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Deklaration von Zucker?
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 07.07.2005 - 18:14    Titel: Deklaration von Zucker?  

Hallo Ihr,

bisher hat man ja auf den Nafu-Dosen von Whiskas und Co. auch immer den Zucker aufgeführt. Nun suche ich ja wegen Simba im Moment nach Sorten (NaFu) die er überhaupt frißt. Ich denke, immer noch besser Whiskas NaFu als Trofu, oder?

Nun fällt mir auf, daß auf keiner Whiskas-Dose mehr Zucker drauf steht. Auch nichts anderes wie z.B. Karamell oder Inulin (Inulin scheint die neue "Masche" zu sein, den Inhaltsstoff findet man jetzt auf den Lidl und Aldi-Dosen sowie auf den Hausmarken von "real" & Co.).

Weiß jmd., ob das nun gar nicht mehr deklariert werden muß :? ?
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 07.07.2005 - 18:19    Titel:  

P.S.: Wenn ich (Chemie war noch nie meine Stärke) aber jetzt so von Inulin lese, scheint das zumindest besser zu sein als Zucker?

Die Frage bleibt aber, ob Zucker nicht mehr deklariert werden muß. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Whiskas und Co. plötzlich ohne Zucker arbeiten....
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ema*



Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 07.07.2005 - 18:24    Titel:  

Hi Simone,
das kann ich Dir leider auch nicht beantworten, aber ein Gedankengang dazu: erinnerst Dich vielleicht, viele füttern ja das Nekton Cat-M als Supplement und darin ist doch auch Zucker enthalten und dieser mußte offenbar früher nicht deklariert werden, weil er nicht drauf stand. Jetzt gibt es wohl neue Regelungen und so mußte der Zucker im Nekton deklariert werden, was für einen kleinen Aufruhr sorgte :) Also ich würde einfach mal vermuten, wenn auf dem Whiskas jetzt kein Zucker mehr draufsteht, dann ist auch keiner drin.
Inulin ist meines Wissens nach kein Zucker in dem Sinn, also kein *süßer* Zucker, sondern ein komplexes Kohlenhydrat, das, soviel ich weiß, als "Prebiotika" zur Verdauungsoptimierung eingesetzt wird... Ich habe mal ein paar Zitate aus dem Web ergoogelt und stelle sie einfach hier rein, deutsch und englisch gemischt! Also, nach dem, was ich darüber gelesen habe, empfinde ich Inulin nicht als schlimmen Zusatzstoff.... Der Gedankengang, der hinter dem Einsatz von Prebiotika bei Katzen steht, ist, daß die guten Darmbakterien sich davon ernähren und je mehr gute Darmbakterien, desto gesünder ist die Darmflora - das verbessert das Immunsystem.

