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Das Wetterau-Katzen-Forum Archiv und Druckvorschau
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Kathy
Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet
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| Verfasst am: 08.08.2006 - 18:04 Titel: Karlchens FHS/RSS |
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[Admin: Thread wurde gesplittet, die Vorgeschichte findet sich hier:
http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?t=5788]
Hallo, Anja!
Du hast ja etwas davon geschrieben, dass schon mal der Verdacht auf Epilepsie im Raum stand.
Bist du dem nachgegangen? [Edit] habe eben noch mal gelesen, dass du Abstand genommen hast.Karl als Problemkater hin oder her... Für mich las es sich jetzt nicht so, dass dort eine eindeutige Diagnose bzw. einen Ausschluss gibt.
Ich sehe als Nichtfachmann, zumindest was Epi angeht einiges an Anzeichen.
Wibke und Tarzan sind dir ja ein Begriff. Auch wenn es mit Tarzan nicht ganz so heftig war, lese ich doch viele Paralellen.
Zum Einen empfinde ich diese Steigerung als auffällig und auch das "nicht mehr runterkommen". Wenn man bedenkt, dass eptileptische Anfälle durch Reizüberflutung, für mich gleichzusetzen mit Stress ausgelöst werden und sogar ein gesundes Tier oder ein gesunder Mensch einen eptileptischen Anfall erleiden kann, wenn man es oder ihn nur extremen Reizen aussetzt wäre es für mich naheliegend.
Ich weiss nun nicht den Fachbegriff für den Zustand, ich meine es ist ein petit mal??? Der u.U, sehr lange andauert?
Und was die Nebenwirkungen z.B. der Luminaletten angeht: bei Tarzan habe ich und vor allem Wibke keine extremen Nebenwirkungen bemerkt, er war und ist aufmerksam, nicht träge.
Desweiteren: ist eingentlich mal geschaut worden, ob Karlchen Probleme irgendwo mit dem Bewegungsapperat hat? Ich weiss von einer Katze mit einem extremen Wirbelsäulenproblem, die eben auch sehr häufige Roling-Skin-Symthome zeigte. Auch große Schmerzen können zu Agression führen.
Für mich wäre es auch das Logischste, erst mal Karl auszuquartieren. Andererseits: Wölkchen raus, dann eine tierärztliche Intensivbetreuung. Auch wenn Karlchen eine TA-Phobie hat. Ich denke, da musst du einfach durch! Zumindest, wenn wieder entspannte Verhältnisse bestehen sollen.
Sorry, wenn ich so direkt bin, aber ich sehe hier schnellen Handlungsbedarf, vor allem wenn Karlchen nicht runterkommt! |
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Aiur
Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759
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| Verfasst am: 08.08.2006 - 18:43 Titel: |
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Ich möchte auch nochmal nachfragen, ist Epilepsie vom TA ausgeschlossen worden, wenn ja mit welchen Mitteln?
Karlchens Verhalten hört sich für mich 1:1 wie das an, was wir Anfang des Jahres mit Odin erlebt haben, mit dem einfachen unterschied, das unsere Wohnung offensichtlich gross genug war, um ihn getrennt "wieder runterzubringen" und die Nachbarn so nachsichtig, das man die lauthalsen Schreie, die bis ins Kellergeschoss drangen, zu überhören.
Odin hat schon immer ab und an leichtes RSS gezeigt, doch Anfang des Jahres wurde es schleichend immer stärker.
Eines Nachts wachte ich auf, weil er laut schrie- Er hatte Ares in einer Ecke eingekeilt und war gröhlend, mit dickem Schwanz und aufgestellten Rückenhaaren wie wild auf Ares am eindreschen- mit Krallen.
Seine Pupillen waren riesig, er war völlig von Sinnen, groff mich ebenfalls richtig böse und mit aller Kraft an, als ich versuchte ihn von Ares zu trennen.
Als ich ihn dann von den anderen beiden getrennt hatte, lief er noch eine halbe Stunde wie ein Käfigtiger aufgeregt durch die Wohnung, jaulte vor sich hin und ignorierte mich völlig.
Unser Odin war immer ein Typ, der durchaus mal eine Watsche oder auch zwei verteilt hat, aber NIEMALS hat er einen Menschen auch nur leicht getatzelt und NIEMALS war er bei seinen Hauen darauf aus, den anderen zu verletzen, immer ohne Krallen, immer "halbherzig" (so wie jetzt ja auch mit Isis).
