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BeitragVerfasst: 29.11.2010, 17:44 
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Kitten

Registriert: 29.11.2010, 17:25
Beiträge: 6
Hallo zusammen.

Vielen Dank erst mal für dieses informative Forum hier im Internet. Leider informiert man sich ja immer erst zu spät oder zumindest dann, wenn es so weit ist über mögliche Katzenkrankheiten aber nun hätte ich eine Frage an Euch:

Ich habe 4 Katzen (3 Kater, 1 Katze), die Katze Bonnie war das ganze Wochenende über etwas aphatisch, hat wenig gefressen (frisst aber im Allgemeinen nicht so viel) und hat eigentlich für sie ein bisschen untypisch ziemlich viel geschlafen und ist rumgelegen, bzw. gesessen.
Bonnie ist jetzt 3 1/4 Jahre alt und war schon immer eine schlanke Kätzin. Sie war nie krank und hatte auch sonst keine Beschwerden.

Da mir das alles am Wochenende etwas komisch vorgekommen ist, bin ich zu meiner Tierärztin gefahren, die die Bonnie eigentlich schon sehr lange kennt, weil ich mir dachte, man müsse es einfach mal ansehen und es würde nicht schaden.

Nach einer Prüfung der Schleimhäute im Hals, Prüfung der Ohren, Fiebermessen, etc. meinte die Tierärztin, man sollte doch eine Blutuntersuchung machen, denn sie könne es nicht sicher sagen.
Das Blut das Ihr abgenommen wurde war sehr dünn und die Tierärztin meinte, dass dies eigentlich ein Zeichen einer Erkrankung sei (in Frage kämen wohl FIP, das Katzen-Aids Virus und noch eine Auto-Immun-Schwäche). Sie meinte, sie würde das Blut einschicken und mir morgen bescheid geben.
Es wurde kein Fieber, kein Durchfall und kein Erbrechen diagnostiziert.
Dann bekam Bonnie eine Impfung / Aufbaukur und wir sind wieder nach Hause gefahren. Bonnie liegt seit dem neben mir, hat heute früh gleich gefressen (ein spezielles Futter für Gewichtzunahme) und schläft sonst, wie die anderen 3 auch gemütlich im Haus.

Tagsüber konnte ich beobachten, dass Bonnie öfter zum trinken gegangen ist, was mich stutzig gemacht hat (vielleicht beobachte ich es aber sonst nicht so). Darauf hin rief ich noch mal bei der Tierärztin an, welche mir am Telefon mitteilte, dass Sie bei sich schon mal eine kleine Untersuchung gemacht hätte und festgestellt hätte, dass vermehrt Gelbkörper im Blut auftreten und weniger rote Blutkörperchen. Sie vermute also einen Leberschaden und FIP - super Diagnose dachte ich mir, mir ging alles jedoch etwas zu schnell, vor allen Dingen weil diese klassischen Symptome nicht vorhanden sind und waren.
Nach Ihrer Aussage, ich könne mich darauf einstellen, dass Bonnie in den nächsten Wochen sterben würde, habe ich mir gedacht, dass ich dies nicht einfach so stehen lassen kann.

Daraufhin ein Telefonat mit einer anderen Tierärztin, die mir empfohlen worden ist. Die meinte, dass selbst wenn FIP diagnostiziert sei, es noch lange nicht heißt, dass es auch FIP sei und man die Hoffnung nicht vorschnell aufgeben sollte.

So, ich warte jetzt den Bluttest ab, lasse ihn mir geben und werde zusehen, dass ich mit Bonnie erst mal noch einen anderen Tierarzt oder gleich eine Tierklinik aufsuche.
Man stelle sich vor, dass Bonnie (keine Verfärbungen der Augenränder - lediglich die Schleimhäute sind schwach durchblutet) einfach so mit Diagnose FIP eventuell etwas völlig anderes hat, nicht mehr behandelt wird...

Ich wüsste gerne ob Ihr auch schon Erfahrungen in dieser Richtung gemacht habt und ob Ihr mir sagen könnt, wie Ihr die Lage einschätzt.

Bonnie atmet völlig normal, hat keinen dicken Bauch, offenbar auch keine Schmerzen, frisst, freut sich über Vitaminpaste und Nutri-Cal.


