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Catgirly
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
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| Verfasst am: 04.03.2006 - 09:49 Titel: "Kritisches" zum Thema Vogelgrippe |
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Ich weiß nicht, ob das schon Thema war (ich lese ja nur quer - aber heute werde ich mal alles über die Vogelgrippe lesen, bevor Simba Hausarrest bekommt):
Zugvögel unschuldig?
| Zitat: | Das Vogelgrippevirus hat sich in den letzten zwei Wochen rasant ausgebreitet. Mit Rügen und Frankreich hat es Europa erreicht. Jedoch niemand kann mit Gewissheit sagen, wie und wann das Virus die Schwäne in Rügen erreicht hat. Bekanntlich sind die Schwäne auf Rügen keine Zugvögel, und zudem liegt Rügen abseits der Vogelflugroute. Dafür gibt es andere interessante Dinge: Unweit des Tatortes befindet sich auf der Insel Riems das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), ein WHO-Referenzlabor, an welchem intensiv mit hoch kontagiösen H5N1-Viren experimentiert wird.
Quelle: http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_139b/T02.HTM |
| Zitat: | Zugvögel als Überträger der Vogelgrippe spricht nach Ansicht der Uno-Mitarbeiter, dass die Tiere Indien bereits im September erreicht hätten, die Krankheit aber erst später ausgebrochen sei. Nicht jeder tote Schwan auf Rügen sei infiziert gewesen, unterstrich Lenten. Alljährlich wanderten Schwäne von Schweden zunächst in die baltischen Länder und von dort der Ostseeküste entlang nach Deutschland. In Schweden oder Lettland aber sei die Vogelgrippe nicht nachgewiesen worden.
Quelle: http://www.nzz.ch/2006/02/23/vm/articleDLWMY.html |
Und noch zum Thema: Wem nützt die Vogelgrippe?
http://www.ndrtv.de/plusminus/20060228_3.html
Keine Panik vor Amsel und Meise
http://www.birdnet-cms.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=46&idart=612 |
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siljan
Gast
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| Verfasst am: 04.03.2006 - 11:44 Titel: |
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Hallo Simone,
ich habe ja schonmal gesagt, daß ich von diesen Theorien mit dem Friedrich-Löffler-Institut nix halte.
Rügen liegt, wie die angrenzenden dänischen Inseln in der Ostsee im Hauptflugkorridor aller skandinavischen und teilweise arktischen wie nordostrussichen Zugvögel. So mein Wissenstand.
Und die Aussage Schwäne wären keine Zugvögel stimmt so auch nicht. Höckerschwäne sind das sehr wohl und die gehören, so ich mitbekommen habe, auch zu den Opfern. Un auch bein Schwänene srelbst is es keine Seltenheit mal im Verlauf der Jahre 1000 - 200 km im Europa rumzuziehen .Vor allem die Jungvögel. Reine Standvögel sind das nicht.
Und daß in Schweden oder Lettland noch bei keinem toten Schwan Vogelgrippe nachgeweisen wurde? Sorry. Wir haben bei unsere 14tägigen Aufenthalt auf Langeland bei unseren nicht sehr langen Strandspaziergängen ohne groß danach zu suchen 3 tote Schwäne gesehen, die schön vor sich hinstanken. Daß hat keinen Dänen auch nur anstatzweise interessiert oder die Vögel beseitigt und unterscuht. War halt ein strenger Winter und in der Vergangenheit sind schon immer bis zur Hälfte aller überwinternden Schwäne umgekommen. So die Sicht dort. WAs ich damit sagen will ist, daß vielleicht der Virus auch dort schon vorkommt und keiner weiß es.
Daß natürlich die Vogelkäfigmafia diese Situation nützt wundert mich kein Bisschen. Und von Seehofer war eh nichts anderes zu erwarten. Jeder andere Stoiber eingeschlossen wäre als Umweltschutz- oder Verbraucherschutzminister noch besser gewesen. Reine Volksverdummmung, was der betreibt.
Dass Frankreich eher auf Impfung setzt, wundert mich nur beim ersten Nachdenken, aber Freilandhaltung in Hinsicht auf hochwertige Produkte, hat dort vermutlich eine ganz andere Lobby.
Spätestens im Fühjahr, wenn der Zugvogelbetrieb voll einsetzt werden wir feststellen müssen ,daß alle Keulerei und Schutzzonen nichts bringen werden.
Wenn ich daran denke, wich ich bei unsere Lnagelandurlaub mitbekmmen habe, daß die Sturmseeschwalbe dort zweimal im Jahr vond dor ( und Skandinavien im allgemeinenn ) in die Antarktis und zurück fliegt.
