

LG Urmel


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BeitragVerfasst: 20.08.2006, 21:36 
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Alpha-Katze

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Hallo Anja,

wie geht es Wölkchen denn so, zusammen mit den großen Hunden? 8) :lol: :shock:
Irgendwie liest es sich gerade so, als ob Du Dich angegriffen fühlst. Hier denkt bestimmt niemand, daß Du falsch gehandelt hast!
Was ich an Deiner Stelle mit Kaani machen würde - ab Seite 137 im o.g. Buch würde ich mich mal nach Medis umschauen, wieso Luminal?
Das haben wir hier jetzt auch für den Fall der Fälle liegen, für Sita - falls der nächste Epilepsie - Anfall sehr schlimm werden sollte, beginnen wir mit der Tabletteneingabe bei Sita, wenn nicht so schlimm, warten wir noch. Karlchen hat aber keine diagnostizierte Epilepsie.

Da gibt es bestimmt wirksamere Medikamente - und zu der Frage zum Thema TA und Medikamente - als wir das "Frisco - Problem" hier hatten sind wir zum TA mit dem Buch von Frau Schroll gegangen und haben gemeinsam (ohne Frisco) anhand der Checkliste aus dem Buch ein Medikament rausgesucht. Das war allerdings schon kurz vor der Vermittlung von Frisco und hat deshalb keine Langzeitwirkung gezeigt - allerdings in einem anderen Katzenhaushalt, wo dieses Psychopharmaka schon früher eingesetzt wurde.
Darum würde ich an Deiner Stelle so agieren, mit der Checkliste aus dem Buch von Frau Schroll zu einem TA und darüber mit ihm sprechen, anschließend das Rezept einlösen und beobachten!

Liebe Grüße,
Iris

_________________
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BeitragVerfasst: 21.08.2006, 06:34 
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Felis silvestris lybica

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Hallo, Anja!

Ein "Experte", was Epi angeht bin ich definitiv nicht, nur habe ich einfach diese Paralellen gesehen. Zumindest aus deinen Schilderungen und dem, was ich gehört und auch gesehen habe.
Das Einschätzen der Situation liegt allein an dir und damit möchte ich nicht sagen, dass du sie falsch einschätzt.

Wie geht es Kaani denn inzwischen? Und was hast du von Wölkchen gehört?

_________________
Liebe Grüße von Kathy mit Onkel Oskar und Bärchenfrosch Samson, all den Sternenkatzen und den Hundis


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BeitragVerfasst: 27.08.2006, 20:07 
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Felis silvestris lybica

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Hallo,

Ich habe eine TA-Neurologin gefunden, die das Feline Hyperästhesie Syndrom/Rss kennt und auch schon einige Fälle hatte. :notworthy:
Bin absolut erleichtert.
Die sonstigen TA's konnten damit ja immer nichts anfangen, kannten den Begriff nicht, wenn ich die Rss-Symptome beschrieb, konnten sie damit nichts anfangen und wenn ich von der seltsamen Schreckhaftigkeit erzählte, wars eh vorbei, dachten wahrscheinlich einige, der Kater wird schlecht gehalten oder hat zuviel Stress, es kamen ja auch Vorschläge Vit.B zu geben und sowas...
Nun jedenfalls die Neurologin kennt diese Erkrankung und hat schon Katzen damit behandelt. Sie sagte, das dieses Krankheitsbild noch gar nicht richtig erforscht ist, momentan wird wohl in Bern wissenschaftlich dazu geforscht, Ursachen sind momentan noch völlig unklar. Aus ihrer Praxis weiß sie, das jede RSS-Katze etwas anders ist, bei den meisten scheint es eine Nervenerkrankung zu sein.