Vielen Dank schon mal... Benni


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BeitragVerfasst: 29.11.2010, 18:47 
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Felis silvestris lybica

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Hallo und herzlich Willkommen hier, Benny.

Nun, im Moment kann man nicht viel raten oder sagen, zumal du ja schon selber der Meinung bist, das die diagnose vorschnell gesagt wurde.

Warte den Bluttest ab, lass ihn dir geben und suche einen anderen TA auf, wie du eh schon vor hast. FIP wird all zu gerne immer vorschnell diagnostiziert und auch bei "Leberentzündung" sollte es sowas sein, kann man meist auch noch gut behandeln.
Also, erst mal nicht verrückt machen und 2. Meinung holen.

Berichte doch bitte weiter.

_________________
LG Crissi
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..wenn ich mit meiner Katze spiele, bin ich nie ganz sicher, ob ich nicht ihr Zeitvertreib bin..
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Taps im Herzen geb. 21.7.2006 gest.17.2.2012


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BeitragVerfasst: 29.11.2010, 20:50 
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Kitten

Registriert: 29.11.2010, 17:25
Beiträge: 6
Vielen Dank... für mich ist es einfach erschreckend, dass FIP so schnell von Tierärzten diagnostiziert wird.

Ich habe in der Zwischenzeit etwas von der Besitzerin des Elternpaares erfahren, von der der Wurf mit Bonnie kommt.

Hier hat es sich ergeben, dass ein weiterer Kater (ebenfalls schwarz und der einzig schwarze neben meiner Katze), eine Autoimmun-Krankheit hat, welche die eigenen roten Blutkörperchen nach und nach zerstört.

Ich habe leider in der behandelnden Tierklinik keinen mehr erreicht, aber ich werde morgen gleich mehr schreiben, wenn ich etwas in Erfahrung bringen konnte.

Vielen Dank für alles.


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BeitragVerfasst: 29.11.2010, 23:15 
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Felis silvestris lybica

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hallo Benni

zu deiner Frage hab ich keine Antwort, da ich mich damit bisher Gott sei Dank nicht befassen musste.

Allerdings kann ich dir nur zustimmen, dass es immer gut ist, eine zweite Meinung einzuholen - grade, wenn es sich um solche schwerwiegende Diagnose handelt.

Meiner Bonny habe ich im Frühjahr 2008 damit das Leben gerettet, weil ich mich nicht nur auf meine TA verlassen habe und Bonny von einem anderen Fach-TA untersucht wurde.

Ich hoffe sehr für euch, dass sich bei euch auch so ein Wandel ergibt.

Alles Gute für eure Bonnie

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Liebe Grüße Angi

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Meine beiden Mädels immer im Herzen.

Wer mehr von uns erfahren möchte, kann das auf unserer HP nachholen :)


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BeitragVerfasst: 30.11.2010, 09:01 
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Felis silvestris lybica

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Hallo Benni!

Ich habe GsD auch keine Erfahrungen mit FIP. Aber das, was ich schon darüber gelesen habe und die vorschnellen Diagnosen, die getroffen wurden mit den anschließenden Konsequenzen, würden mich veranlassen, IMMER eine 2. oder sogar eine 3. Meinung einzuholen. Und ich würde mich auch nicht scheuen, den Ärtzen Unterlagen in die Hand zu drücken, aus denen hervorgeht, welche Test gemacht werden sollten.

Ich hoffe sehr, dass es kein FIP ist - mit allen anderen Krankheiten kann man i.d.R. leben bzw. sie behandeln.

Alles Gute wünsche ich Euch. Und lass mal hören, wie es weitergeht.

*Daumendrückfürbonnie"

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Liebe Grüße
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BeitragVerfasst: 30.11.2010, 12:07 
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Kitten

Registriert: 29.11.2010, 17:25
Beiträge: 6
Vielen Dank für die netten Antworten von Euch.

Jetzt habe ich eine Frage: Eigentlich wollte / will ich in die Tierklinik in Unterhaching bei München mit Bonnie, vor allem weil Rocco, ein anderer Kater aus dem selben Wurf, auch mit Blutarmut diagnostiziert (auf FIP getippt anschließend aber doch kein FIP gewesen) dort schon behandelt worden ist und die Ärztin - wäre Rocco nicht an einer anderen Erkrankung letztendlich gestorben (hat sich eine Infektion zugezogen als sein Immunsystem durch die Behandlung geschwächt gewesen war) - meinte, dass es möglich wäre, dass die Milz für die Bildung von Antikörpern gegen die eigenen roten Blutkörperchen, verantwortlich sei.