Solche Anfälle kamen wieder vor, und mit der Zeit wurden sie immer häufiger und auch heftiger. Dabei ging er bei Trennungsversuchen auch immer wieder mich an, erinnerte sich später scheinbar an nichts und wunderte sich, das die Katzen Angst vor ihm hatten und ich komisch guckte.
Da war dann der Zeitpunkt für einen TA- Besuch gekommen, auf dem Weg dortin zitterte er von einem Moment auf den anderen am ganzen Körper, urinierte unter sich, und genauso war es auch von einem Moment auf den anderen wieder weg. Odin hat keine Angst im Transportkorb, das konnte es nicht gewesen sein.
Kurz und Gut, die Verdachtsdiagnose war Epilepsie, auf einem Röntgenbild seines Kopfes war nichts schlimmes zu sehen. Ein Punktat des Gehirnwassers habe ich ihm erspart, was ja auch nicht ganz risikofrei ist, ein CT wäre gefolgt, wenn die Behandlung nicht so durchdringend gewirkt hätte.
Odin bekommt seitdem Luminaletten, morgens und abends je eine halbe, und nach der Einstellungszeit hat er nie wieder auch nur einen dieser Anfälle gehabt, nicht mal ansatzweise.
Nach der Phase der Einstellung ist er von ihnen auch keineswegs betäubt, er ist völlig normal geistig "da", aktiv, teilweise sogar verspielt und wieder ganz der Alte.
Das CT ist, denke ich, nicht mehr nötig, es geht ihm gut und belastet ihn nicht.
Odins Reiz war wohl der Videobeamer bzw. Fernseher und leider auch das Spiel mit sich schnell bewegenden Objekten wie Federwedeln oder Bällen. Mit Lumis ist es aber kein Problem, mit ihm Fernsehn zu schauen oder zu spielen, da kam bis jetzt nichts wieder, und ich hoffe es bleibt so.
Deshalb... Die Geschichten ähneln sich mehr als nur ein wenig...
Ein klassicher Epianfall, der nicht mehr aufhört, nennt sich Status epilepticus. Ob der auch bei untypischen Formen von Epi auftreten kann? Warum nicht? |
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Admin
Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen
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| Verfasst am: 08.08.2006 - 19:21 Titel: |
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Hallo Anja,
wir drücken fest die Daumen, daß Ihr alle erstmal wieder schnell runterkommt und sich alle wieder einkriegen.
Was von Kathy und Sandra an Hinweisen in Richtung Epilepsie geschrieben haben, scheint mir als Anhaltspunkt nachvollziehbar; vielleicht solltest Du in diese Richtung mal forschen, wenn sich alles beruhigt hat?
Verdammt blöde Situation. Ich hoffe, daß sie sich schnell entspannt.
Liebe Grüße an Euch Dompteurinnen, |
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Khyrsanth
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 1761
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| Verfasst am: 09.08.2006 - 11:18 Titel: |
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Hallo Anja,
ich drücke echt die Daumen dass Karlchen sich dann mit der Trennung beruhigen kann und nicht wieder total abdreht wenn Wölkchen wieder einziehen soll. Ist halt echt blöd, in ner 1-Zimmerwohnung kann man ja noch schlechter trennen als bei uns in ner 2-Zi wohnung (wo ich auch schon ein schlechtes Gewissen hätte). :?
Das arme Wölkchen, sie weiss bestimmt garnicht wie ihr geschieht, erst Tierarzt, dann Abtrennung in dem kleinen Raum weil Karlchen sie verdrischt und dann auch noch Umzug in ein fremdes Revier.
Hoffentlich renkt sich das bald wieder ein! |
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vera
Anmeldungsdatum: 03.01.2005
Beiträge: 515
Wohnort: Zentralschweiz
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| Verfasst am: 09.08.2006 - 11:24 Titel: |
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| Oh je, ich kann da auch nur Daumen drücken! Hoffentlich klappt die Wiederzusammenführung der beiden. |
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Shortcut
Anmeldungsdatum: 08.03.2004
Beiträge: 2176
Wohnort: im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar
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| Verfasst am: 09.08.2006 - 11:36 Titel: |
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| vera schrieb: | | Oh je, ich kann da auch nur Daumen drücken! Hoffentlich klappt die Wiederzusammenführung der beiden. |
Hallo,
mehr als mich hier anzuschliessen kann ich momentan leider nicht tun. :oops:
Alles Gute!
