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Bachblüten für Pinkelkater Momo?
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Fee



Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 16.04.2004 - 13:57    Titel: Bachblüten für Pinkelkater Momo?  

Hallo Zusammen,

mein Momo ist ein 'kleiner' Pinkelkater - und das schon seit knapp 12 Jahren.
Vieles haben wir schon probiert, nichts hat dauerhaft geholfen.

Um Momo zu verstehen ein paar Infos zu ihm:
Momo kam vor ca. 12 Jahren als kleine Bauernhofkatze zu uns. Er war der kleinste aus dem Wurf. Nach kurzer Zeit wurde Momo sehr krank: Seuche und Schnupfen.
Nach wochenlangem Kampf hatte er alles gut überstanden - seine Geschwisterchen leider nicht. :cry:

Vielleicht hat es mit dieser Krankeit damals zu tun... Momo ist ein eher 'menschlicher' Kater. Er ist immer der erste, der mich begrüsst, sobald ich auf den Hof fahre. Er muss überall hinterherlaufen, er muss überall dabei sein. Von Schmusen kann er gar nicht genug bekommen - egal wann. Manchmal schnurrt er die ganze Nacht hindurch, wenn er eng an mich gedrückt bei mir im Arm liegt. Er 'redet' auch gerne. Hat immer was zu maunzen und schaut dabei richtig verstehend.

Seine 'Pinkelei' setzte schon in sehr jungen Jahren ein. Warum, das weiss ich leider nicht. Aber es war schon immer zu beobachten, das er aus Protest gepinkelt hat. War das Katzenklo nicht sauber genug, so wurde demonstrativ daneben gepinkelt. Wenn er nachts rauswollte und alle haben geschlafen und ihn hat folglich keiner rausgelassen, dann hat er eben irgendwo hingepinkelt.
Mein Stiefvater hatte damals die Nase derart voll (im wahrsten Sinne des Wortes...als Momo nämlich sich auf dem Cerankochfeld niederliess und meine Mutter nichtsahnend den Herd anstellte, mussten wir eine ganze Woche lang lüften...), das er Momo Nachts aus dem Haus verbannt hat und siehe da: Momo pinkelte nur noch ganz selten ins Haus.

Als ich von Zuhause auszog (1997 wars glaube ich) konnte ich Momo leider nicht mitnehmen und so blieb er bei meinen Eltern.
Achja, dort lebten ausser ihm noch unser Hund Raki und der kleine italienische Kater 'Schnurri' (ja ja ich weiss, kein toller Name, aber er war taub und wir haben ihn sowieso nicht rufen können :wink: ).

Als meine Eltern 2000 in die USA auswanderten, war die grosse Frage, was mit Momo und Schnurri passieren sollte. (Raki war zwischenzeitlich gestorben.)
Eine gute Bekannte, die Momo genauso mochte wie er sie, erklärte sich bereit, ihn bei sich aufzunehmen: in ihrer Wohnung im sonnigen Italien.
Schnurri hingegen sollte übergangsweise zu mir in meine 1-Zimmer Wohnung und dann nach ca. einem halben Jahr in die USA zu meinen Eltern nach reisen. Durch seine FIV-Erkrankung kam natürlich alles anders.

Ende 2000 haben wir dann Momo in seinem neuen Zuhause besucht. Er war ein wirklich rundum glücklicher Kater, der sein neues Frauchen gut im Griff hatte: passte ihm etwas nicht, so fing er an zu pinkeln. Sie konnte immer genau sagen, was sie 'falsch' gemacht hatte und wieso Momo sich auf Teppich, Sofa etc. 'verewigt' hatte.

Ende 2002 musste Momos neues Frauchen überraschend für längere Zeit nach Deutschland. Sie bat die Nachbarin nach Momo zu sehen und ihn zu versorgen...
Der Deutschlandbesuch unserer Bekannten dauerte leider sehr viel länger als geplant und es war schon ein halbes Jahr ins Land gezogen, als meine Eltern Ostern 2003 in die Wohnung der Bekannten fuhren um ein paar Tage Urlaub zu machen. Als sie Momo sah, brach meine Mutter in Tränen aus und rief mich sofort an.

Momo war ein Bild des Jammers. Unser ehemals schwarz-weisser Kater war nun gelb-braun! Er war total ausgehungert, er war so schwach, das er noch nicht mal mehr irgendwo hochspringen konnte. Seine Ohren waren von der Sonne verbrannt, er hatte Durchfall wie Wasser und wog kein Kilo! mehr.
Total dehydriert fuhren meine Eltern sofort zum TA, der erstmal eine Infusion legte und ihm AB gab. Blut wurde ihm abgenommen und untersucht.

Meine Eltern ernährten den kraftlosen Momo die ersten Tage nur mit Hühnerbrühe, da er nichts anderes aufnehmen konnten. Den Grund hierfür erfuhren wir in Deutschland beim TA: Momo hatte nur noch 2 Zähne im Maul; einen Backenzahn, den man ihm ziehn musste und einen nun noch verbleibenden Eckzahn.

Für mich war gleich klar, das Momo sofort wieder zu mir kommen sollte.
Unsere Bekannte war auch entsetzt, als sie erfuhr, wie schlecht es Momo ging und hat eingesehen, das es besser für ihn ist, wenn er wieder zu mir kommt. (Nicht im Leben hätte ich es mir träumen lassen, meinen Momo wieder bei mir zu haben. :D )

Ja, wie kam es soweit: Momo hatte während sein neues Frauchen weg war, fleissig in deren Wohnung gepinkelt worauf die Nachbarin ihn vor die Tür gesetzt hat. Er durfte gar nicht mehr rein! Gefüttert wurde er ausschliesslich mit Trockenfutter, mit mehreren Katzen aus einem Napf...

Als Momo wieder zu mir/uns kam, war es, als sei er schon immer da gewesen. Selbstbewusst ist er aus seinem Korb gestiegen, quer durch die Wohnung gestiefelt, erstmal seinen alten Kratzbaum in Beschlag genommen und im Anschluss Nedra und Filou verdroschen um klarzustellen, wer hier der Chef ist.

Bereits nach ein paar Tagen fing er mit der Pinkelei an:
- von aussen gegen das Katzenklo, wenn es nicht sauber genug war.
- von innen gegen die Haustüre, wenn die zu war obwohl er raus wollte
- prinzipiell immer gegen den Badezimmerschrank, egal ob Haustüre auf/zu
- wenn er Hunger hatte und keiner hat ihn gefüttert, pinkelt er in die Küche gegen einen bestimmten Schrank
...

Die Liste ist beliebig fortzuführen.
Wenn ich überall ein Katzenklo hinstellen sollte, wo er sich verewigt, dann könnte ich auch gleich ne Regenrinne quer durch die Wohnung spannen...

Wir haben schon versucht homöopathisch und mit Baumblüten auf ihn einzuwirken. Das wirkt - aber nur temporär, manchmal auch gar nicht.

Pinkelstellen werden immer mit Essigessenz gereinigt und anschliessend mit einem speziellen Geruchskiller behandelt. Wir haben für 4 Katzen vier Katzenklos.
Tagsüber sind die Katzen meist Draussen, Nachts darf Momo auch raus, wenn er möchte.
Eine Katzenklappe können wir leider nicht einbauen....

So, das war jetzt ein bisschen sehr ausführlich, aber ich denke man muss Momos Geschichte kennen, um ihn besser zu verstehen.
Aufgrund seines turbulenten Lebens kann ich ihm auch gar nicht böse sein, wenn er seine Pinkelattacken hat. Er hat einfach auch schon viel erleben müssen...

Vielleicht hat ja jemand von Euch noch alternative Tipps, z.B. Bachblüten?

