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Wie alt werden Katzen?

… habe ich mal etwas im Kraft Dürr gestöbert, der Artikel über Krankheiten im Alter ist von Dr. med. vet. Prof. Kraft.

Es gibt dort interessante Aussagen und Tabellen über die Lebenserwartung einer Katze, ich fasse mal in Worte und zitiere:

Betrachtet man das mittlere Sterbealter (siehe Tabelle, kann ich so nicht einstellen),so ist auch hierbei eine Zunahme zu erkennen. Danach besteht insgesamt eine Tendenz zu höherem Lebensalter der poliklinisch untersuchten und behandelten Tiere. Während das durchschnittliche Todesjahr bis Mitte der 80er Jahre noch unter 8 Jahren lag, erreicht es seit 1987 immer deutlich über 8 Jahre und liegt seither ausnahmslos über dem langjährigen Mittelwert von 8,6 Jahren. Sie scheint Mitte der 90er eine Delle zu erfahren. Dies dürfte am langsamen Verschwinden der Siamkatze (Anmerkung von mir – ich denke, die Thai ist gemeint), die ein besonders hohes Alter erreichten, zugunsten von Perserkatzen mit deutlich geringerer Lebenserwartung liegen.

Über Birmchen wird auch etwas geschrieben:

Betrachtet man die einzelnen Rassen, so ist das relativ hohe Alter der Siamkatzen allen anderen Rassen, auch gegenüber der „Europäisch Kurzhaar“ (Anmerkung von mir – Herr Kraft wirft meiner Meinung nach die EKH und die Hauskatze in einen Topf, was nicht richtig ist), auffallend, während besonders Kartäuser (Anmerkung von mir – die blaue BKH), Birma und Abessinier das jüngste Durchschnittsalter bei Vorstellung in der Klinik aufwiesen.

Darunter verstehe ich jetzt nicht das Sterbealter, sondern Krankheitsauffälligkeiten.

Es gibt eine Tabelle, beginnend im Jahr 1967 – 1997.

Das durchschnittliche Sterbealter (Rasseunabhängig) liegt 1967 bei 5,4 Jahren (sicher hängt das mit der hohen Anzahl der Freigänger in diesen Jahren zusammen), 1989 bei 9,1 Jahren und 1997 (da enden die Tabellen) bei 9,6 Jahren.

Eine Tabelle stellt den Vergleich der 10 – 19 jährigen Katzen der Jahre 1967 und 1997 gegenüber.
1967: 17 %
1997: 50 %

Die Alterspyramide zwischen 1967 und 1997 besagt, daß 1997 das Alter 12 – 13 Jahre am stärksten ist, auch 14 -15 Jahre sieht noch gut aus. 1967 starben sehr viele Katzen unter einem bzw. 3 Jahren. Erschreckend ist, daß auch 1997 noch so viele Katzen unter einem Jahr starben wie genausoviele 12 – 13 Jahre alt wurden. Das dürfte sich vielleicht auch um die sog. Bauernhofkatzen handeln, die in die Statistik mit reinfließen.

Kraft schreibt, daß der Anteil , jedoch nicht die absolute Zahl, der jüngeren Katzen am Gesamt „Patientengut“ kontinuierlich zurückgeht, während die alten Katzen zunehmen.

Das bedeutet ganz eindeutig, daß es sich lohnt, wenn man sich intensiver mit den Problemen der alten Katzen beschäftigt.

Leider finde ich nirgendwo eine Statistik – Lebenserwartung Freigänger – Wohnungskatze, jedenfalls nicht in diesem Artikel, denn diese Statistik ist insgesamt bestimmt sehr wichtig.

Kraft weist noch ausdrücklich darauf hin:

Hieraus läßt sich ableiten, daß die genetisch vorgegebene Lebensspanne
– durch optimale Ernährung
– durch optimale Haltung
– durch optimale Krankheitsprophylaxe
– durch optimale Krankheitsbehandlung

so weit wie möglich ausgeschöpft werden kann.

Quelle: Beitrag im Forum

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