Aktuelle Zeit: 20.07.2019, 06:56

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 77 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25.09.2006, 22:53 
Offline
Stammkatze

Registriert: 08.01.2006, 20:16
Beiträge: 173
Hey Urmel!

So "negativ" würde ich das mit dem Schmerzmittel jetzt nicht sehen, ihr schließt halt eins nach dem anderen aus bis ihr am Ende (hoffentlich) ein Ergebnis habt.

Ich hab mir ja die Videos angeguckt und das Karlchen tut mir Leid mit seinem hektischen Putzen und dem wegspringen. Was die Schreckhaftigkeit angeht weiß ich nicht. Ich kenne genau sowas auch von Oscar, es bewegt sich irgendwo etwas oder er bildet es sich auch nur ein, und er erstarrt förmlich, fixiert es, macht manchmal den Schwanz buschig... Das geht soweit, daß er manchmal durch etwas, was er sieht förmlich in die Ecke gedrängt fühlt und sich nicht daran vorbei traut. Nach einiger Zeit ist es dann auf einmal vorbei und er kann an ebendiesen Gegenständen völlig normal vorbei.

Ich beobachte dabei aber keine von den anderen Symptomen die Du beschreibst und habe eigentlich immer dazu geneigt, daß als manchmal vorkommendes Katzenverhalten einzuordnen, so wie die wilden 5 min, die man ja auch nicht wirklich erklären kann. Vielleicht hat ja bei Karlchen das eine nichts mit dem anderen zu tun?

Gruß, Ozz!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.09.2006, 19:51 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Hallo Ozz,

naja, die Schreckhaftigkeit bei Karlchen ist schon sehr seltsam. Ich habe das so auch noch nie bei einer anderen Katze erlebt. Seltsam ist sie deshalb, weil es dafür keine Erklärung gibt. Wenn ich nun eine durchgemergelte Katze "von der Straße aufgefischt" hätte und diese würde so angespannt durch die Wohnung gehen und bei kleinsten Geräuschen oder Schatten zusammenschrecken, würde ich denken, ok, ihre Nerven sind ein bißchen am Ende, weil sie Schlimmes erlebt hat oder in einem Stresszustand/Ausnahmezustand war oder weil sie die Wohnung noch nicht so kennt. Oder sowas würde ich von einer Katze erwarten, die Schlimmes in der Wohnung erlebt hat und deshalb so "auf der Hut" ist, weil sie wieder Schlimmes erwartet. Karlchen aber lebt hier seit Jahren in der Wohnung, in der es kaum Veränderungen gab und hat noch nie etwas Schlimmes erlebt.

Nehme ich als Beispiel mal die Badezimmerkacheln. Seit Jahren betritt er mehrmals pro Tag das Badezimmer, um z.B. aufs Klo zu gehen. Mehrmals am Tag seit Jahren geht er also an diesen Kacheln vorbei. Da die Kacheln glatt sind, spiegeln sie etwas. Wenn Karlchen dran vorbei geht, dann spiegelt sich auch etwas sein weißes Fell. Karlchen zuckt daraufhin extrem zusammen, macht sich lang, ist super angespannt oder erstarrt, schleicht auf die Kacheln zu und schnuppert sie wild ab, ganz langgezogen, auf den Boden gedrückt.
Ok, würde das einmal oder mal passieren, würd ich denken, ok er hat sich halt wegen der Spiegelung erschrocken. Das seltsame aber ist, das er das immer hat, jedesmal, wenn er an den Kacheln vorbeigeht, also mehrmals täglich - und das seit Jahren. Also irgendwann müsste doch mal ein Gewöhnungseffekt eintreten und er "gerafft" haben, dass die Kacheln spiegeln. Es sind aber nicht nur die Kacheln, auch die Waschmaschiene, die spiegelt auch. Auch seit Jahren steht diese gleich rechts neben der Tür, wenn man ins Bad kommt. Und jedesmal wieder aufs neue, geht Karlchen an der Wamaschiene vorbei, zuckt er zusammen usw... Manchmal so schlimm, das er sogar einen großen Satz macht. Hinzu kommen Schatten. Wenn im Flur Licht an ist, aber im Bad nicht, dann wirft Karlchen Schatten, wenn er ins Bad kommt. Dann erschreckt er so dermaßen vor seinem eigenen Schatten, das er sogar das pullern vergisst (wofür er ins Bad gekommen ist) und nur noch den Schatten anvisiert. Manchmal hebt er auch die Pfote, um bei Bedarf zuhauen zu können. So steht er dann vor seinem eigenen Schatten!
Der Zustand ist also so, täglich wenn Karl ins Bad kommt, geht er langgezogen, auf den Boden gedrückt, in Habacht-Stellung, wie in einer fremden Umgebung, und starrt zu den Kacheln/Wamaschiene/Schatten - und das in einem Bad, das sein Zuhause ist, das er seit Jahren kennt, wo nie was passierte (ich könnte ja noch verstehen, wäre da mal was schlimmes passiert, z.B. was auf seinem Schwanz gefallen oder so, das er dann immer so misstrauisch oder in Habacht-Stellung ins Bad geht).

