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Diamond recall wg. Aflatoxin und Pilze in Trockenfutter
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elsa



Anmeldungsdatum: 05.02.2005
Beiträge: 148
Wohnort: SH

Verfasst am: 04.01.2006 - 03:41    Titel: Diamond recall wg. Aflatoxin und Pilze in Trockenfutter  

Futter Recall - diamond petfoods Aflatoxin verseucht und Pilze in Trockenfutter

Recall für 5 Katzenfutter- und 14 Hundefuttersorten von Diamond Petfood hergestellt innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ausschließlich einer Produktionsstätte: Gaston, South Carolina.
Diamond Petfood startete einen Recall für alle in Gaston produzierten Sorten, die (verpilzten) Mais enthalten. Betroffene Tiere verendeten an schwerer Leberschädigung.
Die Cornell Uni und Diamond Petfood bestätigten nach Laboruntersuchungen den tödlichen Schimmelpilz Aflatoxin im Trockenfutter.
Vergiftungsfälle bei Katzen sind lt. Cornell bisher nicht bekannt.
Wie erkennen, welche Produkte - Genaue Herstellerinfos (english)

Berichte:
Cornell Chronicle online, 23.12.2005 (english)
oder: http://www.news.cornell.edu/
Suchen nach: Vet College is caring for dogs poisoned by contaminated food
Rochester Democrat and Chronicle. 22.12.2005 (english)
LME aktuell Meldung vom 24.12.2005 (deutsch)
Das verseuchte Futter ist nach Angaben der FDA (Food and Drug Administration der USA) auch in die EU exportiert worden.
Vetion Meldung vom 02.01.2006 (deutsch)
oder http://vetion.de/aktuell/
suchen nach: "Aflatoxin"
Mit Aflatoxin belastetes Futter auch in die EU geliefert - 02.01.2006
Mehrere Hunde in den USA durch Aflatoxin verenden - 29.12.2005

Diamond Petfoods produziert: Nutra Nuggets, Diamond Dog Formula, Premium Edge, Professional Pet Foods, Country Value


Ähnliche Trockenfutter recalls gab es bereits
1995 Nature's Recipe; Pilz: Vomitoxin (meist wird überlebt); Weizen (english)
und 1999 Doane Pet Care; diverse Marken und Rezepturen; Pilz: Aflatoxin (meist tödlich)(english)
2004 in Asien für Effem food: Whiskas, Pedigree und Kittekat (english)
Eine Petfood Recall Übersicht findet sich hier (english)

UrmelMurmel fragte sich in einem Thread "Trockenfutter - wie Anteile berechnen" beim Lesen fragte ich mich: "Trockenfutter, wielange hält sich das Zeug denn"
wie das Leben so spielt bekam ich heute über einen meiner Newsticker die Aflatoxin / diamonds Meldung "reingereicht" und wurde neugierig auf Futter recalls, nebenbei fand ich einen Bericht über Trockenfutterhaltbarkeit (english)

Beunruhigt hat mich im recall Zusammenhang:
nirgends ist eins der 29 Länder in die das diamond Futter exportiert wurde mit einer präzisen Warnmeldung am Start. Genannt werden sie auch nicht namentlich.

Ich bin ein kleiner Geizhals und neige zu Hamsterkäufen in Großpackungen - leider hält sich das Trockenfutter laut obigem Link knapp 7 nicht 39 wie hier erst stand Tage, dann gehts langsam los mit Pilzbildung, Inhaltsstoffveränderung, Vitaminverlust etc. - im Klartext - das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum bezieht sich nur (!) auf die ungeöffnete Packung. Die Inhaltsstoffangaben gelten also quasi die erste Woche, ab dann wirds weniger und irgendwann auch gefährlich.
Da dieses Futter für meine Katze kein Hauptfutter ist, sondern "Lekkerli" - um so schlimmer.
Mir ist aus hiesigen Katzenfutterverkaufsstätten dieser Ausspruch bekannt: Katzenzüchter kaufen hier oben durch die Bank nur Trockenfutter in Großpackungen - aha und staun! (In Naßfutter sei zuviel Mist)
Sie füllen das Sackweise in Futtertonnen um - aha und staun ...
Was sagen Eure Futterhändler um die Ecke zum Thema "was kaufen Züchter", wenn ihr sie fragt?

Interessant war der "Leseausflug" allemal - ich kauf jetzt lieber klitzkleine Säckchen!
Ich habe keinen Dosenfutter recall gefunden ...

Ich habe auch keine amtliche deutsche Stelle gefunden, die monatliche recalls veröffentlicht. In den USA lassen sich reichlich recalls jeder Art ab 1995 öffentlich einsehen. In Deutschland scheint der Firmenschutz (mögliche (Prestige-) Verluste) weit vor Konsumentenschutz zu gehen "huhu, wir hatten hier nen nachweislichen Produktionsfehler, schickt das Zeug mal zurück, wir korrigieren das selbstverständlich bevor ihr uns alle verklagt" is hier nicht.
Wer sich für die Fülle der US Recalls interessiert: http://www.recalls.gov/food.html
Von Kabeln über Medikamente bis Lebensmittel, alles dabei - jeden Monat in rauhen Mengen. Bei der kleinsten Abweichung - sicher ist sicher - beim amerikanischen Rechtssystem ja auch nicht verwunderlich.
Ich mußte fiese grinsen: Europäer machen wenig (öffentliche) Fehler, den Amis sind die Folgen einer Verschleierung des Offenkundigen vielleicht zu teuer?
Oder wie?
Oder warum haben wir keine öffentlich zugängliche Internetstelle, an der alle Rückrufe einsehbar sind?

Liebe Grüße
Elsa

PS - obs was bringt, Trockenfutter portionsweise einzufrieren fragt mein innerer Geizhals und zwingt mich, Euch das zu fragen.
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ema*



Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160

Verfasst am: 04.01.2006 - 08:50    Titel:  

Hallo,
für mich bestätigt die Lektüre dieses Beitrags nur das, was mir eine erfahrene Züchterin gesagt hatte: Trockenfutter nur in kleinen Tüten kaufen (400g) und schnell aufbrauchen. Auch wenn ich das Zeug aus der Tüte in dicht schließende Schraubgläser umfülle, werde ich das in Zukunft dann lieber so machen und nur noch die Winzpackungen kaufen. Bei mir gibt es Trofu ja eh nur als Leckerli und da brauch ich auch keine großen Tüten.
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Catgirly



Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573

Verfasst am: 04.01.2006 - 10:28    Titel:  

Hallo Elsa,

mir wird schlecht beim Lesen :( . Da Gizmo ja so auf TroFu steht - leider - komm ich nicht umhin, TroFu zu füttern. Und leider gibt es bei den von mir bzw. von Gizmo bevorzugten Sorten so gut wie nie kleine Packungen. Von Nutro hab ich gerade mal wieder nur 3 Kilo bekommen und das würde bei uns theoretisch schon 3 Monate halten. Felidae (das Gizmo aber völlig verschmäht) gibt es nur ab 1,8 Kilo.