Lg |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 09.08.2006 - 12:03 Titel: |
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Hallo Urmel,
ach Du meine Güte, das ist ja ein richtiger Horror, den Du da durchmachst und Deine Katzen auch.
Ich denke, es ist vollkommen richtig, dass Du erst mal Wölkchen weg bringst.
Karlchen muss sich wirklich erst mal beruhigen und Stress abbauen. Ich kenne jetzt Eure gesamte Situation nicht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass eine neue Zusammenführung vielleicht sogar unmöglich wird und Du für Wölkchen ein neues Zuhause suchen musst.
Und ich muss mich den anderen anschliessen. Lass Karlchen, wenn er wieder zur Ruhe gekommen ist, weiter in Richtung Epilepsie untersuchen. Es gibt diverse Formen der Epilepsie und dazu gehören auch Formen des RSS und der Aggression.
Wenn Karlchen so heftig auf Medis reagiert, würde es vielleicht helfen, die Lumis gaaanz langsam einzuschleichen und die Dosis nur lagsam zu erhöhen. Das gibt es durchaus auch bei Menschen, dass sie Medis nur vertragen, wenn die Dosis langsam erhöht wird.
Ich hoffe, dass bei Euch wieder Ruhe einkehrt, Du erst mal in aller Ruhe ausschlafen kannst und dass Du die Situation wieder in den Griff bekommst.
Alles Liebe
Habeebee |
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Iris
Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau
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| Verfasst am: 09.08.2006 - 12:54 Titel: |
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Hallo Anja,
erstmal drücke ich Euch natürlich die Daumen und hoffe sehr, daß Du ein wenig zur Ruhe kommen konntest.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich Dir schonmal was geschrieben habe zum Thema Feline Hyperästhesie, also u.a. auch RSS.
Wir haben uns, als Frisco hier eingezogen ist und das alles nichts werden wollte mit der Zusammenführung, auf Empfehlung ein sehr interessantes Buch gekauft.
Verhaltensmedizin bei der Katze, Autoren: Sabine Schroll, Joel Dehasse, Enke Verlag, ISBN: 3-8304-1041-7, 2004, Preis 49,95 Euro. Jetzt besitzt Du ja schon die Bücher von Frau Schroll, vielleicht kennst Du das aber noch nicht?
Dort wird die Feline Hyperästhesie unter "Affektive Störungen" eingeordnet. Das sind Störungen, die durch wiederkehrende Episoden oder einen permanenten Zustand eine pathologischen Stimmungslage charakterisiert.
Bei der FH ist nicht ausgeschlossen, daß diese Störung eher eine neurologische Störung (epileptiforme Anfälle) als eine Verhaltensstörung ist. Wie ja schon von Dir vermutet...
Diagnostische Kriterien und Symtome z.B:
-RSS in der Dorsolumbalregion
-Fixiertes Starren und/oder Knurren und/oder Angriff und/oder Beißen in den Schwanz, Flanken oder Beckenregionen.
-Nervosität, Umherwandern mit Vokalisieren
-Phasen des Leckens, Haare ausreißen und/oder kauen an den Krallen
-Mydriasis, aufgerissene glasige Augen
Zusätzliche Symptome während dieser Anfälle können z.B. sein:
-Rumrennen und Objekte oder Menschen attackieren
-Halluzinationen
Das trifft ja auf Karlchen zum Großteil zu. So wie ich das verstanden habe, wird u.U. auf Psychopharmaka verwiesen, dazu kann man stehen, wie man will.
Es gibt ja auch verschiedene Gruppen wie Benzodiazepine, Alprazolam, Diazepam usw., also wenn Karlchen schon ein Medikament nicht vertragen hat aus einer bestimmten Gruppe gibt es noch die anderen Gruppen.
Darüber würde ich ernsthaft nachdenken, ich persönlich fände es wohl besser, medikamentös zu behandeln, wäre es eine unserer Katzen. Schon alleine die Vorstellung (ich gehe jetzt mal optimistisch davon aus, daß sich bei Euch alles wieder einrenkt :wink: ) daß Wölkchen oder Karlchen mal unerwartet zum TA müssen (und das kann jeden Tag passieren, ich denke da gerade an Billies Beinbruch...), das ist ja fast unmöglich bei Dir, wie Du schreibst. Und dann?
