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Ab wann Gedanken machen wegen der Leber?
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 29.04.2004 - 13:21    Titel: Ab wann Gedanken machen wegen der Leber?  

Hallo Ihr,

also man sollte Katzen ja nicht hungern lassen (ich gehöre auch zur Fraktion die glauben, Katzen verhungern sehr wohl vorm vollen Fressnapf). Nun ist es aber so, dass Grisu nicht mehr frisst. Aber es ist eindeutig Mäkeligkeit. Dass er überhaupt was zum Verdauen hat, bekommt er morgens und abends dann wenigstens je 5 Stück California Natural TroFu (aber erst eine halbe Stunde nach der Fütterung). Also er muss ja Hunger haben wie ein Wolf, er geht mit runter, er riecht dran und dreht ab. Ich werde nicht alle NaFu-Sorten ausprobieren. Denn heute frisst er die Dose, morgen nicht.

Ich habe eher den Eindruck es hat was mit der Rohfütterung zu tun.

Aber das alles ist nicht mein Hauptthema, sondern eher: Wenn Katzen hungern (und da können auch wohl 24 Stunden schon zuviel sein) können sie ja krank werden und die sog. Fettleber bekommen, die meines Wissens auch nicht mehr wirklich reparabel ist. Gilt das aber nur, wenn sie gar nichts fressen oder kann ich ihn mit 10 Stück TroFu am Tag davor bewahren?

Liebe Grüsse
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Anonymous
Gast





Verfasst am: 29.04.2004 - 13:27    Titel:  

Hallo Simone,

ohne jetzt zu suchen und ohne Quelle - mein Gedächnis sagt mir, daß es an dem dritten Tag diesbezüglich gefährlich werden kann. Darum habe ich Billie damals auch am 3. Tag wieder mit TroFu gefüttert.

Quellen kann ich später noch raussuchen, vielleicht hat auch noch jemand anderes etwas parat.

Liebe Grüße an den kleinen Grisu,
Iris
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 29.04.2004 - 13:35    Titel:  

In den 7KL schrieb Jeanette vor ein paaar Tagen, dass durchaus auch 24 Stunden genügen können um Schaden anzurichten ....

Liebe Grüsse
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Anonymous
Gast





Verfasst am: 29.04.2004 - 13:43    Titel:  

Huhu Simone,

das hängt sehr stark vom Körperfett ab. Wenn ein sehr dickes Tier fastet, ist die Gefahr groß, weil der Körper beim Fasten an die Fettreserven geht und die Leber von all dem Fett überfordert ist.

Hmhm, ich muss leider gleich los, werde später ggf. noch mal was dazu sagen....
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 29.04.2004 - 14:26    Titel:  

Michaela es wäre nett, wenn Du dich nochmal melden würdest. Evtl. stelle ich die Frage heute abend oder morgen auch nochmal in die 7KL ...

Liebe Grüsse
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UrmelMurmel
Gast


Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 29.04.2004 - 17:22    Titel:  

Huhu Simone,

meine damalige Miez ist ja daran gestorben.
Ich bin wahrlich keine Expertin und kann auch nur aus der Erinnerung schreiben (was ich danach diesbezüglich alles gelesen hatte), also besser wäre, da nochmal nachzuforschen...

Was mir so spontan noch einfällt:
Einmal kann die Leber überfordert sein, wenn das Tier dick oder moppelig ist und rasant abnimmt (wie Else schon schrieb, die Leber ist dann mit dem Fettabbau überfordert). Aber das rasante Abnehmen findet ja nicht unbedingt immer statt, wenn die Katze mal 1 - 3 Tage hungert, ist wohl individuell, wie schnell die Fettreserven freigegeben werden, also pauschalisieren kann man das nicht.

