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Katzen lieben anders
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lucky2004



Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau

Verfasst am: 27.04.2006 - 13:04    Titel: Katzen lieben anders  

Hallo zusammen,

ich lese gerade "Katzen lieben anders" von Jeffrey Masson. Dabei geht es um Verhalten und das Gefühlsleben von Katzen. Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll. Manche Stellen sind ganz interessant, bei anderen Stellen würde ich widersprechen. Kennt das Buch jemand von Euch oder hat es schon gelesen. Die Beurteilungen bei Amazon sind auch ganz unterschiedlich.

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453600010/qid=1146134852/sr=1-2/ref=sr_1_10_2/303-6714931-5965033

Viele Grüße
Petra
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Merline



Anmeldungsdatum: 11.01.2006
Beiträge: 39

Verfasst am: 27.04.2006 - 19:07    Titel:  

Hallo Petra,

ich habe das Buch auch gelesen und empfand es als eine Art Erlebnisbericht.
Man spürt die Liebe des Autors zu seinen Katzen.
Es ist schon länger her, dass ich es gelesen habe aber in Erinnerung ist mir noch die Beschreibung der Spaziergänge mit den Katzen.
Das fand ich besonders schön erzählt. Die Katzen können sich eigentlich frei bewegen, entscheiden sich aber mit ihm gemeinsam spazieren zu gehen.

Soweit ich weiß gibt es von dem Autor ein ähnliches Buch über Hunde.

LG
Merline
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lucky2004



Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau

Verfasst am: 25.05.2006 - 12:44    Titel:  

Hallo,

so, nachdem ich das Buch inzwischen fertig gelesen habe, kann ich eigentlich nur sagen, man muss es nicht unbedingt lesen. Die Liebe zu den Katzen spricht auf jeden Fall aus dem Buch und in jedem Kapitel werden die Spaziergaenge erwaehnt. Aber den "psychologischen und verhaltensanalytischen Ausfuehrungen" wuerde ich nicht immer zustimmen, z.B. der Aussage "Katzen sind nicht eifersuechtig". Ich kenne sehr wohl eifersuechtige Katzen und bin da glaube ich nicht die Einzige.

Mal zu UrmelMurmel rueberblinzel: Kennst Du das Buch?

Liebe Gruesse
Petra
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 26.05.2006 - 00:19    Titel:  

Hallo Petra, :)

nein, das Buch habe ich noch nicht gelesen. Allerdings finde ich es, anhand der Rezensionen, die ich bisher gelesen habe, auch nicht sonderlich interessant. Was ich bisher über das Buch gelesen habe, scheint es wohl eher um die Interpretationen von Herrn Masson bezüglich des Verhaltens seiner eigenen fünf Katzen zu gehen und sowas interessiert mich immer nicht so sonderlich. ;-)
Es sei denn, er würde das mit den Erkenntnissen der Tierverhaltenforschung verbinden und diskutieren, das fände ich spannend, aber ich habe gelesen, dass das im Buch eher zu kurz kommen soll.

Bezüglich der Eifersucht:
Das wundert mich eigentlich, dass Jeffrey M. Masson meint, Katzen wären nicht eifersüchtig. Grad Masson plädiert doch immer sehr dafür, dass Tiere eine breite Palette an Gefühlen und Emotionen haben, auch komplexe Emotionen und eigentlich wie Menschen fühlen würden und auf keinen Fall auf Reflexe und Instinkte reduziert werden sollten.
Das ist doch auch der Masson, der "Wenn Tiere weinen" geschrieben hat, oder? In diesem Buch gibt es auch ein Kapitel "Eifersucht - ein "natürliches" Gefühl?". Ich habs aber noch nicht gelesen (nur von gehört bzw. darüber gelesen) und weiß von daher nicht, wie er es dort erörtert.
http://de.veganwiki.org/cgi-bin/wiki.pl/Wenn_Tiere_weinen
Wie hat er seine Meinung, dass Katzen nicht eifersüchtig sind, denn begründet?

