| Home |
Das Wetterau-Katzen-Forum Archiv und Druckvorschau
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Nordia
Anmeldungsdatum: 13.07.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Hamburg
|
| Verfasst am: 13.07.2006 - 23:55 Titel: EG - Verdacht auf Allergie als Ursache?!? |
|
|
Hallo.
Ich habe eine Abessinier, die jetzt 1 Jahr und 2 Monate alt ist.
Bei der Züchterin war noch alles mit ihr in Ordnung, aber seit sie bei mir eingezogen ist (genau 1 Tag danach) ist sie krank.
Zuerst hatte sie von Mitte August bis Ende Dezember Durchfall, der zumindest durch die damalige Tierärztin nicht begründet werden konnte. Dieser verschwand dann - als Weihnachtsgeschenk - am 25.12. auf so rätselhafte weise, wie er gekommen war.
Nach 2 Wochen Ruhe bekam sie Mitte Januar eine erste Stelle in Nacken, an der sie viel kratzte, an der dann das Haar ausfiel und dann kratzte sie es blutig und es entzündete sich.
Die blöde TA machte zwar eine Pilzkultur, aber ohne Befund, aber sie meinte, das hätte nichts zu bedeuten, vielleicht hätte sie nur einfach nichts gefunden. Nun wurden diverse Salben und Mittel an ihr ausprobiert.
Nach Verabreichung von Itrafungol schien (erst ganz zum Schluss der Behandlung) die Ursache erkannt und gebannt. Die Stellen heilten ab, das Fell wuchs wieder zu. Aber oh Graus! Einige Tage später fing es wieder an!
Nach weiterem Hin und Her und einem Versuch mit Tabletten, die mir die TA der Züchterin schickte (die Mutterkatze hatte auch mal einen Pilz gehabt) wurde es jedoch immer nur noch schlimmer. Die halbe Katze (komplette Fläche zwischen Augen und Ohren, Ohren oben und innen, Nacken, Kinn, Hals) war jetzt haarlos, verkrustet, rot und blutete, nässte. Sie kratzte sich permanent und/oder rieb sich an allem und jedem den Kopf.
In völliger Verzweiflung habe ich einen neuen TA gesucht, weil ich der ehemaligen nicht mehr vertrauen wollte. Er ist ein Facharzt für Kleintiere mit Zusatz (Spezialgebiet) Tierdermatologie. Er hat sich den gesamten Ablauf mit allen Einzelheiten und Medikamenten beschreiben lassen, einige Fehler der Ex-TA erläutert und sofort mit einer umfassenden Diagnose begonnen:
Die Katze wurde unter der UV-Lampe begutachtet (nichts). Er entnahm Haut und Haarproben und untersuchte sie unter dem Mikroskop (keine Pilze, aber haufenweise Bakterien - war ja mittlerweile alles total entzündet, da die Ex-TA kein Antibiotikum verabreicht hatte). Weitere Proben (Haut und Haar) gingen ans Labor. Er meinte, nur weil keine Pilze gefunden seien, heiße das nicht, dass keine da seien. Die Katze ist ja auch schon massenhaft vorbehandelt mit allen möglichen Salben, Pillen und Tropfen...
Ich bekam ein Mittel gegen Parasiten mit (Stronghold), um auch diese als Quelle auszuschließen. Ich habe es am Hinterkopf aufgetragen. Ein verstärktes Lecken oder Kratzen war nicht zu beobachten.
Gegen die Entzündung/Bakterien bekam ich ein Antibiotikum.
Die Laborergebnisse bestätigten: Massenhaft Staphylokokken!
Parallel sollte ich eine Ausschlussdiät starten, die sich aber als recht schwierig erweist: Ich habe Kaninchen ausprobiert, Pferd und heute auch noch Kabeljau. Sie fressen es nicht!
Vorher habe ich Almo Nature Dose und Holistic gefüttert. An fehlenden Zusatzstoffen, Zucker und Co. kann es also nicht liegen!
Da ich zwei Katzen habe und die andere jetzt mal etwas fressen musste, habe ich den (selbstgekochten Diät-)Kaninchen/Kartoffel-Mix auf Anraten des TA am Dienstag mit dem bekannten Futter gemischt (Thunfisch/Reis von Almo). Darauffolgend wurden die Kratz-Attacken der Kleinen erheblich schlimmer. Sie kratzte sich fast durchgängig. Eine Allergie liegt also nah. Aber worauf? Thunfisch? Reis?