Vielleicht kannst Du darüber noch mehr in Erfahrung bringen.
Der Nachteil ist eben die tägliche Medikamenteneingabe, aber körperlich kranke Katzen müssen da ja auch durch. Bestimmt ist es nicht so, daß die Katzen nach der Gabe von Psychopharmaka dann nur noch in der Ecke rumdösen, wenn alles richtig eingestellt ist.
In dem o.g. Buch gibt es auch Tipps zum Thema Entscheidungshilfen, also welches Medikament usw. Es werden die Dosierungsanleitungen der 12 wichtigsten Psychopharmaka genannt, also wird es nicht wenige Tiere geben, die damit behandelt werden...
Liebe Grüße,
Iris |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 10.08.2006 - 12:44 Titel: |
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Hallo Ihr,
vielen Dank für eure Antworten, Daumen drücken, Überlegungen und Infos.
Ja, Karl muss behandelt werden.
Bzw. erstmal durchgecheckt und eine Ursache gefunden werden.
Das geht nicht von heut auf morgen und auch nicht hopplahopp.
Ich habe die TA-Durchcheckerei bisher nicht vermieden, weil ich keinen Bock drauf gehabt hätte, weil er vielleicht "ein bißchen schwierig" ist. Es gibt eine ganze Reihe an Gründen.
Und da es mit Karlchens Anfällen ja bisher ging, habe ich die TA-Untersuchungen vermieden.
Die TA-Phobie hat eine Tierärztin diagnostiziert.
Nicht umsonst hatte sie damals gesagt, dass Karlchen erstmal Ruhe brauch und demnächst nicht ständig zu ihr kommen soll (natürlich im Notfall schon) und wir telefonisch damals Karl weiterbehandelten.
Nicht umsonst hatte sie gesagt, das sie bei Karl keinen Hausbesuch macht.
Sie hatte auch entschieden, ihm damals so Herz-Tabletten zu geben, ohne das er zum Herzspezialisten geht und zum Ultraschall narkotisiert wird. Bei der letzten Narkose und dem Krampfanfall dabei dachte ich, Karlchen stirbt. Wenn ist eh nur noch eine Inhalationsnarkose drin.
Nicht umsonst hat sie gesagt, das sie bei Karl keine Beruhigungsmittel mehr gibt und auch nichts homöopathisches mehr (sie hatte mehreres probiert, wegen der TA-Phobie und um ihn untersuchen zu können).
Sie hatte auch den Verdacht auf Epilepsie ausgesprochen und gesagt, das sie das nicht behandeln kann.
Wir haben damals aber erstmal die Herz- und Nierengeschichte behandelt.
Ein zeitlang bestand der Verdacht, es kommt vielleicht vom Herz (minderdruchblutung des Gehirns), aber er hat keine Herzgeräusche mehr.
(Eigentlich müsste ich das auch mit einem Herz-ultraschall nochmal anschauen, ich weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll.)
Im Nachhinein war ich auch immer mal ohne Karl bei mehreren TA's (alle in näherer Umgebung) und habe wegen Karlchen nachgefragt. Da ging es schon los, das sie das rolling skin syndrom gar nicht kannten. Es kamen auch Antworten, ich soll dem Kater Vitamin B geben, seine Nerven sind nur angekratzt. Ich muss also auch erstmal einen fähigen TA finden.
Wenn Karlchen (und auch Wölkchen) nicht beim TA war und er keinen Stress hatte, ging es ja auch.
Da ich es bisher so gehört habe, das Antiepileptika nur gegeben werden, wenn die Katze ständig große Anfälle hat, ansonsten wegen den Nebenwirkungen nicht, bin ich nicht auf die Idee gekommen, ihm auf Verdacht Luminaletten zu geben. Und welcher TA gibt mir einfach Luminaletten mit. TA-Besuche sind vorher erforderlich.
Ich möchte vorher auch nochmal ein Röntgen von der Wirbelsäule. Ich bezweifle aber, das Röntgen und Ultraschall bei Karl ohne Sedierung klappt.
Das war eben immer dieses "Katze beißt sich in den Schwanz": Karl muss zum TA - aber TA-Besuch verschlimmert seine Problematik.
Sedierung, Narkose, Beruhigungsmittel (auch natürliche) ging nicht - aber um herauszufinden, warum es nicht geht (also Untersuchungen), müsste er in Narkose, sediert, beruhigt werden.