Meine Geduld hat noch Kapazitäten... die von Chris leider nicht mehr sehr viele.

Liebe Grüße
Fee
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 16.04.2004 - 15:29    Titel:  

Hallo Fee,

Ich kenne Busch- und Bachblüten, aber was sind Baumblüten?

Einige der Punkte kann ich gut verstehen und wenn ich Katze oder Kater wäre würde ich auch versuchen meinen Unmut über bestimmte Umstände mitzuteilen, die benutzen Klos zu bepieseln oder mit Hunger nichts zu fressen zu bekommen, er hat ja nicht einfach die Möglichkeit durch die Klappe zu gehen und sich einen sauberen Ort zu suchen. Also ein weiteres Klo aufstellen könnte schon ein mal helfen, dann warum muss er hungern? (evtl. Futterautomat).

Hast Du den Badezimmerschrank schon mal an einen anderen Ort gestellt und geschaut ob er ihn immernoch Markiert?

Liebe Grüße
Elke
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gwendolin



Anmeldungsdatum: 05.04.2004
Beiträge: 1288

Verfasst am: 16.04.2004 - 16:13    Titel:  

*
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 16.04.2004 - 16:42    Titel:  

Hallo Fee,

ach du liebe Güte!!!
Da hat der arme Momo aber wirklich ein turbulentes Leben hinter sich.
Ach, Mensch, so ein süßer Kater!
Ich wünsche mir schon lange so einen Kater, muss aber noch etwas warten, bis ich mir den Wunsch nach einem dritten Kater erfüllen kann...

Tja, leider hört sich das mit der Pieselei nicht gut an, da Momo das von Anfang an wohl tat und nun ist er ja auch schon ein Opi und Umgewöhnung entsprechend schwierig :? .
Außerdem hatte er Phasen extremer Vernachlässigung in seinem Leben, sowas prägt ja auch enorm, baut Ängste (Verlassenheitsängste, Existenzängste, wenn Katze vorher bei Menschen lebte und plötzlich vor die Tür gesetzt wird)) auf und bringt ein labiles Verhalten (also starke Reaktion --> z.B. Pieseln bei Irritationen).

Was ich zuerst mal loswerden möchte (und womit ich schon oft angeeckt bin, ist aber gar nicht bös von mir gemeint):
Das Wort Protestpinkeln finde ich immer sehr unangebracht (ich meine jetzt aber nicht dich, Fee, sondern generell :wink: ), da Katzen ja nicht aus Boshaftigkeit pinkeln oder um etwas zu erreichen, sich also keinen Plan machen, sondern aus Irritation pinkeln.
Das Pieseln ist eine Art von markieren, wenn Unsicherheit/Irritation aufkommt, benetzen die Katzen mit ihrem Uringeruch die Umgebung oder gewisse Objekte, damit diese ihren eigenen markanten Geruch annehmen, um sich wieder sicherer zu fühlen. Das Fühlen, die Empfindungen von Katzen sind ja sehr mit Gerüchen gekoppelt. Die gesamte Kommunikation läuft größtenteils über Gerüche.
Außerdem geht Stress jeglicher Art sehr schnell auf die Katzenblase, oft entwickelt sich auch eine Blasenentzündung (psychosomatisch) was dann das Pieseln noch schlimmer macht.
Die Katzenpsychologin und Verhaltenstherapeutin Sabine Schroll beschrieb das ganz gut: Katzen können zwar nicht weinen über die Tränendrüsen, sie weinen aber über die Blase.

Naja und ein labiles Katerchen, das sehr sensibel ist, ist eben schnell mal verunsichert. Da reicht schon, wenn er nicht raus kann, oder das Kaklo nicht sauber genug zum buddeln ist, und er pieselt dann eben, weil er diese Reaktion nun ja auch gewohnt ist und er es sich so erlernt hat, das ist so quasi seine Anpassung, wenn etwas anders ist als sonst oder er verunsichert oder auch gefrustet ist (nicht raus können). Da das ja Empfindungen auslöst und auch eine Katze irgendwie reagieren muss (also Frust ablassen), und er hat wahrscheinlich nichts anderes gelernt, als dann eben zu pieseln, also zu markieren.

Interessant ist auch, dass er auch pieselt, wenn ihn mal keiner gefüttert hat. Wenn ich so lese, wie er eine Zeitlang vernachlässigt wurde, er war ja auch sehr abgemagert, ist das eigentlich kein Wunder. Gefühle sind ja an Erinnerungen gekoppelt, und wenn er Hunger hat und da ist grad niemand der ihn füttert, können durchaus alte Ängste hochkommen.

Ein großes Problem hat man natürlich, wenn das schon das ganze Leben so geht und die Pieselei quasi zum Automatismus geworden ist, der sich über lange Zeit aufgebaut hat und fest sitzt.
Da braucht man wohl sehr viel Geduld, wenn man es überhaupt noch schafft, das Abzugewöhnen :? .

Momo müsste lernen auf Frustration oder Situationen, mit denen er nicht umgehen kann, anders, als mit Pieseln/Markieren zu reagieren. Und dieses anders Reagieren muss sich dann auch noch aufbauen und zur Gewohnheit werden. Tja, und wie man das erreichen kann ist immer die große Frage!
Bachblüten können, wenn überhaupt, nur unterstützend wirken, Blütenessenzen können ja keine Verhaltensänderung bewirken,
man kann vielleicht mit BB und Homöopathie eine zeitweilige Beruhigung der Seele bewirken, aber ob das direkt auf das Pieselverhalten einwirkt ist auch fraglich.
Zur Unterstützung verhaltenstherapeutischer Maßnahmen sind BB aber gut.

Ich kann jetzt erstmal nicht weiter schreiben (Zeitmangel), aber ich melde mich nochmal zu dem Thema!...
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Gast






Verfasst am: 16.04.2004 - 16:55    Titel:  

Ich hab hier mal den link zur Internetseite von der TÄ S. Schroll.
Vielleicht kannst du dort im Forum im Archiv schon etwas für dich interessantes finden, oder unter Katzenklo-guide.
Aber das Forum dort ist nicht gut besucht bzw. gibt die TA dort Antworten bei Verhaltensproblemen, aber nur einmal im Monat und dann auch nur kurz (halt eine kurze kostenlose "Beratung").
Und was dort unter Katzenklo-guide steht, weiß man eigentlich alles schon.
Aber trotzdem einfach mal der link:
http://www.ethovet.at/
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 16.04.2004 - 17:59    Titel:  

Hallo Elke,

Baumblüten sind glaube ich die australische(?) Variante von Bachblüten. Fee ist bei der gleichen TA wie ich und sie verordnet oftmals Baumblüten (ich hab für Grisu auch Baumblüten erhalten und keine Bachblüten).

Ich warte nun gespannt darauf, dass Anja weiter schreibt. Ich glaube aber auch eher, dass Momo schon so viel hat durchmachen müssen, dass es langfristig sicher nicht mehr wirklich zu einem "Sicherheitsgefühl" seinerseits kommen wird.

Als Grisu gepinkelt hat, hab ich auch Bedenken gehabt, dass neben dem fehlenden Sicherheitsgefühl auch mal Gewohnheit eintritt. Aber bei Grisu war es ja "relativ" einfach. Er hat ja mehr oder weniger nur ins Bett gemacht und einmal auf meine Klamotten. Das die Tagesdecke einen solchen Erfolg bringen würde hätte ich auch nicht gedacht.

Aber das ist bei Fee ja leider keine Lösung. Fee hat mir einmal erzählt, dass Momo auf ihrem PC gesessen hat und sie davor. Er drehte ihr das HInterteil zu und ...... :(

Armer Momo und arme Dosenöffner ... Es ist für beide Seiten schwierig und ich glaube Fee hat mit Chris noch ein gutes "Los" gezogen. Mein Gatte wäre schon längst explodiert ...