Ich finde es eh schon so furchtbar, daß Gizmo durch nichts davon zu überzeugen ist, Nassfutter zu fressen (seit 4 Wochen versuche ich es jetzt und er "verhungert" mir regelrecht), aber dann noch das zu lesen gibt mir den Rest ....
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Anubis



Anmeldungsdatum: 02.01.2006
Beiträge: 11
Wohnort: NRW

Verfasst am: 04.01.2006 - 10:53    Titel:  

Nicht schlecht, kann einem bzw. Katze nur schlecht von werden.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir um die Haltbarkeit von Trofu auch nie richtige Gedanken gemacht. :oops: Obwohl es eigentlich sonnenklar ist wenn man genauer darüber nachdenkt.
Die Sache mit dem einfrieren ist ein guter Denkansatz. Aber ich glaube da müsste man erstmal schauen, welche Pilze/Mikroorganisem sich so ansiedeln und bei welchen Temperaturen sie absterben *grübelgrübel*.

@Catgirly
Ich habe leider auch so einen "Spezialisten" zuhause. Luzifer frisst nur NaFu aus der Dose, alles andere ist für ihn "bäh". Da ich jetzt auf das barfen umstelle möchte, habe ich mit ihm echt Probleme. Auch er würde mir wohl vor dem gefüllten Napf verhungern *seufz*.
Von Almo gibt es doch TroFu in 400g Beuteln, wäre das nichts für deinen Kleinen? (in Unkenntnis der genauen Bestandteile/Zusammensetzung).

Viele Grüße,
Anubis
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patchouli



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 726
Wohnort: Köln

Verfasst am: 05.01.2006 - 09:45    Titel:  

Hmh - als 'Auch-Trockenfutter-Junkie-Beherbergende' (tolle Wortkonstruktion :oops: :wink: ) komm ich bei solchen Nachrichten auch ins Grübeln. Ich fülle mein TroFu aus den 3 kg-Beuteln sofort in 100% luftdicht schließende Kunststoffboxen um und lagere sie dunkel und kühl.....und hoffe, daß das ausreicht :?

Liebe Grüße
Birgit
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Michaela



Anmeldungsdatum: 11.07.2005
Beiträge: 185

Verfasst am: 05.01.2006 - 11:04    Titel:  

Hallo,

wollte noch mal die Frage nach dem Einfrieren von Trofu aufgreifen.... Ich füttere ja auch ein klitzekleines bisschen Trofu (ca. 10 Gramm alle paar Tage vom Innova-Evo -enthält kein Getreide-, das ich mir immer aus USA mitbringen lasse). In mehreren Foren habe ich gelesen, dass TÄ empfehlen, Milbenallergikern vorher eingefrorenes Trofu zu füttern, weil Einfrieren die Milben abtötet. Kann mir vorstellen, dass das auch auf das Pilzwachstum zutrifft.
Andererseits, beim Auftauen lässt sich ja nicht verhindern, dass das Trofu feucht wird und das verbessert die Qualität dann sicherlich auch nicht gerade....
Konnte zum Einfrieren leider nur diese Beiträge aus Foren finden, hat jemand da vielleicht bessere Quellen aufgetan?
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elsa



Anmeldungsdatum: 05.02.2005
Beiträge: 148
Wohnort: SH

Verfasst am: 05.01.2006 - 15:30    Titel:  

Trockenfutter sollte man eher wie Brot behandeln und nicht wie Zwieback.

ema liegt mit ihrem Rat - innerhalb einer Woche verbrauchen richtig. Aber, das Futter sollte (wenn man es denn im kleinen Säckchen kauft) in seiner Verpackung bleiben, da die Hersteller Antioxidationsmittel "hineingasen" oder in die Tüte einarbeiten. Die sollte man sich erhalten - also den Sack in ein luftdichtes Gefäß.

Trockenfutterhaltbarkeit = 7 Tage nach Öffnung.

Einzige Alternative: in Wochenrationen einfrieren.

Für Michaela: vielleicht auf saugfähigem Untergrund auftauen?

Dieser nette Pilz findet sich auf 25 % der Welternte an Ölsaaten und Mais (hauptsächlich). (vermutet die Food and Agriculture Organization (FAO))
Es gibt diverse Verfahren, ihn festzustellen und wenige chemische, ihn zu vernichten, bzw, verseuchte Ware wieder "verkaufsfähig" zu machen. Aber absolut keine Möglichkeit, dieses Problems Herr zu werden und keine sichere Methode, den Befall einer Charge exakt festzustellen. Kurzum das Problem läuft unter "unvermeidlich" selbst bei höchster Sorgfalt bei Lagerung und Produktion. Darum gibts Grenzwerte, damit man das Produkt auch fix aus dem Handel ziehen kann.
Akute Vergiftung (z.B. Diamond) ist sehr selten, schleichende schon häufiger durch ständige Minimalbelastung. Krebsauslösend ist der Pilz auch noch.
In den Industrienationen ist es sehr sehr selten, den Pilz in hoher Konzentration mit der Ware angeliefert zu bekommen, dann hat man allerdings wirklich Pech gehabt. Der Pilz ist Hitze und Kälteresistent.

Liebe Grüße
Elsa
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 05.01.2006 - 16:16    Titel:  

Hallo,

mal vorab: Aflatoxine sind Mykotoxine (myko - Pilz und toxin - Gift), also Giftstoffe, die stark toxisch und Krebserregend sind, und von Schimmelpilzen produziert werden.

Einfrieren hilft gegen Schimmelpilz bzw. Mykotoxine, wie Aflatoxin, nicht - wenn sie erstmal da sind!
Sie lassen sich weder durch Erhitzen, noch Einfrieren, Säuren oder Trocknen entfernen, von daher hilft nur, befallene Lebens- oder Futtermittel wegzutun, wenn sie befallen sind!
unter Mykotoxine

Mykotoxine können auf zwei Wege in das Lebens- oder Futtermittel gelangen:
Einmal, wenn sich Pilzsporen aus der Luft auf das Lebensmittel absetzen (v.a. in feucht-warmer Umgebung) und ein Schimmelpilz- und damit Mykotoxinbefall entsteht. Das kann der Konsument erkennen (Schimmelbildung, Verfärbung etc.) und auch vorbeugen.
Zum anderen, wenn die Rohstoffe, aus dem das Endprodukt hergestellt ist, schon befallen und toxinhaltig waren. Das kann der Konsument nicht erkennen!
Quelle1
Quelle2
Quelle3
Die Aflatoxine kann man weder sehen, noch riechen oder schmecken.
Beispiel

Bei letzterem kann man, wenn man die Rohstoffe des Herstellers nicht kennt und nicht überprüfen kann, nichts dagegen tun und nur hoffen, dass pilzfreies Getreide verwendet wurde. Da bringt weder kurze Lagerung, noch kleine Tüten noch Einfrieren was, denn sind Mykotoxine im Futter drin, dann sind sie drin (und mit bloßem Auge nicht erkennbar).
So war das ja auch in der obigen Recall-Geschichte und da beeinflusst die eigene Lagerung des Trofus nichts mehr!

