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Unsere erste Rassekatze
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Anonymous
Gast





Verfasst am: 17.04.2004 - 22:58    Titel: Unsere erste Rassekatze  

Hallo zusammen,

hier möchte ich Euch mal meine Beweggründe zum Kauf unserer ersten Rassekatze, nämlich Maya :love4: , erzählen.

Mit Sita (schwarze Haushatze, lebt seit gut 12 Jahren bei mir, zugelaufen) habe ich damals ja einen "Wildfang" gemacht. Sita hatte einen Freiheitsdrang ohne Ende, meine damalige Wohnung lag am Ortsende, Felder und Wälder rundherum. Also durfte sie die Freiheit genießen.

Seit knapp 6 Jahren lebe ich nun hier in Hessen, mit Klaus zusammen. Auch hier, in diesem Ort, bietet sich der Freigang für Katzen an. In fast jedem Haushalt hier in der Nachbarschaft leben Freigänger. Also durfte auch Sita hier von Beginn an raus.

Unsere Vermieter besitzen selber eine schwarze Hauskatze, Sina. :lol:
Das Haus ist komplett mit Katzenklappen versehen, und der Freigang gefiel Sita auch hier sofort sehr gut. Dominant wie sie ist, hatte sie hier bald alles "unter Kontrolle", selbst die Dogge schräg gegenüber.

Leider aber auch unsere Vermieterkatze Sina... Sita brach oben bei den Vermietern durch die Katzenklappe ein und verprügelte Sina in deren Revier. :evil: Sina wurde daraufhin immer ängstlicher, kein Wunder. Tolerant, wie unsere Vermieter so sind, begannen wir zunächst eine Therapiestunde pro Woche mit unseren Katzen. Samstags trafen wir uns mit Decken behangen in unserem gemütlichen Kellergang, die Vermieter und wir und natürlich die Hauptakteure Sita und Sina. Sita wirkte immer sehr souverän und ignorierte Sina während der Therapiestunden vollkommen, Sina verkroch sich in den Bücherregalen, ja, die stehen hier auch im Keller....

Tja, und kaum waren beide wieder in der Freiheit, bezog Sina von unserer Sita Dresche. Irgendwann ist unseren Vermietern dann der Kragen geplatzt, verständlich. Sita hatte von heute auf morgen Stubenarrest, die Katzenklappe wurde zugenagelt.

Einer Katze, die zu dem Zeitpunkt 8 Jahre lang Freigängerin gewesen ist, diesen zu verwehren, ist mehr als schlimm. Sita kann ja Türen öffnen, also mußten wir uns trotz hochgestellter Türklinke immer einschließen. Sita weinte Tag und Nacht... :cry:

Und dann hatten wir DIE Idee - wir müssen unbedingt Gesellschaft für Sita besorgen. Aber welche? Zu Sita, vor der die Nachbarsdogge kuscht....
Mir war klar, das muß ein Kitten sein (Beschützerinstinkt und Babybonus) und mir war auch klar, daß dieses Kitten völlig unbefangen sein sollte. Vor Sita hatte ich eine halbechte Russisch-Blau und schon viel über diese Rasse gelesen. Also habe ich Klaus mit meiner Idee infiziert... :lol:

Der Plan ging auf! Maya (Russisch-Blau) kam mit gut 12 Wochen zu uns und lebte sich erstaunlich schnell ein. Es war deutlich zu merken, daß sie aus einer guten Zucht kam, sie war Sita gegenüber einfach nur natürlich und "kittenhaft". Und genau zu diesem Zeitpunkt habe ich für mich persönlich erkannt, was eine gute Zucht ausmacht.

Damit möchte ich ausdrücken, was manche Menschen zum Kauf einer Rassekatze bewegen kann. Eine Katze aus dem TH mit vielleicht schon schlechten Erfahrungen, egal welcher Art, hätte ich ein Leben mit unserer "Chefin" nicht zumuten wollen.