Viele Grüsse, Achim |
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Catgirly
Gast
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
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| Verfasst am: 04.03.2006 - 12:04 Titel: |
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Hallo Achim,
o.k., o.k. ich hätte erst den Thread "Vogelgrippe" ausführlich lesen sollen. Aber die Erklärung hier hab ich dort nicht gefunden. Also danke dafür .... |
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siljan
Gast
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| Verfasst am: 05.03.2006 - 09:38 Titel: |
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Hi Simone,
ist doch OK. :D
irgendwie ist wohl mein zewites Posting verschütt gegangen. NAch dem Artikel hier im Spiegel muß ich wohl meine Ansichten etwas revidieren. Bin der letzte der Fachleuten widerspricht :)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,403367,00.html
BEsonders interessant diese These hier
| Zitat: | | Doch wie sonst könnte der Erreger - in lebenden Vögeln, deren Fleisch oder ihrem Kot - nach Mitteleuropa gekommen sein? Bert Lenten zählt Möglichkeiten auf: Handel, Schmuggel, illegaler Einfurh von lebendem oder totem Geflügel. "In Osteuropa wird sogar der Mist aus Hühnerställen als Futter für Fischteiche genommen", sagte er. "Wir haben den Fall eines Schwans, der bei seiner Beringung in Ungarn kerngesund war und zwei Tage später tot in Kroatien aufgesammelt wurde." Wer sich einzig auf Zugvögel als Überträger von H5N1 konzentriere, der übersehe andere Ansteckungswege - das sei gefährlich. |
Allerdings fliegen auch hier Schsäne mal eben so binnen Tagen von Lettland nach Rügen oder von Ungarn nach Kroatien. So könnte sich ein Virus selbst unter Nichtzugvögeln recht schnell ausbreiten.
Ich bin ja weder Virologe noch Biologe noch sonst etwas kann mir aber auch darüberhinaus vorstellen, daß der Virus bei all den verschiedenen Vogelarten unteschiedlich heftig wirkt bis hin zu solchen Arten die vielleicht Virusausscheider sind aber nicht daran erkranken oder für die das nur eine Art Schupfen darstellt. Etwas anderes wäre zu unwahrscheinlihc, daß wäre genaus wie ein Virus der vom Känguruh über Wale bis zum Meschen alles befällt. Gibt's so etwas überhaupt. Dazu sind die Stoffwecchselaqbläufe viel zu unterschiedlich.
HAbe die Quelle nicht parat aber ein irgendeine verlässliche Quelle hat vor nicht allzulanger Zeit behauptet daß Krähenvögel und viele Singvogelarten nicht daran erkankt sind bisher. Ob's stimmt?
Viele Grüsse, Achim |
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UrmelMurmel
Gast
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 05.03.2006 - 18:47 Titel: |
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Hallo,
wird jetzt etwas länger, ich will auch gleich, neben Achims Beitrag, zu Angies Beitrag aus dem anderen thread mit antworten:
| Angie schrieb: | also ich seh das, wie soll ich´s sagen, etwas kritischer? Die Sache ist die, das es nun einige Sperrbezirke gibt, in denen infizierte Wasservögel/Wildvögel gefunden wurden. Das heißt für mich aber noch lange nicht, das es in Nichtsperrbezirken nicht auch infizierte Vögel gibt. Und das Singvögel nicht gefährdet sind halte ich für ein Gerücht.
Ich meine, man muß sich nur mal vorstellen, was die Untersuchungsämter plötzlich für eine Arbeit haben, und ob der Virus der aggressive asiatische ist, kann offenbar nur das Löfflerinstitut testen. Ja wer soll denn das alles in kürzester Zeit untersuchen? Da werden natürlich Prioritäten gesetzt und die liegen wahrscheinlich im Moment bei der Untersuchung von Wasser und Wildvögeln. Wenn da einer mit ´ner toten Meise, oder gar ´ner toten Maus ankommt...
Ich glaube auch nicht, das das Virus mal eben von Rügen nach Bayern und Frankreich gesprungen ist. Auch dazwischen wird es infizierte Vögel geben und mit Sicherheit auch schon länger geben. Und wer weis wieviele Katzen schon an Katzenschnupfen gestorben sind und in Wirklichkeit war´s die Vogelgrippe? Wobei sich die Frage stellt, wieviel tote Katzen überhaupt schon daraufhin untersucht wurden? |
Das FLI nennt eine mögliche Erklärung, wie es zu Vogelgrippe-Fällen in Rügen gekommen sein kann, noch vor Einsetzen des Vogelzugs. Singschwäne brüten z.B. im Norden Russlands, eine Population im asiatischen Teil und eine im europäischen, die Brutgebiete überlappen sich. So könnte das Virus in Etappen von China zur östlichen Gruppe und dann weiter nach Westen gelangt sein. Eines der beiden zuerst gefundenen infizierten Tiere, war ein beringter Singschwan aus Lettland, nach Aussagen von Ornithologen traf er Ende Januar auf Rügen ein.
Verantwortlich gemacht werden auch die Kälteeinbrüche im Januar, die bei Wildvogelpopulationen eine Winterflucht nach Westen hin auslösen.
Höckerschwäne z.B. ziehen auch im Winter, bei langen Kälteperioden ziehen sie bis zu 500km, um der Kälte auszuweichen.
Es findet also eine Bewegung nach Westen hin statt und das Virus könnte sich so etappenweise nach Westen hin ausgebreitet haben.
Allerdings ist es dann verwunderlich, weshalb in den baltischen Ländern noch kein Vogelgrippe-Fall aufgetaucht ist, damit gibt es ja quasi eine Zwischenstation die Vogelgrippefrei ist, aber eine infizierter Schwan aus Rügen war ja ursprünglich aus Lettland.