Aber vielleicht kann Anja doch ein bisschen helfen. Schön wäre es und auf jeden Fall einen Versuch wert - finde ich.

Liebe Grüsse
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gwendolin



Anmeldungsdatum: 05.04.2004
Beiträge: 1288

Verfasst am: 16.04.2004 - 18:44    Titel:  

*
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 17.04.2004 - 08:55    Titel:  

Hallo,

gwendolin schrieb:
...
das hört sich jetzt aber doch stark nach hormonstörungen an.


Naja, ich weiß nicht, der Kater ist doch schon 12 Jahre alt, hat das mit dem Pieseln schon immer gemacht (wohl auch vor der Kastration?), und bei der Vergangenheit ist es eigentlich offensichtlich, dass psychische Faktoren mit eine Rolle spielen.
Bei Verhaltensstörungen, also psychischen Stress, ist ja die Biochemie im Gehirn (Übertragung der Neurotransmitter) , das vegetative Nervensystem und nicht zuletzt die Hormone ja mit gestresst bzw. durcheinander, die Hormone sind eh immer involviert, bei psychischen Stress wird immer viel Adrenalin ausgestoßen, was zu o.g. Störungen führen kann.
Eine Behandlung mit Progesteron kann natürlich helfen und wird m.W. auch öfter mal bei Verhaltensproblemen eingesetzt (kenn mich aber noch zuwenig damit aus), weil es allgemein auch ein bißchen beruhigen soll, also den psych. Stress etwas eindämmt.
Aber wie gesagt, ich kenn mich damit zu wenig aus, weiß nicht um die Vorraussetzungen, die mögl. Nebenwirkungen, und ob bei einem älteren kastr. Kater angebracht?
Bei Verhaltensstörungen von kastrierten weibl. Katzen, die vorher v.a. dauerrollig waren, erscheint mir das recht logisch, weil die nun mehr Testeron haben... und bei Katern, die sehr "machohaft sind", also aggressiv und dominant, erscheint mir das auch sehr logisch,
ansonsten, bei anderen Fällen, kann ich nichts zu sagen, ob das Sinn macht oder nicht, da ich mich mit der Physiologie und Hormonhaushalt und (katzen-)psychiatrischen Aspekten zu wenig auskenne.

Natürlich könnte man auch Psychopharmaka versuchen, ist letztendlich das Gleiche wie eine Hormonbehandlung, also setzt auf derselben Ebene (körperlich) an, nur eben nicht bei den Hormonen, sondern in der Neurotransmitter-Übertragung (was letztendlich auch auf die Hormone wirkt, da das eh ein Zusammenspiel ist).
So können z.B. Sedativa psych. Stress mildern, oder Anti-depressiva den Adrenalinpegel stabilisieren und beruhigendes Serotonin (Übertragung) anregen und dadurch angst- und stresslösend wirken. Lithium soll bei Katzen auch eine gute Hilfe bei psych. Stress sein, lt. Paul Leyhausen.
Sicher bei der Behandlung von Verhaltensstörungen eine große Hilfe. Bei Menschen ist es ja auch so, dass bei Neurosen eine Therapie allein oft gar nicht hilft und die zusätzliche Gabe von Medikamenten oft sinnvoll ist, damit die Therapie überhaupt angegangen werden kann...

Leider ist die Tier-Psychiatrie (Hormon-, Psychopharmakabehandlung) und auch -Psychologie (Verhaltenstherapie) in Deutschland nicht sehr weit entwickelt (wie mir scheint) und ich weiß nicht, inwiefern TA's sich damit auskennen. Für beides bräuchten sie eine Zusatzausbildung und schon mit der Ausbildung haperts in Deutschland. Der Beruf "Tierpsychologe" oder "Tierverhaltenstherapeut" ist noch nichtmal staatlich geschützt...

Letztendlich kann man es auch erstmal mit "milderen" Mitteln versuchen (obwohl ich Psychopharmaka jetzt gar nicht so schlimm finde - nehmen inzwischen schließlich auch millionen von Menschen ein- und auch die milderen Mittel Nebenwirkungen haben können).
Homöopathisches (damit kenn ich mich aber nicht aus) oder eben BB.

Bei Unsauberkeit ist es nun aber so, dass das an sich nur eine Äußerung ein Symptom ist und man erstmal wissen muss, welches Problem sich dadurch äußert. Unsauberkeit oder Harnmarkieren kann Ausdruck allen möglichen sein.
Die häufigste Ursache für Unsauberkeit, also Harn- und Kotabsatz überall in der Wohnung oder an bestimmten Stellen ist oftmals Ausdruck von Angst und Stress, Harnmarkieren, also überall gegen pieseln um zu markieren, ist oft Ausdruck von Stress innerhalb einer Katzengruppe oder auch so psych. Stress.
Bei schon ewiger Unsauberkeit kommt aber einfach noch der Gewohnheitsfaktor hinzu, die Katze mag inzwischen psych. etwas stabil sein, aber tut es einfach aus Gewohnheit. Die Behandlungsansätze sind dann natürlich unterschiedlich.
Vor allem, wenn man z.B. BB gibt, vielleicht bei Angst, Stress, Unsicherheit, je nachdem, dann unterstützen diese vielleicht die Auflösung und den Lernprozess, aber die Unsauberkeit an sich, das gewöhnte Verhalten, muss man irgendwie wieder abgewöhnen...
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 17.04.2004 - 10:01    Titel:  

Zitat:
Armer Momo und arme Dosenöffner ... Es ist für beide Seiten schwierig und ich glaube Fee hat mit Chris noch ein gutes "Los" gezogen. Mein Gatte wäre schon längst explodiert ...


...was sehr verständlich ist. Ich hatte auch mal eine Katze, die zeitweise ein Pinkelproblem hatte. Sie hatte bevorzugt auf meine Schuhe und Schultasche gepieselt. Da es morgens manchmal stressig ist, hatte ich das nicht immer gleich gemerkt, und erst in der Schule ging von mir dann ein sehr eigentümlicher Geruch aus :evil: , vor allem, wenn ich die Schultasche öffnete. Das war extrem peinlich und demzufolge war ich sehr verärgert. Wenn Miezen auch ständig ins Bett pieseln oder auf Klamotten, kann ich den Ärger auch vollstens nachvollziehen.
Deswegen ja mein erstes posting, zum Thema Protestpinkeln. Ich finds ganz wichtig, dass man sich erstmal klar macht, dass die Katze dies aus einer Not heraus tut und niemals den Menschen ärgern will oder Rachezüge startet, im Gegenteil, grad wenn sie ins Bett oder auf Klamotten pieselt sucht sie eigentlich die Nähe und Verbindung zur Bezugsperson. Auch, wenn sie die Bezugsperson direkt anschaut und vor ihren Augen pieselt. Das pieseln oder markieren ist eine Botschaft, ein Kommunikationsmittel (Menschen würden halt reden) und niemals böse gemeint.
Ich find das wichtig, sich das zuerst klarzumachen, damit der Ärger erstmal überhaupt abflachen oder verschwinden kann. Ich widerspreche deshalb immer dem Wort Protestpinkeln, damit der Ärger des Katzenhalters sich mildern kann, denn die Katze spürt auch den nicht ausgedrückten Ärger und das verschlimmert alles nur.
Das wichtigste überhaupt ist, seinen Ärger in Mitleid und Mitgefühl umzuwandeln (und auch die Mitbewohner oder Lebensgefährten darum zu bitten), vielleicht hilft es auch sich klar zu machen, was man tun würde, wenn man ein kleines Kind hätte, das ein Bettnässer-Problem hat (und den Vergleich finde ich ziemlich passend). Auch da ist klar, dass Ärger, Ausschimpfen und strenge Erziehung gar nichts bringt.
Der erste Schritt bei der Behandlung von Unsauberkeit muss immer der Umgang mit dem eigenen Ärger sein und das man erstmal akzeptiert: gut, die Katze pieselt halt, es stinkt, ist unangenehm, bringt Arbeit (ständig putzen), aber nun ist es erstmal so.