Mir geht gerade alles leider zu langsam. Ich muss den Bluttest abwarten (hoffentlich wurde der große von der Tierärztin veranlasst) und auf alle Fälle noch wo anders hin um mir eine weitere Meinung einzuholen. Ich will nichts unversucht lassen, solange es Bonnie nicht schadet und sie leidet.
Die Ärztin aus der Tierklinik Unterhaching hat leider nicht zurückgerufen bislang. Ich hoffe sehr, dass sie es noch macht - und zwar schnell.

Gefühlt ging es Bonnie heute früh schon etwas besser, sie hatte Hunger und hat im Bad auf mich gewartet - wie sie es auch sonst immer gemacht hat.
Ich habe jetzt damit angefangen, Ihr neben dieser Paste auch zusätzlich Kitten-Futter zu geben, damit sie einfach ein wenig zunimmt. Sie wiegt 2.8 kg, war aber wie gesagt immer schon eine zierliche Katze. Fieber hat sie scheinbar immer noch nicht, alle Gliedmaßen sind gleichmäßig warm, sie springt die Treppe wieder hoch..., alles scheint eigentlich bis auf die Appetitlosigkeit so weit schon wieder in Ordnung.

Gestern habe ich sie beobachtet als Sie auf Ihr Katzenklo gegangen ist. War fester Stuhlgang, alles in Ordnung, Urin scheint nicht verfärbt zu sein, sie hat immer noch keinen dickeren Bauch, verhält sich normal, lässt sich streicheln wie immer und wird auch von unseren 3 anderen Katzen nicht gemieden. Spielen tut sie noch nicht, aber das hat sie auch nie besonders viel gemacht. Das Fell glänzt ganz normal, sie putzt sich, alles ist in Ordnung so weit.

@hummelkatze: Was ist denn bei Dir damals diagnostiziert worden? War die Leber Deiner Bonny denn in Ordnung?

Ich hoffe, dass alles nicht so schlimm ist. Ich werde auf alle Fälle das Ergebnis der Blutuntersuchung hier online stellen. Vielleicht könnt Ihr ja etwas dazu sagen.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich diesem ersten Bluttest vertrauen soll. Die Tierärztin hat mich einfach mit Ihrer recht spontanen Aussage überfahren und ich kann es mir nicht vorstellen... Damit hat sie leider mein Vertrauen irgendwie erschüttert... "Ja, stellen sie sich darauf ein, dass es zu ende sein wird". So wie Bonnie aussieht, ist sie keine totkranke Katze, die nur wenige Wochen vor sich hat.


PS: Eine Frage hätte ich noch: Kennt jemand eine gute Tierklinik in München / oder auch im Umland bzw. einen wirklich guten und "offenen" Tierarzt, der sich dessen bewusst ist, dass eine Diagnose auf FIP nicht gleich FIP bedeuten muss?


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BeitragVerfasst: 30.11.2010, 14:06 
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Felis silvestris lybica

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hallo Benni

Zitat:
@hummelkatze: Was ist denn bei Dir damals diagnostiziert worden? War die Leber Deiner Bonny denn in Ordnung?


bei Bonny wurde damals von unseren Hauss-TA ein sehr schneller Herzschlag festgestellt, den ich, nachdem es nochmals bei unseren TA so war, durch einen Ultraschall genauer von einer Kardiologin ansehen ließ. Sie hatte damals nach Auskunft dieser Kardiologin die eine Seite des Herzens vergrößert und "etwas" auf der Lunge, was da nicht hingehörte. Also nichts mit Leber oder Niere. Die Werte waren damals auch alle ok.

Die ganze "Geschichte" kannst du bei uns auf der HP nachlesen. Ist zuviel, um es hier alles genau zu erklären.

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Liebe Grüße Angi

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Wer mehr von uns erfahren möchte, kann das auf unserer HP nachholen :)


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BeitragVerfasst: 30.11.2010, 18:31 
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Felis silvestris lybica

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Wenn sich deine Frage
Zitat:
Ich wüsste gerne ob Ihr auch schon Erfahrungen in dieser Richtung gemacht habt

darauf bezieht, ob vorschnelle Diagnosen zu FiP gemacht wurden, dann ja.