Jetzt lebt Sita hier zusammen mit zwei Russisch-Blau Damen´in der Wohnung incl. eingezäunter Terrasse, und den Freigang vermißt sie nicht mehr, denn als Chefin gibt es hier genug zu tun! :lol:

So Ihr Lieben, das ist jetzt ein Roman geworden. :lol:

Liebe Grüße,
Iris
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neckarhex
Gast





Verfasst am: 16.05.2004 - 12:24    Titel:  

Liebe Iris,

das ist schön beschrieben :D . Ich versteh gar nicht daß ich den Beitrag bisher komplett überlesen habe :scratch: - erst jetzt, wo es seit eurer Abreise im Forum erstaunlich still geworden ist und ich etwas tiefer grabe, habe ich ihn gefunden.

Wie seid ihr denn dann zu Billie gekommen, bzw. was war der Grund für Nummer drei?

Viele Grüße,

Harriet
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chicken
Gast


Anmeldungsdatum: 14.08.2008
Beiträge: 205
Wohnort: Kerpen

Verfasst am: 16.08.2008 - 12:43    Titel:  

Ich erzähle euch jetzt auch einfach mal, wie wir zur ersten Rasse-Katze gekommen sind.
Da ich sehr tierlieb bin und alle Tiere, unabhängig der edlen Herkunft sehr mag, war die erste Katzen-Gesellschaft, die bei mir einzog ein kleines Bauernhof-Kitten. Sie wurde Baby getauft (weil sie soooo winzig war!) und sollte eine reine Wohnungskatze werden. Freigang war schwierig bzw. nicht möglich. Obwohl ich eine Erdgeschoss-Wohnung hatte, gab es keinen direkten Zugang zur Wohnung. Der Keller stand auch nicht zur Debatte, da es sich um ein Zweifamilienhaus handelte und die Nachbarn einen süßen Husky hatten, der nichts lieber tat, als die Nachbarskatzen zu jagen.. Außerdem gab es ca. 100m weiter eine Umgehungsstrasse, die von den ortsansässigen Jugendlichen gerne als Rennstrecke genutzt wurde und auf der sehr regelmäßig Katzen überfahren wurden. Dieser und anderen Gefahren wollte ich meiner Baby nicht aussetzen.
Da sie aber vom Bauerhof kam, hatte sie schon einen sehr ausgeprägten Freiheitsdrang, den sie in meiner 60qm Wohnung auf die unterschiedlichste Art und Weise auslebte.. Sie verbreitete 10 Jahre lang Chaos, bis sie altersbedingt ruhiger wurde und wir außerdem in eine viel größere Wohnung umzogen.
Mich, als ihre Bezugsperson, liebte sie von Anfang an heiß und innig (schmeichel!) und ich sie natürlich auch, aber alle anderen Menschen, mußte ich vor ihr und ihrem unberechenbaren Verhalten warnen.
Sie haute nach meiner Mutter und kratzte grundlos meine besten Freunde.. schäm. Respektiert wurde nur, wer sie völlig in Ruhe ließ.
Soweit konnte ich damit eigentlich leben, bis mein jetziger Mann in mein Leben trat und einen kleinen Sohn mit in die Beziehung brachte.
Der Kleine (Simon) war damals drei Jahre alt und Baby von Anfang an tierisch eifersüchtig. Es folgten eine Menge Probleme und unschöne Situationen. Irgendwann hatte Baby ihre Hemmschwelle überwunden und ging zu Angriffen über.. Es war furchtbar, wir hatten Augen zu wenig.
Als sie ihn irgendwann im Gesicht einen Kratzer verpasst hat, ist mir total der Kragen geplatzt.Ich hab sie im Nacken gepackt, angebrüllt und danach zwei lange Tage lang nicht mehr beguckt. Das war schlimm für sie, für mich übrigens auch.. es brach mir das Herz, als sie um meine Aufmerksamkeit gebettelt hat und ich sie links liegen gelassen habe. Aber anders wußte ich mich einfach nicht mehr zu helfen. Ich MUSSTE Baby klar machen, daß es so einfach nicht weitergeht.
Mit der Methode hatte ich dann auch Erfolg. Als wir uns wieder vertragen haben, hat sie nicht vergessen was passiert war und fortan wurde Simon ignoriert und nicht mehr attackiert..