Der aus Chicoree-Blättern gewonnene Pflanzenwirkstoff Inulin unterstützt die Darmflora und die körpereigene Immunabwehr.
http://www.katze-und-du.at/vitakraft1005.htm
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Inulin: Fördert das Wachstum wertvoller Darmflora, steigert die Absorbierung der Nährstoffe und verringert üblen Kotgeruch.
http://www.katze-und-du.at/affinity1014.htm
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Inulin (Dahlin, Alantin, Alant-Stärke).
Farbloses hygroskop. Pulver, das sich in Wasser (bes. beim Erwärmen) zu einer kolloidalen Lsg. auflöst, unlösl. in Alkohol u. Ether. I. ist gegen Alkalien (ähnlich wie Stärke u. Glykogen) ziemlich beständig, reduziert Fehlingsche Lsg. nicht, gibt mit Iod keine Blaufärbung u. schmilzt bei 180 °C unter Zersetzung. I. ist ein lineares Polyfructosen mit ca. 30–60 Fructose-Einheiten in b2-1-Bindung, die in der furanosiden Form vorliegen. Wahrscheinlich wird die Kette von Glucose (Gesamtanteil 2–3%) abgeschlossen; die Molmasse liegt bei ca. 5000. I. findet sich allein od. mit Stärke zusammen als Reserve-Kohlenhydrat in Dahlienknollen, Artischocken, Topinamburknollen, Zichorienwurzeln, Löwenzahnwurzeln, in den Zellen von Alant = Inula-Arten (Name) u. a. Korbblütlern (s. Asteraceen), seltener auch in verwandten Pflanzenfamilien (Campanulaceae, Lobeliaceae). In den Zellsäften dieser Pflanzen ist das I. in übersätt. Zustand gelöst; es krist. rasch aus dem Zellsaft aus, falls dieser z. B. aus einer verletzten Zelle fließt. In größeren Mengen gewinnt man I. aus dem wäss. Extrakt der Knollen durch Fällen mit Alkohol u. Ausfrieren. Mit Hilfe von Säuren od. Enzymen (Inulase) wird I. vollständig zu Fructose abgebaut u. kann zur Gewinnung von Fructose u. zur Bereitung von Brot für Zuckerkranke (Diabetikerbrot) sowie zur Nierenfunktionsprüfung verwendet werden. I. wurde erstmals von Rose 1804 aus dem Rhizom von Inula helenium isoliert.
Anw.: Als lösl. Ballaststoff mit Diabetiker-Eignung u. nicht-kariogenen Eigenschaften erfreut sich I. heute zur Herst. funktioneller Lebensmittel stetig steigender Beliebtheit. I. kann sowohl zur Ballaststoffanreicherung als auch als partieller Fett- u. Zuckerersatz verwendet werden .
Lit.: 1 Crit. Rev. Food Sci. Nutr. 33, 103–148 (1993). 2 Z. Lebensmittel 46, 18–24 (1995). 3 Dtsch. Milchwirtsch. (Leipzig) 47, 697 f. (1996).
allg.: Carbohydr. Res. 26, 401 (1973); 48, 1 (1976) ï Diabetologia 20, 268–273 (1981) ï Hultman, in Curtius, Clin. Biochem. Princ. Methods 2, S. 908, Berlin: Springer 1974 ï Ind. Obst. Gemüseverwert. 72, 467–470 (1987) ï Karrer, Nr. 679 ï Methods Carbohydr. Chem. 5, 157 (1965) ï Nuhn, Chemie der Naturstoffe (2.), S. 210, 216, Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsges. 1990 ï Proc. Biochem. 15, 2, 4, 32 (1980) ï Stärke 38, 91–94 (1986); 39, 335–343 (1987) ï Ullmann (4.) A 12, 471.
E inulin
F inuline
I = S inulina
Z 1108 20
CAS 9005-80-5
Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1999
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=5888
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Oligofructose
Ketten, die aus etwa 2 bis 7 Fructose - , das heißt Fruchtzuckermolekülen bestehen, die fest miteinander verbunden sind. Oligo bedeutet wenig, die Moleküle enthalten also wenig Fruchtzuckerbausteine.
Zwischen der Stärke und der Poly- bzw. Oligofructose gibt es allerdings einen entscheidenden Unterschied. Unsere Verdauungssäfte enthalten ein Enzym, das die Stärke abbaut zu Traubenzucker, der dann die Darmwand passieren kann.
Beim Inulin und der Oligofructose ist das nicht der Fall, uns fehlen die dafür notwendigen Enzyme, und deshalb gelangen beide Stoffe unverdaut in den Dickdarm und dienen dann dort den nützlichen Darmbakterien als wichtige Nahrungsquelle. Sie wirken, wie die Fachleute sagen, "prebiotisch", das heißt, sie unterstützen die gute Darmflora und verdrängen die schlechten Darmbakterien. Deshalb haben die Oligogofructose und insbesondere das Inulin eine echte Karriere gemacht, beide verbinden die Eigenschaft als Ballaststoff mit einem sehr angenehmen Geschmacksgefühl.
http://www.chefkoch.de/forum/2,16,135503,4,100,50/VOLLWERTERNAeHRUNG-Teil-43.html
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Katzen auf Dofu, dem Inulin zugesetzt ist, ein besonders schönes Fell bekommen.
http://www.travar.de/koops/stubentiger/index.php?action=display;board=727;threadid=3168104
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The effect of oligofructose and inulin on faecal characteristics and nutrient digestibility in healthy cats.
The effects on faecal characteristics of different concentrations of oligofructose (0, 3, 6 and 9%) were investigated. The 6 and 9% supplemented groups differed significantly compared with the control group in almost all faecal characteristics. There were no significant differences regarding the macroscopical and chemical aspects of the faeces between the control and the 3% supplemented group. There was a trend for a lower pH of the faeces in the 3% supplemented group, suggesting a substantial effect on the faecal composition. In a second experiment, the effects of oligofructose (3%) and inulin (3 and 6%) on digestibility parameters were tested. In the supplemented groups the apparent protein digestibility was lower but this was due to a higher bacterial nitrogen content of the faeces. There were no significant differences between 3% inulin and oligofructose, although oligofructose seemed to be more easily fermentable, because of a trend to a higher concentration of short chain fatty acids (SCFA) in the faeces of the oligofructose group.
http://www.ingentaconnect.com/search/expand?pub=infobike://bsc/jpn/2001/00000085/F0020005/art00308
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Nutritional responses to the presence of inulin and oligofructose in the diets of domesticated animals: a review.
Inulin and oligofructose are prebiotic oligosaccharides fermented in the large intestine. This article provides an extensive review of the effects of these oligosaccharides on gastrointestinal characteristics (microflora, pathogen control, epithelial cell proliferation, putrefactive compound production, fecal characteristics, and nutrient digestibility) and systemic metabolism of carbohydrates, nitrogen, lipids, and minerals in dogs, cats, horses, calves, pigs, poultry, and rabbits. In addition, intake of inulin and oligofructose and considerations in their supplementation to animal diets are discussed. Growth performance and meat production in livestock in response to inulin and oligofructose supplementation are addressed. Finally, the possible substitution of antibiotics with fructans in animal diets and directions for future research are presented.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=12587985&dopt=Citation
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The effect of oligofructose on urea metabolism and faecal odour components in cats.
The effect on urea metabolism by the supplementation of oligofructose to a reduced protein diet was evaluated in cats by the use of labelled urea. The effect on faecal odour was also evaluated. Four cats were tested in a crossover study with two treatments: control and fructo-oligosaccharide (FOS). The FOS was supplemented at 3.11% on dry matter (DM) basis to a reduced protein diet (28.9% DM). After an adaptation period of 3 weeks, faeces and urine were collected during a 5-day collection period. Fresh faecal samples were collected for determination of odour components. On the first day of the collection period, labelled urea was injected subcutaneously. Urine production was estimated by potassium excretion. The fresh faecal samples were incubated in an air-closed recipient with two solid-phase micro extraction (SPME) fibres to bind the produced sulphur (S)-containing components. The reduced protein diet decreased plasma urea concentration but FOS supplementation had no effect. The tendency for a higher faecal output by FOS supplementation was the consequence of both an increased moisture content and faecal DM production. Supplementation of FOS showed tendencies to increase total faecal nitrogen (N) excretion and faecal 15N excretion and tended to decrease urinary 15N excretion. Twenty-seven different odour components were detected but were not affected by FOS supplementation.
http://www.blackwell-synergy.com/links/doi/10.1111/j.1439-0396.2005.00551.x/abs/
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Nutritional and Health Benefits of Inulin and Oligofructose.
It is also of interest that dietary
fiber, like oligofructoses and inulin, has the potential to in-
crease the bifidobacteria counts of the colon. This elevation in
bifidobacteria offers health benefits independent of those nor-
mally attributed to fiber-rich foods. Inclusion of dietary fiber in
the diet offers benefits not only to the heart, but also to overall
health.
Link verkleinert
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ema*



Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 07.07.2005 - 18:26    Titel:  

Argh! ich und Foren :oops:
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 07.07.2005 - 18:30    Titel:  

Hallo Ema,

daß im Nekton Zucker enthalten ist wußte ich, aber nicht, daß es erst jetzt (oder vor einiger Zeit) deklariert werden mußte (ich hatte keine Dose, sondern von Michaela die Hälfte bekommen).

Zum Inulin hast du genausoviel gefunden wie ich jetzt. Ich danke Dir für Deine Einschätzung, daß Inulin kein "schlimmer" Inhaltsstoff ist. Dasselbe dachte ich auch, nachdem ich gegoogelt hatte.

Daß im Whiskas kein Zucker mehr sein soll kann ich fast gar nicht glauben :shock:. Ich muß mal auf Sheba achten. Bei meinen letzten Dosen stand da jedenfalls Zucker drauf. Aber Sheba ist out bei Simba. Die eine Whiskas-Dose die ich jetzt gekauft hatte, hat er zu 3/4 verschlungen. Im Moment ist es mir echt egal - hauptsache nicht so viel TroFu. Bei Gizmo schlug der Versuch mit Whiskas allerdings fehl. Sturkopf :evil: ...
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 07.07.2005 - 18:44    Titel:  

ema* schrieb:
Argh! ich und Foren :oops:


Ähm, was meinst Du?
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neckarhex
Gast





Verfasst am: 08.07.2005 - 08:03    Titel:  

Huhu zusammen,

zur Inulinfrage kann ich leider nichts beitragen. Aber ich würde Simba notfalls auch Whiskas MIT Zucker geben wenn nichts anderes geht, und immer noch besser Nafu mit Zucker als Trofu.
Daß es keinen Zucker mehr enthalten soll kann ich kaum glauben - anderseits wäre es wirklich schön, wenn sich auch Billigfutter marginal verbessern würde...ich werd bei meinem nächsten Einkauf mal Dosen studieren, auch jetzt wenn ich gleich catsitten gehe, die bekommen nämlich nur sowas *seufz*.
Immerhin gab es zu Zeiten, als ich noch Whiskas fütterte, eine Sorte in Schälchen mit besonders hohem Fleischanteil und ohne Zucker. Eventuell hat sich das wirklich durchgesetzt?

Hat jemand eine Ahnung wie und wo man von denen was erfahren kann? Die Webseite gibt natürlich nichts her - ich guckte gerade nach Futter und was fand ich? Eine Aufzählung der Sorten die es gibt.... :twisted:

Gruß Judith
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ema*
Gast


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 08.07.2005 - 10:38    Titel:  

Catgirly schrieb:
ema* schrieb:
Argh! ich und Foren :oops:

Ähm, was meinst Du?


Ach, ich hatte aus Versehen meinen ganzen Text gequotet statt editiert ;) und mußte das noch mal ändern. Deshalb ich und Foren :roll:
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ema*
Gast


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 08.07.2005 - 10:48    Titel:  

Hallo Simone,

Catgirly schrieb:
daß im Nekton Zucker enthalten ist wußte ich, aber nicht, daß es erst jetzt (oder vor einiger Zeit) deklariert werden mußte (ich hatte keine Dose, sondern von Michaela die Hälfte bekommen).