Bei ersterem kann man vorbeugen, indem man dafür sorgt, dass sich auf das Lebens- oder Futtermittel kein Schimmelpilz absetzt. Trockenfutter ist schon aufgrund seiner trockenen Substanz nicht so sehr gefährdet, wie sehr feuchte Nahrungsmittel.
Quelle
Schimmelpilze bilden (vermehren) sich v.a. in warmer (ideal 20-25°) und feuchter Umgebung und die Sporen werden über die Luft verbreitet. Bei der Lagerung von Getreide und Trockenfutter sollte also möglichst auf eine kühle und trockene Umgebung geachtet werden und möglichst luftdicht verschlossen. Die Betonung liegt auch auf trocken, also könnte Einfrieren u.U. nicht so gut sein, da sich im Auftauprozess Kondenswasser und damit ein feuchtes Millieu bilden kann. Kondenswasser fördert die Schimmelbildung zusätzlich.
unter Schimmel in Lebensmitteln
Man müsste also wenn, dann portionsweise Einfrieren und die Portion geöffnet auftauen lassen und sogleich verfüttern. Allerdings frage ich mich auch, ob beim Einfrieren nicht auch zuviele Vitamine flöten gehen?
Am besten ist also die trockene Lagerung im Kühlschrank oder kühl und so luftdicht wie möglich.

Die Gefahr sehe ich nicht so sehr in der eigenen Lagerung von Trofu, wenn man es nicht grad geöffnet in der feuchten und warmen Küche länger stehen lässt, (dann wird es ja sowieso auch recht schnell ranzig, v.a. die nicht chemisch konservierten Sorten) - sondern eher darin, dass der Hersteller schon verpilzten Mais oder Getreide verwendet hat und das kann man leider selbst nicht nachprüfen, höchstens das Trofu im Labor analysieren lassen.

Die Aflatoxine sind bei Mensch und Tier die am stärksten kanzerogen wirksamen Mykotoxine
Quelle
und kritische Produkte für Aflatoxine sind neben Nüssen und Kaffee: Mais!
Es gibt aber noch andere Mykotoxine, die sich dann auch in Getreide, Weizen, reis usw. finden können.
Quelle

Übrigens, kurz ot, habe ich beim googeln gelesen, das Weintrauben, gem. Nüsse und v.a. Pistazien, v.a. aus dem Iran, oft die Grenzwerte von Mykotoxinen überschreiten und vom Verzehr von letzteren deshalb abgeraten wird. Ist also ein Problem, das auch uns Menschen betrifft. Hier sieht man ein paar Proben und wieviel davon über den Höchstwerten lagen.

Ich persönlich lagere mein Trofu immer in Tupperdosen im Kühlschrank und kaufe inzwischen, statt der großen Säcke nur noch kleine, auch damit es mir nicht ranzig wird.
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Aiur



Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759

Verfasst am: 05.01.2006 - 16:29    Titel:  

Trockenfutter sollte "eigentlich" überhaupt keine Schimmelpilzsporen und nur sehr geringe Bakterienkeimzahlen enthalten.

Meine Firma testet viele (deutsche und ausländische) Tierfutter, auch Katzentrocken- uns Nassfutter ist dabei, und in jenen (deutschen) Trockenfutter findet sich niemals Schimmelpilz.

Natürlich- Wenn der Hersteller keine ordentliche Wareneingangskontrolle macht und verseuchte Rohstoffe ins Futtermittel gelangen, dann ist Holland in Not. Ein ordentlicher Futtermittelhersteller sollte aber regelmässig kontrollieren, mindestens die Rohstoffe, viele tun das auch.

Wenn man "sauberes" Trockenfutter so steril wie möglich (also nicht mit den Händen anfassen und möglichst wenig und kurz Luft herankommenlassen) abfüllt, kann da eigentlich nicht sehr viel passieren.

Ich habe zum Spass mal in meiner Firma eine ganz frische originalverpackte Probe Felidae- Trockenfutter und einen 3 Monate alten Rest aus dem alten Sack untersuchen lassen, und beide waren völlig sauber was die pathogenen Keime sowie Hefen/Schimmel anging.
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 05.01.2006 - 16:35    Titel:  

Zitat:
Trockenfutterhaltbarkeit = 7 Tage nach Öffnung.


Das kann nicht sein bzw. kommt es sehr auf die Art der Lagerung an.
Ich lagere mein Trofu in Tupperdosen luftdicht im Kühlschrank und so war es bisher auch nach 1 Monat noch gut.
Wenn sich dort Mykotoxine durch meine Lagerung befinden würden, müsste ja auch ein Schimmelpilz da sein, der die Mykotoxine produziert hat. Und das würde ich ja mitbekommen. Sowas entsteht auch eher bei feuchter und warmer Lagerung mit Luftkontakt.

Sollten Mykotoxine schon vorher drin gewesen sein, durch einen Rohstoff vom Hersteller, kann meine Lagerung da auch nichts mehr ändern, dann ist mein Trofu von vorneherein ungenießbar.

Also entweder hat man schon Mykotoxin verseuchtes Futter gekauft, dann ist eine Lagerung eh egal, oder man hat es sich eingefangen durch Schimmelbildung, aber da wird es doch vorher sowieso auch ranzig.
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 05.01.2006 - 16:38    Titel:  

Aiur schrieb:
Ich habe zum Spass mal in meiner Firma eine ganz frische originalverpackte Probe Felidae- Trockenfutter und einen 3 Monate alten Rest aus dem alten Sack untersuchen lassen, und beide waren völlig sauber was die pathogenen Keime sowie Hefen/Schimmel anging.


Vielen Dank für die Info!
Ich denke auch, das sich in meinem trocken, kühl und luftdicht verschlossenen Trofu so schnell kein Schimmelpilz bildet.
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Aiur



Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759

Verfasst am: 05.01.2006 - 17:06    Titel:  

@UrmelMurmel

Das ist richtig, in dem Fall waren die Mykotoxine schon im Rohstoff drin, dieser war schimmelverseucht.

Trockenfutter wird ja nun auch hoch erhitzt, bis auf hitzeresistente Schimmelarten, die aber sehr selten sind (und kein Aflatoxin produzieren ;), das tut nur Aspergillus flavus), kann da kaum etwas überleben.

Schimmel wachsen gerne bei Raumteperatur ABER mit einem hohen aW- Wert, also hoher Feuchtigkeit. Und die ist in einem richtig gelagerten Trofu nicht enthalten, 10 % reichen da nicht für eine massive Schimmelbildung.
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susie



Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 121
Wohnort: Neuenburg am Rhein

Verfasst am: 05.01.2006 - 17:56    Titel:  

Ich hab nen kleinen Shop gefunden, da kann man vakuumverpackte Beutel bekommen. Also z. B. 2 kg Felidea kaufen und auf 500 g einpacken lassen. Finde ich super. Man bekommt die großen Tüten zum eigentlichen Preis und hat aber doch nicht den ganzen 2 kg Sack offen. Einfach nachfragen wegen Vakuumieren.

www.isabello.de

Ich finde diese Idee gar nicht schlecht. Ich hab mir letzthin dort auch 2 kg Felidae bestellt und eben in 500 g Beutel abpacken lassen.