Zitat:
Ich glaube aber auch eher, dass Momo schon so viel hat durchmachen müssen, dass es langfristig sicher nicht mehr wirklich zu einem "Sicherheitsgefühl" seinerseits kommen wird.


Und das große Problem sehe ich auch darin, selbst wenn Momo psychisch stabiler wird, die alte Gewohnheit aufzubrechen. :?

@Fee:

Da Momo ja sehr anhänglich ist (besitzergreifend?) könnte es durchaus sein, dass er tiefe Ängste in sich hat. Das viele Pieseln könnte der Wunsch nach einer noch intensiveren Bindung sein.
Man könnte also BB bei Angst und Anhänglichkeit versuchen.
Wie ist denn Momos Charakter in Bezug auf Angst?
Ist er eher unsicher, eher schüchtern, welche Stellung hat er im Revier, erschreckt er sich oft, wie verhält er sich fremden Menschen und Dingen ggü., wie geht er mit Veränderungen um, liegt er oft auf erhöhten Plätzen, geht er sicher (von der Körperhaltung her) durchs Haus... alles in allem, wie schätzt du ihn ein? Unsicher oder selbstsicher, kann er sich durchsetzen (bei den anderen Katzen)?
Und zu seiner Anhänglichkeit, wie äußert sich das genau? Ist er penetrant anhänglich, wie eine Klette, ist er stark eifersüchtig, wird er auch mal ärgerlich, wenn du dich den anderen Katzen zuwendest.
Du kannst dir auch mal die Beschreibungen zu den einzelnen BB bei Angst, Unsicherheit und Anhänglichkeit anschauen und nach Gefühl entscheiden, ob da eine Blüte zutreffen könnte (link folgt).

Viel wichtiger als die BB ist aber ein Verhaltenstraining.
Und das ist superaufwendig und von daher schwer durchführbar.
Ich würde z.B. so vorgehen (wenn das überhaupt möglich ist) Momo extrem viel zu beobachten, so dass man Situationen erwischt, wo er sich hinsetzt und lospieseln will. Diese Handlungskette muss unterbrochen werden und ihm muss eine Ersatzhandlung angeboten werden.
Hilfreich könnte ein Pieseltagebuch sein (von diesem Tipp habe ich echt schon gelesen, weiß aber nicht mehr wo, und fand das eigentlich eine prima Idee), das man sich notiert, wann genau, wo genau und bei welchen Situationen genau Momo pieselt. So kann man noch besser genau in den Situationen ansetzen.
Um eine Ersatzhandlung anzubieten, muss man erstmal überlegen, welches Gefühl ihn gerade zum pieseln bewegt. Ist es Frustration (weil er z.B. nicht raus kann) könnte man sich als Ersatzhandlung ein tolles Spiel überlegen, wo er viel in Bewegung ist und was seine Instinkte schön anfeuert (Echtfellmaus? rohes Fleisch, wenn er das kennt? halt etwas, wo er so richtig schön "abgeht", oder animieren zum rennen, klettern, springen, also viel Bewegung). Mein Gedanke der dahinter steckt ist der, das Momo eine Art Ventil erhält, wo der Frustrationsdruck abfließen kann und natürlich vom pieseln abgelenkt wird.
Ist es ein Einsamkeitsgefühl oder Angst, nicht genug zu bekommen (wenn ihn z.B. grad keiner füttert), könnte man ihn in den Moment, wo er pieseln will, zu sich holen und eine Runde ausgiebig streicheln, ein Leckerli anbieten o.ä. Natürlich geht das nicht, wenn Sonntag morgends noch alle schlafen und er vor dem leeren Futternapf sitzt und daraufhin pieselt. Aber in anderen Situationen, wo du da bist und es direkt mitbekommst, kann man ansetzen.
Das direkte Unterbinden des Pieselns, immer in Verbindung mit dem Anbieten von Ersatzhandlungen, sonst bringt das nichts, muss aber stetig und tausendmal erfolgen :? , damit es sich festsetzen kann.
Das wäre jetzt so eine Idee von mir ein Verhaltenstraining aufzubauen und die alte Gewohnheit aufzubrechen, immer mit der Überlegung, wenn die Katze (nicht ins Klo) pieselt, das sie etwas drängt und das Gefühl anders raus muss.

Weitere Ideen, die ich habe, sind nur zur Unterstützung geeignet, und bringen allein angewandt nichts.
Erstmal die Unterstützung der Nerven mit einem Vitamin B Komplex-Präparat und Lecithin. Die Anwendung von einer BB-Mischung. Viel Ablenkung durch viel Spiel. Ausführliches Loben und Leckerli oder sonstiges Besonderes, wenn er mal das Klo benutzt, so dass dieser Ort ganz angenehm für ihn wird.
Eventuell doch nochmal Umstellen der Klos, neues großes Klo (Wäschewanne), verschiedene Klos an verschiedenen Orten.
Das Einsetzen von einem Feliway-Stecker, da Pheromone beruhigend wirken. Neue Kratzgelegenheit schaffen, da kratzen auch stressabbauend wirkt.

Letztendlich dauert die Umgewöhnung und der Aufbau von Sicherheit aber ziemlich lange, darauf muss man sich einstellen.
Man kann sich auch die Hilfe einer Tierverhaltenstherapeutin holen, sofern man eine in der näheren Umgebung findet.
Wenn alles nichts hilft, kann man auch immer noch über eine medikamentelle Behandlung nachdenken, wenn man denn einen TA findet, der sich damit auskennt. Wenn du so einer Behandlung gegenüber aufgeschlossen bist, kannst du es natürlich auch schon eher probieren, ein Verhaltenstraining würd ich aber so oder so durchführen.

Mehr fällt mir erstmal nicht.
Aber vielleicht haben andere hier auch noch ein paar Ideen? Gerade was das Aufbrechen von Gewohnheiten betrifft?
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Fee



Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 17.04.2004 - 10:21    Titel:  

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Antworten und Eure Mühe für Momo, Chris und mich. :)

Das war jetzt so viel auf einmal, hoffentlich schaffe ich es, alle Eure Fragen zu beantworten.

Momo sitzt übrigens gerade hier bei mir auf dem Schoss und schnurrt mich an. :D
Als er mich letztes Jahr vor dem PC wirklich direkt angepieselt hat, war ich total entsetzt. Das war wirklich die Krönung - aber ich wusste ganz genau, wieso er das getan hat...

Bis dato war es immer so, das ich ihn weggeschoben habe, wenn ich am PC sass, damit ich in Ruhe daran arbeiten kann. Momo hat das so natürlich nicht akzeptiert und kam immer wieder hochgesprungen und immer wieder habe ich ihn weggeschickt. Bis zu dem Tag, als er wieder auf den Schreibtisch sprang. Ich dachte, er möchte schmusen, doch da dachte ich falsch. Er drehte mir den Hintern zu und pinkelte mich direkt an. Ich war so schockiert, das ich regungslos da sass. Momo hingegen nahm die Beine in die Hand und war an diesem Tag nicht mehr gesehen.
Anstatt wütend auf ihn zu sein, war ich wütend auf mich. Wie konnte ich nur so gefühllos sein und ihm immer 'wegstossen'?
Seither darf er zum Schmusen kommen wann er will, egal wo ich bin und was ich mache. (Gut es gibt von Zeit zu Zeit Ausnahmen, wo es wirklich nicht geht, aber es ist nicht mehr so, das er generell bei best. Tätigkeiten oder an best. Orten nicht mehr schmusen kommen darf.)