Ansonsten kann man sich natürlich auch gut darüber streiten, ob Katzen nun eifersüchtig sein können oder nicht, wobei es da sicher eher um den Begriff geht. Eifersucht ist ja ein sehr komplexes Gefühl oder Gefühlsgemisch, das sich aus verschiedenen Gefühlen zusammensetzt, wie Verlustangst, Angst/Sorge, Neid, Wut, Minderwertigkeitsgefühle usw... Das Katzen Verlustangst und Irritation empfinden können, wenn z.B. eine Zweitkatze auftaucht und auch bleibt und Revier, Bezugsperson und Rituale mit beansprucht, und dann dementsprechend irritiert reagieren, auch mit Abwehr ggü. der Zweitkatze oder zeitweiligen Rückzug usw., ist ja schon so. Oder das sie Unsicherheit oder (Verlust-)Angst empfinden, wenn die Bezugsperson plötzlich mehr Zeit mit einem neuen Partner verbringt, in Folge dann auch Frustration und dementsprechende Reaktionen zeigen können. Und das ist ja auch das, was der Katzenhalter mit Eifersucht beschreibt. Auch gibt es sicher z.B. den Futterneid. Dennoch denke ich, dass Katzen/Tiere nicht solche Eifersucht (oder komplexe Emotionen), wie Menschen empfinden, da bei Menschen eben noch das bewusste Denken über die Situation, über sich selbst und über die Gefühle hinzukommt, auch das Selbstbild spielt eine Rolle, die menschliche Eifersucht ist ja oft (oder immer?) auch aus einem Gefühl der Minderwertigkeit gespeist, die/der Andere (auf den man eifersüchtig ist) könnte in irgendeiner Form besser sein als man selbst. In Therapien oder Ratgebern gegen Eifersucht für Menschen kommt ja auch immer das Selbstwertgefühl oder das Selbstbewusstsein zur Sprache. Wobei wir dann hier fragen könnten, ob Katzen/Tiere überhaupt ein Selbst-bewusstsein haben, sich also ihrer selbst bewusst sind, ein Selbstbild von sich selbst haben, ein Selbst-Wertgefühl und dann auch Minder-Wertigkeitsgefühle haben können, weil sie sich in einigen Bereichen vielleicht unzulänglich fühlen (z.B. sich nicht hübsch genug fühlen oder zu dick oder nicht mutig oder lieb oder sozial genug usw.), und dann in Folge auch solche Ängste entwickeln können, der Katzenhalter könnte die Zweitkatze bevorzugen, weil sie vielleicht hübscher oder niedlicher oder sonstwie besser ist oder was voraus hat oder wie auch immer.
Und so eine (komplexe) Form von Eifersucht, wie Menschen sie haben, haben Katzen/Tiere nach meiner Meinung sicher nicht. Ich denke auch, das Tiere kein bewusstes Denken haben und auch kein Selbst-Bewusstsein oder Selbstbild von sich und auch nicht solche komplexen Emotionen, denn nach meiner Meinung hängt das alles zusammen, hinzu kommen dann noch Werte- und Moralvorstellungen usw.
Das mag auch der Grund sein, weshalb einige Tierverhaltensforscher und Tierverhaltensmediziner meinen, dass Katzen nicht eifersüchtig sind. Aber letztendlich ist es, denke ich ja egal, ob man es nun Eifersucht oder Irritation oder Verlustangst nennt, solange die Katze nicht allzu sehr vermenschlicht wird dabei. Leider ist das aber, wie mir vorkommt, ab und zu der Fall, wie man an einem anderen Thema sehen kann, nämlich dem unausrottbaren weitverbreiteten Glauben, eine Katze pinkele (bei Unsauberkeit) aus Protest oder gar aus Rache oder Trotz usw.. Von daher, damit nicht solche Vermenschlichungen stattfinden, sondern Einfühlungsvermögen in die Katze als Tier, finde ich es gar nicht schlecht, da genauer zu differenzieren.
Denn allzu schnell kann es sonst passieren, dass ein Katzenhalter sagt, ach meine zickige Katzendame ist nur eifersüchtig auf die Zweitkatze, anstatt ihre Unsicherheit oder Angst oder Irritation zu sehen und adäquat zu reagieren und ihr z.B. Stabilität zu geben.

Lieben Gruß
Urmel
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lucky2004



Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau

Verfasst am: 26.05.2006 - 10:19    Titel:  

Hallo Anja, :D

Zitat:
... scheint es wohl eher um die Interpretationen von Herrn Masson bezüglich des Verhaltens seiner eigenen fünf Katzen zu gehen


Das trifft es meiner Meinung nach genau, konnte es irgendwie nur nicht so ausdruecken.

Zitat:
Wie hat er seine Meinung, dass Katzen nicht eifersüchtig sind, denn begründet?


Muesste ich jetzt im Detail noch mal nachlesen, glaube aber es ging in diese Richtung "Da Katzen ja nichts besitzen, koennen sie auch nicht neidisch und eifersuechtig sein. Wahrscheinlich ist da eher auch das Selbstbewusstein und das Selbstwertgefuehl gemeint.

Was ich meine ist vielleicht am besten mit "kindlicher Eifersucht" ausgedrueckt. Beispiel: Ich hatte einmal eine Katze, die das ganze Jahr nicht nach ihrem Spielzeug geschaut hat. Aber wehe, wir hatten eine andere Katze zur Pflege da und die wollte dann an die Spielsachen ... Da gab es Zoff. Wie bei kleinen Kindern .... Und genau das, meint Herr Masson, finde bei Katzen nicht statt.

Zitat:
Und so eine (komplexe) Form von Eifersucht, wie Menschen sie haben, haben Katzen/Tiere nach meiner Meinung sicher nicht.


Da stimme ich Dir zu.

Viele Gruesse
Petra
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Los-Katzos



Anmeldungsdatum: 06.05.2006
Beiträge: 72

Verfasst am: 26.05.2006 - 10:55    Titel:  

Anja schrieb schrieb:
Und so eine (komplexe) Form von Eifersucht, wie Menschen sie haben, haben Katzen/Tiere nach meiner Meinung sicher nicht.
Tztztz, und was war mit meiner Katze Lisara, die furchtbar gern mit meinem Mann auf dem Sofa saß und fernsah? Kaum setzte ich mich dazu, wurde ich angefaucht. :twisted:
Was glaubt ihr, wie ich zurück gefacht hab! :lol:

Davon abgesehen wurden auch gerne meine Klamotten eingeseicht, aber zum streicheln, spielen, füttern war ich gut genug.
Leider oblagen mir auch Erziehung und Tierarzt, weswegen ich heute bei meinem Partner auch auf gleichwertigen Einfluss auf die Katzen bestehe.

Sorry, für das OT! ;)
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