LG Michaela
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Aiur



Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759

Verfasst am: 06.01.2006 - 19:42    Titel:  

Es wäre ja vielleicht auch eine sinnvolle Idee sich ein Gerät zum Einschweissen von Tüten zuzulegen, die kosten ja wirklich nicht die Welt, und sich dann einen grösseren Trofu- Sack (der ja schon WESENTLICH günstiger ist als seine kleinen Varianten) in vakuumierte kleinere Portionen aufteilen.
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elsa



Anmeldungsdatum: 05.02.2005
Beiträge: 148
Wohnort: SH

Verfasst am: 07.01.2006 - 10:47    Titel:  

Hallo,

an Aiur und UrmelMurmel -
was Aflatoxin betrifft: die Wahrscheinlichkeit übers Futter eine Überdosis a la diamond abzubekommen halte ich ja auch nicht für sehr wahrscheinlich.
Aiur - war die Probe Deines Futter auf Schimmelpilze oder auf die Toxine?


zu Haltbarkeitsdatum = 7 Tage
da gehts mir nicht nur um Pilzgift -
ja, das ist zweifelhaft und vielleicht paranoid, gebe ich gerne zu.
Es ist meine Entscheidung / Einschätzung auf der Grundlage einer Empfehlung des englischen Beitrags. Und diese Entscheidung treffe ich, weil die Hersteller nicht gerade transparent machen, wielange die Inhaltsangaben nach Öffnen der Tüte gelten.
emas Rat oder meine Entscheidung als "richtig" zu postulieren mag ungeschickt sein, ich weiß nicht, was hier "richtig" oder "falsch" ist.
Mal ein paar Hersteller anschreiben, mal sehen was die sagen.

zu Aflatoxin Akut Vergiftung:
Diamond und die anderen Fälle, auf die ich verlinkt habe stellen das extreme (akute Vergiftung) "tödliche" Ende dar - sehr selten, ok. Meine ich aber auch schon verdeutlicht zu haben.
Kann ich dieses Ende auch mit Hausmitteln nach Tütenöffnung erreichen? - wenn ich richtig heftig dran arbeite und eine unkontaminierte Tüte offen (?) ein paar Monate (?) bei 30 Grad in der Dusche aufbewahre.
Die Bedingung für sowas liegen wohl bei: Verregnete Ernte mit Hitze und feuchter Lagerung.

zu Aflatoxin chronisch, schleichend
Kann ich das mit Hausmitteln nach Tütenöffnung erreichen? - denke ja.
Kann ich das auch mit Hausmitteln verhindern - denke ja - bestätigt ihr ja auch, solange es nicht in diamond Mengen angeliefert wird.
und andere Mykotoxinvergiftung
Welche Pilze produzieren welche Gifte in meinem Haushalt und was gibts da noch so? Da half mir diese Seite:
http://www.fak-hauswirtschaft.de/mikrob.htm

Aflatoxin - was mich beunruhigt
Der Grenzwert für Aflatoxin in Lebensmitteln ist auf 2 Mikrogramm pro Kilo festgelegt (für Säuglingsnahrung auf 0,05 Mikrogramm), ich kann aber aus der festgestellten Giftmenge keine Rückschlüsse auf die Menge vorhandener Pilze ziehen -Gift ist vorhanden, Pilz nicht- -viel Gift, wenig Pilz- kommt vor.
Was kriege ich also dank eines politisch auf wissenschaftlicher Basis festgesetzten Grenzwertes des Giftes nach Hause geliefert? Legale 2 Mikrogramm Gift pro Kilo, wieviel "arbeitsfähigen Pilz"?
Verregnete Ernte mit Hitze und feuchter Lagerung - Belastung hoch, was passiert mit dem Getreide? Man kann das Gift "rausholen", man kann das aber auch so hinkriegen: man mische verseuchtes mit nicht verseuchtem, bis der Grenzwert stimmt.

Mich beunruhigt die chronische Wirkung des Aflatoxin (B1) in Verbindung mit der Tatsache, es ist aus Getreide nicht zu eleminieren, nur unterhalb des Grenzwertes (2 Mikrogramm pro Kilo) zu halten.
Die letale Dosis für Erwachsene wird mit 0 - 10 mg pro Kilo angegeben, für Kinder mit 9 - 18 Mikrogramm pro Kilo; beim Abbau dieses Toxins im Säuger spaltet sich ein Teil ab und geht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit der DNA in der Leber eine Verbindung ein => Toxin ist mutagen und karzinogen, Lebertoxisch (weil da beim Abbau des Toxins die DNA Verbindung stattfindet). Die Wahrscheinlichkeit, das DNA Verbindungen dabei bösartig mutieren wächst über die Jahre ...

Mich beunruhigt, warum ich keine Erklärung finde, warum Akutvergiftungen mit Dosen nicht vorkommen.


wie ist denn das mit der Überprüfung, Einhaltung und Verbraucherinfo
Hmm - wie gut halten sich denn die Hersteller an die Grenz- und Orientierungswerte bei den Aflatoxinen und bei anderen Pilzgiften wie Fumonisine, Deoxynivalenol (DON)(Vomitoxin), Zearalenon (ZEA) und Ochratoxin A?
Mein Eindruck (!) bemüht am Grenzwert und zart drüber zu bleiben, je weniger akut die Auswirkungen einer Vergiftung sein können, desto öfter geht man auch mal etwas drüber.
Sind die Grenzwerte für jedes Gift einzeln festgelegt worden?
Was ist mit Mehrfachbelastung?
Wie wird geprüft und ist es teuer, die Grenzwerte zu überschreiten? Wie ists bei den Richtwerten, kostet es da überhaupt was oder wird nur abgemahnt?
Gelten andere Werte oder andere Probenziehungsbestimmungen für Tierfuttergetreide als für "Menschengetreide"?
Alles Dinge, die ich nicht weiß.

Wenn was passiert, werde ich auf jeden Fall informiert? - Jain, die endlich gefundenen wöchentlichenEU Warnungen sehen so aus: Datum, Land A lieferte an Land B und C Pistazien mit zu hohem Aflatoxingehalt.
Erfahre ich, wer die Dinger herstellt, wer sie importiert, wer sie mir unter welchem Firmennamen verkauft? Nö oder nur wenn meine Regierung meint das wäre jetzt aber mal ganz dringlich, ich könnte ja tot vom Stuhl fallen oder die Presse sich meiner annimmt. Ich kann nur versuchen Pistazien aus dem gesamten Iran nicht mehr zu kaufen. Ist ja auch eine Methode.