Zum anderen ist die Leber gefährdet, wenn die Katze einige Zeit hungert. Da liegt aber ein anderer Grund vor: Bei längerem hungern passiert irgendwas mit der Bauchspeicheldrüse, die dann nicht mehr richtig arbeitet, was dann einen direkten Einfluss auf die Leber hat, die dadurch auch versagen kann. Das kann also auch dünnen Katzen passieren, aber ich glaube die Hungerzeit müsste dann schon etwas länger sein, also länger als drei Tage (?).
Den genauen Zusammenhang dabei, zwischen Bauchspeicheldrüse und Leber und was da genau passiert, lässt sich sicherlich durch googeln herausfinden, ich hatte da damals auch was im Netz zu gelesen (aber schon etwas her...deshalb weiß ich nichts mehr genauer).
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Anonymous
Gast





Verfasst am: 29.04.2004 - 22:23    Titel:  

Huhu Simone,
also, das Krankheitsbild heißt hepatische Lipidose und betrifft übergewichtige Katzen, die hungern. Je mehr Fettspeicher im Körper vorhanden sind, desto höher das Risiko.
Darüber müsste im Kraft/Dürr bestimmt etwas stehen.

Hast Du den Case, Carey, Hirakawa? Dort steht es nochmal ausführlich ab Seite 323. Sie schreiben dort, dass hauptächlich adipöse Tiere mittleren Alters betroffen sind. Katzen zweimal häufiger als Kater.

Frißt Grisu denn gar nichts, außer Trofu?
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 30.04.2004 - 06:29    Titel:  

Hallo Michaela,

nach längerem Durchsuchen von Kraft/Dürr hab ich den Namen der Krankheit nun auch gefunden. Ich muss den Abschnitt aber noch lesen. Im Kraft/Dürr steht was von mehreren Tagen ....

Jetzt gehe ich aber erstmal duschen. Ich stell nochmal in den nächsten Tagen ein was Kraft/Dürr dazu schreibt.

Den Case, Carey, Hirakawa hab ich auch. Danke für den Tip.

Gestern abend hat Grisu mal wieder 80g Nafu gefressen (mit überaus spitzen Zähnen und es war - mal wieder - ein anderes Futter. Das wird er ein zweites Mal sicher aber nicht wieder fressen ....). Für heute abend werde ich dann halt doch mal Pute auftauen :x . Mal sehen, ob er nachher sein NaFu anrührt .... *grübel* welches biete ich nur heute morgen an ...

Liebe Grüsse
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neckarhex
Gast





Verfasst am: 30.04.2004 - 09:44    Titel:  

Huhu,

die Info, ab wann es für übergewichtige Katzen kritisch wird, würde mich auch sehr interessieren. Smilla hat ja Übergewichtsprobleme, und nahc dem Umzug will ich komplett weg vom Zuckerfutter, aber wie ich sie kenne verweigert sie erstmla gründlich... bzw sie verweigert ja auch immer wenn es ihr nicht schmeckt und geht fremdfuttern.

Was haltet ihr eigentlich in diesem Zusmmenhang von der 24-h-Karenz bei Durchfall? Kann die bei bestimmten Vorgeschichten und -erkrankungen kritisch sein?

Danke und Gruß,

Harriet
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Gast
Gast





Verfasst am: 30.04.2004 - 16:05    Titel:  

Huhu,

was im Kraft/Dürr zur hepatischen Lipidose steht, würde mich auch sehr interessieren, weil meine Miez daran gestorben ist.
Mich würde interessieren was dort zur Behandlung steht.

Übrigens war meine Miez nicht unbedingt dick, sondern nur moppelig, und gehungert hat sie nur ca. drei Tage, dann war sie schon entkräftet und erbrach ständig, dann noch zwei Tage und sie war gelb. Ging also flott...
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UrmelMurmel
Gast


Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 30.04.2004 - 16:06    Titel:  

Entschuldigung ... schon wieder nicht eingeloggt gewesen :oops:
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 01.05.2004 - 08:55    Titel:  

Hallo Ihr,

inzwischen sind wir eigentlich bei zwei Fragestellungen und zwei Büchern. Ich fang mal an mit der hepatischen Lipidose (auch idiopathische hepatische Lipidose = IHL) und zwar mit der erworbenen Krankheit (mal ohne davon auszugehen, dass man es selbst verursacht hat durch Futterumstellung und Nahrungskarenz).

Erworbene IHL

Case, Carey, Hirakawa
(Zusammenfassung so gut es geht, sind mehrere Seiten)

Die IHL kommt ziemlich häufig vor und zwar bei übergewichtigen Katzen mittleren Alters. Anhand einer neueren Untersuchung konnte festgestellt werden, dass weibliche Tiere zweimal häufiger als männliche Tiere an der IHL erkranken.