also, ich glaube mich verhangen zu erinnern, daß es in der KA darüber mehrere Mails gab, ist schon eine Weile her, aber ich möchte es nicht wirklich beschwören. Ich glaube mich zu erinnern, daß dabei herauskam, daß die Firma den Zucker jetzt deklarieren muß, weil sich die gesetzlichen Bestimmungen geändert haben. Aber, wie gesagt, ich möchte es nicht beschwören, mein Gedächtnis ist echt nicht das beste. Vielleicht kann sich jemand anderer besser erinnern?
Ganz was anderes: Weißte, ich würde auch lieber Whiskas mit Zucker füttern als nur Trockenfutter. Ich hatte schon immer diese instinktive Abneigung gegen Trockenfutter, das Bauchgefühl, daß es nicht wirklich so gut für die Katzen ist, ich habe es immer nur als Beifutter betrachtet. Auch damals schon, als meine alten Katzen noch lebten und ich von Katzenernährung keinen blassen Schimmer hatte ;) (damals fütterte ich natürlich Whiskas und Sheba). Und ich glaub immer noch, daß Dosenfutter im Grunde besser für die Tiere ist, mit den einzigen Ausnahmen, daß 1) vielleicht in manchen zu wenig Taurin enthalten sein könnte, aber das kann man ja supplementieren, und 2) manche (billigen?) Sorten zuviel Knochenschrot enthalten, weswegen es gut sein könnte, wenn man ein bißchen Fleisch ohne alles dazu füttert. Von diesen zwei Ausnahmen abgesehen, wüßte ich momentan keinen Grund, warum Trockenfutter in irgendeiner Form Dosenfutter "überlegen" sein sollte.


Hallo Judith,

Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, daß das Whiskas "Classic" [:lol:] eigentlich ohne Zucker war. Das war die Sorte, die Du meinst, glaube ich.
Zucker enthalten doch meistens die Futtersorten mit Stückchen in Gelee oder Sauce. Guck mal bei Zooplus in die Produktbeschreibung:
http://www.zooplus.de/app/WebObjects/ZooShop.woa/wa/CatalogDirectAction/details?PG=2084&PID=10065
Da gibt es manche Sorten mit und manche ohne Zucker. Laut dieser Produktbeschreibung sind die Sorten "3 Sorten Geflügel", "Fleisch", "Herz", "Wild + Karotte" und "Truthahn" ohne Zucker, die anderen mit. Ich nehme an, es würde doch dann überall dabeistehen, oder ...? (Nur so eine Vermutung.)
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neckarhex
Gast





Verfasst am: 08.07.2005 - 11:20    Titel:  

Huhu Ema,

ja, genau, Classic hieß das. Und auf Zooplus bin ich gar nicht gekommen *vordiestirnklatsch*....
Nach deren Angaben jedenfalls müßten dann die Zuckersorten auch ohne Zucker sein... - das hat ja direkt was! Nicht daß ich wieder anfangen würde Whiskas zu füttern - aber der "es geht nicht anders"-Fall kann ja auch mal eintreten, bzw. wenn ich den Leuten anfange vom Futter zu erzählen dann komme ich immer unweigerlich auf das zuckerfreie Futter etc. Dann kann man die Billigfutterfraktion ja mal behutsam in Richtung zuckerfrei schubsen mit dem Hinweis, das schmeckt nicht so intensiv, öfter mal ausprobieren und so, und dann in der Richtung weiterarbeiten....



Gruß Judith
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UrmelMurmel
Gast


Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 08.07.2005 - 12:48    Titel:  

Hallo,

ja, das Inulin ist ein Ballaststoff und Prebiotika. Über Prebiotika, die als Nahrung der Probiotika und Milchsäurebakterien im Darm dienen und diese damit unterstützen, hatte ich hier: http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?t=3700
schonmal geschrieben.
Allerdings weiß ich nicht, ob dieser geringe Zusatz im Katzenfutter tatsächlich zuverlässig für eine gute Darmflora sorgen kann.
In verschiedenen Katzenfuttersorten sind solche oder ähnliche Stoffe schon länger enthalten.

Nochmal kurz für Chemie-Laien zum einordnen:
Zucker ist nur ein anderes Wort für Kohlenhydrate und Kohlenhydrate ist ein anderes Wort für Sacharide, also Zucker = Kohelenhydrat = Sacharid.
Man unterscheidet die verschiedenen Kohlenhydrate nach Anzahl ihrer Moleküle.
Die, die nur aus einem Zuckermolekül bestehen, heißen Einfachzucker bzw. Mono-Sacharide. Das sind z.B. Glukose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker).
Die, die aus zwei Zuckermolekülen bestehen, heißen Zweifachzucker oder Di-Sacharide. Das ist z.B. der böse :wink: Haushaltszucker.
Die, die aus mehr als zwei, aber immer noch wenigen Molekülen aufgebaut sind, heißen Oligo-Sacharide. Das ist z.B. das Inulin.
Und die, die aus vielen Molekülen bestehen heißen Mehrfachzucker oder Poly-Sacharide. Das ist z.B. Stärke.

