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BeitragVerfasst: 19.07.2013, 10:59 
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Felis silvestris lybica

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Habe ich mal wieder nicht richtig gelesen.

Markieren ist ja noch übler.

Ich schätze mal du hast schon so ziemlich alles durch was es da so gibt.

Ich glaube ich würde den Problemkatzen draussen einen Zwinger bauen.

Das wäre nichts für meine Nerven. Da würde selbst mein Mann streiken.

Erstaunlicherweise haben wir 6 Wochen Nico unter dem Bett nervlich recht gut weggesteckt.

Vielleicht stumpft man mit der Zeit auch einfach nur ab.

Mir fällt da auch nichts wirklich tröstendes zu ein.

Aber ich kann sehr gut nachvollziehen wie sehr das belastet. Wir hatten in den letzten Jahren ausreichend davon.

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Lg Claudia

Mausi, Lina, Nico und Streuner Moritz
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BeitragVerfasst: 19.07.2013, 13:20 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 07.12.2009, 12:16
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Man stumpft wirklich teilweise ab. Ehrlich gesagt, ich selber rieche bei mir kein Ole-Pipi. Obwohl ich mit Sicherheit nicht alle Stellen immer und sofort finde. Und wenn er gegen das Sofa gepinkelt hat und es ist getrocknet, muss ich schon mit der Nase direkt ran, um es zu riechen.

Habe aber dadurch schon eine Phobie entwickelt :roll: Wenn Besuch kommt, kann ich es mir manchmal nicht verkneifen, zu fragen, ob es nach "Katze" bei mir riecht. Ich bekomme immer ein NEIN, aber ob das stimmt? Keine Ahnung.

Aber wurscht. Ich lebe, im Gegensatz zu Euch, ja GsD allein. Außer mir meckert also keiner rum :wink:

Claudia/Urmel, wenn es nur markieren und kein "normales" Pipi machen bei Deinem Ataxie-Kater ist, dann kannst Du wohl nicht wirklich viel dagegen machen. Außer es auch einmal mit Bachblüten oder Homöopathie versuchen. Wobei hier die Betonung auf "versuchen" liegt.

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Liebe Grüße
Meike mit den Stubentigern Ole, Polly, Maya, Nico, Lasse und meinen Pflegis Moritz, Emma und Hasi
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Eine Katze hört gern, wenn du sie rufst. Sie sitzt in einem Busch nur einen Meter entfernt von deinem Schuh - und lauscht.


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BeitragVerfasst: 23.07.2013, 17:20 
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Kitten

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Beiträge: 10
PUHH, der Besuch am WE war sehr kurz, ist aber ohne fremde Katze ausgekommen. Wir konnten sie doch noch überreden, diesen Stress für nur eine Nacht dem Tier nicht anzutun.

Kassie ist jetzt ca. 5 Nächte trocken. Jeden Abend wird das Bad mit biodor eingesprüht.
Plastikwannen hinstellen haben wir vor Monaten auch gemacht, aber dann wurde VOR die Wanne gepinkelt, es müssen eben Fliesen sein.

Schimmel unter den Fliesen glaube ich nicht, oder doch, wegen der ewigen Pfützen?
Mit der letzten Wohnung, in der Kassie aber sauber war, stimmte eher was nicht mit der Luftzusammensetzung. Jedenfalls hatten wir dort immer Probleme mit unseren Schuhsohlen, die sich vom Schuh lösten oder einfach zerbröselten. Es betraf alle Schuhe ohne Rücksicht auf die Marke oder den Kaufpreis. Aber Kassie war sauber.

Auf einer Seite kann ich meinen Mann sehr gut verstehen. Wir haben alles versucht aber wir halten es nervlich nicht mehr durch. Wir sind beide berufstätig, so was belastet auch das Berufsleben, man nimmt den Stress mit in die Arbeit. Sollen wir wegen einer Pinkelkatze kündigen und H4 beantragen? Mit der Begründung, wir können nicht arbeiten, weil unsere Katze uns was sagen will??
Dann können wir den ganzen Tag für die Katze da sein. Und vll. noch die kranke weg geben, die ist noch jung.
Und dann? Kassie wird weiter pinkeln, diesmal mit dem Grund, ihr seit zu viel zu Hause oder ohne andere Katze will ich nicht.

Also in der Hinsicht, wenn alles ausgeschöpft ist, und die Katze sich nicht mehr bei uns wohl fühlt, ist es schon im Interesse der Katze dort hin zu kommen, wo sie nachts raus kann und pinkeln kann. Unsere Meinung.

Als letzter Versuch würde mich dann doch noch die Katzenwindel interessieren. Wo bekommt man so was und lässt die Katze sich das Höschen nachts auch an?

Wir haben noch mal Revue passieren lassen, nein, die Pinkelei ging schon vor der Einnahme der Medikamente los. Es ging im Juli 2012 los, die Erkrankung der anderen Katze wurde im Dezember 2012 festgestellt.

Wird die andere Katze separiert, pinkelt Kassie trotzdem ins Bad. Sobald sie nachts Zugang zum Bad hat, wird alle paar Tage gepinkelt.

Die erste Separierungsidee war ja, die Herzkranke mit ins Schlafzimmer zu nehmen, Tür zu und Kassie den Rest der Wohnung. War keine gute Idee, also Kassie ins Wohnzimmer und diese Tür zu gemacht, keinen Zugang zum Bad. Das klappt.