Außerhalb des Bades: kommt er ins Bett, dort steht mein Wecker, dieser hat ein Display, was auch ganz leicht spiegelt. Karl kommt an den Wecker vorbei und dasselbe Schauspiel. Ich habe den Wecker schon umgedreht deswegen. Liegt er im Bett und die Decke bewegt sich (weil ich ja drunter liege und mich nun mal bewege), dasselbe, er erstarrt, macht sich lang, schleicht zu dem Stück Decke, was sich bewegt hat und muss es wild abschnuppern. Guckt mein Fuß unter der Decke hervor, dasselbe, da bekomme ich schon richtig Angst, das er gleich meinen Fuß angreift. Also achte ich darauf, wenn er ins Bett kommt, das ich mich kaum bewege und ja meine Füße still halte.

Rest der Wohnung: Karl geht ganz normal durch die Wohnung. Er kommt z.B. an dem Korb mit den CD's vorbei, diese spiegeln/reflektieren wieder leicht, Karl zuckt zusammen, macht sich lang, schleicht sich an usw. Das passiert bei allen Dingen, die nur irgendwie spiegeln/reflektieren oder wenn Schatten auftreten, mehrmals am Tag.
Ein Fremder, der das sieht, könnte meinen, Karl ist zum ersten Mal in dieser Wohnung oder aber extrem gestresst/angespannt.

Das ist auch schon anderen (Besuchern) aufgefallen, die meinen Kater allesamt sehr seltsam fanden (Besucher waren es auch, die mich vor Jahren, als sich das alles schleichend entwickelte, darauf hinwiesen, das mit meinem Kater irgendwas nicht stimmt). Beispiel: eine Freundin war zu Besuch, Karl sitzt auf dem Bett vor dem Fenster. Freundin geht zwischen Fenster und Bett, mit Karl drauf, entlang und ruft mich plötzlich ganz aufgeregt (ich war in der Küche). Ich komme schnell, sie zeigt auf Karl, dieser hatte sich plötzlich, aus dem Dösen heraus, aufgerichtet, starrte mit extrem aufgerissenen panischen Augen zum Fenster, aber wie! Der ganze Körper unter Hochspannung, langestreckt, geduckt. Wir schauten zum Fenster, da war aber absolut nichts! Die Freundin meinte, der Kater guckt so, als ob da ein Gespenst am Fenster wäre und wir konnten aber nichts sehen dort. Der Freundin war Karlchen schon richtig unheimlich, sie hatte sich selbst total erschrocken. Ich habe dann das Fenster untersucht und irgendwann kamen wir drauf: es hatte sich lediglich etwas Licht in der Fensterscheibe gespiegelt, mehr war da absolut nicht zu sehen.

