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wuschelmandy
Anmeldungsdatum: 13.06.2006
Beiträge: 8
Wohnort: Erfurt
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| Verfasst am: 24.06.2006 - 17:42 Titel: chronisch aktive Hepatitis und Leberzirrhose :-( |
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Hallo,
ich hatte vor einigen Tagen in der Gesundheitsrubrik einen Thread geöffnet und versprochen, dass ich die gesamte Geschichte meiner lieben Celine mal niederschreibe. An dieser Stelle möchte ich mich bei Elke030 für Ihre Hilfe bedanken :-)
Zur Geschichte:
Wenn ich mal alles so überdenke, könnt ich mich in den Hintern beißen, dass ich so spät reagiert habe, denn die histologische Diagnose lautet: herdförmige mittel- hochgradige Leberzirrhose (mit chronisch-aktiver Hepatitis).
Angefangen hat alles dass ich als Laie das typische Futter kaufte: Aus dem Supermarkt. Meine fraßen Felix Nass- und Trockenfutter ganz gerne, bis Celine dann nach 2 Jahren anfing das Trockenfutter nahezu unverdaut zu erbrechen, manchmal nur gelb-bräunliche Flüssigkeit oder gelbliche. Ich führte das auf das Futter zurück und begann dann allmählich mit dem Katzenfutter intensiver zu beschäftigen und stellte es dann um.
Ich muss nochmal anmerken, dass ich 2 Katzen habe und berufstätig bzw. Schülerin war und ich bisher immer glaubte, dass sie ordentlich frisst und trinkt. Aber sie magerte immer mehr ab, bis sie jetzt nur noch 2,2kg wiegt. Ich dachte: Gut, vielleicht dauert es mit ordentlichem Futter bis sie wieder zunimmt. Mein Fehler, denn ich hätte wohl nicht denken sollen, sondern gleich zum TA mit ihr gehen müssen :-(
Äußerlich, wenn man außer Acht lässt, dass sie spindeldürr ist, würde man meinen Ihr gehts gut. Sie schläft zwar viel, aber sie hat ab und zu Spieltriebe, schmust mit mir und das Trockenfutter von Hills (Chicken) bzw. Royal Canin putzt sie weg wie nichts. Mit hochwertigem Nassfutter hab ich so meine Problemchen, aber immerhin bin ich froh, dass sie denke ich normalen Appetit hat und normal trinkt.
Ich war dann aufgrund meiner Sorge ihres Gewichts mit Ihr beim TA. Blut haben Sie abgenommen, das genaue Protokoll häng ich Euch mit dem Laborbefund anschließend dran. Beim Abtasten hat der TA nichts festgestellt. Beim Ultraschall konnte man an der Leber, Niere, Milz und Lymphnoten Veränderungen sehen, aber nicht eindeutig diagnostizieren. Deswegen haben Sie vor 10 Tagen bei Celine die Biopsie durchgeführt.
Zur Diagnose „Leberzirrhose“ steht in Verbindung mit der chronisch-aktiven Hepatitis. Eine Vergiftung mit Pflanzen, Chemikalien oder andere toxische Medikamente kann ich ausschließen. Ich weiß auch nicht, woher die Hepatitis kommen könnte. Ich hab nie was bemerkt, bis auf die Abmagerung.
Ich tendiere stark dazu, und ich hab es vorhin im Netz gelesen, dass aufgrund minderwertige Eiweiße im Futter, eine Leberzirrhose entstehen kann. Nur kriege ich keinerlei Verbindung zur Hepatitis damit.
Habt Ihr evt. Kenntnisse, Erfahrungen dazu. Was meint Ihr? Mein TA meint, dass ich nur mit Ursachenbekämpfung die Krankheit in den Griff bekommen kann. Zum Einschläfern ist es zum Glück noch nicht soweit. Von Homöopathie wollt er nicht viel wissen, weil es wohl das Gegenteil bewirken könnte, aber da er Chirurg ist und Homöopathie nicht sein Fachgebiet ist, konnte er mir nicht viel mehr sagen.
Ich las von LEGA PHYTON® (http://www.tier-drogerie.de/index.php?subpage=http%3A%2F%2Fwww.tier-drogerie.de%2Fartliste%2F93). Kann ich ihr das einfach so geben?
P.S.: Im Moment hat sie von Royal Canin Senal das Spezialfutter für die Leber, was ihr gut schmeckt.