Den Ratschlag, es hinzunehmen kann ich nicht, will ich nicht mehr. Ich habe es schon in anderen Ratgebern und Büchern gelesen, dass man es einfach wegmachen soll und nicht weiter kommentieren soll.
Da war dann das Ergebnis bei Kassie = toll, ich darf das, also ruhig auch mehrmals am Tag!

Seit wir immer geschimpft haben, passiert es "nur noch" alle paar Tage mal nachts. Da wir nicht wissen, in welcher Nacht wir damit zu rechnen haben, zerrt es uns die Nerven kaputt.

Also die Windeln würden mich schon sehr interessieren :)

Einen einzigen Zusammenhang können wir eranhnen:
Meist wurde am Abend vor der Pinkelattacke auf Kassies Wunsch hin besonders mit ihr geschmust und gespielt.
An Tagen, an denen sie nebenbei mitlief, pinkelte sie nie.

Sie wünscht Zuneigung, Liebe, Harmonie, wie wir auch. Bekommt sie es, protestiert sie dagegen......
Ich glaube auch nicht, dass Kassie keine Chance auf Vermittlung mehr hat. Es müsste eben sicher gestellt sein, dass sie Nachts raus kann. Und es gibt ja immer noch sehr viele Leute, die viel Verständnis zu Pinkelkatzen zeigen, vll. findet sich da jemand, der sein Glück versuchen kann/will oder dem so was nichts ausmacht.


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BeitragVerfasst: 23.07.2013, 21:16 
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Stammkatze

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Beiträge: 165
Wohnort: Niestetal
Liebe Ragdoll-Lady,

bitte nimm mir nicht übel, was ich jetzt schreibe, aber es liegt mir am Herzen, folgendes einfach aus Sicht eines Lesers anzusprechen: in fast jedem Deiner Beiträge kommt ein Hinweis darauf, dass es wahrscheinlich besser wäre, sich von Kassie zu trennen. Da kommt bei mir der Gedanke auf, dass diese Entscheidung nicht bevorsteht, sondern eigentlich schon gefallen ist :cry: .Mit Sicherheit wäre das für Kassie schlimm (sie müsste sich von ihrer Familie einschließlich ihrer Katzenfreundin trennen, ihr angestammtes Revier verlassen, im Tierheim mit vielen fremden Katzen und auch Menschen klar kommen, vielleicht sehr lange auf einen neuen Dosi warten ....). Aber auch für Dich als Dosi und Exfreundin von Kassie stelle ich mir das sehr schwer vor. Immerhin hat sie ja schon acht Jahre mit Euch zusammengelebt und wäre zumindest für mich als "Familienmitglied" zu betrachten. Ich würde mir, glaube ich, immer Vorwürfe machen, meine Katze, die mir ja vertraut, verraten zu haben. Auf der anderen Seite macht es natürlich keinen Sinn, dass Ihr gezwungenermaßen mit Kassie in einem Haushalt lebt, obwohl Ihr Euch und höchstwahrscheinlich auch Kassie sich dabei mittlerweile unwohl fühlt. Vermutlich spürt auch Kassie, dass Ihr sie sozusagen hergeben möchtet und so ist die Situation mit Sicherheit für Euch alle sehr schwer bis kaum erträglich. Entscheiden müsst letztendlich Ihr selbst, wie es weiter gehen soll, ob Ihr wirklich mit aller Konsequenz Euer langjähriges Familienmitglied hergeben möchtet oder ob es nicht vielleicht doch noch einen kleinen Hoffnungsschimmer auf ein intaktes Familienleben gibt?
Liebe Ragdoll-Lady, verstehe diesen Beitrag einfach als eine Überlegung eines unbeteiligten Betrachters.
Ich kenne Eure individuelle Situation nicht und als Außenstehender ist es immer leicht, "irgendwelche" Ratschläge zu geben. Ich bin mir sicher, dass Ihr die für Eure individuelle Situation richtige Entscheidung treffen werdet, egal, wie sie lautet.
Ich wünsche mir einfach für Euch alle (einschließlich Kassie und Katzenfreundin), dass Ihr eine für alle Beteiligten verträgliche Lösung findet :3some:.

Bianca mit Tommy (und Sid im Regenbogenland)


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BeitragVerfasst: 24.07.2013, 08:18 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 07.12.2009, 12:16
Beiträge: 2338
Wohnort: Bremen
Ich stimme Biancas Beitrag absolut zu. Und es stimmt mich einfach traurig. Ich bin selbst im Tierschutz tätig und weiß, wieviele Pinkelkatzen abgegeben werden. Die Chance auf ein neues Zuhause sind so gut wie Null, denn man kann es ja nicht verschweigen. Und das es evtl. aufhören KÖNNTE, wenn Kassie Nachts raus kann, macht das Ganze nicht besser.

Katzen sind sehr sensible Tiere und ich denke, dass auch Kassie spürt, wie Ihr empfindet. Mit Sicherheit ist irgendetwas im Juli 2012 passiert. Manchmal können es für uns banale Dinge sein, für die Katze ist es etwas einschneidendes gewesen.

Hier ist der Link zu dem Thema mit den Windeln (aus einem anderen Forum)

http://www.katzen-forum.net/unsauberkei ... sucht.html


Ich könnte keine meiner Katzen abgeben. Wenn Katzen älter werden, können auch sie inkontinent oder auch dement werden. Soll ich sie dann auch abgeben? Im Leben nicht. Sorry, für mich ist so etwas herzlos. Und man kann sich damit arrangieren. Und Ihr habt es ja noch relativ leicht. Pinkeln alle paar Tage und nur auf den Fliesen. Wie gesagt, ich wünschte mir, mein Kater würde es auch so handhaben.