Quelle: FLI Antworten auf Fragen pdf Punkt 4
Auch bei Zugvögeln findet die Verbreitung des Virus wahrscheinlich eher schrittweise statt, durch Überlappung der Brutgebiete und Zugrouten, da ein infizierter Zugvogel i.d.R. nach der Infektion stirbt und nicht mehr weit fliegt.
Wasservögeln hingegen können das Virus weitergeben, ohne selbst zu erkranken, es konnte H5N1 aus klinisch gesunden Wasservögeln isoliert werden. Quelle wie oben Punkt 6
Infuenza A-Viren sind unter wild lebenden Enten und Wasservögeln weit verbreitet, ohne dass die Tiere selbst immer daran verenden, diese Tiere gelten als "natürliches Reservoir" für das Virus, also als Wirt, mit dem die Viren in Koexistenz leben, ohne ihren Wirt zu töten.
Wanderwasservögel, See- und Küstenvögel sind somit weniger anfällig für das Virus, können aber Vektoren (Überträger) sein und durch ihr Wanderverhalten das Virus weiter verbreiten.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelgrippe
unter dem Punkt: Wild lebende Wasservögel
Wenn man auf dieser Seite weiter unten unter Ausbreitung liest, fällt auf, das in Italien, Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Iran, Ungarn, Kroatien und Östereich immer infizierte Höckerschwäne gefunden wurden und manchmal auch andere wilde Wasservögel wie Stockenten, Tafelente, Lappentaucher, Graureiher oder auch Falken, Mäusebussarde, Habicht usw. Die Fälle tauchen meist an Gewässern auf, z.B. an der Donau, und da die Vögel nunmal z.T auch ziehen, können sie so über die Gewässer das Virus weitertragen.
| Zitat: | | Die Fachzeitschrift New Scientist machte in ihrer Ausgabe vom 18. Februar 2006 darauf aufmerksam, dass alle Ausbrüche in Europa und Afrika "bisher in der Nähe der Überwinterungsplätze von Enten, die den Sommer in Sibirien verbringen", gelegen haben. |
http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelgrippe
So wäre vielleicht auch der "Flickenteppich" in Deutschland zu erklären, in Bayern gab es z.B. die ersten Fälle am Bodensee, auch in der Schweiz gab es Fälle am Bodenseeufer.
Hier ein pdf über das Zug- und Brutverhalten von Höcker-, Sing- und Zwergschwan: pdf Der Höckerschwan brütet z.B. im gesamten Mitteleuropa und hat ein auffälliges Abwanderungsverhalten nach der Brutzeit. Der Zwergschwan brütet in Nordfinnland bis Sibirien und überwintert regelmäßig in Mitteleuropa. Der Singschwan hat seine Hauptbrutgebiete in Europa und Asien und ist in Mitteleuropa regelmäßiger Durchzügler und Wintergast, v.a. im nord-mitteleuropäischen Tiefland bis ins Binnenland rein.
Bei den Tieren in Rügen hat es sich um Höcker- und Singschwäne gehandelt, ansonsten seien die Angaben über die Schwanart in vielen Ländern bis heute nicht immer möglich gewesen, es könnte sich bei den o.g. vielen Höckerschwänen also auch um Sing- oder Zwergschwäne gehandelt haben. Und die Schwäne, egal ob Höcker, Sing oder Zwerg, wandern und wechseln auch mal die Gewässer.
Da finde ich ein flickenartiges Ausbreiten an Gewässern in D erklärbar.
Hinzu kommt noch, dass das Virus in kalter und feuchter Umgebung lange infektiös bleibt FLI unter Punkt 11
und das es auch über kaltes Wasser übertragen werden kann, die Wasservögel sich also über den Wasserweg anstecken. (die Quelle finde ich momentan nicht, kann ich nachreichen bei Bedarf).
Zu Singvögeln:
In Laborversuchen wurde gesehen, dass alle Vogelarten an Vogelgrippe erkranken können. Jedoch besteht nur für wenige Arten das Risiko, dass sie im Freiland überhaupt mit dem Virus in Kontakt kommen. Trotz umfangreicher Untersuchungen wurde H5N1 bisher nie in einem Storch, einer Schwalbe oder einer Meise gefunden. Auch bei wildlebenden Eulen konnten keine Vogelgrippefälle nachgewiesen werden. Singvögel sind fast nie Träger von Vogelgrippeviren.
Es gab Ausnahmen von Sperlingen und Staren, die in China und Südostasien im unmittelbaren Umkreis von massiv von Vogelgrippe befallenen Geflügelbeständen gefunden wurden, hier geht man davon aus, dass sie sich dort erst am Hausgeflügel infiziert haben.
Bei Tauben wurde in Laborversuchen festgestellt, dass sie an Vogelgrippe erkranken und auch Ausscheider (über den Kot) sein können, jedoch wurde gesehen, dass die Menge an ausgeschiedenen Viren nicht einmal ausreicht, um empfindliche Hühner zu infizieren.
Das Max-Planck-Institut für Ornithologie rät, den Kontakt mit den Hauptrisikogruppen zu vermeiden oder zu reduzieren, dazu gehören: Wasservögel (Enten, Gänse, Schwäne) und Vögel, die sich von kranken oder toten Wasservögeln ernähren (Möwen, Greifvogelarten).
