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Fibrosarkom
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Gast






Verfasst am: 29.03.2005 - 20:16    Titel: Fibrosarkom  

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit einem Fibrosarkom?
Habe bei meinem Kater Felix vor ca. 2 Wochen einen Knubbel unter der Haut im Bereich des Nackens entdeckt. ist ca. 5mm gross und lässt sich hin-und herschieben.
Der Arzt hat gemeint er hätte Verdacht auf ein Fibrosarkom und ich soll mir überlegen ob ich das rausoperieren lassen will. Weil erst dann kann es histologisch untersucht werden.
Weiss jetzt nicht wie ich mich entscheiden soll, da ich Angst vor den Nebenwirkungen einer Narkose habe, denn Felix ist schon 7 Jahre und trägt mit ziemlich Sicherheit den Fip-Virus in sich. Habe Angst dass die Narkose die Fip zum Ausbruch bringen könnte.
Der TA hat gemeint ich soll halt einmal 1 bis 2 Wochen beobachten ob der Knubbel grösser wird und dann entscheiden ob ich eine Op will...
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Anonymous
Gast





Verfasst am: 29.03.2005 - 20:35    Titel:  

Hallo Gast,

lieber hätte ich ja einen Namen in der Anrede, wie Max, Moritz usw... :wink:

Wurde Dein Felix vor nicht allzulanger Zeit geimpft? Besonders FeLV (Leukose) uder Tollwut? Geimpft wird ja meistens im Nacken, darum die Frage.

Grundsätzlich stellt sich dann nämlich eine andere Frage - hat Felix vielleicht eine Impfreaktion?

Impfreaktionen sind solche Knubbel, wie Du sie beschreibst. Unsere Sita, Hauskatze, 13 oder 14 Jahre alt, hatte vor 3 Jahren einen Knubbel ca. 4 Wochen nach einer dieser Impfungen. Auch unsere TÄ sprachen gleich von der Gefahr eines Sarkoms, oder aber - im "üblicheren" Fall - von einer Impfreaktion.
Diese bildet sich so nach spätesten 10 Tagen wieder zurück. Beobachten, ob sich irgendetwas an dem Knuddel verändert, sollten wir natürlich schon. Nach 8 Tagen war der Knubbel wieder weg. :wink:
Wäre dem nicht der Fall gewesen, hätten wir großflächig operieren lassen müssen und einen Laborbefund eingeholt.

Eine Impfreaktion ist immer wahrscheinlicher als ein Sarkom. :wink:

Ansonsten - die Statistiken zwecks Sarkom schwanken ja - vermutlich ist die goldene Mitte, nämlich Sarkombildung bei 1: 5000 - 7500, die Richtige.

Ich persönlich würde diese Stelle mit Argusaugen beobachten (und natürlich bei Auffälligkeiten sofort reagieren), aber noch nicht panisch werden... :wink:

Liebe Grüße,
Iris
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Gast
Gast





Verfasst am: 29.03.2005 - 20:51    Titel:  

...die Impfung ist schon fast 2 Monate her und war laut Arzt nicht genau an der Stelle. Der Knubbel ist ein bisserl weiter oben.
Mach mir jetzt natürlich schon grosse Sorgen weil wenns wirklich dieses Fibrosarkom ist kann das schnell wachsen und auch mit Organen und Knochen verwachsen...

lg
Nici
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Anonymous
Gast





Verfasst am: 29.03.2005 - 21:46    Titel:  

Hallo Nici, :wink:

jetzt tippe ich Dir mal was aus dem Kraft/Dürr ab, das ist ein Fachbuch für TÄ:

Das Fibrosarkom....tritt im Durchschnittsalter von 8,6 Jahren auf.
Zweithäufigste Tumorart, Lebenserwartung nach OP bei 71% der Patienten nach 4 Monaten sehr niedrig... :cry:

Interessant zum Thema Impfung von von Bomhard, im K/D ab Seite 1207 (die Pathologen sind wohl die größten Impfgegner :cry: ):

"Es hat sich gezeigt, daß auch in den Ländern, in denen früher nur wenige Fibrosarkome gefunden wurden, mit der Angleichung des Impfregimes das gleiche Tumoraufkommen zu verzeichnen war wie bei uns in Mitteleuropa...
...Man geht davon aus, daß die Entwicklungszeit dieser jetzt "impfassoziiert" oder "infektionsassoziiert" genannten Fibrosarkome zwischen 3 Monaten und 3 Jahren liegen können."

Dann wird noch über "Impffehler" berichtet, z.B. Schütteln der Vakzine, zu große Nadel usw.

Darum, nach allem, was ich gelesen habe, kann es sich durchaus auch um eine Impfreaktion handeln. Die Realität beim Sarkom ist sehr schrecklich, und, weil Du ja über Angst vor einer OP geschrieben hast, dachte ich, daß Du ruhig noch ein paar Tage warten solltest - eben, weil wir eine gute Erfahrung diesbezüglich machen durften. Jedenfalls kann Dein TA nie behaupten, daß er ganz genau weiß, wo er zuletzt bei welcher Katze geimpft hat....

Ich drücke ganz dolle die Daumen und wünsche Euch viel Glück,
Iris
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 29.03.2005 - 22:26    Titel:  

Hallo Nici,

ich empfinde die Untersuchung des Knubbels als wichtig - wichtiger als die Sorge um die Mutation des FIP-Virus. Felix ist 7 Jahre alt. Die Mutation des Virus trifft aber häufig Katzen mit bis zu 4 Jahren oder ab ca. 12 Jahren.