Es gibt eine Geschichte, die zwar nicht in das Pinkelthema ganz reinpasst, aber trotzdem sehe ich Parallelen. Hier ist sie:

Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich dich mit meinem Herumtollen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Baby", und, obwohl ich einige Nippes "killte" wurde ich deine beste Freundin. Wann immer ich etwas "anstellte", hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest du!?", aber schon warst du wieder so zärtlich und hast mich eng an dich gedrückt. Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du natürlich wenig Zeit für mich. Aber ich verstand das immer, und spielte mit meinen Bällchen.

Ich erinnere mich an alle die Nächte, in denen ich mich in deinem Bett ganz eng an dich schmiegte, und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum, und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon.
Von deinem Frühstück gab´s für mich immer was vom Schinken, "aber nicht zuviel, das ist für Katzen ungesund!" Und ich schlief solange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit auf der Arbeit als mit mir, um "Karriere" zu machen.
Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennen zu lernen. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen vom Gesicht. und freute mich, als du endlich "deinen" Partner fandest. Zwar keinen Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl.

Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander deine Kinder zur Welt. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süßen Kindchen so fasziniert, dass ich sie mit bemuttern wollte. Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem großen schönen Raum ausgesperrt. In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr.

Ich liebte die Kinder, und wurde "Gefangene der Liebe". Sie fingen an zu wachsen, und ich wurde ihre Freundin. Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufen lernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen, und ich hielt bei all dem geduldig still.
Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden.
Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Bettchen zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume anzuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in unsere Auffahrt einbogst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so liebevoll von mir. Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes "Ja" zur Antwort und wechseltest dann das Thema. Ich war früher "deine Samtpfote" und bin heute "nur eine Katze".

Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt. Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt, und ihr habt ohne zu Zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die richtig war. Obwohl einmal ich deine Familie war.

Die Autofahrt machte Spaß, weil auch die Kinder mitfuhren. Als ich merkte, wo wir angekommen waren, war der Spaß zu Ende. Es roch nach Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst, Desinfektionsmitteln und Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, das du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde.

Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und betrachteten dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine Katze über die fünfzehn gegenüberstand. Du hattest die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen müssen, während sie weinte und schrie "Nein, nein nehmt mir meine liebe Katze nicht weg!"

Ich wunderte mich noch, wie du ihr ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung und Loyalität vermitteln wolltest. Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, vermiedest dabei tunlichst, mir in die Augen zu sehen, und lehntest es höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen.
Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen.

Kurz nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon Monate vorher vom Umzug gewusst, und somit wäre Zeit gewesen, einen "guten Platz" für mich zu finden.
Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: "Wie konntest du?"
Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuließ. Wir bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen. Anfangs hoffte ich unentwegt, dass du zurück kämest, und mich hier rausholen würdest.

Dass alles nur ein böser Traum gewesen wäre und ich aufwachen würde - bei dir zu Hause.
Aber du kamst nie. Und dann, wann immer jemand an "meinem" Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfoten durch jeden möglichen Spalt. Gab es niemanden, der mich mochte? Niemanden, dem ich all meine Liebe, Dankbarkeit und zärtliche Treue schenken durfte?

Die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den süßen kleinen knuddeligen Katzenkindern aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf. Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen langen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau legte mich auf den Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen solle.

Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens. Mir, der Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um die nette Frau besorgt als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog. Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte. Ich schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen.

Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hineinfloss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und murmelte:" Wie konntest du?"
Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte:" Es tut mir leid!" Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde. Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit meinem letzten Funken Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an, versuchte ihr so zu sagen, dass mein "wie konntest du" nicht an sie gerichtet war. Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch.

Ich werde immer an dich denken und auf dich warten.

Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität wiederfährt.


Autor: Jim Willis - Seine Bemerkung zu dieser Geschichte:
Wenn "Wie konntest du" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt, diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier aufzunehmen, in eine Familie zu integrieren, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen.

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BeitragVerfasst: 24.07.2013, 09:52 
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Felis silvestris lybica

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Beiträge: 1128
Wohnort: Sankt Augustin
Oh Meike,

I ch wollte heute Morgen nicht schon heulen......

Ansonsten kann ich mich den Meinungen von Silke und Meine nur anschließen.

Wenn ich mich irgendwann dazu entschliessen ein Tier in den Haushalt zu holen , dann übernehme ich damit fuer das Tier die Verantwortung.

Und zwar in guten sowie in schlechten Tagen. Ein Tier kann sich nicht selbst versorgen, es verlässt sich auf uns. Es ist kein Gegenstand den ich bei nichtgefallen wieder abgebe.

Unser Moeppi hat jahrelang neben das klo geschissen. Ja das hat uns belastet und an unseren Nerven gezerrt.

Aber nicht weil es gestunken hat und wir es weg machen mussten.

Enzo hat monatelang mehrfach tauglich überall hingekotzt und mir diverse Teppiche verstaut.

Auch das zerrte an den Nerven und hat belastet. Aber nicht wegen des Gestankes und den Teppichen.

Für beide Katzen habe ich irgendwann einmal die Verantwortung übernommen, ihnen ein schönes Leben und gutes Zuhause versprochen.