Und wer schonmal einen Kater mit Raserei in seiner Wohnung hatte und seinen eigenen Kater nicht wiedererkennt, versteht vielleicht, das ich schon einen richtigen Horror vor TA-besuchen aufgebaut hab.
Ich könnte vielleicht ausprobieren, ob homöopathisches geht, was ausgetestet wird usw., aber das ist ein Ausprobieren, ich weiß ja nicht, wie er darauf reagiert. Dazu bräuchte ich eine gute Homöopathin.
Hinzu kommt, das ich ihn kaum noch eingefangen bekomme. Letztes Jahr musste ich das im Hausflur machen, da es in der Wohnung schon nicht ging. Dabei wurde auch ich verletzt. Ich muss für zukünftige TA-Besuche oder Fahrten erstmal etwas organisieren, wie man den Kampfkater eingefangen bekommt.
Da er im Kennel randaliert, schreit, hyperventiliert usw., ist eine Fahrt mit Bus und Bahn quer durch Berlin nicht möglich. Ich muss da auch erstmal Fahrer organisieren, habe selbst kein Auto.
Das alles hat dazu geführt, dass ich TA-Besuche lieber vermied und dafür sorgte das Karl keinen Stress hat, weil auch mein inneres Gefühl sagte, Karl brauch Ruhe und möglichst wenig Stress.
Und in stresslosen Zeiten war das rss so mild, das ich einschätzte, es geht so.
@Iris,
ja das Buch kenne ich, kenne ich fast auswendig :wink:
Hab auch schon viel über rss gelesen und im Netz recherchiert.
Karlchen hat das ja eindeutig.
Als Ursache vermute ich nicht nur eine Form der Epilepsie, sondern auch das Deprivationssyndrom:
Als kitten bis zur 14.Woche, ist er in einem kleinen Raum/Kabuff aufgewachsen, ohne jegliche Geräusche (die Leute haben sogar geflüstert und sind auf Zehenspitzen gegangen), ohne jegliche Außenreize, nie den Raum verlassen usw.
Als Karlchen dann zu mir kam, entwickelte sich es mit der Zeit immer stärker, dass er total schreckhaft auf Geräusche, Bewegungen, Schatten reagierte und irgendwann kam das rss hinzu. Wenn zuviel Reize auf ihn einprasseln (z.B. draußen fliegt ein Vogel vorbei und gleichzeitg springt Wölkchen von etwas runter), dann geht das rss los.
Wenn das die Ursache ist, ist das eine ungenügende Gehirnausbildung. Da bräuchte er wahrscheinlich sein Leben lang Psychopharmaka.
Ich werde dazu auch eine Verhaltensmedizinerin kontaktieren, habe schon eine gute gefunden.
Entschuldigung für den langen Text,
aber ich wollte mal darlegen, was alles dahinter steckt und ich TA-Besuche nicht leichtfertig vermieden habe.
Achja P.S. gegen Psychopharmaka habe ich nichts und weiß auch, das die Katzen davon nicht weggeknallt in der Ecke liegen. Ich müsste nur wiederum einen TA finden, der sich damit auskennt, es ist wichtig ein richtiges zu geben. Bisher hab ich noch keinen gefunden, die meisten wollen schnell auch Hormone geben.
LG Urmel |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 10.08.2006 - 15:11 Titel: |
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Hi Urmel,
ich bin ja noch nicht so lange hier, aber in keinem Moment hätte ich von dir gedacht, dass Du leichtfertig TA-Besuche vermeidest.
Ich habe solch einen Kater noch nie erlebt und ich bete darum, dass ich nie in eine solche Situation gerate. Es hört sich schrecklich an, das geliebte Tier so zu erleben.
Aber ich würde Karlchen jetzt erstmal zur Ruhe kommen lassen und dann bei Dir in der Zeit langsam die TA-Lage abchecken. Aussortieren, wer nicht in Frage kommt, mit den anderen Vorgespräche führen usw - was halt alles nötig ist.
Ich drücke die Daumen, dass Du Lösungen und Hilfe für Karlchen und dadurch auch für Dich findest!. Vielleicht kannst Du mit Deiner TÄ noch mal sprechen und mit einer Mini-Dosierung Luminaletten anfangen, damit er überhaupt erst mal ruhiger für alles wird?
LG
Habeebee |
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Kathy
Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet
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| Verfasst am: 10.08.2006 - 17:42 Titel: |
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Hallo, Anja!