Wie wird wann wieviel geprüft
- wie kann ICH das Risiko einschätzen
Ich will ja gar nicht das Rundumsorglospaket "schützt mich", ich will nur wissen, wie sieht die Realität denn überhaupt aus. Oder auf welcher Basis beurteilen das die Prüfinstanzen?
Wenn ich dann mit meinen Fragen auf diese
Broschüre des Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit stoße, die diesen Anspruch erhebt "Diese Broschüre informiert über Vorkommen, Verbreitung und Gefahren von Schimmelpilzgiften. Zudem gibt sie Tipps zur Vermeidung von Mykotoxinen und im Umgang mit verschimmelten Lebensmitteln." staune ich, dürftiger gehts nicht.


Mal ein Beispiel für "normal prüfen":
Brauereigerste auf die gängigen Pilzgifte prüfen: auf 3000 t eine Probe.
Ein Beispiel für "auf Risiko prüfen"
(z.B. ist das Risiko Aflatoxin bei Pistazien aus Iran hoch einzuschätzen, weil seit 1977 immer mal wieder regelmäßig vorkommend, also werden öfter Proben gezogen)
Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Sigmaringen und Stuttgart haben 2003 für "Menschenmais" (Grieß, Cornflakes (war ok), Mehl) etwas mehr Pilztoxinbelastung festgestellt, Grund für eine "umfangreichere" Untersuchung in 2004:
31 Proben MMehl, 42 MGrieß
Aflatoxin - jeweils 3 Proben drüber
Fumoniside - einmal 19, einmal 20 Proben drüber
Abschließende Bemerkung zum Aflatoxingehalt: "Bei Berücksichtigung von Wiederfindungsrate und erweiterter Messunsicherheit kann der Hersteller nicht garantieren, dass das Produkt mit Werten knapp unterhalb der Höchstmenge verkehrsfähig ist."
Woher kamen die Proben mit der meisten Belastung? Italien.

Für mich bleibt das weiterhin ein spannendes Thema.

Liebe Grüße
Elsa
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Aiur



Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759

Verfasst am: 07.01.2006 - 15:26    Titel:  

@elsa die Probe war auf lebende Schimmelpilze.

Eine Untersuchung auf Aflatoxine könnte ich sicher auch noch anleiern, aber da müsst eich dafür wohl erstma Überzeugungsarbeit leisten, mal eben vom eigenen Gehalt bezahlen kann ich das nicht :P.

Wie gesagt untersuchen wir Futter verschiedener Hersteller und auch Rohstoffe, natürlich alles deutsche bzw. euroüäische, über Amifutter kann ich nichts sagen. Diese jedoch waren auch in der Aflatoxinuntersuchung bisher nie positiv.

Und hey, da sprichst du ja genau aus meinem Metier ;), all das und noch viel mehr in LEbensmitteln, futtermitteln, Getriede, trockenfrüchten und und und untersuchen wir täglich zu 1ooen.

Es kommt immer ganz aufs Produkt an, ich rede jetzt z.B. mal von Getreide, unabhängig ob für Nahrungsmittel oder Mälzerei.
Hier werden stichprobenartig sowohl verschiedene Pilzgifte als auch direkt der Gehalt an lebenden Schimmelpilzen kontrolliert.
Eins ist natürlich klar, man kann nicht jedes Korn einzeln überprüfen, es kann immer nur Stichproben geben, und wieviel die bei x Tonnen wirklich aussagen- nunja. Aber so sieht es der Gesetzgeber vor.

Es gibt 100e potentiell schädliche Subsanzen in unseren Nahrungsmitteln genau wie in Tierfutter. Du kannst die niemals aller annehmen, ein Skandal jagt den nächsten, Pestizide en masse werden in Cremetörtchengefunden, leider war die Charge schon 5 Tage im Handel zum Verkauf. Nächstes mal ist es wieder Hühnerfleisch, übernächstes Mal Babynahrung.
Tierfutter darf immer noch mit BHA/BHT konserviert werden, das potentiell krebserregend ist, "angeblich sehr niedrige Dosierungen" hin oder her.
Wir essen quitschblaues Eis mit einem Farbstoff, dessen chemische Zusammensetzung wir erst nach 5 minütigem Üben über die Lippen bringen, jedes Fertiggericht enthält Bindebittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Farbstoffe... und wir wundern uns das wir krank werden.
Doch was will man tun? Nicht mal selbstanbauen oder im Falle Fleisch züchten würde das ganze wirklich verhindern.
Schimmelpilztoxine sind ein kleines Erbsenkorn in einem riesigen Lagerraum voller möglicher Gefahren.

Ich würde mal sagen, mit "wir mischen kontaminiertes Getreide soweit mit normalen, bis wir den Grenzwert so gerade unterschreiten" liegst du schon ganz richtig.
Wie sollte es in der heutigen Zeit der Gewinnmaximierung sonst sein? Wer würde schon "wirklich" 5.000 t kontaminiertes Getreide mal eben entsorgen, was wäre das für ein Kostenfaktor.

Die einzelnen Schdstoffe werden übringens für sich bewertet, nicht gemeinsam. Wenn etwas wirklich voll mit allen möglichen Belastungen wäre, wäre es sicher anders, aber das kommt nur sehr selten vor.
Wo ein Pilz wächst, verdrängt er meist einen zweiten. Meist werden nur wenige Pestizide eingesetzt, nicht gleich 10.

Viele Hersteller jetztmal z.B. von Getreide haben sich zu Verbänden zusammengeschlossen, die freiwillig ihre Ernten kontrollieren lassen, z.B. von dem Institut, in dem ich arbeite. Bevor diese Ergebnisse nicht da sind, kommt dieses Getreide nicht in den Verkehr.
Was damit passiert, wenn es nicht OK ist, wissen wir natürlich nicht ;), wie oben schon beschrieben.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit kann immer nur Stuchproben ziehen, klar, es wäre ein unmöglich machbarer Aufwand, ALLES nochmal von offizieller Seite aus kontrollieren zu lassen.

Wenn da etwas auffällt, und es ist wirklich etwas schlimmes, wird das entsprechende manchmal vom Markt genommen. Der Hersteller bekommt eine amtliche Gegenprobe, die er in einem Labor seiner Wahl nochmal unteruchen lassen kann, zu seiner Entlastung.

Fürs erste wird meines Wissens nach nur abgemahnt (es sei denn ebe, es sei etwas wirklich verheerendes, an 0,5 µg DON zuviel stirbt ja noch niemand), sollte es wiederholt auffallen, drohen Strafen bis zur Betriebssschliessung.

Der Verbraucher wird wohl eher nur in den seltensten und prekärsten Fällen informiert, oft auch "nur" durch die Presse, die Wind bekommen hat, da müssen wir uns wohl nichts vormachen.

Nach erfolgter Warnung keine Pistazien mehr aus dem Iran zu kaufen ist auch keine Lösung ;). Sei versichert, auf der fertigen, hübschen 200 g- Verpackung, die du im Laden in den Einkaufswagen legst, wirst du keinen Hinweis darauf finden, ob die aus dem Iran, der Türkei oder den USA sind. Das ist nicht vorgeschrieben.