Was uns zu schaffen gemacht hat, war die Frage, was fehlt ihnen, wie können wir ihnen helfen. Niemals kam uns der Gedanke eine der Katzen abzugeben.

Als mein Mann mich kennen gelernt hat war ich gesund. Inzwischen bin ich in Fruehrente und werde nie wieder gesund werden.

Geht er hin und sagt: ich habe eine gesunde Frau geheiratet keine Kranke. Es belastet ihn und zerrt an seinen Nerven.

Gibt er mich deshalb ab oder sagt was soll es, es gibt genügend Gesunde leistungsfähige Frauen?

Verantwortung heisst in guten wie in schlechten Tagen, egal was passiert!

_________________
Lg Claudia

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BeitragVerfasst: 24.07.2013, 11:11 
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Kitten

Registriert: 17.07.2013, 10:40
Beiträge: 10
Grindsätzlich haben wir für Kassie und auch für die andere Katze die Verantwortung übernommen - ja!
Aber Verantwortung und Liebe heißt auch, zu erkennen, wenn alle unter einem weiteren Zusammenleben leiden.
Sie muss ja nicht ins Tierheim, sie kann ja auch privat vermittelt werden. Und glaubt mir, wir werden und diese Bewerber sehr genau ansehen. Leute, die z. B. ein Haus mit Garten haben, wo die Katze nachts raus kann. Da kann sie dann ja pinkeln, wo und wie sie will und ohne dass es einen stört.

Wir haben im Hause schon Ärger wegen des Pinkelgeruchs. Sollen wir es zur Obdachlosigkeit kommen lassen, weil die Katze auf die Fliesen pinkelt, das in die Fugen zieht und die Fugen zerstört?
Nein danke.
Aber das können ja dann die Menschen tun, die ganz katholisch bis dass der Tod uns scheidet geschworen haben. Mit der Katze als Penner auf der Straße leben.

Wir sehen auch öfeters Tiere suchen. dort werden immer wieder auch ältere Tiere erfolgreich vermittelt.
Und genau so oft heißt es: kam schon einige Male wegen Unsauberkeit zurück aber: "bei uns hat er das nie gemacht".
Also sind entweder alle, die so ein Tier aufnehmen, zu blöd gewesen, damit klar zu kommen, oder das betreffende Tier fühlt sich im Tierheim einfach wohler.

Wenn ich meinem Mann auch bei der Heirat geschworen habe, die ewige Treue zu halten, so kann es doch im Laufe des Lebens sein, dass Ereignisse und Entwicklungen eintreffen, die ein weiteres Zusammenleben unmöglich machen. Komme ich deswegen nicht in den Himmel, wenn ich mich scheiden lassen würde?

Verantwrtung heißt nicht nur, auf das Tier zu achten, dass es sich wohl fühlt, sondern auch auf sich selbst zu achten. Sich nicht selbst täglich zu ärgern, zu quälen, wenn es nicht eine für alle bessere Lösung gäbe.

Tierquälerei ist es für mich auch, ein Tier, was sich so offensichtlich nicht mehr wohl fühlt, trotzdem auf Biegen und Brechen nicht aus dieser Situation zu entlassen. Liebe kann auch Abschied heißen.

Der Abschied muss nicht sein, wenn diese Kriese tatsächlich mal überstanden werden könnte.
Aber wie oben schon gesagt, wir erkennen zwischen Pinkeln und nicht Pinkeln keinen wirlichen Zusammenhang zum Tagesablauf. Bis auf die Sache mit dem Schmusen und links liegen lassen.

Eine Katze kann 15 Jahre und älter werden. Sollte es wirklich jemand schaffen, 15 Jahre lang keinerlei Veränderungen im Leben zuzulassen, der möge sich melden. Wir halten das für realitätsfern.
Kassie ist nichtdie erste Katze, die ich pflegen durfte, keine andere Katze hatte solche Probleme gehabt und in jüngeren Jahren lebte ich sehr viel unruhiger und mit vielen Veränderungen.

Wir werden die Katze gewiss nicht raus schmeißen, doch wenn wirklich ein Zuhause gefunden werden kann, wo sie sich wohler fühlt und mit dem wir idealerweise in Kontakt bleiben könnten, würden wir sie gehen lassen.

Sollte ein Wohnungsverlust wegen ihr drohen, dann muss sie ins Tierheim, sonst nicht. Mit einer Obdachlosigkeit ist wohl keinem gehofen, oder?


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BeitragVerfasst: 24.07.2013, 11:35 
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Senior-Katze

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Beiträge: 243
Hi,

wie kannst du ärger wegen Uringeruch bekommen?
Du putzt den doch weg und in eine andere Wohnung dringt kein Geruch.


Es ist natürlich deine Sache, was du tust und wie du die Situation siehst.
Es gibt hier allerdings viele die sehr viel Energie und Leidenschaft in den Tierschutz stecken, die sehen die Realität anders wie du.

Im Moment kommen mir deine Erklärungen ziemlich dramatisch und einseitig vor. Du hast um Hilfe und Rat gebeten, vielleicht solltest du mal etwas genauer die Situationen wo gepinkel worden ist beschreiben, evt. ein Tagebuch führen. Es gibt auch noch die Möglichkeit mit Medis etwas zu erreichen.

Bloß wenn du für dich schon beschlossen hast, das sie weg soll, dann sei so ehrlich und stehe dazu.

Jeder hier kennt die Belastung, wenn etwas nicht normal mit seinen Tieren läuft. Wir versuchen dich ja auch seelisch und moralisch zu Unterstützen.
Aber es muß schon detalierter von dir was kommen.