Mir ist sehr klar, das Momo Pinkelei mit seiner Vergangenheit, seinem Leben zusammen hängt. Er hat viel mitmachen müssen und wie ihr sagt: viele Verluste hinnehemen müssen.

Komischerweise war er schon als kleiner Kater so. Ich erinnere mich daran, als er das erste und letzte Mal in einer Katzenpension war. Er muss damals so 2 Jahre gewesen sein. Da hat er die ganzen 14 Tage nur auf einem Schrank gesessen und als wir ihn wieder abgeholt haben, war er total verstört. Damals habe ich beschlossen, das er nie wieder in eine Katzenpension muss, sondern das er Zuhause bleiben darf.

Gepieselt hat er schon vor der Kastration. Ich denke aber, das hing damals mit seinen Krankheiten zusammen. Als er Seuche/Schnupfen hatte, da liess er alles einfach laufen. Vielleicht hat sich das dann in Gewohnheit gewandelt?

Zum Thema Katzenklos: wir haben mittlerweile 4 Katzenklos und die werden zweimal täglich sauber gemacht. Das er gegen ein Katzenklo pinkelt hatten wir schon eine Ewigkeit nicht mehr. Dieser Grund sollte also behoben sein.

Was momentan viel häufiger vorkommt ist leider das Pinkel gegen unsern selbstgebauten Aquarienschrank im Wohnzimmer - und damit trifft er Chris besonders. Wieso er gegen den pieselt ist mir schleierhaft. Hier erkenne ich zum ersten Mal keinen Grund für.

Die Pinkelei gegen den Küchenschrank versuchen wir damit zu verhindern, das die Katzen Nachts nun nicht mehr in die Küche dürfen. Um seinem Unmut kund zu tun, pinkelt Momo dann eben vor die Küchentür.
Das mit dem Fressen und Hunger verhält sich so: die Kätzlis müssen nicht hungern, doch est es bei uns unmöglich, das den ganzen Tag über Futter dasteht. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, welche Futterkonkurrenz bei uns herrscht. Wenn wir Besuch haben ist mir das immer ganz peinlich, was für ein Katzenjammer die vier veranstalten, wenn es Futter gibt. Momo wird ja generell gesondert gefüttert, da er so langsam frisst.
Er pinkelt nur in die Küche, wenn er sein Futter nicht schnell genug bekommt, d.h. wenn wir am Wochenende mal länger schlafen und nicht um 6 Uhr aufstehen. Manchmal scheint er auch eínfach zu meinen, das es nun Essenszeit ist und wenn dann keiner da ist um zu füttern (wir sind ja beide berufstätig), dann wird eben in die Küche gepinkelt.

Letztendlich glaube ich auch nicht, das durch noch ein Katzenklo, mehr Futter oder ähnliches, Momo das Pinkeln aufhört. Ich glaube, das sitzt ganz tief in seinem Katzenseelchen ein Schmerz, den es zu mildern gilt.

Seit gut 10 Tagen pieselt er übrigens nicht mehr... Vielleicht liegt das daran, das Chris jetzt 2 Wochen Urlaub hatte und wir ausserdem Ostern viel Zuhause waren?

Manchmal denke ich, das Momo ein toller WG-Kater wäre. Wenn wir Besuch haben, dann tingelt er von einem zum andern um sich beschmusen zu lassen.

So nun noch zu den Therapiemöglichkeiten. Wenn ich Euch nun erzähle, das ich hier schon bei einer 'Tierheilpraktikerin' war und sage, was die mir geraten hat bzw. was sie unternommen hat, dann schnallt Euch besser gut an... :|

Als Momo mich direkt anpinkelte, war ich so verzweifelt, das ich hier zu einer Tierheilpraktikerin ging. Die hat sich Momo erstmal angeschaut und meinte, ich solle Urin nehmen und testen lassen, ob es vielleicht eine chronische Blasenentzündung sei. Darauf konnte ich ihr gleich sagen, das dies bereits mehrfach getestet wurde und mit seiner Blase, seinen Nieren und allem andern alles top in Ordnung sei und er schon seit 12 Jahren pinkele. Ich erzählte ihr, das wir vor einigen Jahren mal Ignatia verabreicht hatten und damit gute Erfolge hatten. Daraufhin gab sie mir Ignatia mit (in einer Elefantendosis!) und machte einen neuen Termin für eine Erstanamnese, falls Ignatia nicht helfen würde... eine Woche später war ich wieder bei ihr.
Nachdem sie zwei weitere Wochen später die Erstanamnese erstellt hatte, zeigte sie mir folgende Behandlungsmöglichkeiten auf:

1.) Achtung, jetzt besser hinsetzen:

In den USA ist es wohl weit verbreitet, das man Tieren, die markieren und/oder pinkeln die Geruchsnerven operativ durchtrennt. Dadurch das sie dann nichts mehr riechen haben sie auch nicht den Drang zu markieren.
Als sie mir das sagte, fiel ich fast vom Stuhl! :sad1:
Sie meinte, sie würde mir das nur der Vollständigkeithalber sagen, nicht weil sie sowas empfehle.

2.) Eine Verhaltenstherapie mit passiver Bestrafung:
Ich solle mich auf die Lauer legen und ihn auf frischer Tat ertappen und ihn dann beispielsweise mit einer Blumenspritze benässen. (Aber er pinkelt ja immer nur, wenn wir nicht da sind oder schlafen.)
Ausserdem solle ich Mäusefallen umgedreht hinstellen, natürlich gespannt. Wenn er dann irgendwo hinpinkele, dann solle die Mäusefalle zuschnappen und durch das Geräusch solle er sich erschrecken.

Ehrlich gesagt, kam diese 'Therapie' für mich niemals in Frage. Selbst wenn er sich erschrecken sollte, dann würde er sich eben eine neue Stelle zum Markieren suchen. Ausserdem empfand ich das zu gefährlich, denn bei meinen vier Rackern wäre wahrscheinlich Nedra die erste, die ihre Pfoten in der Mäusefalle eingequetscht hätte.

3.) Eine Hormontherapie in Absprache mit den TA:
Könnte helfen, wäre aber nicht ganz ohne Risiko und eben ein Eingriff in die Psyche des Tieres.

Wäre für mich nur die allerletze Möglichkeit, denn Hormonen gegenüber bin ich doch sehr skeptisch, was sicherlich auch daran liegt, das ich mich darüber noch nicht ausreichend informiert habe.

Ich würde es eben lieber mit Bachblüten & Co. probieren.

Zu der Tierheilpraktikerin bin ich dann übrigens auch nicht mehr hingegangen, denn ihre Behandlungsmethoden erschienen mir doch etwas eigenartig. Und ein homöopathisches Mittel auf gut Glück zu verabreichen ohne es auszutesten, fand ich total daneben...

Wenn Chris sich mal wieder besonders aufregt, dann sagt er immer zu Momo: "Und jetzt pinkel ich Dir mal ins Körbchen!" Doch das hat er natürlich noch nie getan und helfen würde es wohl auch nicht.

Mit Tierpsychologen habe ich übrigens noch keinerlei Erfahrung gemacht. Vielleicht könnte da jemand helfen und kann jemanden meiner Umgebung empfehlen?
Oder habt Ihr Literaturtips für mich? Evtl. kann ich Momo einfach zeigen, das er nun keine Angst mehr haben muss, das er verlassen oder nicht geliebt wird. Das sage ich ihm zwar oft, aber an seiner Stelle würde ich auch nichts mehr glauben.