Beim "Billig-Nafu" waren schon immer einige Sorten ohne (Haushalts-)Zucker. Wie ema schreibt, ist in den Nafu-Sorten mit Soße und die meisten mit Gelee Zucker enthalten. Ich nehme an (und habs auch schon irgendwo mal gelesen), um die Soße und das Gelee in schöner Konsistenz zu erhalten. Zucker hat ja auch einen konservierenden und kristalisierenden Charakter (siehe in Marmelade).
Bei Nafu-Sorten, die in der Konsistenz eher fleischig sind, ist dann manchmal kein Zucker enthalten.

neckarhex schrieb:
Immerhin gab es zu Zeiten, als ich noch Whiskas fütterte, eine Sorte in Schälchen mit besonders hohem Fleischanteil und ohne Zucker.


ema* schrieb:
Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, daß das Whiskas "Classic" eigentlich ohne Zucker war. Das war die Sorte, die Du meinst, glaube ich.


Beim Whiskas Classic haben zwar einige Sorten kein Zucker, aber der Fleischanteil (gibt es überhaupt einen Fleischanteil :wink: ) unterscheidet sich nicht von den anderen Whiskassorten.
Es gibt aber eine Whiskassorte, die immerhin 65% Huhn hat! Das ist das Whiskas sensitiv. Gibt es aber nur als Schälchen. Das entspricht dann der einen Aldi-Sorte (bei Aldi-Nord heißt die glaub ich Lux, bei Aldi-Süd anders), die teils 65% bis 85% hat, einige davon auch ohne Zucker, und einigen Animonda-Sorten.

Beim Nafu gebe ich auch nur Sorten ohne Zucker. Wenn ich mir vorstelle, das Wölkchen Nafu in Soße mit Zucker schlappt und diese zuckerige Soße in Kontakt mit ihren (ohnehin schon mit Zahnstein befallenden) Zähnen kommt, wird mir ganz anders :wink: .
Außerdem achte ich noch darauf, das keine pflanzlichen Betsandteile drin sind, da gibt es ja echt Sorten, wo Getreide und pflanzliche Eiweißextrakte und pflanzliche Nebenprodukte aufgezählt sind :? .

Es gibt auch No-name Nafu Sorten (z.B. in den Drogerien), die nur die üblichen 'Fleisch und tierische Nebenprodukte' haben und Mineralien, keine pflanzl. Nebenprodukte und kein Zucker (auch da muss man vergleichen, weil es einige mit und einige ohne gibt). Auf die habe ich mich mit Wölkchen geeinigt :wink: , vielleicht ist das ja auch was für Simba und Gizmo?
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Admin
Gast


Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 08.07.2005 - 13:36    Titel:  

Hallo Anja,

super Informationen, vielen Dank!

Liebe Grüße,
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ema*
Gast


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 08.07.2005 - 13:46    Titel:  

Ich glaube auch nicht, daß eine Katze zu viel Prebiotika bekommen sollte. Ihr Verdauungssystem ist von Natur aus nicht auf großartige Fermentationsvorgänge von Pflanzenfasern eingestellt. Eine kleine Menge könnte vielleicht nützlich sein, keine Ahnung, ob es das wirklich ist. Ich halte kleine Inulin-, FOS oder MOS-Zusätze nicht für schädigend, vorausgesetzt, sie halten sich im Rahmen. Ich setze meinem Rohfutter selbst auch Faserstoffe in Form von verschiedenen pflanzlichen Zusätzen zu, aber nur in geringer Menge.
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 08.07.2005 - 20:21    Titel:  

Hallo Ihr,

danke für die interessanten Ausführungen. Gizmo verhungert allerdings wirklich lieber und bei 6,5 Kilo Lebendgewicht ist das einfach gefährlich :roll: . Ich hab ihm jetzt doch erstmal wieder Trofu hingestellt nach wiederum 3 Tagen des Hungerns :cry: ....

Was mach ich nur mit diesem Kater?

Whiskas in Gelee wird hier übrigens von allen verschmäht ... Ich hätte sogern mal in Sauce probiert, aber da ist wirklich überall Zucker drin :cry: .... Und das bei Gizmos schlechten Zähnen??
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Aiur
Gast


Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759

Verfasst am: 08.07.2005 - 23:29    Titel:  

Ich glaube mal gelesen zu haben, das Zutaten, deren Gesamtanteil weniger als 4 % des gesamten Futters beträgt, nicht deklariert werden müssen.

Eigentlich las ich das damals in Zusammenhang mit Salz, aber es müsste ja für alle Zutaten gelten. Leider kann ich per Goggle beim besten Willen nichts ordentliches darüber finden, weiss nicht mehr wo ich es gelesen habe und die deutsche Futtermittelverordnung gibt nur unklares von sich...
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ema*
Gast


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 09.07.2005 - 08:37    Titel:  

Catgirly schrieb:
danke für die interessanten Ausführungen. Gizmo verhungert allerdings wirklich lieber und bei 6,5 Kilo Lebendgewicht ist das einfach gefährlich :roll: . Ich hab ihm jetzt doch erstmal wieder Trofu hingestellt nach wiederum 3 Tagen des Hungerns :cry: ....
Was mach ich nur mit diesem Kater?