LG

Silke


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BeitragVerfasst: 24.07.2013, 14:30 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 05.08.2006, 17:28
Beiträge: 1128
Wohnort: Sankt Augustin
Mein Mann und ich gehören beide keiner Religion an und haben auch nicht kirchlich geheiratet. Das mal so am Rande....

Wie Silke schreibt, hast Du um Rat gebeten und auch Unterstützung erhalten.

Ich kann auch nicht erkennen das Du davon etwas umgesetzt hättest.

Vielmehr erscheint es mir so, als wolltest Du bestärkt werden in Deiner Entscheidung die Katze abzugeben.

Die meisten von uns haben hier Katzen mit Problemen. Deshalb sind wir hier. Um uns Rat und Anregungen zu holen.

Keiner von uns hier werde das Handtuch schmeissen ohne wirklich alles versucht zu haben.

In den vielen Ratgeber die Du und auch ich gelesen haben steht, das eine Pinkelkatze ein Problem hat.

Man kann versuchen der Sache auf den Grund zu gehen oder die Katze abzugeben.

Das ist Deine Entscheidung.

Ich frage mich nur, warum wir hier dann schreiben?

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Lg Claudia

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BeitragVerfasst: 25.07.2013, 17:14 
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Kitten

Registriert: 17.07.2013, 10:40
Beiträge: 10
Wir hätten uns eigentlich erhofft, vll. noch Hinweise zu bekommen, an die wir noch nicht gedacht haben.
Innerhalb dieses Jahres haben wir schon fast alles versucht - erfolglos. Und wir kennen keinen in unserem Bekanntenkreis, der dieses Theater so lange mitgemacht hätte.
Eine Abgabe ist keineswegs beschlossene Sache, doch wenn es nicht besser werden sollte, der einzige Ausweg. Die Pisse frisst sich während der Nacht in die Fugen ein, das ganze Bad stinkt und müsste kernsaniert werden.
Die Pinkelattaken finden immer Nachts statt, wie von mir beschrieben. Es ist an den Tagen vorher nichts vorgekommen, was nicht an allen anderen Tagen auch vorkommt. Es ist auch letztes Jahr im Sommer nichts vorgekommen. Dies ist die erste Katze, die ich hatte, und auch die erste aus dem gesamten Freundeskreis, die solche Probleme verursacht.
Irgendwo muss man, wenn es nicht besser wird, eine für alle verträgliche Lösung finden. Eine Ehescheidung oder ein Wohnugnsverlust gehört sicher nicht dazu. Wenn es hier so viele Leute gibt, die das anders sehen und einer Pinkelkatze den Vorzug geben, wundert es nur sehr, dass sich keiner gemeldet hat, der sie haben will.
Eine für alle beteiligten gute Lösung, wo alle harmonisch weiter leben können sehen wir immer noch, bevor wir und die Katze weiter leiden, sie an einen Haushalt zu geben, wo sie Zugang in einen Garten hat. Sie könnte dort jede Nacht an jeden beliebigen Ort pinkeln und niemanden würde das stören. Alle wären zufrieden. Sie würde sich sicher auch schnell eingewöhnen und ihre Freiheit zu schätzen wissen. Katzen sind eben keine Lebewesen, die ihren Partnern in lebenslanger Treue verbunden sind. Katzen sind Wesen, denen auch nach Jahren plötzlich irgendetwas nicht gefällt. Vielleicht ist es auch der nicht gewährte Freigang, wer weiß denn, wie sie groß geworden ist?
Und uns klingelt immer und immer wieder dieser verlogene Satz in den Ohren, den wir im Fernsehen immer und immer wieder hören müssen: "bei uns hat er das aber nie gemacht".


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BeitragVerfasst: 26.07.2013, 08:04 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 07.12.2009, 12:16
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Wohnort: Bremen
Ragdoll-Lady hat geschrieben:
Wir hätten uns eigentlich erhofft, vll. noch Hinweise zu bekommen, an die wir noch nicht gedacht haben.


Du sagst zwar, Tierkommunikation = reiner Unsinn - aber ich nehme an, Du bist auf einen Scharlatan getroffen, die es auch darunter gibt. Was hat die oder der denn gesagt?

Wie sieht es aus mit einer Tierpsychologin? Auch schon versucht?

Ragdoll-Lady hat geschrieben:
Wenn es hier so viele Leute gibt, die das anders sehen und einer Pinkelkatze den Vorzug geben, wundert es nur sehr, dass sich keiner gemeldet hat, der sie haben will.


Das empfinde ich ein wenig als frech. War das Deine ursprüngliche Absicht?

Ich habe bei mir 5 eigene Katzen laufen, 2 Dauerpflegekatzen laufen mit meinen mit. Mein Katzenzimmer hat von März bis Juni 2 Bauernhofkatzen und ihre bei mir geborenen 5 Kitten beherbergt. 2 Kitten sind noch da und noch nicht vermittelt. Für Notfälle räume ich mein Badezimmer, dass ebenfalls mit einer Gittertür ausgestattet ist und dusche in der Notbehelfsdusche im Gäste-WC. Das kommt ca. 3 - 4 x pro Jahr für einige Tage oder auch Wochen vor.