Hoffentlich habe ich jetzt nicht eine Eurer Fragen/Anmerkungen vergessen... Falls doch, bitte nochmal fragen. :D

Sonnige Grüsse
Fee & Momo, der gerade putzenderweise auf einem der Aquarien liegt
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 17.04.2004 - 10:24    Titel:  

....
hier noch die altbekannten Bachblüten-Seiten zum nachlesen über die Blüten (wobei nicht jedes Wort wortwörtlich genommen werden sollte, sondern zwischen den Zeilen versuchen eine Tendenz zu erkennen, wo die jeweilige Blüte helfen könnte):

http://www.staszullis.gmxhome.de/infos/bachblueten/fragebogen.htm

http://members.teleweb.at/jkg.s/die38.htm

http://www.bachblueten2000.de/bachblueten2000/

Folgende Blüten wären vielleicht ganz interessant (zum durchlesen):
Aspen, Beech, Centaury, Cerato, Chestnud Bud, Chicory, Gentian, Heather, Impatiens, Larch, Mimulus, Pine, Red Chestnud, Rock Rose, Scleranthus, Water Violet, White Chestnud.
Am besten erst hier lesen:
http://members.teleweb.at/jkg.s/die38.htm

Star of Betlehem passt sowieso, das ist schon klar.
(Re-orientierung bei allen Katzen, die einmal traumatische Erlebnisse hatten)
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Fee



Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 17.04.2004 - 10:28    Titel:  

Hallo Anja,

vielen Dank für die Links. Da habe ich ja am Wochenende einiges zu lesen. :D

Liebe Grüsse
Fee
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 17.04.2004 - 10:45    Titel:  

Hallo Fee,

Fee schrieb:
Wenn ich Euch nun erzähle, das ich hier schon bei einer 'Tierheilpraktikerin' war und sage, was die mir geraten hat bzw. was sie unternommen hat, dann schnallt Euch besser gut an... :|


Eben, es ist furchtbar schwer in Deutschland eine gute Tier-Verhaltenstherapeutin zu finden, die das studiert hat, und zwar nicht an einer "sektenähnlichen Privatschule" (diesen Ausdruck habe ich aus einem Artikel in "our cats", wo es über den Beruf und Ausbildung Tierpsychologe ging).
Es gibt soweit ich bisher weiß, so eine Ausbildung in D gar nicht, inzwischen kann man wohl ein internationales Studium machen (master), darüber weiß ich noch nichts genaues.
(Ich hatte ja mal überlegt, Tierpsychologin zu werden...scheiterte letztendlich an Kostengründen.)
TA's können eine Zusatzausbildung machen im Bereich Psychiatrie, was Psychologier betrifft, weiß ich auch nicht inwiefern das in D momentan geregelt ist.

So kommt es, dass viele, die sich Tierpsychologe oder Tierverhaltenstherapeut nennen, gar nichts studiert haben, der Begriff ist in keinster Weise geschützt.

Man kann dann noch auf THP zurückgreifen oder TA's, die ganzheitlich behandeln, aber man weiß eben nicht, wieviel sie von Tierpsychologie (Ethologie) und Verhaltenstherapie wissen. Oft bleibt es dann bei homöopathischer oder BB-Behandlung, was ich persönlich als alleinige Methode nicht ausreichend finde.

Ich suche dir gleich noch einen link raus, von einer Vereinigung von TA's die ganzheitlich behandeln (mit Adressenliste), vielleicht ist einer in deiner Nähe und es wäre nochmal ein Versuch. Aber ich denke, mit deiner TA, die ja auch mit Blüten und homöopathisch behandelt, hast du so eine schon gefunden.
Vielleicht kannst du sie auch mal fragen, ob sie einen Tier-Psychologen kennt und dich überweisen kann.

edit: hier der link:
http://www.ggtm.de/100_ggtm_mit.htm

Buchtipps habe ich hier im Forum schon eine Menge geschrieben (glaub unter "Katzenseele" oder "Leyhausen bei ebay".
Die Bücher sind aber nicht wissenschaftlich und dementsprechend nur oberflächlich (ala Tierpsychologie im Alltag") aber dennoch lesenswert.

nochmal edit: nicht "Katzenseele" oder "Leyhausen bei ebay" wars, sondern "Katzenseele bei ebay" :lol: :

http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?t=2126&highlight=leyhausen

Den link zur Internetseite von S.Schroll, die eine studierte Tierverhaltenstherapeutin ist (auch Tierärztin), habe ich ja schon gepostet.
Leider sind die Adressen dort alle aus Östereich.

und zum letzten mal edit :wink: :
Das könnte dich vielleicht auch interessieren:
http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?p=19789#19789
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 17.04.2004 - 11:25    Titel:  

Hallo Fee,

unsere TA hat mir erzählt, dass sie mit Momo gerne mal eine ESA (Emotionale Stressablösung) machen würde (sowas ähnliches wie "reden mit Tieren"). Allerdings braucht sie da wohl Dich und Momo dazu und es ist teuer (75 Euro).

Hast Du vielleicht mal überlegt, ob nicht jmd. mal versuchen könnte mit Momo zu reden (hier brauche ich nun Kathy, denn die LInks liegen bei mir auf der Arbeit). Das kostet zwischen 20 und 30 Euro. Ich hätte Dir auch eine Bekannte empfohlen, allerdings beschränkt sich ihre "Gabe" auf tote Tiere ...

Ein Versuch wäre das "Reden" ja. Das geht auch telefonisch (mit einem Bild von Momo).

Wenn Du mehr wissen willst, kann dir Kathy mal die Links schicken (bzw. hier einstellen).

Kaaaaathy, kannst Du mal die Links einstellen?

Liebe Grüsse
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Kathy



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: 17.04.2004 - 14:05    Titel:  

Hups, da bin ich im Garten, bin am Buddeln und richte gerade einen STeingarten ein, da höre ich es laut und deutlich rufen :wink:
Bitteschön, hier sind sie:
http://www.tier-kommunikation.de/kommunikator.htm

http://www.tier-kommunikation.de/termine%20karina.htm
http://www.tierfluesterer.de
www.tiergespräche.de

@ Simone: die Links hab ich dir jetzt ebend auch noch mal nach Hause geschickt...
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 17.04.2004 - 14:27    Titel:  

Hallo,

@Kathy, Danke!

@Fee
Kathy schrieb:
http://www.tier-kommunikation.de/kommunikator.htm
http://www.tier-kommunikation.de/termine%20karina.htm
[url]http://www.tiergespräche.de[/url]


Kurze Erklärung: der Link "Tiergespräche" führt zu Christine Tetau. Dort habe ich einen Kurs gemacht im Februar zum Thema Tierkommunikation.

Bei den anderen Links habe ich die Empfehlung für Karina Heuzeroth von einer Bekannten aus der 7KL bekommen.

Zur Tierflüsterin Andrea Frankone kann ich nicht viel sagen (da hab ich eher negatives gehört, aber wenn man in ihr Gästebuch sieht, liest man auch gutes).

Liebe Grüsse
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neckarhex
Gast





Verfasst am: 17.04.2004 - 21:03    Titel:  

Huhu,

wie sieht es denn ergänzend aus mit "körperlichen" Anwendungen wie TTouch und Reiki, um mitzuhelfen etwas gegen seine Ängste zu tun?
Leider kann ich sonst nichts beisteuern, und habe mit diesen beiden auch keine Erfahrung, nur insgesamt viel Positives davon gehört und gelesen.

Viele Grüße,

Harriet
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Fee
Gast


Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 19.04.2004 - 09:48    Titel:  

Hallo Zusammen,

ach herrje, jetzt habt ihr mich ja kräftig mit Links und Tips gefüttert. :D

Vielen lieben Dank. Da werde ich wohl ein bisschen Zeit brauchen, um mir das alles anzuschauen.

Zu den einzelnen Postings melde ich mich im Laufe des Tages.