Beim Eingeben des Antibiotikums stellte ich dann am Mittwoch auch noch eine Stelle an der "Oberlippe" der Katze fest, die ich heute Morgen bei unserem Termin dem TA zeigte. Er besah sie sich und sagte, das könnte ein eG sein. Er wies mich bereits darauf hin, dass die Ursachen hierfür noch unklar seien... und gab erstmal eine Cortisonspritze, da ich auch etwas gegen den Juckreiz wollte. Sonst verheilt das ja nie...
Mit dem Antibiotikum ist bereits eine Besserung eingetreten. Immerhin wachsen allmählich sogar erste Flauschhaare am Kopf nach und nach der Spritze heute sind auch die Ohreninnenseiten erstmals wieder blass und nicht dunkelrot wie in den letzten Wochen!
Nächste Woche habe ich den nächsten Termin. Eine Biopsie will er machen, wenn das Antibiotikum nicht zur vollständigen Lösung des Problems beiträgt. Zudem sagt er, die Staphylokokken sollten zunächst wegtherapiert werden, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Im Internet habe ich mich auch schon über das eG schlau gemacht. Im Haustierforum bekam ich einen Link genannt und jetzt auch den Rat, hier in diesem Forum einmal nachzufragen.
Hier nun meine Fragen:
Zur Ursache: Ich las, dass 4 mögliche Ursache vermutet werden:
1) Hormonelle Störungen - schließe ich aus, denn in der Zeit der Erkrankung hatte sie ihre erste Rolligkeit, beginnende Dauer-Rolligkeit und Kastration. Das Krankheitsbild veränderte sich jedoch in KEINER weise.
2) Immunstörung - ?
3) Allergie - Könnte sein, würde auch den vorherigen lang anhaltenden Durchfall erklären
4) Staphylokokken - wurden nachgewiesen bevor wir das erste eG entdeckten.
-> Kann es also sein, dass es NUR mit den Staphylokokken zusammenhängt und nach deren "Ausrottung" durch das Antibiotikum auch das eG vollständig verschwindet?
-> Wenn es eine Allergie z.B. gegen Reis ist, bedeutet das, dass ich danach für immer selbstkochen muss?
-> Welche Alternativen gibt es für Reis? Kartoffeln scheinen sie nicht zu fressen (wenn sie selbst Fisch nicht fressen wollen?!?)
Zur Behandlung:
Ich habe sowohl bei Euch als auch auf einer anderen Seite gelesen, dass die Gabe von Omega 3 helfen kann. Da ich durch meine Ausschlussdiät-Probleme verunsichert bin und (u.A. durch die vielen Vorbehandlungen) auch etwas knapp bei Kasse, wollte ich nicht die Kapseln aus der Apotheke kaufen, die (ich habe in 3 Apotheken gefragt) in der kleinsten Packung 11,- EURO kosten sollen. Die letzte Apothekerin empfahl mir stattdessen Lebertran. Der ist ein Öl, das aus der Leber von Kabeljau, Dorsch, heimischen Haiarten und Schellfisch gepresst oder durch Erwärmen gewonnen wird. Er besteht aus leicht verdaulichem Fett, enthält Omega 3 und 6, Jod, Phosphor, Vitamin A, E und D.
-> Kann das eine Alternative zu den reinen Omega 3 Kapseln sein?
Tausend Dank für Eure Hilfe! |
|
| Nach oben |
|
Iris
Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau
|
| Verfasst am: 14.07.2006 - 01:16 Titel: |
|
|
Hallo Nordia,
ganz ehrlich? Ich persönlich würde erstmal garnichts unternehmen bis dann die nächste Untersuchung stattfindet, so habe ich das gelesen:
| Zitat: | | Nächste Woche habe ich den nächsten Termin. Eine Biopsie will er machen, wenn das Antibiotikum nicht zur vollständigen Lösung des Problems beiträgt. Zudem sagt er, die Staphylokokken sollten zunächst wegtherapiert werden, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. |
So wie ich das jetzt verstanden habe, wurde die Katze immer wieder gegen Pilz behandelt, obwohl nie wirklich einer dagewesen ist!? :shock:
Als Beispiel, unsere EG Katze Maya (Russisch - Blau) konnte im Gegensatz zu Deiner Aby (wie heißt die Katze denn eigentlich? :wink:), die ja Stronghold erhalten hat, kein Frontline vertragen und mußte sich an dieser Stelle ein 3/4 Jahr lang im Nacken jucken.