Was du als Verbraucher natürlich nur sehen kannst sind die offiziellen Prüfungen, aber sei versichert, jeder grössere Hersteller ist sehr auf die Qualität seiner Produkte bedacht, und viele testen in grossen Umfängen sehr regelmässig. Natürlich kann es immer schwarze Schafe geben... Die werden dann durch Zufall irgendwann vom Amt entlarvt... oder auch nicht...
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elsa



Anmeldungsdatum: 05.02.2005
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Verfasst am: 10.01.2006 - 22:12    Titel:  

Hallo,

@Aiur - Deine Ausführungen können einen ja schon etwas "deprimieren".
Sinngemäß sagst Du ja in "Zeiten der Gewinnmaximierung" sei das Verhalten am Markt "ganz normal" und das Übel abwenden können für den Verbraucher eher eine Illusion.
Seufz. Aus Deinem Erfahrungsalltag heraus sagst Du, es wird viel getan. Ok, das ist ja schon mal beruhigend.
Schöner wärs ja, wenn man das als Verbraucher gemütlich nachlesen könnte, was, wie und warum genau.
Ich mag mich nicht wirklich drauf verlassen, etwas zu glauben, wenn die Möglichkeiten sich zu informieren so erschwert werden und ich an den Beispielen USA, Dänemark sehe - geht auch anders mit der Informationsversorgung der Bevölkerung.
Für mich heißt es aber auch - Gesetzgebung und Kontrollen sind nicht darauf angelegt, ein Verhalten zu fördern, sich immer mehr unterhalb der Grenzwerte zu orientieren.
Profitabel ists die obere Grenze bis zum Anschlag auszuschöpfen und ab und an Überschreitungen ins Budget einzuplanen.
Japan hat übrigens eine Nullgrenze für Aflatoxine.
Du fragst "soll man das denn alles vernichten" - nein, aber immer mehr runtermischen z.B., und das irgendwie auch kenntlich machen das man daran auch interessiert ist, es als besonderes Qualitätsmerkmal vermarkten meinetwegen, wenn man immer mehr unter den Grenzwerten bleibt.


Die EU Meldungen geben nichts her was "wer wars denn mit welchem Produkt" betrifft und die Kosten sind wohl nicht gerade riesig bei moderaten Verfehlungen.

--- Kleiner Ausflug in die Gentechnik zum Thema "Kosten bei nicht moderaten Verfehlungen"
Syngenta mußte beispielsweise für 4 Jahre "öh, sorry ist uns gar nicht aufgefallen, den Deutschen 4 Jahre lang Genmais statt normalen Mais geliefert zu haben" gar nichts bezahlen. 375.000 Dollar für die gleiche "Verwechslung" in den USA.
Ich würde mal sagen, ziemlich billige "Feldstudien" um ein Produkt auf dem Markt einzuführen. Die Überprüfung, obs denn nun gefährlich war oder ist übernimmt kostentechnisch gesehen das Land in dem die "Verwechslung" stattfand.
"Lustig" in dem Zusammenhang auch dies: ein US-Rapsbauer wird von Monsanto verklagt auf seinen Feldern ihren Genraps ausgebracht , aber leider die fällige "Lizenzgebühr" dafür nicht bezahlt zu haben. Der Bauer sagt: habe das weder gekauft noch ausgesät und kann das auch belegen. Gerichtsurteil: eigentlich gehört dem Bauern, was auf seinen Feldern wächst oder "angeweht wird", bei Genprodukten sei das aber nicht so. Zahlen sie bitte. Das ging dann ein paar Jahre hin und her, letzendlich muß er nicht bezahlen mit der Begründung, er ziehe ja keinen Profit aus dem Genraps. Monsanto muß nichts bezahlen für unerwünschte Anwehung und damit Ausbringung des Saatguts auf des Bauers Feldern. (http://www.percyschmeiser.com/)
Tja. Nicht nett und an Absurdität kaum überbietbar.
Ausflug beendet ---

Zurück zum Gift:
Was wir da so alles untergejubelt bekommen ist in seiner Gesamtheit für den Einzelnen wohl schwerlich erfassbar.
Aflatoxine und Ochratoxin A zusammen dauerhaft immer fein an der Höchstgrenze lang und leicht drüber schädigt aber meine körpereigenen Entgiftungs- und Abwehreinheiten (Leber, Niere, Darm, Imunsystem). Und ich habe wenig Chancen mich davor zu schützen. Ist ja nett, das in Europa die Akutvergiftung weitesgehend ausgeschlossen werden kann, aber wenn ich gesundheitlich nicht so ganz auf der Höhe bin, oder noch ganz klein, oder ein Haustier - siehts trotzdem ungemütlich aus.
Da ist es ja mit den Schimmelpilzen an Bauten (etwas) einfacher herauszufinden was los ist und jemanden dafür zu verklagen - bei schleichender Langzeitwirkung durch Lebensmittel habe ich kaum Chancen da auch nur einen Zusammenhang herzustellen.

Absolute Sicherheit wirds nie geben, aber mehr Transparenz, und damit bessere Möglichkeiten eigene Entscheidungen zu fällen vielleicht schon.
Die Dänen sind da beispielsweise ein paar Schritte weiter: dänische Warnmeldungen mit Produktname, Importeur und Verkäufer, die kann ich per mail oder RSS-Feed angeliefert bekommen. Da ist es dann auch leichter mal so zwischendurch entspannter zu schauen, was tut sich denn da bezüglich der Verhinderung solcher Vorfälle, sind die irgendwie weiterkommen ...
Bei uns schreckt ja schon der Aufwand ab, den man betreiben muß um überhaupt an Infos zu kommen. Wenn man dann noch mitkriegt, erwünscht ist das Informationsbedürfnis auch nicht, da ein Gesetzesentwurf (Verbraucherinformationsgesetz) für mehr Transparenz leider gerade abgelehnt wurde, demotiviert das wahrscheinlich auch eher.
Das größte Druckmittel einzusetzen "ich kauf das nicht mehr" oder vom Hersteller verlangen "ich kauf das erst wieder, wenn Du nachweist, Deine Methoden optimiert zu haben" ist in D ganz schön schwierig bis überhaupt nicht möglich, wenn man nicht mal weiß was man denn nun nicht mehr kaufen soll!

Nett wäre es, irgendwo bestätigt zu bekommen, die Aflatoxin Fälle im Futter sind alle auf kontaminierte Anlieferung von Getreide zurückzuführen und haben absolut nichts mit dem Trockenfutterherstellungsprozeß zu tun - immer noch die Frage die mir als allererstes durch den Kopf ging, warum ist das in all den Jahren nicht auch mal in Dosenfutter vorgekommen?