Ich habe einen Fall erlebt, da saß ich im Wartezimmer einer TÄ die ich normalerweise (und seitdem gar nicht mehr) nicht aufsuche. Es gab draussen nach einer Diskussion ein paar laute Worte, und die Besitzerin ging unter Tränen nach Hause. Jemand der dort vorne mitstand, hatte sich wohl eingemischt, die Tä hat eine Katze mit Durchfall (aber ansonsten Munter, fieberfrei, normal drauf) eingeschläfert, da sie einen positiven FiP-Antikörpertiter hatte.
Ansonsten war nichts. Nur leichter Durchfall und ein Titer. Die Katze war fit, Besi wollte nur wegen dem Durchfall... und dann kams dazu, jemand mit offensichtlich etwas Ahnung hörte das dann, war völlig entsetzt und sagte der TÄ, wie sie denn sowas machen könne.

Ansonsten habe ich selber 2 Kater bei mir zuhause, die nach Meinung der TÄ schon seit 3 bzw. 2 Jahren tot sein müssten, da sie FiP hätten. Sie sind übrigens quitschfidel.

Wie auch immer, ich hoffe, ihr findet etwas um in die autoimmun- Richtung weiter zu kommen. Vielleicht kann deiner Bonny so geholfen werden. Ich drücke die Daumen!!

_________________
LG Claudia und die Fellnasenbande

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BeitragVerfasst: 30.11.2010, 20:22 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 07.03.2004, 18:06
Beiträge: 3560
Tierklinik:

UNBEDINGT DAHIN:

http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de

Katrin Hartmann, eine der Koryphäen wenn es um FIP geht, ist dort tätig:

http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/k ... index.html

_________________
Lieben Gruß
Simone mit Tiger (geb. 2010)

und mit den Engeln im Herzen
Gizmo *24.09.2002 - +20.01.2017 - malignes Lymphom
Simba *20.08.2001 - +15.01.2017 - Aortenthrombus
Grisu *05/2003 - +30.05.2016 - unbek. Todesursache
Gypsi *24.09.2002 - +03.01.2012 -  Bauchspeicheldrüsentumor
Bazi *03/2000 - +02.08.2003 - FeLV
Mogli *05/2002 - +11/2002, FIV


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 Betreff des Beitrags: neue diagnose
BeitragVerfasst: 30.11.2010, 21:43 
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Kitten

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So, alle zusammen...

Ich war heute nach einem Telefonat mit meiner ersten Tierärztin etwas beruhigt, die mir zwar im ersten Augenblick sagte, dass die Blutwerte (zumindest zwei davon) nach FIP aussehen, allerdings auch eine vermehrte Anzahl an Trombozyten dagegensprechen würde.

Die Tierärztin hat dann netterweise die Berichte in die Tierklinik Haar geschickt. Ich wollte einfach zu einer zweiten Diagnose erst mal zu dieser Klinik in der auch Bonnies Bruder Rocco behandelt worden ist.

Hier das klassische Programm:

Fieber messen (absolut normal mit 38.8 Grad, genau so wie gestern also ziemlich in der Mitte des Sollbereichs), dann kurze Untersuchung der Schleimhäute (nach meinem Laienverständnis schon etwas besser / röter als gestern), anschließend Röntgen- und Ultraschall-Untersuchung zusammen mit noch mal Blutabnahme um einfach ein paar Tests in der Klinik zusammen mit dem Bluttest der Tierärztin machen zu können.
Das Röntgen sah erst mal positiv aus und ließ mich um Bonnie hoffen... Tierärztin kommt zurück nach Bluttest und Röntgen und meinte, sie könne eine FIP Infektion trotz erhöhten Virenanteil im Blut (könnte aber auch durch die allgemeine Immunschwäche kommen) zu 60% ausschließen. Um völlig sicher zu gehen, dass es keine trockene FIP ist, machte sie noch eine Ultraschall-Untersuchung, bei der ich bei Bonnie bleiben durfte...
sie war so brav meine Kleine...
dann das Resultat, auch auf dem Ultraschall nichts zu sehen, jedoch eine leicht vergrößerte Leber und leicht vergrößerte Milz. Damit ist das Resultat klar, dass es keine FIP sein kann... zumindest war es für die Ärztin so.