Jetzt hat Deine Katze zwar augenscheinlich das Stronghold vertragen, aber der ganze andere "Mist"? Entschuldige bitte den Ausdruck, aber so wie ich das lese haben die TÄ ganz schön "drauflosgedoktert". :evil:
Das ist oft das Problem beim EG, die Diagnose...
Wenn es denn eines ist... Richtig sicher oder relativ sicher kannst Du erst nach der Biopsie und einem großen Blutbild sein (incl. T4, Schilddrüse, das würde ich dann auch noch mitbestimmen lassen).
Du schreibst:
| Zitat: | | Er besah sie sich und sagte, das könnte ein eG sein. Er wies mich bereits darauf hin, dass die Ursachen hierfür noch unklar seien... und gab erstmal eine Cortisonspritze, da ich auch etwas gegen den Juckreiz wollte. Sonst verheilt das ja nie... |
Das ist richtig, die Ursachen sind nicht bekannt. Kann vererbt sein (wir haben der Züchterin unserer Katze auch sofort Bescheid gegeben, aber ihre Schwestern sind hochprämiert und gute Zuchtkatzen. Dort ist nichts bzgl. EG bekannt, auch von anderen Käufern aus der Zucht nicht, wir haben vor einem Jahr nochmal lange mit der Züchterin gesprochen. Unsere Katze wird jetzt bald 7 Jahre und hat seit bald 5 1/2 Jahren das EG.).
Kann hormonelle Ursachen haben, bei Deiner Katze ja wohl nicht, kann allergische Ursachen haben und ganz schlimm ist der Streß!
Und Streß hatte Deine Aby ja wirklich genug bei diesen vielen TA - Besuchen...
Unsere Abys (haben aber nichts mit dem EG zu tun) sind im letzten Jahr hier eingezogen und hatten anfangs übrigens auch einen sensiblen Darm und breiigen Kot, allerdings nur eine kurze Zeit und nicht so lange wie Deine Aby. Das zeigt aber vielleicht auch, daß Deine Aby auf Streß sehr sensibel reagiert :roll: :wink:
Und viel Streß ist für eine EG - Katze Gift, falls Deine Katze das EG haben sollte.
Als Beispiel - unsere Katze bekommt so alle 2 - 3 Monate einen EG - Schub, das lineare Granulom an den Hinterbeinen (Pusteln wie an einem Strang) und Plaque im Gesicht (zwischen Ohr und Auge, Kinn, Hals). Als wir hier vor bald 2 Jahren einen "Notfallkater" aufgenommen haben, der mit den anderen Katzen überhaupt nicht klargekommen ist, hatte sie während der 3 Monate, die der Kater hier verbracht hat, bestimmt 4 EG - Schübe statt wie üblich nur einen, also Streß! Und Deine Katze hatte viel Streß in der letzten Zeit... :wink:
Grundsätzlich und für die Zukunft solltest Du darauf achten, daß diese Cortison - Depotspritzen nur im Notfall eingesetzt werden. Diese Spritzen wirken so an die 4 - 6 Wochen und sind nicht wirklich "kalkulierbar". Wenn Du später Cortison geben mußt, solltest Du mit dem TA über Tablettengabe sprechen, meistens ist das Prednisolon 5 mg und es läßt sich durch die zuverlässige Tabletteneingabe einfach besser dosieren als diese Spritzen. Die Katze schüttet sonst vielleicht nicht genug eigenes Cortisol aus.
Wie oben schon geschrieben - ich persönlich würde auf die Wirkung von der Cortisonspritze vertrauen und das der Katze auch vermitteln. Cortison hilft in den allermeisten Fällen erstmal, und so wie Du Deine Katze beschreibst, sieht sie ja wirklich schlimm aus. Der nächste Schritt nach einer Besserung wäre dann die Biopsie (unter Vollnarkose) und die Bluttests.
Der neue TA scheint ja besser informiert zu sein, zum Glück! Diese Pilzgeschichte würde ich mir jedenfalls nach diesen ganzen Untersuchungen und Behandlungen aus dem Kopf schlagen und auch auf gar keinen Fall diesbezüglich etwas unternehmen. Und ich würde erstmal etwas Ruhe einkehren lassen, wenn das Cortison denn wirkt.