Hallo Simone,
mein Mimi ist ja auch der Mäkelkönig und ich habe mir ein paar Tricks ausdenken müssen, um ihn zum Fressen zu bringen. Wenn es nach ihm ginge, dann würde er nämlich auch nur Trofu fressen und das will ich auf gar keinen Fall, denn ich befürchte, daß er außer Asthma dann auch schnell noch Harnsteine hätte :x (ich habe echt Angst vor Harnsteinen bei zuviel-Trofu-Fütterung). Also, meine Tricks sind diese: eine Zeitlang ging es mit Hefeflocken ganz gut. Mimi steht total auf Hefeflocken. Ich hatte stellenweise bis zu 4 verschiedene Sorten im Schrank :roll: Dann mochte er die auch nicht mehr. Der neueste Tick ist: er liebt Trockenmilchpulver. Ich habe ganz einfaches Magermilchpulver aus dem Supermarkt geholt und davon streue ich ihm 1 Teelöffel übers Futter. Er liebt es! Mal sehen, wie lang das jetzt wieder so geht, aber erst mal ist Ruhe und er frißt. Manche Katzen stehen auch total auf Käse, also z.B. geriebenen Parmesan. Oder wenn Du jetzt das Colostrum fütterst, kannst Du evtl. das übers Futter streuen, wenn es heiß geliebt ist? Bei einer Freundin klappt es mit Trofubröseln, die über das Futter gestreut werden. Ich habe auch schon gehört, daß Katzen, die total auf Baldrian abfahren, das Futter besser fressen, wenn ein bißchen Baldrian oder Katzenminze drübergestreut wird.
Außerdem gibt es bei grau-tiernahrung.de solche "Appetizer", also wie soll ich sagen, Flüssigkeiten in der Sprühflasche für besonders mäkelige Katzen. Nennt sich "Gourmet-Spray" und gibt es in den Geschmacksrichtungen Fisch, Huhn, Rind und Schinken/Käse. Link zum Shop:
http://www.grau-gmbh.de/online_shop/os_urub/artikelinfo.asp?id=1591&artikelgruppenid=343
Bevor die Katzen GAR KEIN Dosenfutter fressen, wäre vielleicht so ein Gourmet-Spray evtl. doch noch eine Notlösung.....?
Ich hoffe, daß Du den Mäkler zum Futtern bringst, und drücke die Daumen,
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Catgirly
Gast


Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 09.07.2005 - 08:56    Titel:  

Hallo Ema,

ich habe wie Du ENORME Angst vor Harnsteinen (gerade bei katern) bei TroFu-Fütterung und wirklich absolute Bauchschmerzen dabei.

ABER: Die Coonies sind ja in der Beziehung schon lange mein Problem. Gizmo frißt NICHTS außer TroFu gerne. Hefeflocken, TroFu-Brösel, Sahne, Appetizer, selbstgemachte Hühnerbrühe, Joghurt, ... ich weiß nicht, WAS ich alles schon probiert habe. Sobald ich auch nur irgendwas dazu tue, leckt er nicht mal mehr dran :cry: (o.k. er mag das alles ja auch pur nicht - er mag nicht mal Milch oder Sahne, kein Schinken, kein Käse, er mag nicht die Aldi-Stangen, er mag nicht die Miezelinos von Grau - genau wie Gypsi und das war eigentlich von Anfang an so) . Das Miamor-Pate leckt er ja wenigstens. Aber er schafft es tatsächlich, dem Pate NUR die Flüssigkeit zu entziehen und den Rest wieder auszuspucken. Ich dachte vielleicht muß ich es nur FLÜSSIG kriegen, also hab ich püriert und gemanscht - mit NULL Erfolg. Es ist zum heulen ... allerdings gelingt es mir seltsamerweise im Winter (ab Oktober) immer besser ihn zu NaFu zu überreden. In den Sommermonaten streikt er.

Bei Simba ist es ganz genauso. Er liebt Sahne und Katzenmilch (naja, es gibt wenigstens etwas was er mag - im Gegensatz zu Gizmo). Wenn ich das Nafu damit "verpansche" rümpft er die Nase.

Ich danke Dir für den Tip, aber ich werde nichts davon mehr kaufen. Ich sehs einfach nicht mehr ein, alles wegzuwerfen. Denn locken kann ich damit hier eh niemand und Merlin und Grisu will ich das erst gar nicht ins Futter geben - ich zieh mir ja nicht noch mehr Mäkler ...

Es ist furchtbar solche Mäkler zu haben denen man mit NICHTS außer Trofu eine Freude machen kann.

Ach ja, Baldrian-Wurzel, deren Geruch sie ja normal so mögen, hab ich auch schon ins Nafu gemacht. Nase rümpfen war das Resultat ...
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ema*
Gast


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 09.07.2005 - 09:34    Titel:  

O je :( das tut mir echt leid, Simone. Da hast Du wirklich hammerharte Brocken. Bin mit meinem Latein am Ende :( aber wenn mir noch mal was einfällt oder ich was höre, schreibe ich es Dir auf.