Anderes Beispiel: ich hab die Wohnungstür geöffnet (weil die Katzen immer auf die Dachterrasse gegangen sind). Ich wusste aber, im Hausflur ist niemand, das hätte ich gehört (Haustür ist immer abgeschlossen, kommt wer rein und die Treppen hoch, höre ich das). Ich hocke, mit dem Rücken zur geöffneten Tür, vor Karlchen und will mit ihm spielen. Er fixiert die Spielangel, die ich wedele. Plötzlich erstarrt er, ein Ruck geht durch den Körper und er starrt panikerfüllt, Körper völlig angespannt, an mir vorbei zur Wohnungstür. Im Gesicht des Katers war das blanke Entsetzen! Ich habe mich so dermaßen erschrocken, weil ich dachte in der Wohnungstür, hinter mir steht jemand, obwohl ich niemanden gehört habe. Aber so wie Karl dorthin starrte, habe ich zumindest einen Einbrecher oder eine Fremdkatze oder ein Monster oder sowas erwartet ;-). Ich hatte mich wirklich so extrem erschrocken, so wie der Kater starrte, musste da hinter mir was oder jemand sein. Ich drehte mich rasend schnell um und - da war nichts! Ich nehme an, das im Hausflur lediglich ein kleiner Schatten fiel, weil vielleicht ein Vogel am Flurfenster vorbeiflog oder sowas in der Art. Ich weiß bis heute nicht, was ihm da solches Erschrecken verursachte. Ich hatte noch eine halbe Stunde lang danach Herzklopfen, weil ich mich selbst so erschrocken hatte!

Lange dachte ich auch, er hat Halluzinationen, weil oft sowas passiert: Karl liegt oder läuft irgendwo ganz normal. Plötzlich zuckt er wieder zusammen, erstarrt und starrt panikerfüllt an die Wand. Ich folgte immer den Blick und an der Wand war aber - nichts. Besucher, wenn grad welche da waren, haben sich auch immer schon erschrocken, also das ist schon richtig ansteckend :lol: , weil er halt so plötzlich so panikerfüllt wo hinstarrt, da erwartet man dort halt was schreckliches. Erst viel später habe ich herausgefunden, das er so reagiert, wenn ein Schatten auf die Wand fällt.
Freunde, die Karlchen länger kannten, haben allesamt gesagt, der Kater ist seltsam, jedenfalls nicht normal.

Oder aber, er geht ganz normal durch die Wohnung, ich sitze ruhig und lese. Karl geht also ganz normal, es ist auch vorher nichts passiert. Ich huste leicht (!) und der Kater macht urplötzlich einen riesen Satz und erstarrt. Ich erschrecke mich gleich mit, weil das eine völlig übertriebene Reaktion auf das kleine Husten war.
Oder: Karl liegt und döst. In der Nähe ein Stuhl, über diesem liegt Wäsche. Es rutscht ein Strumpf vom Stuhl, das macht nun noch nichtmal Krach, nichtmal einen Laut. Der Strumpf rutscht also runter, Karl zuckt zusammen oder springt aus dem Dösen erschreckt auf und dasselbe Schauspiel (langmachen, Strumpf nähern, wild schnuppern usw.).

Während er sich vor etwas so erschrocken hat und sich so lang macht, manchmal verharrt der Hinterleib und der Vorderleib macht sich einen Meter lang, um sich super vorsichtig dem Gegenstand/Schatten anzunähern, dabei ist er so unter Hochspannung, das ich mir denke, wenn ich jetzt "Buh" mache, dann wars das, dann kriegt er eine Herzattacke oder stirbt vor Schreck.

Es gab Zeiten, wo es besonders schlimm war, da bin ich fast auf Zehenspitzen durch die Wohnung gegangen und hab extrem aufgepasst, das sich nichts unnötig bewegt oder ja kein Licht im Fenster spiegelt, nur um den Kater nicht so sehr zu stressen. Ok, das waren ganz schlimme Phasen, meist nach TA-Besuchen, da war er völlig durch den Wind, oder wenn tatsächlich mal etwas laut, mit Getöse, herunterfiel - nach sowas kann man den Kater vergessen, ein Stressbündel pur dann. :(