Zu den Fettsäueren, die kannst Du wohl geben, aber erstmal würde ich persönlich abwarten. :wink:
Gute Besserung an die Katze und Dir gute Nerven, das tut schon weh mit anzuschauen, wenn sich die Katze überall aufgekratzt hat, ich weiß...
Liebe Grüße,
Iris |
|
| Nach oben |
|
Nordia
Anmeldungsdatum: 13.07.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Hamburg
|
| Verfasst am: 14.07.2006 - 09:26 Titel: Re: EG - Verdacht auf Allergie als Ursache?!? |
|
|
Hallo und schonmal Danke für die erste klärende Antwort.
Weiß auch noch jemand Rat auf die unten stehenden Fragen?
Zumindest die dritte liegt mir extrem auf der Seele, denn das "nicht-Fressen" ist ja ein echtes Problem....
| Nordia schrieb: |
-> Kann es also sein, dass es NUR mit den Staphylokokken zusammenhängt und nach deren "Ausrottung" durch das Antibiotikum auch das eG vollständig verschwindet?
-> Wenn es eine Allergie z.B. gegen Reis ist, bedeutet das, dass ich danach für immer selbstkochen muss?
-> Welche Alternativen gibt es für Reis? Kartoffeln scheinen sie nicht zu fressen (wenn sie selbst Fisch nicht fressen wollen?!?)
|
Vielen Dank &
Liebe Grüße,
Nordia |
|
| Nach oben |
|
Sylvia66
Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 39
Wohnort: Düsseldorf
|
| Verfasst am: 14.07.2006 - 13:58 Titel: |
|
|
Hallo Nordia,
| Zitat: | Bei der Züchterin war noch alles mit ihr in Ordnung, aber seit sie bei mir eingezogen ist (genau 1 Tag danach) ist sie krank.
|
Hast Du das gleiche Futter gefüttert wie Deine Züchterin?
Es ist ja schon seltsam, dass der Durchfall erst beim Einzug bei Dir zu Hause aufgetreten ist.
Der eosinophile Granulomkomplex ist bisher nicht ausreichend erforscht und daher gibt es, wie Iris schon treffend beschrieben hat, sehr viele Ursachen für diese Krankheit.
In Deinem Fall würde ich jetzt spontan auf 2 tippen.
1. Stress
Den Stressfaktor übersehen leider sehr viele eG-Katzenbesitzer, denn niemand kann sich eigentlich vorstellen, was Stress alles bewirken kann.
Derzeit hat meine Katze (übrigens auch sehr stark Futtermittelallergisch) bei uns zu Hause enormen Stress weil wir eine neue Katze bekommen haben und es dauerte keine 2 Tage da brach das eG erneut aus. Die Lage mit der neuen Katze spitzte sich weiter zu und meine Katze bekommt an immer mehr Körperstellen neue eG Stellen die sie beleckt und/oder bekratzt.
Also, überlege bzw. überprüfe bitte ob und wieviel Stress die Katze hatte. :!:
2. Futtermittelallergie
Sollte es so sein, dass Du Deiner Katze etwas anderes gefüttert hast als die Züchterin würde ich erstmal dort anrufen und mich genau erkundigen was sie dort zu fressen bekommen haben und an Deine Katzen verfüttern.
Das würde ich nicht auf die lange Bank schieben.
Bei Futterallergischen Katzen tritt das eG übrigens bevorzugt im Bereich von Kopf und Nacken auf - nur so zu Info.
Als nächstes hättest Du die Möglichkeit einen Futtermittelallergietest machen zu lassen, was in Deinem Fall aber derzeit zwecklos ist.
Für einen Futterallergietest muß die Katze mind. 4 Wochen Kortisonfrei sein.
Was in Deinem Falle übrigens noch auf eine Futterallergie hinweisen könnte ist, dass trotz Kortison ein verstärkter Juckreiz bei dem Dosenfutter eingetreten ist.
| Zitat: | -> Kann es also sein, dass es NUR mit den Staphylokokken zusammenhängt und nach deren "Ausrottung" durch das Antibiotikum auch das eG vollständig verschwindet?
|
Also, die Staphylokokken haben sich gebildet nachdem sich Deine Katze Wunden zugefügt haben. Sorry, aber diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen :(
| Zitat: | | -> Wenn es eine Allergie z.B. gegen Reis ist, bedeutet das, dass ich danach für immer selbstkochen muss? |
Das wäre eine Alternative, aber dafür musst Du erstmal wissen, was Du überhaupt kochen darfst :!:
Hat Dir Dein TA denn gesagt, wie Du bei einer Ausschlussdiät vorgehen musst? Hat er Dir auch gesagt wieviel Stress das für Deine Katze bedeuten kann?