Bonnie bleibt heute über Nacht in der Klinik. Sie hat wohl einen sehr geringen Anteil an Hämoglobin im Blut, und einen erhöhten Trombozyten-Wert. Die Ärztin gibt Ihr jetzt über Nacht ein wenig Kortison und eine Infusion um meine Kleine wieder aufzupeppeln.
Je nach Reaktion von Bonnie steht uns dann morgen eventuell eine Bluttransfusion mit Ihrem Bruder Clyde bevor, da sie eine Leukämie nicht 100% ausschließen kann, allerdings auch eine erbliche Krankheit die zur Zerstörung der eigenen Blutkörperchen führt, nicht ganz auszuschließen ist.

Sie meinte nur, dass es absolut richtig gewesen sei, dass ich meinem Gefühl gefolgt wäre und heute die Gelegenheit und Chance ergriffen hätte zu kommen, da es in 3 - 5 Tagen schlechter um Bonnie bestellt hätte sein können. *ganz großes PUUUUH*

So, jetzt wäre es nur interessant zu wissen was im Falle einer Leukämie ist. Mit der Erbkrankheit des Bruders bin ich schon so weit vertraut, dass die Krankheit zwar nicht heilbar, aber die Auslöser so weit eindämmbar bzw. behandelbar sind, dass die Bonnie noch ein längeres und vor allem sinnvolles und erfülltes Katzenleben vor sich hätte...

Wir werden sehen, was passiert... ich und wir und die Katzen drücken alle Pfoten erst mal für sie...

Aber ich kann zumindest etwas ruhiger hoffentlich schlafen, nachdem ich weiß, dass ich erst mal richtig reagiert habe und das Richtige gemacht habe.

Im Moment - ohne genau zu wissen worauf dies alles noch hinausläuft - wünsche ich allen mit einer vermeintlichen FIP Diagnose - einen eben solchen und noch besseren Verlauf...

Benni


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BeitragVerfasst: 11.09.2013, 15:43 
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Kitten

Registriert: 29.11.2010, 17:25
Beiträge: 6
Das Einstellen von Bonnie auf die letztendlich richtige Kortison-Menge hat ca. 1 - 1 1/2 Jahre gedauert. Letztendlich erhält sie, um einen stabilen Hämatokrit zu erhalten (schwankt halbjährlich betrachtet zwischen 40 und 45, was für eine Hauskatze ja völligst normal ist), alles 2 Tage 1/2 5mg Prednisolon.

Versuche es noch weiter auszuschleichen, wie z.B. jeden Tag 1/4 Prednisolon und dann jeden zweiten Tag nur 1/4 Prednisolon haben eher zu dazu geführt, dass sich der Hämatokrit wieder veschlechtert hat.
Wir planen aber das Prednisolon noch weiter auszuschleichen und eventuell mit anderen Naturheilmitteln dies zu unterstützen.
Ich kann allen Katzenbesitzern, deren Katze eine Art Anämie hat, nur nahe legen, hartnäckig zu sein, auch wenn der Prozess lange dauern mag. Eure Weggefährten werden es Euch danken - ein Leben lang, wie ich bei Bonnie feststellen muss, da Sie seit dieser Zeit noch mehr an mir "hängt" als zuvor.

Bonnie geht es also seit dieser Zeit hervorragend, sie sieht besser aus denn je und erfreut sich als gesunde und normal genährte Miez bester Gesundheit, frisst alles, liebt es herumzulaufen und springen, gurrt vor sich hin und ist Ihren Kindern eine wunderbare Mama.

Leider geht es derzeit Ihrem "Mann", dem Clyde nicht mehr gut, Verdacht auf Knochenkrebs im Alter von 6 Jahren, sodass unsere 4 köpfige Katzenfamilie derzeit sehr durcheinandergewürfelt und im Aufruhr ist.


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BeitragVerfasst: 11.09.2013, 16:14 
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Senior-Katze

Registriert: 01.10.2011, 12:54
Beiträge: 459
Wohnort: Raum München
Danke für die Rückmeldung nach so langer Zeit! Leider enden ja viele andere Gesundheitsthemen hier, ohne daß wir erfahren, wie es ausgegangen ist.