Generell sollen auch Wildvögel, Singvögel und der Storch (in Laborversuchen infiziert) nur geringe Mengen ausscheiden, viel weniger als befallenes Hausgeflügel.
Quelle für alles: pdf des MPI Ornithologie
Demnach stellen für Singvögel und auch Säugetiere Hausgeflügel eine größere Ansteckungsquelle dar.
Zudem sind wildlebende Wasservögel einfach das natürliche Reservoir der Vogelgrippeviren und nicht Singvögel.
Die normale Winterfütterung am Vogelhäuschen sei weiterhin unbedenklich und kann im gewünschten Rahmen fortgeführt werden.
pdf MPI Informationen zur Vogelfütterung
Säugetiere:
Am empfänglichsten für Vogelgrippe ist Hausgeflügel, nur sie scheiden im Krankheitsfall so viel Virus aus, dass sich andere Tierarten oder Menschen anstecken können. FLI Punkt 14
(Wenn eine Katze natürlich große Mengen von infiziertem Wild- oder Wasservogelfleisch frisst, wie die Katze auf Rügen, ist klar, dass sie sich auch ansteckt.)
Die Großkatzen in Zoos in Südostasien erkrankten an Vogelgrippe, weil sie mit infiziertem Geflügel gefüttert wurden. Katzen und überhaupt Fleischfresser können sich anstecken, wenn sie große Mengen des Virus aufnehmen, es ist die Aufnahme einer großen Virusmenge erforderlich, wie es z.B. bei Verfütterung mit infiziertem Geflügel der Fall ist. obige Quelle Punkt 9
Fälle von infizierten Katzen gab es dort, wo es auch infiziertes Hausgeflügel gab, in Asien und Iran, allerdings hab ich noch keinen Bericht darüber gefunden, wie die Katzen im Iran sich ansteckten.
Aus Thailand wurde berichtet, dass Katzen nach dem Verzehr von infiziertem Geflügel starben. Quelle
In Europa gab es, außer der Katze auf Rügen, noch keinen Fall von einer weiteren infizierten Katze, es wurden aber schon Katzen dbzgl. untersucht.
Katzen spielen bei der Verbreitung des Virus nach wie vor keine Rolle.
In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass sich Hunde, Pferde, Mäuse, Frettchen und Affen infizieren können.
Jedoch ist bisher keine Erkrankung bei einem Hund bekannt.
In Thailand wurden bei einigen gesunden Straßenhunden Antikörper gegen H5N1 gefunden, jedoch gelang es bisher noch nicht, Hunde im Experiment gezielt zu infizieren. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass Hunde an dem Virus erkranken oder ihn ausscheiden könnten.
Pflanzenfresser sind i.d.R. wenig gefährdet, Rinder gelten als resistent, bei Pferden wurden bisher nur völlig andere Subtypen gefunden.
Bei Schweinen gab es in Asien H5N1 Funde, allerdings wurden nur bei 8 von 3000 Schweinen Hinweise auf Kontakt, aber nicht der Virus selbst gefunden und die Tiere zeigten keine Erkrankung.
Quellen die o.g. Seiten
Ich frag mich auch, wie eine Maus sich in der Praxis mit dem Virus anstecken soll? Das gänge doch eher nur, wenn es infiziertes Hausgeflügel gibt und die Mäuse im Stall im Mist und Kot herumlaufen.
Aber bei Wild- und Wasservögeln?
@Angie:
ich sehe das Ganze auch kritisch und wie du ja merkst, informiere ich mich auch wie blöde :wink: . Für mich gibt es aber keinen Anhaltspunkt, davon auszugehen, dass in Wirklichkeit auch schon Singvögel in D infiziert sind und ich denk auch nicht, dass in Wirklichkeit auch schon längst so einige Katzen infiziert sind oder waren und sich in einigen Fällen hinter Katzenschnupfen vielleicht schon Vogelgrippe versteckte.
Erstmal das Krankheitsbild von Katzenschnupfen und Vogelgrippe unterscheidet sich schon ein bißchen. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, erkrankt die Katze 2 Tage nach Aufnahme des Virus und am 6. Tag erfolgt schon der Tod. Dabei werden auch innere Organe befallen und es kommt auch zum Versagen von Leber und Niere. Differenzialdiagnostisch unterscheiden sich die Symptome von denen anderer Virusinfektionen.
Katzenschnupfen verläuft ja meist etwas anders und die Symptome betreffen auch eher den oberen Atmungstrakt.
Dann wurden natürlich in Rügen auch schon andere Katzen getestet bei denen kein H5N1 gefunden wurde, klar haben die Untersuchungsämter oder das FLI im Moment sehr viel Arbeit, aber ich gehe davon aus, dass nun jede tot aufgefundene Katze in Rügen, auch schnellstens untersucht wird.
In der Fachinformation für Veterinäre vom FLI wird ja empfohlen, bei Verdacht eine Tupferprobe einzuschicken und ich denk mal, dass jetzt sehr viele Katzenhalter mit erkälteter Katze zum TA gehen, ich denk mal, dass es vielleicht demnächst viele solcher Tests geben wird.