Du darfst ihr dann 12 Wochen nur 1 Sache geben (z.Bsp. Pferd)
So lange braucht nämlich der Stoffwechsel bis er sich um.- und eingestellt hat und anzeigen kann ob er diese Sache wirklich verträgt.
Dann kommt zu dem Pferd der nächste Zusatz - z. Bsp. Reis.
Passiert nix, wieder 12 Wochen nur Pferd und Reis .........
Wie ich schon schrieb habe ich auch eine Katze die eine starke Allergikerin ist. Ich habe mir einen TA gesucht der auch Naturheilverfahren praktiziert und der hat mittels Biotensor heraugefunden was sie alles fressen kann und was nicht.
Ja, ich weiß. Es hört sich wie KokusPokus an, aber es funktioniert :!:
Nein, ich bin kein Esotheriker ;)
| Zitat: | -> Welche Alternativen gibt es für Reis? Kartoffeln scheinen sie nicht zu fressen (wenn sie selbst Fisch nicht fressen wollen?!?)
|
Da kann ich Dir echt keinen Rat geben.
Hast Du den Fisch im Ofen oder in der Pfanne gemacht?
Bei meinen sieht es nämlich so aus, dass sie Fisch wohl gerne aus dem Ofen fressen ihn aber ablehnen wenn er in der Pfanne zubereitet wurde.
Muss man nicht verstehen, ist aber so.
Auf jeden Fall würde ich keinen Thunfisch und keinen Reis füttern und auch auf Mais und Soja verzichten.
Lachs wäre event. einen Versuch Wert (im Ofen gegart ;) )
Ich gebe Dir übrigens sehr gerne mal die Adresse von meiner TÄ wenn Du magst :D |
|
| Nach oben |
|
Nordia
Anmeldungsdatum: 13.07.2006
Beiträge: 3
Wohnort: Hamburg
|
| Verfasst am: 17.07.2006 - 20:59 Titel: |
|
|
Hallo Sylvia,
Ja. Das Futter haben sie auch bei der Züchterin bekommen. Mit der stehe ich ja auch in sehr engem Kontakt und stimme mich immer wieder mit ihr ab... was sie bei ihr hatten, was bei mir... usw.
Ich hatte das Kitten ausgesucht als sie gerade die allererste Kittennahrung zugefüttert und bekam und konnte somit beeinflussen, dass sie schon dort dasselbe Futter bekamen, das auch bei mir gefüttert wird.
Das mit dem Stress glaube ich nicht, denn ich beobachte den "Stressfaktor" sehr wohl sehr genau. Ich beobachte sogar schon als möglicher Stress, wenn ein Sessel verrückt wird oder in der Ferne ein Feuerwerk abbrennt.
Aber Stressmäßig gab es (vor Ausbruch der Hautsymptome) keine Besonderheiten - im Gegenteil. Ich bin immer pünktlich nach Haus gekommen, habe ein ruhiges, gleichmäßiges Leben geführt, die Katzen haben sich gut vertragen / zusammen gekuschelt usw. Keine fremden Besucher, keine fremden Tiergerüche, keine lange Abwesenheit (von mir), kein Lärm, nix. Ich weiß wie sensibel Tiere (bes. Katzen) auf Stress reagieren können, habe jahrelang mit einer Siam zusammen gelebt. Die sind ja bekanntlich mit die sensibelsten Katzen...
Der Stress bei Einzug könnte natürlich den Durchfall/die Allergie ausgelöst und dann nach einem halben Jahr zu einer solchen Schwächung des Immunsystems geführt haben... Aber "pur" den Stress als Ursache für die Hauterscheinungen schließe ich aus. Schließlich war im Januar schon längst wieder alles ruhig und gut...
Die Futtermittelallergie kann ich mir noch am ehesten vorstellen. Auch "in Kopf und Nacken" passt da sehr gut. Eine Ausschlussdiät habe ich (in Absprache mit dem Tierarzt) bereits begonnen. Füttere jetzt nur noch Pute und Kartoffeln. Beides haben sie zuvor noch nie gefressen. Mittlerweile habe ich auch endlich herausgefunden, warum sie die Kartoffel-Mischungen zuvor nicht gefressen haben: Sie mögen das Distelöl nicht. Pferd hatte ich auch schon ausprobiert.