Und umso besser, daß es doch recht positiv für Bonnie aussieht. Bei der TK in Haar scheint man generell mit FIP-Diagnosen sehr vorsichtig zu sein.

Unsere (ehemalige - da ausgewandert..) Luna hatte vor zwei Jahren nach ihrem zweiten Wurf dicken Bauch, Fieber, Durchfall, volles Programm, was perfekt für FIP im akuten Stadium gepaßt hätte. Die TK hat trotzdem stets nur von Verdacht auf FIP gesprochen, mit vollem Programm in jede mögliche andere Richtung ermittelt und behandelt, wo manche TÄ längst zum Einschläfern geraten hätten. Der Katz geht es (wenn auch inzwischen bei ihren neuen Lebensabschnitts-Dosis in der Nachbarschaft, andere Geschichte..) blendend, es war "nur" ein massiver Infekt, der dank ebenso massiver Behandlung auskuriert wurde. Und daß der einzige wirklich zuverlässige Test, Immunfluoreszenztest von Gießen nachher negativ (= kein FIP-Erreger nachweisbar) war, hat uns dann nicht mehr überrascht.

lG Matthias mit Kater- und Rasselbande

PS.: Natürlich jedes mögliche Daumen- und Pfotendrücken für Clyde!

_________________
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Zuletzt geändert von Zwergnorweger am 13.09.2013, 11:49, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 12.09.2013, 08:13 
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Felis silvestris lybica

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Wohnort: Bremen
Zwergnorweger hat geschrieben:
Danke für die Rückmeldung nach so langer Zeit! Leider enden ja viele andere Gesundheitsthemen hier, ohne daß wir erfahren, wie es ausgegangen ist.



Dem schließe ich mich mal an. Umso schöner, dass es eine positive Rückmeldung ist.

Ich wünsche Euch weiterhin alles Liebe und Gute und hoffe, dass Bonnie noch zig Jahre bei Euch verbringen darf.

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Liebe Grüße
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BeitragVerfasst: 13.09.2013, 11:03 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 24.10.2006, 15:51
Beiträge: 620
Da möchte ich mich auch anschließen.
Ich freu mich sehr, zu hören dass es Bonnie gut geht, und sich die Erst-Diagnose nicht bestätigt hat.
Für Clyde drücke ich die Daumen dass sich der Verdacht nicht bestätigt.

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LG Claudia und die Fellnasenbande

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BeitragVerfasst: 16.09.2013, 09:52 
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Felis silvestris lybica

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Wohnort: Bremen
bwave hat geschrieben:
Leider geht es derzeit Ihrem "Mann", dem Clyde nicht mehr gut, Verdacht auf Knochenkrebs im Alter von 6 Jahren, sodass unsere 4 köpfige Katzenfamilie derzeit sehr durcheinandergewürfelt und im Aufruhr ist.


Oh Mann, das ist mir irgendwie durchgegangen. Das tut mir leid. Natürlich werden auch hier alle Daumen und Pfötchen gedrückt, dass sich der Verdacht nicht bestätigt.

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 Betreff des Beitrags: Ge
BeitragVerfasst: 16.09.2013, 13:32 
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Kitten

Registriert: 29.11.2010, 17:25
Beiträge: 6
Mikesch hat geschrieben:
Oh Mann, das ist mir irgendwie durchgegangen. Das tut mir leid. Natürlich werden auch hier alle Daumen und Pfötchen gedrückt, dass sich der Verdacht nicht bestätigt.


Vielen Dank - leider haben wir uns vergangenen Freitag dazu entschließen müssen - Clyde von seinen irdischen Leiden zu befreien - das ging alles sehr schnell, aber er hat uns das Zeichen gegeben, dass es so weit ist und dass er gehen möchte, bevor es schlimm wird.

So konnten wir Ihm einen Abschied in Würde, als der stolze Kater der er immer sein wird, schenken.

Wir fühlen beide, dass er für immer unter uns weilt.