Ich weiß, auch ich überlege mir jeden Streß 2mal, aber um die Coronaviren solltest Du dir nun die wenigsten Sorgen machen. Sicher KANN auch in dem Alter durch Streß das Virus mutieren. Aber ich würde eher den Knubbel untersuchen lassen ...

Ich wünsche Euch alles Gute und würde mich freuen, wenn Du uns auf dem Laufenden hälst (und das dann vielleicht als registriertes Mitglied :wink:).
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neckarhex
Gast





Verfasst am: 29.03.2005 - 22:39    Titel:  

Hallo Nici,

in Ergänzung zu den Ausführungen zu Impfreaktionen: Wir hatten eine vergleichbare OP bei Smilla - erst eine Biopsie, um Genaues herauszufinden, erfreulicherweise waren es (noch) keine Fibrosarkome, und dann später die OPs um die Knubbel zu entfernen. Nachdem was ich von meinem TA weiß, der vorher auf einer Fibrosarkom-Fortbildung war, ist es wohl nicht richtig gleihc die Knubbel ganz herauszuoperieren. Wenn es ein Fibrosarkom sein sollte, muß sehr großflächig geschnitten werden, was für die Katze eine entsprechend schlimme OP ist.

Smilla hatte diese Knubbel schon länger, über ein Jahr, in der Zeit haben wir sie beobachtet. Sie haben sic niht sehr verändert, sind aber auch nicht kleiner geworden.

Hier habe ich die ganze Geschichte entsprechend aufgeschrieben, das könnte interessant sein für Dich.

Ich würde mich auf jeden Fall nochmal ausführlich mit dem TA über die geplante OP unterhalten, auch um herauszufinden wie sein Wissensstand da ist, und auch noch andere Meinungen einholen, z.B. von einer TK. Eventuell sogar ohne Katze, da es erstmal um die OP-Technik geht. Denn unnötig eine Fibrosarkom-OP vorzunehmen ist ganz schön belastend für die Katze; für eine Biopsie ist ja auch viel weniger Narkose übrig. Und wenn ohne Histologie der Knubbel entfernt wird, es dann doch ein Fibrosarkom war und nicht ausreichend Sicherheitsabstand eingehalten wurde ist es umso schlimmer.

Auch mit informieren lassen würde ich mich über die Narkose an sich. Unser TA, der ein sehr guter Operateur ist, macht eine bedarfsgerechte Narkose über Venenkatheter, die bisher alle unsere Patienten bei ihm sehr gut überstanden haben (wir hatten bisher Kastration bei dauerrolliger Kätzin, schwere Zahn-OP, die Biopsie und das Entfernen der Knubbel).
Vorsichtshalber sollte vorher auch eine gründliche Untersuchung auf Narkosefähigkeit stattfinden, wenn Du Bedenken hast.

Aber was mich etwas irritiert: Felix ist mit 7 Jahren doch noch nicht alt! Smilla ist gerade 7 geworden, aber sie ist eine Katze in den besten Jahren!

Und was meinst Du mit dem FIP-Virus? Ich tippe mal drauf daß Felix den FeCoV trägt, also den Felinen Coronavirus, und daß der per Titer festgestellt wurde? Wenn das der Fall ist, mach Dir keine Sorgen. Fast die Hälfte aller Katzen haben sich mit dem Coronavirus mal angesteckt und tragen ihn ggf., haben möglicherweise einen Titer, aber das will erstmal gar nichts heißen. Dieser Virus kann mutieren, woraus dann FIP entsteht - aber die Wahrscheinlichkeit daß es durch die Narkose bei einem Tier in dem Alter passiert, das ansonsten gesund ist (wovon ich jetzt mal ausgehe), ist sehr gering.
Bei uns haben zwei Katzen, die aus einer Schwarzzucht beschlagnahmt wurden, einen FeCoV-Titer von 1:800, der überhaupt nichts besagt, und Smilla wurde einmal gegen FIP geimpft (bevor ich darüber Bescheid wußte) und hat somit nun auch einen Titer, auch wenn ich die Höhe nie habe bestimmen lassen.

Auf der Seite von Simone kannst Du eine gute Zusammenfassung zum Thema FIP lesen, die Dir sicher auch einige Ängste nehmen wird.

Zusammenfassend fürde ich sagen, daß erstmal keine Eile geboten ist, Du also die Zeit hast, Dich erstmal sehr gründlich zu informieren über Fibrosarkom - und über FIP. Und um ggf. einen anderen Tierarzt zu suchen.
Aus meinen Erfahrungen heraus würde ich mir für eine solche OP den bestmöglichen Operateur suchen, der aufzutreiben ist, egal ob es der Haustierarzt ist oder nicht.

Smilla hat ihre sehr schwere OP super weggesteckt, inzwischen merkt man iihr außer dem nachwachsenden Fell nichts mehr an, sie ist fit wie ein Turnschuh und kerngesund.

Liebe Grüße,

Judith
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Sandra
Gast





Verfasst am: 25.10.2005 - 21:21    Titel: Fibrosarkom  

Hallo Tierfreunde,

möchte einen Stammtisch gründen zum Fibrosarkom.


Meine eMail: Samtpfoteundco@enbox.de
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Admin
Gast


Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 26.10.2005 - 09:01    Titel:  

Hallo Sandra,

Fibrosarkome treten nicht so häufig auf. Deswegen dürfte es wohl etwas schwierig werden, einen Stammtisch zusammenzubekommen, wenn Du Dich mit anderen Betroffenen tatsächlich persönlich zusammensetzen willst. Ein Erfahrungsaustausch über ein Forum (so wie hier), eine Group oder Mailingliste scheint mir da ehrlich gesagt vielversprechender.

Viele Grüße,
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