Ob es in Nichtsperrbezirken auch infizierte Vögel gibt, kann man natürlich nicht wissen. Aber wenn, betrifft das eher Wasservögel oder Wildvögel, dass schon längst Singvögel infiziert sind, glaub ich nicht, wenn weltweit bisher nur in China infizierte Singvögel gefunden wurden, die sich vom Hausgeflügel angesteckt haben. Wie sich das noch entwickelt wird (v.a. wenn erstmal Nutzgeflügel in D. betroffen ist), kann man auch nicht wissen, aber momentan gehe ich nicht von infizierten Singvögeln oder Mäusen aus.
Es wurden von panischen Bürgern auch schon viele tote Singvögel (auf Kindergärten, in Parks) gemeldet und dann geborgen, ich nehme an, dann auch getestet, wenn auch nicht sofort. Sollten infizierte Singvögel auftauchen, wird das doch sicher in großem Masse durch die Presse gehen mit tausend verschärften Sicherheitsvorschriften, so wie die Presse mit dem Thema umgeht.
Und das Virus ist sicher auch nicht von Rügen nach Bayern, Frankreich oder Ö oder Schweiz gesprungen, sondern kann, wie oben aufgezeigt, auch von wandernden Enten und Schwänen in Mitteleuropa verbreitet worden sein, wobei das aus Rügen von Brutgebieten aus Nordrussland stammen kann.
Das heißt natürlich nicht, dass ich befürworte, dass alle Freigänger-Katzen weiterhin nach draußen dürfen, aber ich würde das Risiko, wie und ob die Katze sich anstecken kann, schon abschätzen und den Freigang (außerhalb der Sperrgebiete) dann langsam reduzieren. Wenn ich Freigänger hätte und nebenan wäre ein See oder Fluss oder Küste mit Höckerschwänen, würd ich sie natürlich auch nicht mehr rauslassen.
*
Hier nochmal alle wichtigen Seiten auf einen Blick:
Max Planck Institut für Ornithologie
FLI
http://www.rki.de/
BMELV
http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelgrippe
Auf all den Seiten gibt es nochmal genügend pdf's und weiterführende links.
Noch eine Info für Barfer: Einfrieren tötet das Virus nicht ab!
P.S. Heute hatte ich doch tatsächlich eine mail im Spamverdacht, wo Vogelgrippe-T-Shirts angeboten wurden :roll: |
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Angie
Gast
Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 293
Wohnort: Achim bei Bremen
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| Verfasst am: 06.03.2006 - 00:39 Titel: |
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Dankeschön für diese ausführliche Recherche :D
| UrmelMurmel schrieb: |
@Angie:
ich sehe das Ganze auch kritisch und wie du ja merkst, informiere ich mich auch wie blöde :wink: . Für mich gibt es aber keinen Anhaltspunkt, davon auszugehen, dass in Wirklichkeit auch schon Singvögel in D infiziert sind und ich denk auch nicht, dass in Wirklichkeit auch schon längst so einige Katzen infiziert sind oder waren und sich in einigen Fällen hinter Katzenschnupfen vielleicht schon Vogelgrippe versteckte. |
Ich hoffe das auch nicht, ich finde es nur komisch, das in relativ kurzer Zeit, nachdem die infizierten Vögel auf Rügen gefunden wurden auch schon eine tote Katze auftaucht.
| UrmelMurmel schrieb: |
Erstmal das Krankheitsbild von Katzenschnupfen und Vogelgrippe unterscheidet sich schon ein bißchen. Nach dem, was ich bisher gelesen habe, erkrankt die Katze 2 Tage nach Aufnahme des Virus und am 6. Tag erfolgt schon der Tod. Dabei werden auch innere Organe befallen und es kommt auch zum Versagen von Leber und Niere. Differenzialdiagnostisch unterscheiden sich die Symptome von denen anderer Virusinfektionen. Katzenschnupfen verläuft ja meist etwas anders und die Symptome betreffen auch eher den oberen Atmungstrakt. |
Nunja, wir wissen ja alle, wie delitantisch die meisten Tierärzte sind, und wer hat schon vor dem Ausbruch auf Rügen an Vogelgrippe bei Katzen gedacht? Und wer läßt seine Katze schon obduzieren?
| UrmelMurmel schrieb: |
Dann wurden natürlich in Rügen auch schon andere Katzen getestet bei denen kein H5N1 gefunden wurde, klar haben die Untersuchungsämter oder das FLI im Moment sehr viel Arbeit, aber ich gehe davon aus, dass nun jede tot aufgefundene Katze in Rügen, auch schnellstens untersucht wird.
In der Fachinformation für Veterinäre vom FLI wird ja empfohlen, bei Verdacht eine Tupferprobe einzuschicken und ich denk mal, dass jetzt sehr viele Katzenhalter mit erkälteter Katze zum TA gehen, ich denk mal, dass es vielleicht demnächst viele solcher Tests geben wird.
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Ich denke das das Virus schon wesentlich länger in Deutschland ist als wir glauben. Mich würde mal interessieren, ab wann die Tests in D gemacht werden, wieviel Vögel und was für Vögel überhaupt bis jetzt untersucht wurden und wieviele Katzen. Aber darüber werden wir wohl nie was erfahren. |
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siljan
Gast
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| Verfasst am: 06.03.2006 - 07:29 Titel: |
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Hallo Anja,
einfach super was Du an Info zusammengetragen hast. Muß das nochmals in Ruhe durchlesen aber es bestätigt in vielen Punkten so meine Ahnungen und ist mal wieder ine Bestätigung wieviel Blödsinn bzw. Halbwissen oft in all den Medien verbreitet wird.