Es deutete immer mehr alles auf ein Osteosarkom der agressivsten Form hin und wir wollten ihm Schmerz, unnötige Behandlungen und Fahrten zum TA ersparen, da es hier keine Heilungsmöglichkeiten gibt. Es hätte nur verschoben werden können, nicht um Jahre, sondern um Tage oder Wochen, wäre verbunden gewesen mit Chemo, Bestrahlung, Behandlungen, OPs, und, und, und...
Auch wenn viele vielleicht der Meinung sind, dass man es hätte versuchen müssen, sind wir der Ansicht, dass es unwürdig gewesen wäre, eine Katze ohne Gefühl in beiden Hinterläufen, mit Lähmungserscheinungen bzw. tauben Gefühl, Schwierigkeiten beim "aufs Klo gehen", beim sich putzen und unsäglichen Schmerzen durch einen Behandlungsprozess hindurchzuschleifen, nur um ein paar Tage oder vielleicht Wochen zu erhalten - und hierzu wäre es früher oder später gekommen (und um ehrlich zu sein, denken wir, dass es nur noch wenige Tage gedauert hätte). Wenn man etwas seinem Tier erhalten sollte, dass ist es seine Würde.

Wir werden nun bei Bonnie zusehen, dass wir Bonnie weiter helfen, auch wenn Sie mit Ihrer Dosis sehr gut klar kommt und werden zusehen, dass wir eventuell eine Alternative zu unserem derzeitigen Behandlungsplan finden. Ich will niemals riskieren, dass Bonnie einen Nierenschaden bekommt, daher - auch wenn der Allgemeinzustand mehr als gut ist - werden wir nach einer dauerhaften Lösung, vielleicht alternativen Behandlungsmöglichkeit für Ihre Krankheit suchen.
Ich werde hier bei gegebener Zeit über Neues berichten - brauche jetzt aber etwas Zeit für unsere Katzenfamilie und meine Frau.

Es ist nur das Weltliche, an dem man festhält wenn man nicht weiß, dass viel Wichtigeres für immer bei einem ist.

<3 Clyde - run free! I will love you forever and never forget you and you will always have a place in my heart - mein Großer! I know that you are here with us for the rest of our lives!
please come and stay at any time - your home is where we are.
thank you so much for those wonderful years - you taught me so many things.
*Herbstkätzen von 2007 - †13.09.13 - 17:46


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BeitragVerfasst: 16.09.2013, 17:25 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 26.01.2006, 20:12
Beiträge: 856
Wohnort: Grafing b. München
Hallo Benni!

Das tut mir sehr leid, dass Clyde nicht mehr geholfen werden konnte :( Fühlt euch einfach mal umarmt :knuddel2:

_________________
"Fünf Sonnenminuten im Alltag können mehr Glück bedeuten als ein Sonnentag im Urlaub." (Peter Lesser)

Moni mit Mohrle + Violet und den beiden Engelchen Felix (09/2002 - 11.07.2011) und Eddy (09/2002 - 28.08.2013)

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BeitragVerfasst: 17.09.2013, 08:32 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 07.12.2009, 12:16
Beiträge: 2338
Wohnort: Bremen
Das tut mir sehr leid :cry:

Clyde springt nun fröhlich im Regenbogenland umher. Und irgendwann werdet Ihr Euch alle wiedersehen.

Ich denke, Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn sie schwer fiel. Ich bin auch jemand, der alles versucht. Aber man muss es abwägen.

Ich drücke Euch auch mal ganz lieb.

_________________
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BeitragVerfasst: 17.09.2013, 09:28 
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Felis silvestris lybica

Registriert: 24.10.2006, 15:51
Beiträge: 620
das tut mir sehr leid Benni.

Gute Reise ins Regenbogenland, Clyde.


Ich finde schön dass du so liebevoll von Clyde sprichst, man hört raus dass euch die Entscheidung nicht leicht gefallen ist und dass sie von Fürsorge um Clyde geprägt ist.

_________________
LG Claudia und die Fellnasenbande

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Felis silvestris lybica

Registriert: 05.08.2006, 17:28
Beiträge: 1128
Wohnort: Sankt Augustin
Hallo Benni,

es tut mir leid das Clyde gehen musste.

Es hat mich gefreut zu lesen das es Bonnie soweit gut geht und sich der damalige Verdacht nicht bestätigt hat. Ich hoffe das ihr noch viel Zeit miteinander habt.

Berichte bitte bei Gelegenheit wie es ihr geht.

_________________
Lg Claudia

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