Mein Tierarzt ist Facharzt für Dermatologie (wie beschrieben) und in seiner Praxengemeinschaft gibt es auch eine Tierheilpraktikerin. Darauf können wir also auch zurückgreifen. Er ist sehr nett und engagiert und wir besprechen auch alle Möglichkeiten.
Für den Moment muss ich erstmal die Antibiotkums-Behandlung zu Ende führen, damit die Staphylokokken-Infektion komplett ausheilt. Die Katze sieht mittlerweile auch schon wieder VIEL besser aus, das Fell wächst nach. Parallel mache ich wie gesagt schon die Ausschlussdiät, um dann herauszufinden, ob die Probleme wieder auftauchen, wenn ich etwas anderes gebe (nach der Umstellungszeit).
Bin guten Mutes!
Allerdings frage ich mich natürlich noch immer: Wenn es (wie ich derzeit vermute) eine Allergie gegen Reis sein sollte... Was zum Teufel kann man dann noch füttern?
Mein bisher gegebenes Futter ist sehr rein. Es besteht einzig aus dem jeweiligen Fleisch (Huhn, Thunfisch, Makrele, ...), Kochwasser und Reis. Das steht so in der Zusammensetzung und das kann man auch sehen. Denn dieses Futter ist nicht in so einer braunen Pampe zusammengehäkselt... Selbstverständlich ist es auch frei von sämtlichen Nebenerzeugnissen, Getreide und Consorten...
Daher habe ich einen ziemlich genauen Überblick über das, was sie in ihrem Leben bisher gefressen haben. Keine unbekannten Anteile....
Überlege auf BARFen umzusteigen, weil das scheinbar dann die einzige Alternative ist (wenn es sich tatsächlich um den Reis handelt, denn der ist leider in allen Sorten des erwähnten Futters). Hast Du damit Erfahrungen? Was fütterst Du Deiner sensiblen Katze?
Liebe Grüße & vielen Dank für Deine Hilfe!
Nordia |
|
| Nach oben |
|
Sylvia66
Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 39
Wohnort: Düsseldorf
|
| Verfasst am: 18.07.2006 - 12:00 Titel: |
|
|
Hallo Nordia,
nur weil Deine Katze event. eine Allergie auf Reis hat musst Du nicht unbedingt selber kochen.
Eine Namenvetterin von mir hat sich notgedrungen mit Futter und dessen Bestandteile ziemlich intensiv beschäftigt und eine ganz gute Liste zusammengestellt aus der man sehen kann welches Futter man bei welcher Futtermittelallergie füttern kann.
Hier sind die beiden Listen und deren Erklärung:
Futtermittelallergien.pdf
Einzelbestandteile der einbezogenen Futtermittel.pdf
| Zitat: | | Für den Moment muss ich erstmal die Antibiotkums-Behandlung zu Ende führen, damit die Staphylokokken-Infektion komplett ausheilt |
Das ist selbstverständlich, dass Du die Antiobiotikatherapie bis zum Ende durchführst, denn ansonsten werden nicht alle Bakterien getötet und die "Nachkommen" dieses Bakterienstammes werden gegen genau dieses AB resistent.
| Zitat: | | Was fütterst Du Deiner sensiblen Katze? |
Wie ich ja schon schrieb hat meine TÄ mittels eines Biotensors herausgefunden auf was meine Katze alles allergisch reagiert, darunter u.a. ganz schlimm auf Ei (egal ob weiß oder gelb). Ich habe dann eine Liste bekommen, welche Dinge ich ihr füttern dürfte wenn ich BARFen wollte.
Da ich aber zum BARFen zu faul bin :oops: haben wir auch div. Sorten Dosenfutters mit dem Tensor untersucht und heraus kamen:
TroFu - Eukanuba Lamm und Leber
Nafu - Schmusi Roter Barsch in Krabbenjelly
Animonda Thunfisch ( auch mit Makrele)
Animonda Multifleisch
Miamor Feine Filets Thun+Shrimps
Ich habe dann gedacht ich füttere mal Miamor FF mit Thunfisch+Thunleber etc. aber sie bekam nach kurzer Zeit Ausschlag unter den Ohren. Also ab zur TÄ und sie sagte, das sei ein Allergieausschlag. Ich hielt mich dann genau an den o.g. Speiseplan und es kam kein Ausschlag mehr. |
|
| Nach oben |
|
| |
phpBB Search Engine Indexer © phpRebel
Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group
|