Inzwischen habe ich zu Kühlschranklösung und Vakuumieren möglich und effektiv noch etwas gefunden :
"Eine hohe relative Luftfeuchtigkeit (> 90% ) ist günstig für ein schnelles Wachstum von Schimmelpilzen, während ab < 75% rel. Luftfeuchte nur noch mit langsamem Wachstum zu rechnen ist. Temperaturen um 25 °C gelten als optimal für die Bildung von Aflatoxinen und Ochratoxinen. Bei Kühlung unterhalb von 8 °C bzw. 4 °C wird die Bildung von Aflatoxinen bzw. Ochratoxinen eingestellt. Durch Änderung der Lagerungsatmosphäre kann ebenfalls die Mykotoxinbildung gehemmt werden. Für die Inhibierung werden folgenden Werte für die Zusammensetzung der Atmosphäre angegeben: > 10 % CO2 oder O2 < 20 % bzw. >90 % (Inhibierung der Aflatoxin-Bildung) (...) (Baumgart, 2001; Weidenbörner, 1999 und 2001).
Wie UrmelMurmel schon ausführte: kühl, trocken und wenig Sauerstoff (Deckel drauf oder vakuumieren), dann kann sich was auch immer vorhanden ist nicht weiterentwickeln.

Einen Nachtrag hätte ich noch - LD50 und TD50 für Aflatoxin B1:
LD50 (Letale Dosis, bei deren Konsum über 50% sterben)
Die orale LD50 für Aflatoxin B1 in mg pro kg Körpergewicht
nach cbwinfo
Hamster 12,8 mg/kg; Ratte 5,5 - 17,9 mg/kg; Meerschweinchen 1,0 mg/kg; Hund 0,8 mg/kg; Katze 0,55 mg/kg
nach Michigan State University
Hund 0.5-1.0 mg/kg; Katze 0.3-0.6 mg/kg

mg/kg = ppm; 1 mg / kg = 1 ppm: 1 Zuckerstück in einem Tanklastzug mit 2.700 l
Die tödliche Dosierung für Hunde umschreibt Cornell bildhaft mit "1 Tropfen in einem Swimmingpool mit Olympiamaß reicht"
Der EU-Grenzwert für Getreide liegt bei 0.02-0.05 ppm
"2 mg/kg erreicht man oral mit 0,4 mg/kg verteilt auf 5 Tage bei Pferden, das reicht als tödliche Dosis für ein 6 Monate altes Pony oder für klinische Sympthome bei Jährlingen . Keine Krankheitszeichen bei 1 mg/kg Aflatoxin B1 über 5 Tage (0.2 mg/kg/Tag p.o.)"
(vetpharm)

TD50 (Lebenslange Tumorauslösende Dosis bei über 50 % der Konsumenten in mg/kg pro Tag)
TD50 für Ratten wird mit 0.0032 mg/kg/Tag angegeben.
Menschen: TD50 AflatoxinB1 = 1,15; Aflatoxin M1 = 10,38 diese Werte sind quasi von den Rattenwerten "hochgerechnet" worden ...

Habe ich jetzt hier "viel Wind um nichts gemacht" - oder so schlimm isses doch nicht mit dem Aflatoxin?
Ein klein wenig schon, aber irgendie auch wieder nicht.
Hmm - ich habe jetzt sozusagen die Auswirkungen mangelhafter Transparenz (auf mich) an einem Beispiel im Schnelldurchgang abgearbeitet.
Glaube, die Langzeitwirkung und das Zusammenspiel verschiedener Pilztoxine in kleineren Dosen sind für Lebewesen die länger leben sollen als eine "Verwertungsperiode" (noch) nicht sonderlich gut dokumentiert oder in den Verbraucherschutz einbezogen.


Lande ich nach einem verregneten Sommer um Weihnachten herum im Krankenhaus und der behandelnde Arzt fragt ob ich regelmäßig trinke, weil meine Leber vergrößert ist, kann ich jetzt wenigsten anführen: ööh, ich habe die letzten Monate Unmengen Feigen, Pistazien, Haselnüsse, Kokosflocken und Maismehl etc. konsumiert, bevor ich auf Ihrem Tisch lag, können Sie mal gucken obs was mit Aflatoxin zu tun haben könnte? *schräge grins*


Liebe Grüße und danke für Eure Beiträge, Infos und Links!
Elsa
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Aiur



Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759

Verfasst am: 10.01.2006 - 22:50    Titel:  

Die Erklärung, warum solch ein Fallin vielen Jahren niemals in Nassfutter vorgekommen ist, könnte sein, das Nassfutter zumeist nur aus Fleisch und Schlachtabfällen besteht, ggf. mit einem immer noch recht geringen Teil an pflanzlichen Stoffen (einfach mal vergleichen mit Trockenfutter, das ja gerade in "billigeren" Regionen zum grössten Teil aus pflanzlichen Stoffen besteht.
Nassfutter wird pasteurisiert/sterilisiert, wenn es aus dem Autoklaven kommt lebt darin kein einziges Bakterium mehr, auch keine Schimmelspore hat es überstanden (ausgehend vopn korrekter Erhitzung).
Was an Schadstoffen darin ist, muss vor der Bearbeitung hineingelangt sein, danach passiert nichts mehr, ausser das das Fett nach 2 Jahren langsam ranzig wird und die Vitamine abbauen.

In Fleisch und Nebenprodukten sind nicht Schimmel das Problem, den Fleisch verschimmelt seltenst. Hier liegt eher auf Enterobakterien, zu denen auch die Salmonellen gehören, Pseudomonaden, Staph, aureus und andere Krakheitserregende Bakterien das Hauptaugenmerk.
Einige von ihnen produzieren Toxine, die auch nach ihrem Tod noch verbleiben.
Fleisch und Organe verschimmeln eben eher nicht, allein schon weil die mehr oder weniger ausgeprägte Bakterienflora ihnen da gar keinen Raum mehr lässt (100.000 / g sind durchaus in Ordnung und nicht besondersviel, man findet auch durchaus mal 10.000.000 Gesamtkeimzahl /g, und das in Fleisch, das für den menschlichen Verzehr bestimmt ist.) und ohne Schimmel kein Afla, kein OTA, kein DON und kein Zearalenon....
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elsa



Anmeldungsdatum: 05.02.2005
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Verfasst am: 13.01.2006 - 23:30    Titel:  

Hallo!

@ Aiur - das "runtermischen auf Grenzwerthöhe" ist eigentlich verboten? (Reine Neugierfrage, gemacht wirds ja auf jeden Fall)
Es gibt ja diese EU Kennzeichnung:
"Das Erzeugnis muss [...] einer Sortierung oder einer anderen physikalischen Behandlung unterzogen werden, um die Aflatoxinkontamination zu reduzieren". Und darf im Fall von Mais dann beispielsweise 5 statt 2 Mikrogramm AflatoxinB1 enthalten - der Verwendungszweck darf dann ja nur nicht direkter Verzehr oder Verwendung als Lebensmittelzutat sein.
Ich habe daraus geschlossen runtermischen ist erlaubt - stimmt nicht?