Wenn ich mir vorstelle, Karl würde in einer Familie leben, mit normalem Familien- und Wohnungslärm, da könnte ich mir vorstellen, würde er nur noch Zuckungen haben, da so überreizt. Hier lebt er ja sehr ruhig, ich hab mich mit den Jahren schon völlig auf ihn aufgestellt, kein Lärm, keine wilden Bewegungen, kein Stress, kaum Besuch.
Oft war auch sowas:
Ich spiele mit Karl, er fixiert die Spielangel. In dem Moment sprang Wölkchen vom Tisch herunter, gleichzeitig fliegt ein Vogel am Fenster vorbei und gleichzeitig wedele ich mit der Angel - das ist dann schon zuviel für ihn und seine Ohren zucken und drehen sich wild und er bekommt einen FHS-Anfall.
Deshalb denke ich, diese Schreckhaftigkeit kommt von einem Zustand einer Überreizung.

Ich konnte mir jahrelang dieses seltsames Verhalten nicht erklären, da Karl nun wirklich gut hier lebt, ein ruhiges, stressfreies Leben hat, nie was Schlimmes erlebt hat, ich konnt mir absolut nicht erklären, woher bei ihm diese extreme Schreckhaftigkeit, dieses Angespanntsein kommt. Es gibt einfach keinen äußerlichen Auslöser. Und zu TA's brauchte ich damit auch nicht zu kommen, die konnten damit nichts anfangen, sagten nur, na er wird halt extrem gestresst/ängstlich/angespannt sein. Dabei ist er gar nicht ängstlich! Eine TA sagte, wo Karl auch da war, er kommt ihr so fertig und überreizt vor, wie jemand der mal Urlaub braucht (das war die TA, die auch sagte, ich soll erstmal nicht mehr mit Karl zu ihr hinkommen, der Kleine ist ja fix und fertig).
Deshalb fragte ich ja auch die Katzenpsychologin, ob er das Deprivationssyndrom haben könnte.
Erst die Neurologin jetzt sagte, das ist mit Teil des FHS, ein Zustand der Übererregung/Überreizung.

Ich bin nun sehr gespannt, was die Luminaletten bringen!

Lieben Gruß
Urmel


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.09.2006, 09:53 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 01.08.2003, 13:29
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
Hallo Anja,

UrmelMurmel hat geschrieben:
Ich bin nun sehr gespannt, was die Luminaletten bringen!


:knuddel: ich auch!

Liebe Grüße
Elke

_________________
Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.09.2006, 16:16 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Tja, die Lumis haben Nebenwirkungen - aber nicht wie erwartet, vielleicht Schläfrigkeit, sondern das völlige Gegenteil - er ist total aufgekratzt, überdreht. Geht ständig in der Wohnung umher, maunzt ständig vor sich hin, kommt überhaupt nicht zur Ruhe. Zwischendrin steigert sich das dann in Raserei, da rast er wild hin und her. Dabei hat er anscheinend auch Koordinierungsstörungen, jedenfalls ist er wackelig und wenn er wild auf etwas draufspringt, fällt er dabei runter.
Die letzte Nacht war total furchtbar, konnte gar nicht schlafen, weil er ständig so rumraste und herummiaute. Das einemal kam er grad so vor einer Wand zum Stoppen, dachte schon, jetzt knallt er voll dagegen, hat dann an der Wand hochgestarrt, Ohren angelegt und erregt hochmiaut. Da oben war aber nichts, da hing auch kein Bild, nichts gar nichts, und dann setzte er an und wollte die Wand hochspringen, dreht aber kurz vorher ab und rast wieder durch die Wohnung. So, wie wenn eine Katze ihre berühmten "5 min" hat, diese hat er aber ständig und nicht nur 5min!
Zwischendurch, wenn er ruhiger ist, kam er auch ins Bett, hat aber überhaupt gar nicht mehr geschnurrt und nur alles so komisch angeguckt, sieht aus, als ob er Halluzinationen hat, guckt alles so komisch an und die Augen/Pupillen sind immer ganz groß.
Nun ist er noch "irrer" als vorher :cry:
Das ist wie damals, als er von Beruhigungsmitteln solche Zustände und Raserei bekam und sich dabei mal eine gesamte Kralle rausriss. Warum reagiert er denn auf alles so gegenteilig?????
Bei den Beruhigunsgmitteln sagte die TA noch, kann ein Zeichen für Epilepsie sein, da die Mittel die Krampfbereitschaft erhöhen, aber von Lumis????