Heute hat sie sich so an ihn gewöhnt, daß sie sogar gut miteinander auskommen. Simon ist jetzt 10 Jare alt und hat nie aufgegeben und immer Kontakt zu Baby gesucht.
Sie spielen sogar miteinander, freu! Da wir noch eine zweite ganz liebe Hauskatze haben, war Simon auch nicht Katzen traumatisiert. Er wußte, es sind nicht alle so wie Baby.
Jetzt kamen wir an einen Punkt (eigentlich kam ICH an den Punkt und überredete meinen Mann..) uns zu überlegen eine dritte Katze ins Haus zu holen.
Das jede Katze einen eigenen Charakter hat und man dabei Glück oder auch Pech (Kampfkatze) haben kann, wußte ich, aber bei unserem Neuzuwachs wollte ich das Risiko eine menschenfeindliche oder überängstliche Katze zu bekommen, möglichst gering halten.
Ich wollte einfach nicht mehr meinen Besuch vor der Katze warnen müssen und einen Spielkameraden für Simon haben.
So kam ich auf verschiedene Rassekatzen, die als gesellig, menschbezogen und kinderfreunlich bekannt waren.
Ich sah mir Heilige Birmas, Ragdoll und Maine Coons im Netz an und las sehr viel über diese Tiere.
Von allen Dreien war ich sehr begeistert (ich bevorzugte auch keine der Rassen). Beim Blick in die Privaten Kleinanzeigen, stellte sich dann heraus, daß Birmas u. Ragdolls wesentlich seltener angeboten wurden und größtenteils nur vom Züchter mit Papieren.
Darauf legte ich keinen großen Wert. Eine Wohnzimmeraufzucht von einer sympatischen Familie reichte mit völlig als Referenz.
Die Maine Coons stellten sich als sehr weit verbreitet heraus und es gab eine riesen Auswahl. Ich rief bei einer Frau an, die ihre Coonie Dame hat decken lassen und die Kitten im Wohnzimmer aufzog. Das klang nach sympatischer Familie. Wir bekamen schnell einen Besichtigungstermin.
Nach einer sehr kurzen Zeit beschlossen wir den Kleinen zu nehmen. Ich führte mit der Coonie-Besitzerin noch ein sehr langes Gespräch über alles mögliche, was wir beachten sollten und erfuhr eine ganze Menge Neues über die Rasse.
Vier Wochen später zog Rumo, unsere erste Rassekatze bei uns ein.
Wir (einschließlich aller Freunde und Familie) waren sofort total begeistert von ihm und seinem charmanten, freundlichen Wesen!!
Die Begeisterung von Baby und Angie hielt sich anfangs schwer in Grenzen.. Das ist aber ja völlig normal, wenn ein Neuer einzieht.
Es dauerte ein paar Wochen, dann näherten sich, auf Rumos Drängen hin, die beiden Damen langsam dem kleinen Wildfang an.
Heute nach einem Jahr ist es so, als wäre Rumo schon immer dagewesen. Alle drei verstehen sich (trotz des großen Altersunterschiedes) prima!!
Ich bin froh, daß wir es getan haben!
..und ich würde es auch wieder machen. Wenn die gute Versorgung der Fellnasen, nicht auch noch einen gewissen Kostenfaktor mit sich bringen würde, hätten wir auch noch ein Birmchen oder ein Ragdoll ins Haus geholt!
So bleiben wir erst mal bei Dreien (..vielleicht überrede ich meinen Mann noch, weil Geld ja nicht alles ist, im Leben..grins!)

Das war die Geschichte, wie wir zur ersten Rassekatze gekommen sind!
Ich hoffe sie gefällt euch (und ist nicht zu lang geworden...)
LG Michaela & ihre Rasselbande
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weide202
Gast


Anmeldungsdatum: 04.08.2006
Beiträge: 417
Wohnort: Niddatal

Verfasst am: 17.08.2008 - 11:23    Titel:  

@Michaela
eine sehr schöne Geschichte. Auch nicht zu lang :D
Ich finde es toll, daß sich alle drei nun so gut verstehen.
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