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Frodo kratzt,beißt, pinkelt und mag seine Artgenossen nicht
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Monika
Gast





Verfasst am: 14.06.2004 - 23:13    Titel: Frodo kratzt,beißt, pinkelt und mag seine Artgenossen nicht  

Guten Abend,
ich bin per Internet eigentlich auf der Suche nach einem Katzenpsychologen oder -psychologin und bin dabei auf diese Seite gestoßen.
Nur eine kleine Vorgeschichte: Kurz vor Weihnachten ist uns Frodo zugelaufen. Bis wir herausgefunden haben wo er hingehört, waren schon mind. 2 Wochen vergangen. Eigentlich waren wir ganz froh, dass Frodo wieder weg war. Er hat sich einfach nicht mit meinen anderen Katzen vertragen. Er faucht, brummt und verteilt Ohrfeigen. Auch uns gegenüber.
Die später involvierte Tierschutzbeauftragte erzählte uns, dass Frodo schon mind. 8x vermittelt wurde und immer wieder zurück kam, da er beisst und unverträglich ist.
Um es kurz zu machen: Nachdem wir Frodo mind. 5x wieder zu seinem Bauernhof gebracht haben und er immer wieder zu uns runter ins Tal kam, habe ich mich breitschlagen gelassen und ihn für eine Weile bei uns gelassen. Jetzt ist ein halbes Jahr vergangen und Frodo beißt mich zwar nicht mehr, aber meinen Mann. Mit seinen Artgenossen klappt es überhaupt nicht. Immer wieder verteilt er Ohrfeigen. Nachbars Katzen, die morgens zu Besuch kommen werden richtig verprügelt. Zudem pinkelt er seit ca. 2 Monaten immer mal irgendwo hin. Mit unserem Nachbarn haben wir schon Ärger bekommen.
Letzte Woche hat Frodo unsere Lisa verprügelt ( Lisa unsere Miniaturkätzin), die sich ja nu wirklich nicht wehren kann. Wahrscheinlich hat sie nicht die 70 cm Abstand eingehalten, so dass er auf sie loßging.
Meinen Mann hat das so gestunken, dass er die Tierschutzbeauftragte anrief uns sie ihn abholen musste. Frodo war nun wieder 5 Tage bei einem TA untergebracht. Während des Wochenendes habe ich es wieder geschafft meinen Mann noch einmal zu einem letzten Versuch zu überreden, so dass ich ihn heute morgen beim TA wieder abgeholt habe. Es ist so schlimm wie am Anfang. Er knurrt alles an was sich bewegt und pinkelt. Er ist so sehr verunsichert und ich habe das Gefühl, dass die ganze Mühe mit dem Tierchen umsonst war und ich wieder von Vorne anfange. Drum habe ich mir gedacht, ich kontaktiere einen " Katzenflüsterer" ( kommt von Pferdeflüsterer, ha , ha). Das Tierheim würde sich scheinbar auch daran beteiligen.
Frodo sollte schon letztes Jahr eingeschläfert werden, da ihn niemand haben wollte. Deshalb gebe ich mir so eine Mühe. Und da er mir zugelaufen ist, fühle ich mich irgendwie verantwortlich.
Kann dem Frodo eigentlich geholfen werden? Bei uns ist sonst alles so harmonisch. Meine anderen Katzen sind alle Schmusekatzen und ich habe noch nie Probleme gehabt. Am Anfang dachte ich, Umgang färbt ab, aber die Situation entspannt sich nicht. Meine Lisa ist schon ganz abgemagert und Jacky flippt in der Küche aus, wenn der Toaster unverhofft hoch geht.
Ich bin der Meinung, Frodo ist nicht richtig bösartig. Er hat schlechte Erfahrungen gemacht und ist sehr verunsichert. Er weiß nicht wie er sich verhalten soll und denkt sich: Angriff ist die beste Verteidigung.
Hilft uns wirklich ein Psychologe weiter? Denn ich habe gelesen, dass der Erfolg sich nur sehr selten einstellt. Vorallem bei Katzen.
Ich bedanke mich schon im voraus für alle Beiträge. Ich finde es schön, dass es noch ein paar Menschen gibt, die sich mit so etwas beschäftigen.
Ihr könnt mir auch Antworten unter: Monikap.Stern@web.de
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 15.06.2004 - 08:21    Titel:  

Hallo Monika,

leider habe ich da nicht nur einen Rat sondern mehrere. Die vielleicht auch nur gemeinsam helfen.

Ich habe keine Erfahrung mit Katzenpsychologen. Ich würde aber gesammelt was unternehmen:

1. Tierkommunikatorin mit ihm sprechen lassen
2. Eine Verhaltenstherapeutin einschalten
3. Bachblüten
4. Homöopathische Behandlung
5. Clickertraining

Wir sind Dir hier gerne behilflich, wenn Du diese Massnahmen ergreifen möchtest. Vielleicht könntest du Dich richtig anmelden im Forum? Wäre für Dich und uns vielleicht hilfreich, weil Du dann bei neuen Postings zu dem Thema auch benachrichtigt wirst.

Du kannst Dir sicher sein, dass Dich von uns keiner auslachen wird, denn auch wir haben und hatten Problemkatzen und wir sträuben uns nicht gegen alternative Behandlungsmethoden. Vielleicht können wir Euch gemeinsam helfen.

Zum Pinkeln wollte ich nochmal fragen und überhaupt zu seinem Gesundheitszustand: Sicher ist es auch psychisch bedingt, aber seid ihr sicher, dass keine Krankheit mit spielt (habt ihr mal einen ganz grossen Blutcheck gemacht, wurde mal der Urin untersucht). Katzen, die Schmerzen haben, reagieren auch oft so, dass wir Menschen aber nicht wirklich verstehen, dass es auch ein krankheitsbedingter Schmerz ist.

Noch eine Frage: Wieviele Katzen habt ihr und wie gross ist das Haus? Sind alle Freigänger?

Liebe Grüsse
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