Ich gebe jedenfalls heute keine Lumi mehr!!!
Und kann nur hoffen, das der Wirkstoff schnell raus ist.
Die TA ist leider übers Wo-Ende nicht in D., die Praxis hat sie aber noch erreicht. Sie sagte, dass ihr solche Nebenwirkungen von Lumis nicht bekannt sind. Nur bei Valium kann es manchmal in Einzelfällen zu solchen Erregungszuständen kommen, weshalb sie das bei Karlchen nicht geben wollte, weil sie ihn als so einen Fall einstuft, aber von Lumis wäre das ungewöhnlich. Ich kann sie aber absetzen und am Montag früh gleich anrufen.

Ich hoffe nur, das der Wirkstoff jetzt schnell raus ist. Dann hat er wenigstens "nur" die FHS-Anfälle.

:( LG Urmel


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 30.09.2006, 08:00 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
So, gestern früh hatte er ja noch eine viertel Lumi bekommen, gestern abend nichts mehr und heute früh auch nicht - und alles ist wieder gut.
Er ist wieder genauso wie vorher, die Nacht war auch wie immer, kein rumrasen, kein rumtigern, kein rummiauen, kein seltsames umherschauen usw.
Also -> das waren eindeutig Nebenwirkungen von den Lumis!!

LG Urmel


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.10.2006, 10:59 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Ich habe gestern mit Erschrecken festgestellt, das bei Karlchen es an einer der Krallen an den Hinterpfötchen blutig war.
Das habe ich nun schon zum zweiten Mal gesehen.
Beim ersten Mal hab ich mich zwar auch schon gewundert, aber dann gedacht, ok, wer weiß wie das passiert ist, irgendwo hängen geblieben oder zu heftig dran geknabbert, solange es ein Einzelfall ist....
Aber gestern hatte er wieder Blut an einer Hinterkralle.
Ich hab versucht, mir die Krallen genauer anzuschauen, aber er hat mich nicht richtig gelassen. Aber was ich sehen konnte: die Hinterkrallen sind alle total kurz, gehen fast nur noch bis zur Hälfte :shock:
Ähm, heißt das jetzt, er knabbert sich da ständig exzessiv an den Krallen bzw. knabbert seine Krallen kurz?
Woher soll das Blut sonst kommen, es war genau da, wo das Krallenbett ist, also sieht so aus, als ob er heftig die Kralle geputzt hat und dabei zu heftig dran gezogen oder geknabbert.

Wenn er seine FHS-Anfälle hat, dann leckt er ja hektisch am Rücken, aber nicht nur, er beleckt auch die Hinterbeine und "putzt" auch die Krallen, indem er daran knabbert. Das nicht ganz so auffallend heftig und oft, wie das hektische Rückenputzen. Aber wenn so ein Anfall war, dann endet der meist mit intensivem Lecken am ganzen Hinterleib/Pfoten, ich nehme an zur Beruhigung oder einfach als "Ausklang" des hektischen Rückenleckens.
Nun sehe ich die abgeknabberten Hinterkrallen? Und zweimal schon Blut dort? :?

Vielleicht ist es ja doch eine Zwangsstörung?
Wenn er sich auch die Krallen abkaut?

LG Urmel


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.10.2006, 17:27 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 01.08.2003, 13:29
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
Hallo Anja,

hast Du ihn beim Knabbern gesehen? Vielleicht sind sie bei der Raserei auch abgebrochen? Ist ja alles nicht schön.

Melde Dich morgen bitte nach Feierabend nochmal bei mir Zuhause.