Und danke für den Erklärungsvorschlag!
Autoklavieren - ok, der Produzent ist tot. Die Menge machts (Getreideanteil TroFu, mit staunen sah ich bei Aldi Getreide an erster Stelle im TroFu).
Und die vielen hübschen neuen "Aussichten" ... einige davon kenne ich noch gar nicht.
Vielleicht noch ein wenig von dem hier:
Irgendwo habe ich gelesen, Aflatoxität hängt von der eigenen Produktionsmenge eines bestimmten Leberenzyms ab (Glutathione S transferase enzyme (GST) (Ligandin)), so ne Art in jeden Säuger eingebaute Giftabbauhilfe und DNA Schädigungsschutz - je mehr man davon hat, desto schneller kann man manch Fieses wieder "rausbefördern",.
Man kam drauf bei der Frage, wie wird das überhaupt im Körper abgebaut und warum sind denn Mäuse soviel resistenter gegen Aflatoxin als Mensch und Ratte und brachte das in Zusammenhang mit erhöhter GST Produktion der Mäuse.
Katzen sollen mehr dieser körpereigenen Entgiftungshilfe für Aflatoxin haben als z.B. Hunde. Dann müssten allerdings die LD50 u. TD50 Werte bezüglich der Katze höher sein. Tja, kriege ich katzenbezüglich nichts zu raus. Wäre ja auch noch ne zusätzliche Erklärung warum keine Katzen im diamond Zusammenhang auftauchen. Erwähnenswert.


- ob der zugehörige Pilz / Sporen in meiner Wohnung lebt könnte ich für 99 Euro vielleicht mit diesem (oder einem anderen Test) Do-It-Yourself Schimmeltest feststellen, wenns denn dringend ist.
Auf der Seite gibts neben Infos auch eine wöchentliche Schimmelpilz Außenluftmessungen von 2004 verschiedener Städte u.A. HH, Berlin.


Liebe Grüße Elsa
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Aiur



Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759

Verfasst am: 14.01.2006 - 13:02    Titel:  

Zum Do-it-Yourself- Schimmeltest.

99 Euro ist happig.
Für einen WESENTLICH geringeren Preis könntest du dir z.B. bei unserem Institut spezielle Schimmelabklatschplatten bestellen, deine Schimmelstellen abklatschen, sie zurückschicken UND von Fachpersonal auswerten lassen.
Bei nicht ganz klaren Fällen überprüft sogar ein Dr. Dipl. Biol. das Ergebnis.

Gut, 10 Schimmelplatten bekommst du für 100 Euro nicht ausgewertet, das ist aber auch unnötig, weil es sich, wenn sich mehrere Stellen in der Wohnung befinden, allermeistens um ein und dieselbe Spezies handelt (was man als Laie auch an der Farbgebung erkennen kann).

Selbst Schimmelplatten auswerten ist sicher "lustig", die kompetente Differenzierung der Spezies erfordert aber doch eher nicht nur eine mikrobiologische Ausbilung bzw. Studium, sondern auch noch mehrere Lehrgänge in Sachen Schimmeldiagnostik.
Und- ohne Mikroskop- kann man da wirklich nur Vermutungen anstellen, da sich viele ungefährliche und giftige Spezies vom äusseren her durchaus ähneln.
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elsa



Anmeldungsdatum: 05.02.2005
Beiträge: 148
Wohnort: SH

Verfasst am: 01.02.2006 - 05:21    Titel:  

Ich möchte mal die diamond Geschichte beenden(inklusive Antwort, warum es keine Katzen betraf):
(es gab (2 (lt. Cornell)) Katzenfälle, aber die konnten nicht beweisfähig zugeordnet werden)

Am 03.01.2006 (diamond Recall Meldung 20.12.05) ging von der FDA ein Fax an das Health & Consumer Protection Directorat in Brüssel mit der Benachrichtigung über den diamond Vorfall incl. der Presseveröffentlichung (das ist das, was auch auf der diamond site steht) der Firma zum Recall.
Dort wurden dann auch die belieferten europäischen Länder genannt:
Bulgarien, Finnland, Polen, Frankreich, Ungarn, Spanien, Italien, Tschechoslaowakei, Lettland, Schweden, Dänemark, Littauen, Griechenland und Portugal.
Die Behörde hat nach diesem Fax bei der FDA nach Details zu "an wen geliefert und in welchen Mengen" angefragt.
(Was aus der Anfrage geworden ist, bis jetzt im Netz nicht herauszubekommen)
Bis dieser Behördenweg zu Infos führte hat vielleicht schon das hier zu "keine Gefahr für Europa" geführt:

Diamond wirbt auf seinen Seiten mit Direktbezug der Zutaten ohne Zwischenhändler und immer ausschließlich von einer Quelle. Das macht die Rückverfolgung wahrscheinlich einfacher.
Es gab in den USA letzten Sommer eine "Aflatoxin-Ernte" im mittleren Westen (Illinois, Iowa, Indiana, Ohio, Missisippi, Indiana), das war diamond bekannt.
Als Reaktion gab es Anweisungen, verstärkt auf Aflatoxin zu testen, im September wies man wöchentlich 1 bis 2 Lieferungen wegen Aflatoxin Kontaminierung zurück (normal 1 - 2 Lieferungen pro Jahr).
Gaston ist die modernste und neueste Produktionsstätte der Firma mit der höchsten Produktionsrate.
Im November wurde ein neuer Aflatoxin Test eingeführt, der mehr Infos (unklar welche) gibt.
Der Recall betraf vorsichtshalber 19 Sorten, weil man noch nichts genaues sagen konnte, bis zum 13. Januar konnte man die Kontaminierung auf zwei Sorten einschränken: Diamond Maintenance Dog und Diamond Premium Adult Dog mit "best by" Datum April 3,4,5 und 11, 2007 - produziert in Gaston, trotzdem möchte diamond den Recall in seiner ursprünglichen Form fortgesetzt wissen (also alles aus dem ursprünglichen Recall zurücksenden).
Man kann anscheinend einen bei der FDA gemeldeten Recall später weder einschränken noch abändern.

Diamond testet inzwischen nicht nur eingehende Ware sondern auch das fertige Produkt auf Aflatoxin.
Weiterhin besteht das Risiko - wie immer bei Stichproben - eine Kontaminierung zu übersehen.


Es handelte sich um Vergiftungswerte im Futter bis zu 420 ppb! Watn elendes Verrecken - auf diversen US Seiten beschrieben...

Die Cornell Universität hat eine Aflatoxin Bluttest herausgebracht, mit dem eine Aflatoxinvergiftung festgestellt werden kann, bevor schwere Anzeichen zu sehen sind. ("a so-called Protein C Activity Assay, a human protein test modified at Cornell" ) Info: Cornell Universität



@ Aiur (sorry für die späte Antwort)
Mit einer Dose / Tüte Katzenfutter (oder anderen Lebensmitteln) und gesundheitsschädlichem Verdacht würde ich Ämter durchtelefonieren bis ich eventuell bei Deinem Arbeitgeber und Kollegen lande.
Erfreulich zu lesen, es geht erheblich preiswerter mit "amtlicher Bestätigung". Und danke für die Infos!

Zu Schimmel in Gebäuden (weils mich nebenbei auch beschäftigt hat (Pilze in meiner Küche) und mich zu dem 10er Test Link führte) Umweltbundeamt - Schimmelpilzleitfaden http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2199.pdf (pdf)
und
Schimmelpilzsanierungsleitfaden http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2951.pdf(pdf)


Elsa
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