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wuschelmandy
Anmeldungsdatum: 13.06.2006
Beiträge: 8
Wohnort: Erfurt
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| Verfasst am: 24.06.2006 - 17:49 Titel: Der pathologische Befund der Leberbiopsie |
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Makroskopischer Befund: 1,1 x 0,8 x 0,6cm, hellbraun, derb-elastisch, grobhöckrig, im Anschnitt trocken, hellbraun
Histologischer Befund:
-neben regulär angeordnetem Leberparenchym ohne besonderen Befund multifokale hochgradige periportale gemischtzellige Infiltrate unter Beteiligung von Lymohozyten und Plasmazellen sowie neutrophilen Granulozyten
- multifokale vakuoläre Leberzelldegeneration
- mittel- bis hochgradige interstitielle aktive Fibrose mit Destruktion der
organspezifischen Struktur
- Regeneratknoten, mittel- bis hochgradige Aktivierung der Kupfferschen
Sternzellen
- mittelgradige Gallengangshyperplasie
Histologische Diagnose: herdförmige mittel- bis hochgradige Leberzirrhose (mit chronisch-aktiver Hepatitis)
Bemerkung:
Im Material befanden sich keine Anzeichen einer echten Neoplasie. Die angeführten Alterationen sprechen für eine Leberzirrhose mit regerneativen, degenerativen und entzündlichen Anteilen |
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wuschelmandy
Anmeldungsdatum: 13.06.2006
Beiträge: 8
Wohnort: Erfurt
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| Verfasst am: 24.06.2006 - 18:23 Titel: die Blutwerte von Celine_31.05.2006 |
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Geriatrische Untersuchung:
T4 (Basalwert) 1.6 (0.8-3.9)
Niere:
Harnstoff-N: 19 (10-33) mg/dl
Kreatinin: 0.9 (< 2.0) mg/dl
Natrium: 158 (146 - 165) mmol/l
Kalium: 3.7 (3.0-5.0) mmol/l
anorg. Phosphat: 1.0 (0.9 - 1.9) mmol/l
Leber:
Bilirubin: 0.2 (< 0.3) mg/dl
ALT (GPT): 86 (< 175) U/l
(Normalwert bei orientalischen Katzen bis 375)
Alk. Phosphatase: 71 + (<57) U/l
y-GT: 5 (< 5) U/l
AST (GOT): 37 (< 120) U/l
GLDH: 6.3 (< 9) U/l
Gesamteiweiß: 7.2 (5.7 - 9.4) g/dl
Albumin im Serum: 3.00 (2.6 - 5.6) g/dl
Globulin: 4.2 (---) g/dl
Albumin-Globulin-Quotient 0.71 - (> 0.76)
Pankreas:
Glucose: 131 + (54 - 100) mg/dl
Cholesterin: 111 (70 - 150) mg/dl
Fruktosamin: 210 (< 390) umol/l
Muskel:
CK: 66 (< 475) U/l
LDH: 37 (< 260) U/l
Calcium: 2.84 (2.3 - 3.0) mmol/l
Magnesium: 0.89 (0.6 - 2.0) mmol/l
Triglyceride gesamt: 57 (50 - 100) mg/dl
Blutbild:
Leukozyten: 5.1 - (6 - 11) G/l
(bei erregten Katzen bis 18 )
Erythrocyten: 7.56 (5 - 10) T/l
Hämoglobin 9.19 (9 - 15) g/dl
Hämatokrit 27 - (28 - 45) %
MCV: 36 - (40 - 55) fl
HbE: 12 - (13 - 17) pg
MCHC: 34 (31 - 35) g/dl
Thrombocyten: 138 - (150 - 550) G/l
Differential-Blutbild:
Basophile Gr. 0 (0 - 1) %
Eosinophile Gr. 2 (0 - 6) %
Stabkernige 0 (0 - 3) %
Segmentkernige: 54 (50 - 75) %
Lymphocyten: 42 (15 - 50) %
Monocyten: 2 (0 -4) %
Basophile Gr. (absolut): 0 () /ul
Eosinophile Gr. (absolut): 103 (0 - 600) /ul
Stabkernige (absolut): 0 (0 - 300) /ul
Segmentkernige (absolut): 2776 -- (3000 - 11000) /ul
Lymphocyten (absolut): 2159 (1000 - 6000) /ul
Monocyten (absolut): 103 (0 - 500) /ul
atypische Zellen: 0 (negativ)
Anisocytose: 0 (negativ)
Polychromasie: 0 (negativ) |
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Elke-030
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 24.06.2006 - 21:54 Titel: Re: chronisch aktive Hepatitis und Leberzirrhose :-( |
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| wuschelmandy schrieb: |
Ich las von LEGA PHYTON® (http://www.tier-drogerie.de/index.php?subpage=http%3A%2F%2Fwww.tier-drogerie.de%2Fartliste%2F93). Kann ich ihr das einfach so geben?
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Hallo,
nur mal kurz vorab: Milchzucker wird von Katzen z. T. schlecht vertragen, kann Durchfälle verursachen, wäre die Frage der Menge.
Liebe Grüße
Elke |
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wuschelmandy
Anmeldungsdatum: 13.06.2006
Beiträge: 8
Wohnort: Erfurt
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| Verfasst am: 24.06.2006 - 22:29 Titel: |
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Nunja, würde die vorgeschriebene bzw. empfohlene Menge nehmen.
Mir fällt auch ein, dass der TA meint, dass man die Ursachen der Hepatitis bekämpfen müsste. Nur woher soll ich das wissen? Die Hepatitisart muss man doch diagnostizieren können irgendwie, oder?
Nun war ich auf der Suche im Netz und stellte erschreckend fest, dass es einige verschiedene Hepatitis-Arten gibt und ich blick nicht durch :-(
...Fachchinesisch, Medizinstudien, Symptome...
Ich will ja nicht aufgeben und stark sein für meine Maus, aber irgendwie erschlägt mich die Informationssuche :-(
Weiß hier keiner Rat oder Hilfe oder wenigstens informationsreiche Links??? Ich gras zwar schon einiges ab, aber entweder versteh ichs net oder ich suche falsch.
Danke im voraus für jeden Tip :-) |
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Iris
Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau
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| Verfasst am: 25.06.2006 - 07:56 Titel: |
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Hallo Wuschelmandy,
hier mal ein allgemeiner und verständlicher Link zum Thema:
http://www.tierklinik.de/medizin.php?content=00263
Bei einer Vergiftung hat die Katze z.B. häufig Untertemperatur.
Liebe Grüße,
Iris |
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