Liebe Grüße
Elke

_________________
Bild


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.10.2006, 20:59 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Hallo Elke,

ich habs gerade gesehen. Karlchen hatte wieder einen FHS-Anfall, wie immer abends, und sitzt danach auf dem Tisch und putzt sich. Dabei putzt er auch die Hinterbeine und beknabbert die Krallen. Ich habe gerade etwas geschrieben, schaue dann wieder hoch und sehe wie er noch die eine Hinterpfote hochhält und die Kralle ist schon wieder blutig!
Also vorher war sie das noch nicht!
Das heißt, er knabbert so heftig an den Krallen, das er sie halb abknabbert bzw. es blutet.
Naja, bei der Übererregung, die er durch die Anfälle immer hat, eigentlich kein Wunder, da kann ja auch keine Katze normal die Krallen beknabbern.
Jetzt geht es also auch bei ihm los, das er sich durch die Anfälle verletzt.

:(


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 01.10.2006, 21:47 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 31.08.2005, 13:23
Beiträge: 1481
Wohnort: Nidderau
Hallo Anja,

auch wenn ich medizinisch da nicht viel tun, schicke ich Dir doch mal einen Knuddler rüber und drücke die Daumen für Karlchen.

Viele Grüße
Petra


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.10.2006, 12:49 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Karlchen kommt jetzt stationär.

Das er nun auch auf die Lumis so gegenteilig reagierte und mit Raserei, ist für die TA sehr ungewöhnlich. Als Erklärung hat sie nur noch, dass bei der biochemischen Kopplung der Nervenfasern oder im Hirnstoffwechsel etwas nicht richtig oder anders funktioniert und der Wirkstoff dann falsch oder anders verarbeitet wird. Damit ist jede weitere Medi-Gabe natürlich eine Überraschung.
Das Ausprobieren von Valium (denn auch auf Valium kann es bei ihm zu solchen Zuständen kommen) findet nicht mehr hier zu Hause statt.
Die Raserei ist ein sehr gefährlicher Zustand, weil es auch zu Verletzungen kommen kann (das er z.B. irgendwo gegenknallt oder runterfällt oder vor der Fensterscheibe nicht mehr zum stoppen kommt, in der Nacht ist er ja auch fast mit voller Wucht gegen die Wand geknallt). Eine Katze ist dabei in einem hyper-erregten Zustand, entwickelt große Kräfte und kann sich auch nicht selbst kontrollieren. Es ist auch unklar, ob er dabei überhaupt "anwesend" ist (so wie er in der Nacht an der Wand hochstarrte und an ihr hochspringen wollte, schien er mir ziemlich "entrückt" zu sein).
Deshalb erfolgt nun Gabe von Valium stationär, unter Bewachung, in einer Box. :cry:

Das ist zwar überhaupt nicht schön, aber ich weiß nicht, ob ich das packe und schaffe, wenn er wieder Raserei bekommt, ihm einen Wäschekorb überzustülpen und festzuhalten, bis er wieder ruhig ist. :shock: (wenn er dann überhaupt ruhig wird). Oder wenn es zu einer Verletzung kommt, ob ich ihn überhaupt eingefangen und zum TA-Notdienst transportiert bekomme.

Und irgendein Medi muss gefunden werden, denn ohne geht es nicht mehr weiter. Das ist kein Zustand für den Kater und auch nicht mehr für mich. Er hat ja seit Wochen nicht mehr gespielt, weil bei jedem Spielversuch dieses Gezucke und Anfälle kommen, bei jeder Aktivität kommen die Anfälle, also auch wenn er herumläuft. Karlchen kann aber nicht rund um die Uhr nur dösen, er muss sich ja nun auch mal bewegen. Er muss auch schon völlig triebgestaut und auch schon völlig entnervt sein, wenn bei jeder Aktivität nur die Anfälle kommen und er dadurch gar nicht aktiv sein kann. Und zwischendurch dann weiterhin diese Schreckhaftigkeit, wenn er durch die Wohnung streift (kein Wunder, bei dem über-erregten Zustand). Mich wundert, dass er nicht schon durchgedreht ist, ich würde das an seiner Stelle wahrscheinlich schon längst sein.