Viele Grüsse
Fee
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Fee
Gast


Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 19.04.2004 - 14:53    Titel:  

Hallo Anja,

da ich jetzt hier schon den Überblick verliere, schreibe ich einfach immer passagenweise. :D

UrmelMurmel schrieb:

Tja, leider hört sich das mit der Pieselei nicht gut an, da Momo das von Anfang an wohl tat und nun ist er ja auch schon ein Opi und Umgewöhnung entsprechend schwierig :? .
Außerdem hatte er Phasen extremer Vernachlässigung in seinem Leben, sowas prägt ja auch enorm, baut Ängste (Verlassenheitsängste, Existenzängste, wenn Katze vorher bei Menschen lebte und plötzlich vor die Tür gesetzt wird)) auf und bringt ein labiles Verhalten (also starke Reaktion --> z.B. Pieseln bei Irritationen).

Ja, das sehe ich genauso. Deswegen versuche ich auch möglichst viel Verständnis für Momo aufzubringen. Manchmal fällt das zugegebenermassen schwer, aber er hat es mehr als nur verdient, das sein Leben jetzt in 'geordneten' und sicheren Bahnen verläuft.

UrmelMurmel schrieb:
Was ich zuerst mal loswerden möchte (und womit ich schon oft angeeckt bin, ist aber gar nicht bös von mir gemeint):
Das Wort Protestpinkeln finde ich immer sehr unangebracht (ich meine jetzt aber nicht dich, Fee, sondern generell :wink: ), da Katzen ja nicht aus Boshaftigkeit pinkeln oder um etwas zu erreichen, sich also keinen Plan machen, sondern aus Irritation pinkeln.

Mh, 'Protestpinkeln' finde ich jetzt ehrlich gesagt kein schlimmes Wort. Mir ist schon klar, das er das nicht einfach nur so macht, sondern dafür schon einen Grund hat. Als 'Protest' würde ich es dann z.B. bezeichnen, wenn er mir durch sein Pinkeln ganz klar zeigt, was ihm missfällt - also protestiert. So hätte ich das hergeleitet.
Wenn Momo z.B. von innen gegen die geschlossene Haustür pinkelt, dann protestiert in meinen Augen dagegen, das diese Tür nun geschlossen ist.

UrmelMurmel schrieb:
Interessant ist auch, dass er auch pieselt, wenn ihn mal keiner gefüttert hat. Wenn ich so lese, wie er eine Zeitlang vernachlässigt wurde, er war ja auch sehr abgemagert, ist das eigentlich kein Wunder. Gefühle sind ja an Erinnerungen gekoppelt, und wenn er Hunger hat und da ist grad niemand der ihn füttert, können durchaus alte Ängste hochkommen.

Ja, die letzten Monate seines Italienurlaubs haben seine Pinkelei sicherlich weiter negativ Begünstigt.
Das er sich beim Füttern immer grausig aufführt, kann ich voll und ganz verstehen. Das würde jeder Mensch, der fast verhungert ist, sicherlich auch tun.
Meine TA in Hessen hat auch schonmal homöopath. Mittel für ihn ausgetestet, die für Probleme mit der Vergangenheit stehen.
Momo hat da sicherlich noch ganz viel zu verarbeiten und das wird auch noch eine lange Zeit dauern. Ich möchte ihm dabei bestmöglich helfen.

UrmelMurmel schrieb:
Ein großes Problem hat man natürlich, wenn das schon das ganze Leben so geht und die Pieselei quasi zum Automatismus geworden ist, der sich über lange Zeit aufgebaut hat und fest sitzt.
Da braucht man wohl sehr viel Geduld, wenn man es überhaupt noch schafft, das Abzugewöhnen :? .

Geduld habe ich - ne ganze Menge sogar.
Unser Putzsortiment wurde bereits um einen extra Wischmop für Katzen (also eigentlich für Momo) erweitert und unser Verschleiss an Zewa und Toilettenpapier ist auch merklich gestiegen. :wink:

UrmelMurmel schrieb:
Bachblüten können, wenn überhaupt, nur unterstützend wirken, Blütenessenzen können ja keine Verhaltensänderung bewirken,
man kann vielleicht mit BB und Homöopathie eine zeitweilige Beruhigung der Seele bewirken, aber ob das direkt auf das Pieselverhalten einwirkt ist auch fraglich.
Zur Unterstützung verhaltenstherapeutischer Maßnahmen sind BB aber gut.

Genau darauf hatte ich gehofft. :D
Ich habe die Hoffnung, das BB Momo mental etwas festigen und ihm helfen besser zu verarbeiten.

Viele liebe Grüße
Fee
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Fee
Gast


Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 19.04.2004 - 15:12    Titel:  

Hallo liebe Anja,

weiter gehts mit dem nächsten Post:

UrmelMurmel schrieb:
Wie ist denn Momos Charakter in Bezug auf Angst?
Ist er eher unsicher, eher schüchtern, welche Stellung hat er im Revier, erschreckt er sich oft, wie verhält er sich fremden Menschen und Dingen ggü., wie geht er mit Veränderungen um, liegt er oft auf erhöhten Plätzen, geht er sicher (von der Körperhaltung her) durchs Haus... alles in allem, wie schätzt du ihn ein? Unsicher oder selbstsicher, kann er sich durchsetzen (bei den anderen Katzen)?

Momo ist eigentlich ein sehr selbstbewusster und selbstsicherer Kater. Er erschreckt sich in der Regel nicht und geht auf fremde Leute immer sehr vertrauensvoll zu.
Als er nach seinem Italienaufenthalt bei uns in der Wohnung aus dem Katzenkorb kletterte, ist mir die Kinnlade so richtig runtergeklappt. Er hat in aller Seelenruhe die ganze Wohnung inspiziert, nebenbei wurden Nedra und Filou gleich mal verkloppt um klarzustellen, wer das Sagen hat und als er seinen alten Katzenbaum entdeckte, hat er den erstmal vereinnahmt. Es war so nach dem Motto: "Hallo Frauchen, hier bin ich! Ah, und da ist ja mein Kratzbaum, prima. Und wer sind die? Gleich mal zeigen, wer die Hosen an hat!"

Die einzige Situation, in der er wirklich ängstlich ist und mit geducktem Kopf und Hängebauch über den Boden durch die Wohnung schleicht ist folgende:
wenn Momo den Raum verlässt, schleiche ich mich oft hinterher um zu schauen, ob er aufs Katzenklo geht oder wo hinpinkelt. Wenn er in alle Kaklos reinschaue und sich denn unverrichteter Dinge weiter Richtung Haustür geht, gehe ich hinterher und lass ihn raus. In dem Moment, wo er sieht, das ich hinter ihm bin, kriegt er fast Panik.
Ehrlich gesagt weiss ich gar nicht wieso, denn ich rede freundlich mit ihm und biete ihm an, raus zu gehen...

UrmelMurmel schrieb:
Und zu seiner Anhänglichkeit, wie äußert sich das genau? Ist er penetrant anhänglich, wie eine Klette, ist er stark eifersüchtig, wird er auch mal ärgerlich, wenn du dich den anderen Katzen zuwendest.

Penetrant anhänglich ist er nur nachts im Bett... da sieht er ganz und gar nicht ein, wieso Mitten in der Nacht jetzt keiner mit ihm schmusen will. Tagsüber ist es eher so, das er beleidigt ist, wenn man ihn nicht entsprechend krault und verzieht sich dann wieder.
Bzgl. der anderen Katzen ist er schon eifersüchtig - aber das sind sie alle vier. Wenn Momo z.B. bei mir liegt und schmust und eine der anderen Katzen kommt daneben gehüpft, verzieht Momo sich. Auch wenn man ihn dann zurückruft, ist nichts mehr zu machen. Dann will er einfach nicht mehr.