Ich habe selber 2 Pinkelkatzen, einer davon ein Dauerpflegi (u. a. aus genau dem Grund). Und weißt Du was? Wenn ich etwas mehr Platz hätte und mein Garten etwas größer wäre, würde ich sie nehmen. Für mich ist eine Abgabe wegen so etwas ein Unding. Leider habe ich den Platz nicht und irgendwann geht auch das Zusammenleben in der Gruppe nicht mehr, wenn zu viele Katzen auf zu wenig Platz da sind. Und irgendwann hört es bei mir auch finanziell auf, da ich alleine lebe und alles allein tragen muss.

Mir tut Deine Katze unendlich leid. Irgendetwas stimmt nicht. Gut, Ihr habt es bereits 1 Jahr lang "ertragen". Aber man kann sich arrangieren bis man eine Lösung findet. Und selbst, wenn es 2 Jahre dauert. Bad zu oder trennen oder zäunt Euren Garten/Terrasse ein und lasst sie raus.

Und nun bin ich hier raus. Mir tut es richtig weh, so etwas zu lesen.

Alles Gute und Liebe für die Katzen.

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BeitragVerfasst: 26.07.2013, 11:23 
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Senior-Katze

Registriert: 01.10.2011, 12:54
Beiträge: 461
Wohnort: Raum München
So, jetzt möchte ich auch mal was dazu einwerfen, obwohl ich für Ragdoll-Lady und Kessi keine konkreten Tipps (aber durchaus Verständnis) habe.

Schade, daß das hier nun in gegenseitige Schuldzuweisungen abdriftet.

Wir alle hier, die entweder idealerweise ein eigenes Haus, oder eine geeignete Wohnung und teilweise durchaus die Möglichkeiten für kontrollierten oder richtigen Freigang haben, tun uns recht leicht, zu urteilen oder Ratschläge zu geben. Bei Wohnanlagen (Miet- oder mit Eigentümlergemeinschaft) mit oder gar ohne Garten = ganz ohne jede Freigangoption sieht das anders aus. Nachbarn mit empfindlichen Nasen, die sich über jeden noch so geringen Geruch beschweren und dann zuletzt über die Hausverwaltung etwas anstoßen, was wir nicht mehr aufhalten können, gibt es, und dafür reicht u.U. sogar EINE Katz, die brav aufs Klo geht...

(Nebenbei, UNSERE Freigänger dürfen laut Hausordnung eigentlich ganz offiziell nirgendwo "draußen" pinkeln..)

Ich seh, daß Ragdoll-Lady wirklich viel (Mikesch, Du schriebst ganz oben "alles") gemacht und probiert hat. Und ich kann verstehen, wenn irgendwann die Nerven blankliegen, v.a. wenn es KEINE Option ist, das Pinkeln zu ignorieren..

Wenn wir eben diese Probleme aus glücklichen Gründen entweder so nicht kennen und nicht nachvollziehen können, oder die wir vielleicht kennen, uns aber aus obengenannten Gründen leisten können, sie zu ignorieren, wenn es keine Abhilfe gibt, ist es vielleicht nicht ganz gerecht, nun so ein hartes Urteil zu fällen.

lG Matthias mit (in den Nachbargärten dank Mäusefreiheit nicht ungern gesehenen) Raubkatern & Rasselbande

PS.: Ach ja, eine Erfahrung, oder eher "Story" hab ich doch noch. Meine Eltern hatten früher (letztes Jahrtausend, als "Tierpsychologen" noch eine spinnerte Idee waren) eine lange Dynastie Wohnungskatzen, darunter auch richtige Problemfälle, dabei u.a. eine ältere ehemalige Einzelkatz (O-Ton von zwei!! Wochenenden lang geschaltetem Inserat aus der Zeitung "sensible Katze sucht neues Zuhause") mit ungeklärter Vorgeschichte aber einem richtigen Psychoknacks, die dann bei uns rangordnungsmäßig zwischen die vorhandenen geraten ist - unsere (jüngere, sensible und hochemotionale) bisherige Alphakatze hat sich mit ihr dann ein lebenslanges Wettpinkeln geliefert (abgesehen davon, daß unsere Alphadame die doppelt so große Knackskatze regelmäßig übelst verprügelt hat..). Wir haben die Folgen der Pinklerei damals u.a. mit quadratmeterweise putzfreundlichen Plexiglasabdeckungen auf ganzer Wandlänge auf Teppich und unterster Bücherregalreihe gemildert, aber "in Griff bekommen" ist was anderes, und um es wirklich abzustellen, hätte die eine oder die andere Katze wegmüssen. Es hat erst aufgehört, als die Katze mit dem Knacks an Altersschwäche gestorben war. So eine Konstellation wäre da, wo wir jetzt wohnen, einfach nicht machbar. Punkt.

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BeitragVerfasst: 26.07.2013, 11:45 
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Felis silvestris lybica

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Okay, ich habe mir das jetzt noch einmal angeschaut.

Wenn Kassie nur im Bad neben das Klo pinkelt wäre meine Frage, warum nicht Katzenklo aus dem Bad entfernen?

Es sind ja ausreichend andere Klos vorhanden.

Andere Frage, warum nachts nicht Badezimmertüre schliessen, sind ja noch Ausweichklos vorhanden?

Habt Ihr das schon einmal probiert.

Würden wir mal annehmen das Problem liegt am Badezimmer und nirgends anders, müßte es helfen.