Achja zur Kralle: heute Morgen war sie wieder blutig und hing halb raus. Also zum TA muss er jetzt sowieso.
TA sagte, dass kommt von seinem Zustand der Über-Erregung bei den FHS-Anfällen, dass er dadurch kein großes Schmerzempfinden hat bzw. das nicht mehr richtig einschätzen kann und alles dann heftiger ausfällt, er also auch zu heftig an der Kralle zieht beim Putzen. Aber solche Autoaggressionen werden ja beim FHS sowieso oft beobachtet.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.10.2006, 15:21 
Offline
Senior-Katze

Registriert: 02.07.2006, 15:44
Beiträge: 213
Wohnort: Herdecke
Hi Urmel,

das hört sich fast nach einem unerträglichen Zustand an. Für Dich wie für Karlchen.
Es muss schlimm sein, bei solchen Attacken zuzuschauen und so wenig tun zu können!

Ich denke auch, dass es das beste ist, wenn er stationär Valium bekommt, denn da kann einfach zu viel schief gehen und wie Du schon sagst, wer weiss, ob Du ihn dann überhaupt einfangen kannst usw. Ausserdem hat er in einem Käfig wahrscheinlich weniger Möglichkeiten, sich selbst zu verletzen.

Ich drück Euch beiden die Daumen, dass das Valium hilft oder die TÄ noch eine andere Idee hat!

Habeebee


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02.10.2006, 15:55 
Offline
Stammkatze

Registriert: 28.09.2006, 20:02
Beiträge: 193
Wohnort: Schacht-Audorf
Hallo Urmel !
Habe noch weitere Infos...oder kennst du das schon ?
http://www.luna-cat.de/phpkit/include.p ... tentid=148
LG
summi55 :lol:

_________________
GLG
summi
BildPatty eingeschlafen 11/2012BildMonsterBildSnowy


"Dass einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten menschlicher Entwicklung"
Theodor Heuss


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 12:44 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Der thread ist zu Ende.

Karlchen lebt nicht mehr.

Ich glaub, ich komme um vor Schmerz,
kann nicht mehr aufhören zu weinen, geht einfach nicht.

Kann nicht irgendwer machen, dass das alles nicht wahr ist?

:cry:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 13:26 
Offline
Alpha-Kater

Registriert: 13.11.2002, 22:20
Beiträge: 3035
Wohnort: Die Wetterau, Hessen
Hallo Anja,

das darf doch nicht wahr sein, um Himmels willen, was ist passiert?

Laß Dich mal ganz fest drücken! Ich bin echt fassungslos.

Ganz liebe Grüße.

_________________
Klaus
Bild Wetterau-Katzen- und -Forums-Sklave, Barkeeper und Mädchen für alles hier


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 14:20 
Offline
Stammkatze

Registriert: 28.09.2006, 20:02
Beiträge: 193
Wohnort: Schacht-Audorf
OOOOOHHHHHHHH !!!!!!!!!
Das tut mir wirklich total leid..... :cry:
Fühl dich mal ganz feste gedrückt..... :knuddel3:
Hängt es mit FHS zusammen???
Wir denken ganz feste an dich!
Liebdrück
summi55 (Steffi & Vincent(8))

_________________
GLG
summi
BildPatty eingeschlafen 11/2012BildMonsterBildSnowy


"Dass einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten menschlicher Entwicklung"
Theodor Heuss


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 14:54 
Offline
Senior-Katze

Registriert: 02.07.2006, 15:44
Beiträge: 213
Wohnort: Herdecke
Wie bitte???????????????
Was ist passiert????????????????

Urmel, meine Güte, das tut mir sooo leid! Ich bin völlig fassungslos!
Fühl Dich virtuell ganz fest gehalten!


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 15:08 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 10.03.2004, 20:19
Beiträge: 2167
Wohnort: Ruhrgebiet
Anja, ich sitze hier und bin geschockt und entsetzt.

Was ist passiert?

Oh mein Gott, fühl dich erstmal ganz feste in den Arm genommen!
Es darf doch nicht wahr sein!!!

Ich denke, hier kann ich für alle aus diesem Forum sprechen: Wir sind für Dich da!!!