UrmelMurmel schrieb:
Viel wichtiger als die BB ist aber ein Verhaltenstraining.
Und das ist superaufwendig und von daher schwer durchführbar.
Ich würde z.B. so vorgehen (wenn das überhaupt möglich ist) Momo extrem viel zu beobachten, so dass man Situationen erwischt, wo er sich hinsetzt und lospieseln will. Diese Handlungskette muss unterbrochen werden und ihm muss eine Ersatzhandlung angeboten werden.
Hilfreich könnte ein Pieseltagebuch sein (von diesem Tipp habe ich echt schon gelesen, weiß aber nicht mehr wo, und fand das eigentlich eine prima Idee), das man sich notiert, wann genau, wo genau und bei welchen Situationen genau Momo pieselt. So kann man noch besser genau in den Situationen ansetzen.
Um eine Ersatzhandlung anzubieten, muss man erstmal überlegen, welches Gefühl ihn gerade zum pieseln bewegt. Ist es Frustration (weil er z.B. nicht raus kann) könnte man sich als Ersatzhandlung ein tolles Spiel überlegen, wo er viel in Bewegung ist und was seine Instinkte schön anfeuert (Echtfellmaus? rohes Fleisch, wenn er das kennt? halt etwas, wo er so richtig schön "abgeht", oder animieren zum rennen, klettern, springen, also viel Bewegung). Mein Gedanke der dahinter steckt ist der, das Momo eine Art Ventil erhält, wo der Frustrationsdruck abfließen kann und natürlich vom pieseln abgelenkt wird.

Das mit dem Verhaltenstraining ist eine gute Idee - scheitert aber mit hoher Wahrscheinlichkeit daran, das sich dann nicht nur Momo ablenken lässt, sondern auch die drei anderen Kätzlis worauf Momo sich wieder zurückzieht, weil ihm das dann einfach zu viel wird.

Zweites Problem: er pieselt zu 80% wenn wir entweder nicht da sind, oder schlafen. :(

UrmelMurmel schrieb:
Ist es ein Einsamkeitsgefühl oder Angst, nicht genug zu bekommen (wenn ihn z.B. grad keiner füttert), könnte man ihn in den Moment, wo er pieseln will, zu sich holen und eine Runde ausgiebig streicheln, ein Leckerli anbieten o.ä. Natürlich geht das nicht, wenn Sonntag morgends noch alle schlafen und er vor dem leeren Futternapf sitzt und daraufhin pieselt. Aber in anderen Situationen, wo du da bist und es direkt mitbekommst, kann man ansetzen.

Das mit dem Streicheln ist eine gute Idee. Werde ich mal ausprobieren. :D

UrmelMurmel schrieb:
Ausführliches Loben und Leckerli oder sonstiges Besonderes, wenn er mal das Klo benutzt, so dass dieser Ort ganz angenehm für ihn wird.
Eventuell doch nochmal Umstellen der Klos, neues großes Klo (Wäschewanne), verschiedene Klos an verschiedenen Orten.
Das Einsetzen von einem Feliway-Stecker, da Pheromone beruhigend wirken. Neue Kratzgelegenheit schaffen, da kratzen auch stressabbauend wirkt.


Wenn er vom Katzenklo kommt, bekommt er jedesmal ein dickes Lob und natürlich Leckerli - gesetzt den Fall ich kriege das mit.
Noch mehr Klos oder die Klos an anderen Orten geht leider nicht. Da ist der Platz nicht da.
Von den Feliway-Steckernn habe ich schon gehört. Bin aber selbst noch nicht auf die Idee gekommen, die zu nutzen. :oops: Ein guter Tip. Danke!

Ja und Kratzgelegenheiten... da haben sie wirklich nicht viel und wenn ich sehe, was Du Deinen Katzen alles bietest, muss ich wohl mal umdenken. Hab die Fotos von Dir schon ausgedruckt und werde sie Chris mal präsentieren. :wink:

Vielen lieben Dank für die tollen Tips! :D

Liebe Grüße
Fee
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Fee
Gast


Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 19.04.2004 - 15:17    Titel:  

Hallo Simone,

Catgirly schrieb:
unsere TA hat mir erzählt, dass sie mit Momo gerne mal eine ESA (Emotionale Stressablösung) machen würde (sowas ähnliches wie "reden mit Tieren"). Allerdings braucht sie da wohl Dich und Momo dazu und es ist teuer (75 Euro).

Hast Du vielleicht mal überlegt, ob nicht jmd. mal versuchen könnte mit Momo zu reden (hier brauche ich nun Kathy, denn die LInks liegen bei mir auf der Arbeit). Das kostet zwischen 20 und 30 Euro. Ich hätte Dir auch eine Bekannte empfohlen, allerdings beschränkt sich ihre "Gabe" auf tote Tiere ...

Ein Versuch wäre das "Reden" ja. Das geht auch telefonisch (mit einem Bild von Momo).

Das hatte ich irgendwie schon ganz verdrängt... :oops:
Und deswegen habe ich unserer TA gleich mal eine Mail geschrieben, ob sie dazu momentan Zeit und Kraft hat. Danke für's erinnern. :D

Mit Momo einfach mal per Foto zu reden hat unsere TA schonmal versucht. Und Momo zeigte sich sehr unkooperativ - hatte absolut keine Lust zu reden. :(

Mal schauen, vielleicht klappts ja mit der ESA. (Als Termin habe ich mal das erste Maiwochenende vorgeschlagen - ganz uneigennützig natürlich im Hinblick auf das Forentreffen... :wink: )

Viele Grüße
Fee
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Fee
Gast


Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 19.04.2004 - 15:19    Titel:  

Kathy schrieb:
Hups, da bin ich im Garten, bin am Buddeln und richte gerade einen STeingarten ein, da höre ich es laut und deutlich rufen :wink:
Bitteschön, hier sind sie:
http://www.tier-kommunikation.de/kommunikator.htm

http://www.tier-kommunikation.de/termine%20karina.htm
http://www.tierfluesterer.de
www.tiergespräche.de

@ Simone: die Links hab ich dir jetzt ebend auch noch mal nach Hause geschickt...


Vielen lieben Dank, Kathy. :D

Einen Steingarten wollte ich im letzten Jahr auch anpflanzen, bzw. ich habe das sogar... Leider wählten die Katzen meinen neuen Steingarten als ihren neuen 'Wildwechsel' aus. Das was sie noch stehen liessen, überfielen die Schnecken... :(

Viele Grüße
Fee
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Fee
Gast


Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 19.04.2004 - 15:20    Titel:  

Catgirly schrieb:

Kurze Erklärung: der Link "Tiergespräche" führt zu Christine Tetau. Dort habe ich einen Kurs gemacht im Februar zum Thema Tierkommunikation.


Hallo Simone,

ui, da interessiert es mich natürlich, wie es war und ob Du den Kurs weiterempfehlen kannst. Musst Du mir unbedingt mal genauer erzählen. :D

Danke für die Erklärungen zu den Links!

Viele Grüße
Fee
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Elke-030
Gast


Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 20.04.2004 - 08:47    Titel:  

Hallo Fee, Hallo Anja,

im 2. Buch von Sabine Schroll "Aller guten Katzen sind....?" ist hinten ein Link für Deutschland enthalten, wo man sich mit Problemen hinwenden kann, die Gesellschaft für Tierverhaltenstherapie: www.gtvt.de

Liebe Grüße
Elke
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Fee
Gast


Anmeldungsdatum: 14.04.2004
Beiträge: 322
Wohnort: Tuningen

Verfasst am: 20.04.2004 - 09:11    Titel:  

Hallo Elke,

danke für die Info. :)

Viele Grüße
Fee
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