By the way ein anüsantes Detail. Meine Eletern haben berichtet in Heidelberg würden so langsam Katzenklos und Katzenstreu in den LÄden ausgehen weil ein regelrechter Run darauf stattfindet damit die Tiger eingesperrt und zu Hause "scheissen" können. :wink:
Da sieht man wieder wieviel konventionelle Katzenhalter bisher immer noch ihre 'Katzen einfach in Nachbars Garten....
Darunter Bekannte und Freunde meine Eltern bei denen ich gedacht hätte sie würden es besser wissen.
Viele Grüsse, Achim |
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Shortcut
Gast
Anmeldungsdatum: 08.03.2004
Beiträge: 2176
Wohnort: im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar
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| Verfasst am: 06.03.2006 - 08:48 Titel: |
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| siljan schrieb: |
By the way ein anüsantes Detail. Meine Eletern haben berichtet in Heidelberg würden so langsam Katzenklos und Katzenstreu in den LÄden ausgehen weil ein regelrechter Run darauf stattfindet damit die Tiger eingesperrt und zu Hause "scheissen" können. :wink:
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Yep, im Fressnapf in Mannheim war´s laut meinem Vater genauso. Die mussten für zu Hause ja auch ein Kaklo für den adoptierten Streuner im Haus besorgen.
LG |
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lucky2004
Gast
Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau
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| Verfasst am: 06.03.2006 - 11:17 Titel: |
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Hallo Anja,
vielen Dank für die ganzen Infos und die Mühe, die Du Dir gemacht hast. :read2:
Echt super. Jetzt muß ich das ganze erst mal in Ruhe durchlesen. Wir haben ja auch nur Freigänger zuhause und demnächst ist auch noch Urlaub angesagt. Das läßt mir irgendwie keine Ruhe.
Liebe Grüße
Petra |
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ema*
Gast
Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160
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| Verfasst am: 06.03.2006 - 17:18 Titel: |
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Hallo,
dies las ich heute:
"Wien (Reuters) - Das Vogelgrippe-Virus ist am Montag erstmals in Österreich auch bei Katzen nachgewiesen worden.
Von der Infektion mit H5N1 seien in der Steiermark mehrere Katzen betroffen, sagte eine Sprecherin der steirischen Gesundheitsbehörden. Sie nannte keine weiteren Einzelheiten.
In dem südlichen Bundesland war die Vogelgrippe bei Hühnern und Enten in einem Tierheim aufgetreten. Der H5N1 Virustyp ist hochansteckend und auch für Menschen gefährlich. Auch in Deutschlan hatte sich eine Katze auf Rügen kürzlich mit dem Vogelgrippe-Erreger infiziert. Es ist bislang jedoch weltweit kein Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch bei einer Katze angesteckt hätte."
http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=worldNews&storyID=2006-03-06T141921Z_01_MAI651557_RTRDEOC_0_OESTERREICH-VOGELGRIPPE-KATZEN.xml |
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UrmelMurmel
Gast
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 06.03.2006 - 18:26 Titel: |
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Hallo,
bevor jetzt Panik ausbricht, muss man sich mal die Vorgeschichte dazu anschauen:
Also bei den Katzen aus Östereich handelt es sich um drei Katzen,
und sie stammen aus dem Tierheim Arche Noah, von dem ich schonmal am 28.2. berichtet habe.
Dort wurde ein infizierter Schwan aufgenommen, der nicht in Quarantäne, sondern zum Geflügelbestand kam (!), und damit der Virus in das Tierheim geschleppt. Als der Virus bei dem Schwan festgestellt wurde, wurde der gesamte Geflügelbestand getötet und es stellte sich danach heraus, dass 14 Tiere vom Virus befallen waren.
Die Katzenstation wurde danach auch sofort isoliert, da die Katzen zuvor Kontakt zum Geflügelbestand hatten.
Artikel vom Tagesspiegel
und
ORF.at
Dadurch, dass der kranke Schwan das Virus dort reinbrachte, gab es den Virus in der EU erstmals bei Hausgeflügel. Es handelte sich um einen Sonderfall.
Es war keine Ansteckung von einem Wildvogel auf Hausgeflügel und die Ansteckung erfolgte in einem abgeschotteten Areal.
Nun hat sich wohl herausgestellt, dass die Katzen sich doch angesteckt haben, sie wurden ja gleich danach von den restlichen Tieren und vor Besuchern isoliert. Vorsichtshalber wurden Tupferproben genommen.
Drei Katzen wurden positiv getestet und nun kommt der gesamte Katzenbestand (40 Katzen) nach Wien, wo sie gehalten und beobachtet werden.
http://www.kleine.at/nachrichten/chronik/53527/index.do
Ich zitiere mich mal selbst (von oben):
| Zitat: | | Am empfänglichsten für Vogelgrippe ist Hausgeflügel, nur sie scheiden im Krankheitsfall so viel Virus aus, dass sich andere Tierarten oder Menschen anstecken können. |
Die Katzen in Östereich stammen aus dem Tierheim, sind keine Streuner, haben sich nicht auf dem Freigang bei Wild- oder Wasservögeln angesteckt, sondern hatten Kontakt zu infiziertem Hausgeflügel.