Also, was das Trofu betrifft, so kann man dann halt nur eins machen, das weißt Du ja auch: darauf achten, daß es ein möglichst energiedichtes/kalorienreiches Trofu ist, von dem die Tiere nur wenig fressen müssen. Das minimiert vielleicht die Gefahr ein bißchen. Ich glaube, wenn ich in Deiner Situation wäre und mir gar nicht anders zu helfen wüßte, würde ich den Katzen mit einer Spritze Wasser zu trinken einflößen. Ich bin zwar nicht so für Zwänge bei Katzen, aber weißte, bevor sie Harnsteine bekommen, würde ich sie lieber "zwangstränken".

Viel Glück, daß Du doch noch eine Lösung findest,
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Sanimalis
Gast


Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 32
Wohnort: 52525 Heinsberg

Verfasst am: 09.07.2005 - 10:40    Titel:  

Inulin ist wie schon festgestellt ein Fruchtzucker, und sollte genauso verabscheut werden, wie alle anderen Zuckersorten, wenn es um die Zahngesundheit bei Katzen, Hunden, Menschen oder sonst wen geht.

Bei Katzen, Menschen oder Hunden bei Diabetes hat es natürlich wieder einen ganz anderen Wert da es als Insulinersatzstoff eingestuft wird......siehe Topinambur (Diabetikerkartoffeln)

Die Futtermittelhersteller könnten ebenso "Jetzt neu mit Sacharin" oder sonst was draufschreiben, ist völlig egal.
Für die Zähne bleibt Zucker, Zucker, leider. :|

Nachzulesen bei Google (habe "Zähne" und "Fruktose" eingegeben)
LG
Andreas
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UrmelMurmel
Gast


Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 09.07.2005 - 13:03    Titel:  

Hallo,

Inulin ist kein Fruchtzucker, sondern ein Ballasstoff und ein Oligo-Sacharid (=Mehrfachzucker), während Fruchtzucker ein Mono-Sacharid (=Einfachzucker) ist.

Man kann auch nicht sagen, dass bzgl. der Zahngesundheit jeder Zucker zu vermeiden ist, dazu muss man erstmal differenzieren, was man mit "Zucker" meint. Denn wie ich oben schon schrieb, sind alle Kohlenhydrate Zucker, egal ob Einfach- oder Mehrfachzucker.
Wenn du da Mehrfachzucker bzw. alle Kohlenhydrate mit reinnimmst, könnte man auch sagen, das Milch (enthält Milchzucker), Kartoffeln (enthält Stärke) und Vollkornprodukte (enthalten Mehrfachzucker) Karies verursachen. Dem ist aber nicht so, da es eben darauf ankommt, um was für einen Zucker und Kohlenhydrat es sich handelt und was für eine Kariongenität das Lebensmittel hat.

Was die Zahngesundheit betrifft, die Plaque-Bakterien benötigen Zucker (Kohlenhydrate) für ihren Stoffwechsel, der Zucker wird dabei vergärt und es entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen, was zu Karies führen kann.

Dabei kommt es aber darauf an, wie gut vergärbar das Kohlenhydrat ist und niedermolekulare Kohlenhydrate, also Einfach- und Zweifachzucker bzw. Mono- und Di-Sacharide sind leicht vergärbar, während Mehrfachzucker schwer vergärbar sind.

Es sind also die Mono- und Di-Sacharide, die eine hohe Kariogenität besitzen und für Karies verantwortlich sind.
Die höchste Kariongenität besitzt dabei Sacharose, der weiße Haushaltszucker. Weitere Einfach- und Zweifachzucker sind Fruktose (Fruchtzucker), Glukose (Traubenzucker), Maltose (Malzzucker), Lactose (Milchzucker), verwandt, weil ein Gemisch aus diesen, sind Glucosesirup, Maltrodextrin, Invertzucker usw. Was den Haushaltszucker betrifft, je nach Herstellungsverfahren haben wir da Abwandlungen von Kristallzucker, Puderzucker, Kandiszucker, Vanillinzucker, brauner Zucker etc.

Mehrfachzucker sind schwer vergärbar und Lebensmittel, die aus Mehrfachzucker bestehen (Vollkorn, Ballaststoffe) haben eine niedrige Kariogenität.
Inulin ist ein Oligo-Sacharid, also nicht mehr niedermolekuler, gehört nicht zu den Einfach- und Zweifachzuckern. Ich habe jetzt keine genaue Aussage über die Kariongenität und Vergärbarkeit von Inulin, aber auf alle Fälle gehört es nicht zu den leicht vergärbaren Einfach- und Zweifachzuckern, kann man also nicht mit ihnen in einen Topf werfen :wink: .

Die Kariogenität hängt noch von anderen Faktoren ab, aber ich denke, das würde jetzt zu weit führen. Nur deshalb lässt sich erklären, das Milch keine hohe Kariongenität besitzt, obwohl sie Milchzucker (Laktose) enthält, was ein niedermolekularer (Zweifach)Zucker ist.