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Lg Claudia

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BeitragVerfasst: 26.07.2013, 12:00 
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Felis silvestris lybica

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Zwergnorweger hat geschrieben:
oder die wir vielleicht kennen, uns aber aus obengenannten Gründen leisten können, sie zu ignorieren, wenn es keine Abhilfe gibt, ist es vielleicht nicht ganz gerecht, nun so ein hartes Urteil zu fällen.



Hast Recht, Matthias. Mich hat leider der Satz, dass keiner von uns den Vorschlag gemacht hat, die Katze zu nehmen, ein wenig in Rage gebracht. :oops: Dann kam eins zum anderen.

Aber auch ich habe mit meinem Pinkelkater Ole über 2 Jahre in einem Mietshaus gewohnt. Er hat dort das Laminat im Wohnzimmer kaputt gepinkelt. Die Stellen im OG waren nicht ganz so schlimm betroffen. Unten musste es komplett ersetz werden (aber dafür hat man eine Haftpflichtversicherung).

Trotzdem hätte ich ihn nicht abgegeben, auch wenn ich manchmal schwer sauer war. Es tut mir leid, für mich ist das einfach keine Option. Schon gar nicht, wenn ich 7 Jahre lang mit meiner Katze "glücklich" war. Ole hat 1 Woche nach seinem Einzug bei uns angefangen zu pinkeln. Nun ist er seit 5 Jahren bei mir.

Egal, Ragdoll-Lady hat tatsächlich schon so gut wie alles versucht. Die Punkte Tierkommunikation und Tierpsychologe sind meiner Meinung nach noch offen bzw. sie ist vielleicht an einen Scharlatan geraten. Je nachdem, was ihr gesagt wurde.

Aber die Katze will niemanden ärgern mit ihrer Pinkelei. Sie drückt damit aus, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie macht es weder aus Trotz noch aus Protest. Soweit können Katzen nicht denken. Sie hat keine andere Möglichkeit, es kund zu tun. Und es obliegt dem Menschen, den Grund zu finden, denn er ist derjenige, der über Verstand verfügt und zusammenhängend denken kann.

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BeitragVerfasst: 26.07.2013, 12:13 
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Senior-Katze

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Mikesch hat geschrieben:
Aber die Katze will niemanden ärgern mit ihrer Pinkelei. Sie drückt damit aus, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie macht es weder aus Trotz noch aus Protest. Soweit können Katzen nicht denken. Sie hat keine andere Möglichkeit, es kund zu tun. Und es obliegt dem Menschen, den Grund zu finden, denn er ist derjenige, der über Verstand verfügt und zusammenhängend denken kann.

Hmm, was ein Freigänger kann, wenn irgendwas nicht stimmt, selbst wenn seine Menschen nie draufkommen... - sich selbst für andere Menschen entscheiden und auswandern. Bei unserer Luna haben wir's sogar gewußt, woran es liegt, haben alles versucht, sie hier zu halten, und sind gescheitert - und sie hat uns die Entscheidung abgenommen, vielleicht für einen der Beteiligten einen anderen Platz suchen zu müssen Luna ist als die freiheitsliebendste Katze, die ich je erlebt habe, selber gegangen :crybaby: und es war das beste für alle.
(Geschichte in lang hier, Kurzfassung für Ragdoll-Lady: Luna ist - wie sie schon von den Vorbesitzern nach ihrem ersten Wurf nach und nach zu uns gekommen ist - ausgewandert, nachdem aus ihrem letzten Wurf der unkastrierten Zeit der unklaren Besitzverhältnisse noch ein Kind - unser Dunkeltiger Mikusch - übrig war und sich bei uns nicht rauswerfen ließ. Unser roter Franzosenkater Matou (Geschichte hier) war nur der letzte Tropfen, der das Faß zum Überlaufen gebracht hatte.. - nun wohnt sie bei Nachbarn ein Haus weiter - )

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BeitragVerfasst: 26.07.2013, 12:42 
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Felis silvestris lybica

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Vielleicht noch ein Tipp zur "Schadensbegrenzung":

Alle Enzymreiniger dürfen nicht gleichzeitig mit anderen Reinigungsmitteln angewandt werden. Ich würde die Fliesen an der Stelle, wo sie hinpullert, nur mit heißem Wasser abwischen und dann den Enzymreiniger drauf sprühen und trocknen lassen. Muss man evtl. einige Male wiederholen.

Ein ebenfalls sehr guter und geruchsneutraler Reiniger ist Ecodor (Biodor animal verfügt ja über einen leichten Eigengeruch, wie ich finde) http://www.ecodor-geruchsbeseitigung.de ... eruch.html

Hat man den Geruch einmal raus aus den Fugen, kann man diese imprägnieren, so dass wirklich nichts eindringen kann. Und es ist ja immer die gleiche Stelle, die Kassie bepinkelt.

http://www.heimwerker.de/haus/kueche-ba ... erung.html

Damit ist zwar die Lösung des Pinkelproblems noch nicht gefunden, aber zumindest ein Ansatz, die Nerven und die eigene Nase zu schonen.

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BeitragVerfasst: 28.07.2013, 09:08 
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Kitten

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Die Katze scharrt die ganze Nacht an der Tür, wenn diese zu ist. Und wir befürchten, dass sie sich dann eine andere Pinkelstelle sucht, und das dann über Nacht schön in den Holzfussboden einzieht.

Wir sind beide wegen dem Stress seit Freitag krank geschrieben, an Arbeiten ist nicht zu denken. Mein Mann hat auch ganz klar gesagt, dass er nicht gewillt ist, wegen der Katze seine Gesundheit, die Arbeit, die ganze Existenz und unsere Ehe aufs Spiel zu setzen.