Und dann der absolute Hammer:
Sie hat völlig verstanden, das Karlchen bisher so schwierig zu behandeln war. Noch bevor ich die Symptome beschrieb und die Namen Rss oder FHS erwähnte, hatte ich erstmal angefangen zu beschreiben, weshalb ich erstmal ohne Kater gekommen bin und wie die bisherigen TA-Besuche verliefen. Das der Kater völlig in Panik verfällt und ausrastet, unterwegs hechelt mit bläulicher Verfärbung Schleimhäute/Zunge, ohne Beruhigungsmittel, Sedierung, Narkose nicht möglich war zu behandeln, er aber von Beruhigungsmittel Raserei bekam und bei Narkose einen Krampfanfall, weshalb die TA's auch keine Narkose mehr geben wollten. Da, aufgrund dieser Beschreibungen, hatte sie schon von sich aus das FHS angesprochen :shock: :shock: !
Es gehört nämlich zum Krankheitsbild, dass diese Katzen extrem nervlich übererregt sind und jede Aufregung natürlich stärker ausfällt und Anfälle auslösen kann und einige RSS-Katzen deshalb so schwierig zu behandeln. Jedenfalls hat sie allein davon schon auf FHS getippt!
Außerdem sind die RSS-Anfälle (nervlich bedingt) ähnlich wie epileptische Anfälle (und können auch an sich epileptische oder epileptiforme Anfälle sein) und können von Beruhigungsmittel, Sedierung und Narkose ausgelöst werden. Das Karlchen damals diese Raserei bekam, ordnet sie auch als Anfall ein, von nervlicher Übererregung. Auch das er sich auf der Fahrt und bei der Behandlung so heftig aufregt, kann ein Anfall sein und damit gefährlich, die bläulichen Schleimhäute deuten auf einen Anfall. Deshalb darf Karlchen keine Beruhigungsmittel und Narkose ohne ärztliche Aufsicht (von TA's die sich damit auskennen) bekommen und muss dabei überwacht werden, weil eben, wenn es beginnt zu wirken und wenn es aufhört zu wirken zu Anfällen kommen kann. Er darf auch nur eine spezial-Narkose bekommen, die mit Valium oder Diazepam kombiniert werden muss. Dann muss er solange unter Bewachung bleiben, bis die Narkose völlig abgeklungen ist. Zuhause darf ich kein Beruhigungsmittel geben, erst beim TA, d.h. sie wird einen Termin raussuchen, wo Karlchen sofort in die Behandlung rein kommt, wo jeder mögliche Stressfaktor versucht wird zu vermeiden. Dann schaut sie, ob sie neurologische Untersuchung erstmal so machen kann, ansonsten wird er zur Untersuchung speziell narkotisiert und überwacht.
So milde Beruhigungssachen, wie homöopathisches oder Felised und Relaxan hat sie bei RSS-Katzen auch schon probiert und das reicht nicht aus und darf ich auch nicht geben, weil außerdem die Bestandteile, wie Johanniskraut und Baldrian nicht vertragen werden können.

Die typischen Symptome bei RSS kannte sie auch schon, also als ich sie beschrieb, hat sie immer schon genickt und selbst noch welche genannt.
Seine seltsame Schreckhaftigkeit gehört auch zum RSS und ist ein Zeichen einer starken nervlichen Übererregung. Dennoch sollen die Augen untersucht werden, falls er die Dinge auch nicht mehr richtig sehen kann und deshalb jedesmal davor erschreckt oder nicht wieder erkennt. Da er damals ja etwas am Herzen hatte und damit Bluthochdruck, könnte auch etwas an der Netzhaut sein.
Ansonsten, Ursache von RSS ist in der Veterinärmedizin noch unbekannt. Sie wird eine Ausschlussdiagnostik versuchen und dabei auch nochmal genauer das Herz angucken, da es bei Karl schonmal auffällig war. Denkbar wäre nämlich auch, dass die Herzerkrankung doch noch nicht abgeschlossen ist (die bisherigen TA's konnten ja nicht richtig untersuchen und haben nur durch abhören des Herz gesagt, dass da keine Geräusche mehr sind) oder aber, dass sich durch die Herzerkrankung Mikrothromben im Gehirn gebildet haben. Deshalb US von Herz und Wirbelsäule, großes Blutbild, auch Schilddrüse und dann weiter Auschlussdiagnostik und Behandlung wie bei Epilepsie, weil RSS auch mit Anfällen und nervlicher Übererregung einhergeht. Es könnte auch eine Form der Epilepsie sein, muss aber nicht. Es wird dann so sein, dass er auf Medikamente eingestellt wird, evt. auch Phenobarbital, je nachdem was die Untersuchungen bringen. Welche Medis da noch in Frage kommen, habe ich vor Schreck wieder vergessen, aber sie sagte eh, erstmal die Untersuchungen abwarten.
Zur "Heilungs-"Chance, in dem Sinne, das der Kater wieder Anfallsfrei wird, sagte sie, das bei ihren Fällen eine Katze schonmal eingeschläfert werden musste, die anderen aber unter den Medis noch ein anfallsfreies Leben führen konnten. Antiepileptika schlagen nicht bei allen an. Vorher müssen aber auch nochmal Leber und Nieren angeschaut werden.
Soweit erstmal zu heutigen Gesprächs-Termin. Nun bin ich gespannt, was die Untersuchungen ergeben und vor allem, wie ich den Kater dahin bekomme :shock: .

LG Urmel


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BeitragVerfasst: 27.08.2006, 20:16 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 26.01.2006, 20:12
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Wohnort: Grafing b. München
Hallo Anja!

Das hört sich doch alles recht positiv an. Wenn die TÄ schon mehr RSS-Patienten hatte, weiß sie ja bestimmt auch wirklich, was sie da eigentlich tut.

Auf jeden Fall wünsche ich euch beiden alles Gute und hoffe, daß es bald positive Neuigkeiten über Karlchen zu lesen gibt!

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