Einen kurzen Überblick kann man hier erhalten:
http://www.ernaehrung.de/tipps/karies/karies11.htm
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Sanimalis
Gast


Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 32
Wohnort: 52525 Heinsberg

Verfasst am: 09.07.2005 - 13:31    Titel:  

Zitat:
Prebiotika, wie lösliche Ballaststoffe, sind spezifische unverdaubare Stoffe, die die Vermehrung und Stoffwechselaktivität bestimmter Mikroorganismen des Darmtraktes aktivieren, woraus positive Effekte auf den Organismus resultieren. Bedeutende Vertreter der Prebiotika sind Fruktooligosaccharide, Inulin und Oligo-fruktose.
Inulin besteht aus einem Gemisch linearer Poly- und Oligosaccharide mit der chemischen Struktur GFn (G = Glukose, F = Fruktose, n = Anzahl der Fruktose-Einheiten). Die Fruktoseeinheiten sind miteinander durch eine ß(1,2)-glykosidische Bindung verknüpft.

Quelle: http://www.ilu-ev.de/berichte/beri004.htm

Hatte diesen Bericht gelesen, scheint ja beides zu enthalten.

Und hier nochwas:

Zitat:
Erläuterung

Fruktose, auch Fruchtzucker genannt, ist neben Glukose der zweite Grundbaustein des Haushaltszuckers (Saccharose). Er findet sich in vielen Früchten und - in gebundener Form zusammen mit Glukose - im Saft von Zuckerrohr und Zuckerrüben.

Es gibt verschiedene Herstellungswege für Fruktose. Ausgangsprodukte können Zucker, Glukosesirup oder Inulin sein.

* Zucker wird durch vollständige Hydrolyse in seine Grundbausteine Glukose und Fruktose gespalten (vgl. InvertzuckersirupInvertzuckersirup). Die Fruktose wird anschließend chromatographisch am Ionenaustauscher von der Glukose getrennt. Bei diesem Verfahren werden keine Enzyme eingesetzt.
* Bei der Verwendung von GlukosesirupGlukosesirup wird die Glukose durch das Enzym Glukose-IsomeraseGlukose-Isomerase zu Fruktose umgewandelt.
* Inulin ist ein Polysaccharid. Es wird durch Enzyme in seine Fruktose-Bausteine zerlegt. Inulin wird beispielsweise aus Chicorée gewonnen.
Quelle: http://www.transgen.de/datenbank/zusatzstoffe/117.doku.html

Zitat:
Inulin, das Reservekohlenhydrat der Zichorie, besteht aus einer linearen Kette von Fruktosemolekülen mit einer endständigen Glukoseeinheit. Der nach Spaltung des Inulinmoleküls entstehende Sirup enthält rund 80 % Fruktose. Fruchtzucker besitzt im Vergleich zur Saccharose eine stärkere Süßkraft und ist deshalb für die Herstellung kalorienärmerer Erfrischungsgetränke geeignet. Da für Inulin-Fruktose keine Produktionsabgaben zu entrichten waren, erhielt der Anbau von Zichorien einseitige Wettbewerbsvorteile.
Quelle: http://66.249.93.104/search?q=cache:aJDd94PJxF8J:www.genres.de/IGRREIHE/IGRREIHE/DDD/14.pdf+inulin+fruktose&hl=de&client=firefox-a

Hab ich vielleicht auch falsch verstanden :oops:
Aber es gibt genug Berichte im Internet in denen Inulin als Fruktose gehandelt wird und andere in denen gesagt wird das es der Vorläufer ist.

Gruß
Andreas
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ema*
Gast


Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 09.07.2005 - 13:38    Titel:  

Nur weil im Internet was steht, heißt das noch lange nicht, daß es stimmt ... Im Internet steht viel ... jeder darf auf seine Website schreiben, was er will. Deshalb sollte man mit Infos aus dem Internet sehr vorsichtig sein ...
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UrmelMurmel
Gast


Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 09.07.2005 - 14:29    Titel:  

Hallo Andreas,

es ist richtig, das Inulin chemisch gesehen aus Fruktose-Bausteinen besteht,
genauso wie Stärke aus Glukose-Bausteinen besteht und Haushaltszucker aus den zwei Bausteinen Fruktose und Glukose usw. Letztendlich bestehen alle höhermolekularen Kohlenhydrate aus einfachen Kohlenhydraten und demzufolge kann man aus höhermolekularen K. die einfachen K. durch Spaltung o.a. chem. Prozesse (auch Verdauung) isolieren.
Deswegen ist aber Inulin nicht dasselbe wie Fruktose, genausowenig wie Stärke dasselbe wie Glukose ist.
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UrmelMurmel
Gast


Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 09.07.2005 - 14:45    Titel:  

Und da es ja um die Kariogenität ging:

die Fruktose-Bausteine sind in Inulin so gut verknüpft, dass sie erst im Dickdarm aufgespalten werden können und somit als freie Fruktose vorliegen.
Somit ist Inulin ein Ballasstoff.

http://www.fructose.at/newsletter/archive/news_15052004.htm

Und es sind ja die niedermolekularen Kohlenhydrate, also Fruktose und Glukose an sich, und die Zweifachzucker, die eine so hohe Kariogenität haben.

Wie sehr Inulin nun kariogen ist, dazu hab ich noch keine Aussage finden können. Auf jeden Fall ist es ein Oligo-Sacharid und damit nicht bei den Mono- und Di-Sachariden anzusiedeln.
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