Wir verfolgen jetzt die letzte Möglichkeit weiter, der Katze zu ermöglichen, nachts raus zu gehen. Das geht bei uns nicht, deshalb werden Leute mit Haus und Garten gesucht, bei denen sie Freigang bekommen kann.

Aber sorry, diese Sache mit der Tierkommunikation war damals auch die blödeste Idee, auf die ich kommen konnte - habe meinem Mann zum Glück nichts davon erzählt. Aber das sind tatsächlich Leute, die mit dem Leid anderer noch Geld verdienen. Mit einem Foto sprechen: so ein Quatsch! Die Katze sitzt seit Jahren live vor uns und wir finden keinen Zugang zu ihr.
Jedenfalls kam bei der Geschichte auch nur so viel raus, so viel diese Frau von uns Infos hatte.
Auf die Frage, ob sie sich wohl fühlt, will die Katze, oder ihr Foto geantwortet haben: ja, alles in Ordnung, fühle mich wohl, mir gehts gut, nichts soll sich ändern.
Auf die Frage, warum sie uns ins Bad pinkelt, soll das Foto gesagt haben: weils Spaß macht.
Auf die Frage, dass sie mit ihrem Zuhause und der Zuneigung zu ihr spielt, soll das Foto gesagt haben: na und.

Ich habe am WE noch einmal mit einer Verhaltenstrainerin gesprochen, die mir von einem Katzenverein genannt wurde. Mit dieser Frauhatten wir schon ellenlange Gespräche und auch alle Tipps umgesetzt, die sie uns nannte, bis auf "Globolis". Das sind nichts anderes als Zuckerkugeln zu einem überteuerten Preis, helfen bei uns Menschen auch nicht. Laut unserem Hausarzt kann auch nichts helfen wo nichts drin ist.

Jedenfalls sagte uns diese Katzendame damals nach Wochen der Erfolglosigkeit, das sei ein hoffnungsloser Fall, wo sie auch keinen Rat mehr wisse. Erfahrungsgemäß würde so etwas im Laufe der Zeit immer schlimmer werden. Da sie uns auch nicht weiterhelfen konnte, bat sie uns damals, sie nicht mehr anzurufen.

Am WE taten wir es dann doch und bekamen wieder die Info, dass auch sie uns nichts mehr raten könne. Möglichewrweise fühlt die Katze sich einfach nicht mehr wohl, da könne es tatsächlich eine Chance für sie und auch für uns sein, ihr Freigang zu ermöglichen. So was soll es geben, dass auch ein Tier nach Jahren sich verändern will. Sie sagte auch, dass die Katze nicht mehr mit dem Pinkeln aufhören wird, bis sie bekommen hat, was ihr fehlt und dass es nicht nur für uns krankmachend sei, sondern in der Tat eine Form der Tierquälerei sei, ein Tier weiter einer Situation auszusetzen, unter der es leidet....
Jedenfalls kam dann noch einmal die Bitte, sie nichtmehr anzurufen, da sie in dieser Situation nicht helfen kann.

Ahh, ja, die von mir als Möglichkeit favorisierte Hose für Katzen lehnte sie generell ab, das sei auch Quälerei, das Tier würde dadurch nichts lernen. Außerdem an welchen Tagen genau wollen wir die Hosen anziehen, da wir ja vorher nicht wissen, wann sie es wieder macht.

Aber den vorgeschlagenen Reiniger werde ich mir noch bestellen. Vll. klebt der ja nicht so ekelig, wie das biodor. Biodor klebt richtig an den Fliesen, so dass eine regelmäßige Reinigung trotzdem immer noch erforderliche ist.


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BeitragVerfasst: 29.07.2013, 08:48 
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Felis silvestris lybica

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Die Tierkommunikatorin könnt Ihr tatsächlich "in der Pfeife" rauchen. So antwortet keine, die es wirklich beherrscht. Und die Therapeutin ist auch nicht viel besser. Bitte nicht mehr anrufen - sorry, aber das finde ich schon etwas merkwürdig.

Homöopathie ist nicht verkehrt und bringt schon etwas. Klar, es sind Zuckerkügelchen, aber sie enthalten ja Substanzen. Es müssen halt nur die richtigen sein. Die Schulmedizin hält da oftmals nichts von - aber auch nur, weil die Ärzte lieber richtige Medikamente "verkaufen" wollen oder halt auch wenig Ahnung davon haben. Das gleiche gilt für Bachblüten. Beides hilft da, wo es psychische Probleme gibt. Bei physischen kann man es natürlich nur zusätzlich zur Schulmedizin anwenden.

Biodor "klebt" ein wenig, ja. Das Ecodor kenne ich nicht, habe allerdings nur gutes davon gehört. Ich selber habe auch HappyZym zu Hause. Es ist angenehmer zum reinigen, da auch ohne Eigengeruch und nicht klebrig. Man muss den Enzymen halt nur Zeit lassen, die Bakterien, die den Geruch auslösen, zu vernichten. Und mit anderem Reiniger neutralisiert man den Enzymreiniger wieder.

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BeitragVerfasst: 14.10.2013, 08:24 
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Felis silvestris lybica

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Schade, auch hier nichts mehr von gehört. :(

Ich hoffe, die kleine Maus hat ein schönes Zuhause gefunden und die andere fühlt sich nicht so allein.

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