Zitat aus dem damaligen Bericht:
| Zitat: | | Der Geflügelbereich sowie der Zugang zum Katzengehege werden mit Gittern verschlossen, so der Leiter des Tierheims Herbert Oster. Bei den Katzen besteht das Problem, dass diese Kontakt zum Geflügel hatten. |
Bisher gab es weltweit auch nur Fälle von infizierten Katzen, wo es auch infiziertes Hausgeflügel gab und die Katzen davon fraßen oder engen Kontakt hatten.
Östereich und die Schweiz lehnen den Hausarrest für Katzen ab.
Beispielartikel unter: Unterschiedliche Regelungen am Bodensee
P.S. Allerdings frage ich mich, was dort für Zustände im Tierheim herrschen, wenn da Katzen Kontakt zum Hausgeflügel haben? Sind die da mittenmang mit rumgerannt? Und wieso nehmen die in Vogelgrippezeiten einen kranken Schwan auf und stecken den mit zum Geflügelbestand?? |
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UrmelMurmel
Gast
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 06.03.2006 - 18:42 Titel: |
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nochmal P.S.
Ich könnt mich schon wieder ärgern, wie die Presse damit umgeht!
In einigen Nachrichten heißt es nun:
Mehrere infizierte Katzen in Österreich! (es sind drei)
oder:
Neben der Katze von Rügen, wurden nun auch infizierte Katzen in Österreich gefunden! (will nicht wissen, was die Bild morgen schreibt :roll: )
Dabei sind das doch zwei ganz verschiedene Fälle und der Fall in Östereich ein Sonderfall! In einem Tierheim, also einem abgeschotteten Areal, wo es infiziertes Hausgeflügel gab! Also ganz andere Vorraussetzungen. Was nehmen die da auch einen kranken Schwan auf und lassen die Katzen in Kontakt mit dem Geflügel.
Kann die Presse nichtmal sachlich informieren und bevor sie so eine Horror-Nachricht wie: Mehrere infizierte Katzen in Österreich!! titelt, mal Hintergrundinformationen dazu schreiben? |
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Angie
Gast
Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 293
Wohnort: Achim bei Bremen
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| Verfasst am: 07.03.2006 - 00:52 Titel: |
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| UrmelMurmel schrieb: |
P.S. Allerdings frage ich mich, was dort für Zustände im Tierheim herrschen, wenn da Katzen Kontakt zum Hausgeflügel haben? Sind die da mittenmang mit rumgerannt? Und wieso nehmen die in Vogelgrippezeiten einen kranken Schwan auf und stecken den mit zum Geflügelbestand?? |
Vor allem frage ich mich, wie so ein inniger Kontakt zwischen Vogelvieh und Katzen zustande kam, wo uns doch immer weis gemacht wird, das es riesiger Virusmengen braucht, bis sich Katzen anstecken. Werden die da zusammen in Käfigen gehalten? Sehr merkwürdig das alles. |
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ema*
Gast
Anmeldungsdatum: 23.06.2005
Beiträge: 160
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| Verfasst am: 07.03.2006 - 11:06 Titel: |
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| Angie schrieb: |
Vor allem frage ich mich, wie so ein inniger Kontakt zwischen Vogelvieh und Katzen zustande kam, wo uns doch immer weis gemacht wird, das es riesiger Virusmengen braucht, bis sich Katzen anstecken. Werden die da zusammen in Käfigen gehalten? Sehr merkwürdig das alles. |
Genau DAS dachte ich mir dabei auch, ich finde das mehr als merkwürdig. Sollte ein so oberflächlicher Kontakt schon genügen, wie ihn die Katzen zu dem Schwan gehabt haben können (ich nehme ja nicht an, daß die im selben Körbchen geschlafen haben?!) Lief es über die Ausscheidungen des Schwans? Beunruhigend finde ich es trotzdem. |
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UrmelMurmel
Gast
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 07.03.2006 - 18:25 Titel: |
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Hallo,
öhm, habt ihr die Artikel gelesen?
Der Übertragungsweg ging mit Sicherheit nicht über den Schwan (der krank dort ankam und gleich danach verstarb). Der Schwan hatte weiteres Geflügel dort angesteckt, unter anderem auch Hühner. In dem einen Beitrag steht was von 14 Geflügel-Tieren, wobei der Schwan sicher nicht alle 14 angesteckt hat, sondern das Geflügel dann untereinander (Hausgeflügel ist ja sehr anfällig für das Virus). Der Tierheimleiter hatte den Schwan ja nicht gleich gemeldet, erst als der tote Schwan untersucht wurde - und dabei wurde kritisiert, dass er die Behörden zu spät informiert habe - und das Virus festgestellt wurde, wurde der gesamte Bestand an Flügeltieren getötet. Dazwischen lag also etwas Zeit - genug, dass der Virus sich unter dem Geflügelbestand verbreitete und in dieser Zeit hatten die Katzen Kontakt zu dem Hausgeflügel.