_________________
Liebe Grüße von Kathy mit Onkel Oskar und Bärchenfrosch Samson, all den Sternenkatzen und den Hundis


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 16:13 
Offline
Stammkatze

Registriert: 24.12.2004, 16:12
Beiträge: 183
Wohnort: niedersachsen
hallo anja,

das ist ja ganz schrecklich!!!!!!!!
dir bleibt aber im moment auch nichts erspart.

ich wünsche dir ganz viel kraft, den verlust und den schmerz aushalten zu können.




liebe grüsse
margitta


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 17:09 
Offline
Felis silvestris lybica

Registriert: 18.03.2004, 18:38
Beiträge: 1587
Nachdem gestern alles wieder so schrecklich war,
habe ich ihn einschlafen lassen :cry: :cry: :cry: .
Ewig lang, u.U. Wochen, wollte ich ihn nicht stationär in dieser Box belassen, um nach einem Medi zu suchen, dass er nun passend verstoffwechselt, wo noch nicht mal Valium gegeben werden kann, wenn er wieder in diese Hyper-Erregung oder Raserei verfällt, und dann damit in dieser Box gehockt hätte. Wer weiß, ob überhaupt eins gefunden woren wäre, man hätte halt alles mögliche durchprobieren müssen. Zudem war er stark herzkrank und nicht sicher, ob sein Herz das alles mitmacht, und Narkose im Notfall geben, da weiß auch keiner, ob er die überstanden hätte. Der Transport war ja schon wieder zuviel für sein Herz, es hat diese Transport-Aufregung auch nicht mehr so mitgemacht, allein davon waren schon wieder Schleimhäute/Zunge blau und sein Mäulchen ganz weit aufgerissen, so ein schrecklicher Anblick...

Und ihn einfach zu Hause mit seinen Anfällen belassen und gar nichts machen, es wurde ja die letzten Wochen stetig immer schlimmer, zudem einfach kein Zustand mehr, er hatte ja gar kein normales Leben mehr, bei jeder Aktivität kamen die Anfälle. Und ich konnte mir das auch nicht mehr mit ansehen bzw. hat mich das zermürbt.
Also hab ich die Entscheidung getroffen, die ich wahrscheinlich mein Leben lang bereuen werde.

Zurück bleibt natürlich ein großes Fragezeichen,
hatte er nun Mikrothromben im Gehirn/Rückenmark oder war es nicht richtig durchblutet oder tickte der Hirnstoffwechsel oder die biochemische Kopplung an den Nerven nicht richtig... wenn bei Aufregung seine Schleimhäute blau waren, ist dann ja wahrscheinlich auch nicht alles richtig durchblutet oder mit Sauerstoff versorgt, vielleicht hatte er davon auch schon Schäden im Gehirn. Habe auch über eine Obduktion nachgedacht, dann aber mich dagegen entschieden. Er hat zum Schluss endlich so eine Ruhe gefunden, ich wollte das nicht stören.

Es tut mir so weh und so sehr leid.
:cry:


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03.10.2006, 18:27 
Offline
Senior-Katze

Registriert: 02.07.2006, 15:44
Beiträge: 213
Wohnort: Herdecke
Liebe Urmel,

mach Dir bitte keine Vorwürfe!
Du hast richtig gehandelt. Für Karlchen müssen die letzten Wochen fürchterlich gewesen sein, von Dir gar nicht zu reden. Und da jetzt so schnell Chancen auf eine Behandlung schwanden und immer mehr Probleme hinzu kamen, denke ich, dass die Entscheidung die einzig richtige war.

Ehrlich gesagt, habe ich Dich bewundert, wie Du das ausgehalten hast bist jetzt und woher Du noch so viel Energie hattest.

Für Karlchen ist es so sicher besser, denn er hat jetzt endlich Ruhe gefunden.
Aber es ist unheimlich schwer, selbst mir steckt der Schock in den Knochen!

Ich drück Dich und schicke Dir Kraft, diese schwere Zeit jetzt zu verarbeiten!

Habeebee


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 77 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de


Impressum

Datenschutzerklärung