Wenn ich es richtig verstehe, ist der Auslöser, der letztlich zur IHL führen kann folgendes: Gewöhnlich berichten die Tierhalter, dass ihre Katzen nach einer vorangegangenen Änderung der Lebensweise oder nach Stress plötzlich nicht mehr gefressen hat. Im Anschluss daran tritt eine partielle oder vollständige Fressunlust auf.

Die klinischen Symptome der IHL sind die komplette oder partielle Anorexie von 7tägiger Dauer oder länger, Depression, IKterus, Gewichtsabbnahme und Muskelabbau. Gelegentlich treten auch ERbrechen bzw. Durchfall auf.

Veränderungen der Blutlaborparameter: erhöhte Aktivität der Leberenzyme, Anstieg des Bilirubins und der Gallensäurekonzentrationen, manchmal Anstieg des Harnstoffstickstoffs (BUN) un der Ammoniakkonzentration.

Für die definitive Diagnose sind neben den Blutparametern erforderlich:

klinische Symptome, Ergebnis der Leberbiopsie

Progonose: Da sich diese Erkrankung gegenüber der Bahndlung als resistent erwies, ist die Prognose häufig zweifelhaft. Die IHL ist im allgemeinen mit einer hohen Sterberate verbunden, die im Faller einer Erstdiagnose im Spätstadium fast 100% erreichen kann.

Behandlung: Unbedingt notwendig ist die frühzeitige Diagnose. Danach muss mit einer Flüssigkeits- und Ernährungstherapie begonnen werden (Zwangs- und Sondenfütterung). Die Zwangsfütterung (ohne Sonde) wird meist nicht empfohlen, da sie für das Tier noch zusätzlich belastend ist und sie auch keine exakte Messung der Energieaufnahme erlaubt. Das Problem ist, dass Katzen mit IHL in den meisten Fällen monatelang nicht gut fressen möchten und so eine Umstellung von der Sondenfütterung zu normaler Fütterung schwierig zu bewerkstelligen ist. Unterstützende Massnahmen beinhalten die Verminderung von jeglichem Stress und in manchen Fällen die Gabe von Appetitstimulanzien.

Sollten die Bemühungen dazu führen, dass die Katze wieder frisst und sich das Lebergewebe tatsächlich wiederherstellen, muss eine erneute Gewichstzunahme verhindert werden, da zwischen der IHL und Übergewicht ein deutlicher Zusammenhang besteht.

Kraft/Dürr
(auch nur kurze Zusammenfassung, da auch mehrere Seiten)

Zusätzlich steht noch im K/D:

Häufig betroffen sind jüngere, weibliche Siamkatzen. Bei Europäisch Kurzhaarkatzen erkranken dagegen eher ältere Tiere, wobei keine Geschlechtsprädisposition vorkommt. Eine Prädisposition besteht bei Übergewicht. Es wird vermutet, dass ein Proteindefizit der Nahrung, evtl. bei gleichzeitigem Unterangebot an Kohlehydtaten, die Krankheit auszulösen vermag. Eine andere Ursache wird im Argingnemangel vermutet. Arginin ist erforderlich zur Metabolisierung von Ammoniak zu Harnstoff. Aber auch Katzen mit Diabetes können durch ein Insulindefizit mit Sicherheit an IHL erkranken.

Progonose: Sehr ungünstig, die Überlebensrate kann bei aggressiver Therapie deutlich erhöht werden (60%)

Therapie:
Wichtig ist die frühzeitige Erkennung (hungernde oder "gestresste" dicke Katze). In diesen Fällen ist die künstliche Ernährung sofort einzuleiten.

Das Futter sollte wenig Fett, aber eine erhöhte Proteinration enthalten.

Arginin und Taurin sind zu geben, solange die Katze kein kommerzielles Futter aufnimmt.

Mit Diazepam verucht man den Appetit anzuregen

Dauertropfinfusionen mit Vollelektorlytlösungen

Entscheidend für das Überleben ist die Ernährung mit Sonden

Zusätzlich wird Kalium in Form von Kaliumchlorid verabreicht und Thiamin

Kontrainduziert sind Kortisongaben.

Zweiter Teil (eigentlich meine Frage und die von Judith folgt ....).

Liebe Grüsse
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