Und da Hausgeflügel sehr viel Virus ausscheidet, auch über den Kot, können sich Menschen und Säugetiere eben davon anstecken, wenn sie engen Kontakt haben.
Wie der Kontakt der Katzen zu den Hühnern ausgesehen hat, kann uns nur das Tierheim-Personal sagen. Jedenfalls, als festgestellt wurde, das der Vogelgrippevirus unter dem Geflügel war, wurden sofort die Katzen isoliert und Tupferproben eingeschickt, weil sie eben Kontakt hatten. Der Kontakt muss also so ausgesehen haben (und es handelte sich sicher um mehrere Tage), dass Anlass zu diesen Vorkehrungen bestand, wobei der Tierheimleiter ansonsten ja recht lachs handelte (einen kranken Schwan aufnehmen, nicht in Quarantäne und auch nicht melden).
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in einem Tierheim Katzen überhaupt Kontakt zum Hausgeflügel haben, ist das nicht viel zu gefährlich? (unabhängig von Vogelgrippe) Ich kenne die Arche Noah nicht, vielleicht hatten die ja dasselbe Auslaufareal? Da reicht es sicher schon, wenn die Katzen aus den Hühnertränken trinken (Wasservögel stecken sich auch über den Wasserweg an). |
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UrmelMurmel
Gast
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 07.03.2006 - 19:01 Titel: |
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Tja, wenn man sich durch die unzähligen Nachrichten zu diesem Fall wühlt, kann man von mehreren Vermutungen lesen, wie sich die Katzen vom Geflügelbestand angesteckt haben könnten. Unter anderem befand sich das Katzengehege gleich neben dem Geflügelgehege, es wird aber auch vermutet, das infizierter Kot auf das Futter der Katzen gelang, davon wird in mehreren Nachrichten berichtet.
Hier sind zwei Beispielartikel
Presse.com
SF
Trotz diesem Vorfall gibt es in Österreich keine Hauspflicht für Katzen und die EU-Kommission sieht aufgrund dieses Falles kein Grund zur Hysterie und zeigt sich nicht alarmiert:
Artikel
| Zitat: | | Die EU-Kommission zeigt sich über das Auftreten des Vogelgrippe-Virus H5N1 in Katzen in einem Grazer Tierheim nicht alarmiert. Dies sei "kein Grund zur Hysterie" sagte ein Kommissionssprecher am Dienstag. |
| Zitat: | | Dass die österreichischen Behörden auch in den Risikogebieten keine Hauspflicht für Katzen verordnet haben, ist laut EU-Kommission kein Problem. |
| Zitat: | | Der Kommissionssprecher unterstrich, dass die Infektion der Katzen im Tierheim "Arche Noah" mit dem Virus zeige, dass die Exposition sehr stark sein müsse, aber auch, dass die Tiere bisher keine Symptome zeigten. Die Katzen seien getestet worden, weil es in Deutschland einen Fall einer Infektion gegeben habe. |
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UrmelMurmel
Gast
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 07.03.2006 - 19:52 Titel: |
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| Angie schrieb: | | Ich denke das das Virus schon wesentlich länger in Deutschland ist als wir glauben. Mich würde mal interessieren, ab wann die Tests in D gemacht werden, wieviel Vögel und was für Vögel überhaupt bis jetzt untersucht wurden und wieviele Katzen. Aber darüber werden wir wohl nie was erfahren. |
Jetzt ist es, zumindest in Bayern, so:
| Zitat: | | Bayern hat sein Monitoring nach dem Fund einer an H5N1-verendeten Katze auf Rügen erweitert. Seit diesem Wochenende werden auch generell in den Schutzzonen verendete Fleischfresser, wie Marder, Füchse und Dachse sowie Wildschweine untersucht. |
| Zitat: | | In der Landsberger Schutzzone waren drei tote Katzen gefunden und am Wochenende vom LGL virologisch untersucht worden. |
| Zitat: | | Alle drei verendeten Katzen aus dem Landsberger Beobachtungsgebiet sind H5N1?virusfrei. Die vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) durchgeführten Influenza A-Schnelltests waren alle negativ. |
http://www.verivox.de/news/ArticleDetails.asp?aid=24966&pm=1 |
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fluegerl
Gast
Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 783
Wohnort: Grafing b. München
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| Verfasst am: 08.03.2006 - 13:05 Titel: |
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Hallo!
Ich hab mich jetzt mal durch sämtliche Beiträge zum Thema Vogelgrippe gelesen. Sehr viele, sehr gute Infos! Danke!!
Allerdings muß ich sagen, daß ich mir darüber inzwischen eigentlich keine großartigen Gedanken mehr mache. Könnt ihr euch noch erinnern als vor ein paar Jahren die Sache mit dem BSE passiert ist? Überall ging es nur noch um BSE, keiner mehr wollte Rindfleisch essen usw. Und jetzt? Keiner kümmert sich mehr drum. Ab und zu taucht mal noch eine BSE-Kuh irgendwo auf, aber für großartiges Aufsehen sorgt es nicht mehr. Ich denke, daß es mit der Vogelgrippe so ähnlich abläuft. Im Moment redet und schreibt jeder darüber und in ein paar Wochen oder Monaten ist das auch wieder vorbei.
Also, don't worry, be happy! |
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