Da ich es ja mit angesprochen habe, will ich dir hier noch einmal sagen: nein, ich denke nicht dass du leichtfertig TA-Besuche vermeidest. Allerdings wird u.U. nun mal nur der TA-Besuch eine Besserung bringen können. Es passiert leider nun mal doch oft, dass man in Bezug auf seine eigenen Katzen entweder übervorsichtig ist oder aber "betriebsblind" sein kann.
Um herauszufinden, was nun wirklich mit Karl los ist geht vermutlich nur über eben selbigen und gerade Wölckchens Abwesenheit scheint ja eigentlich geeignet für eine solche Aktion, oder?
So sieht es zumindest für einen Außenstehenden aus. Nein, meine Katzen sind Gott sei Dank nicht so drauf. Nur muss es einfach einen Weg geben, diesem Kater zu helfen :cry: .
Aber sag mal: du schreibst, dass deine persönliche Situation nicht ganz so toll ist, Kannst du dir damit einen Zusammenhang vorstellen? Gibt es da vielleicht zeitliche Paralellen? |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 10.08.2006 - 18:51 Titel: |
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Hallo Kathy,
ja klar, das TA-Besuche, Behandlungen notwendig sind, ist klar.
Nur muss ich dazu auch erstmal eine Menge organisieren, und ich glaub auch nicht, das er innerhalb kürzester Zeit wieder hergestellt ist.
Im Moment hab ich auch gar nicht den Kopf frei dafür, da ich die ganze Zeit mit Wölkchen zu tun habe, Tablettengabe, rumgefahre, deswegen rumtelefonieren, verzweifelt nach einer Lösung suchen, nach einer Pflegestelle oder besser einem neuen Zuhause, damit ihr die herumfahrerei erspart bleibt usw....
Wenn ich wenigstens ein Auto hätte, so das ich mit ihr irgendwo hinfahren könnte, selbst wenn sich eine Pflegestelle findet, ergibt sich das nächste Problem, wie da hinkommen.
Im Moment weiß ich nicht, wo mir der Kopf steht.
Am Wochenende muss Wölkchen, dort wo sie ist, raus und ich weiß absolut nicht wohin mit ihr.
LG Urmel |
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Kathy
Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet
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| Verfasst am: 10.08.2006 - 19:23 Titel: |
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Ach Anja... *knuddel*
Klar. Es ist alles so vermalledamt kompliziert und ich habe es auch nicht böse gemeint. Aus der Entfernung nur einfach schwer zu beurteilen.
Kannst du deine Freundin nicht überzeugen, es ein paar Tage länger mit der süßen Wolke auszuhalten? |
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Aiur
Anmeldungsdatum: 27.09.2004
Beiträge: 759
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| Verfasst am: 10.08.2006 - 20:11 Titel: |
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Ich kann dir nur raten, fass dir ein Herz, geh zum TA, lass ihn sedieren und hole all die Untersuchungen nach, die du bisher vor dir her geschoben hast.
Ihr müsst ja nun irgendwie weiterkommen, da scheinen ja noch einige medizinisch ungelöste Fragezeichen in seiner Geschichte zu sein.
Ich kann deine Situation verstehen, denn unser Odin ist schon immer genauso- Er lässt sich nur mit 2 Mann und meist mit Verletzungen auf menschlicher Seite einfangen und in den Kennel verfrachten, beim TA ist er ein Monster, er tickt völlig aus, greift alles an was er zu fassen bekommen kann, einfach aus Panik, er lässt sich nicht freiwillig festhalten.
Selbst kleine Untersuchungen sind nur in Narkose möglich, ihm die Narkose zu spritzen ist nur im Zwangskäfig möglich, ihn darin zu fixieren erfordert zwei Menschen zum fixieren und den TA, der versucht zu spritzen, oft klappt es nicht beim ersten Mal.
Das ganze ist eine Überwindungssache, und auch eine Frage der Art, wie man an die Sache herangeht. Wenn man glich mit der Sorge herangeht, das alles ganz schrecklich wird, dann wird es auch schrecklich- Self fulfilling prophecy.
Unser Odin hatte ja nun gleich in der ersten Monaten, die er bei uns war, eine sehr schwere Krankheit die häufige TA- Besuche und tägliche zwangsweise nötige Medikamentengaben erforderte.
Vielleicht sind wir dabei einfach gleich auf die nötige Art "abgestumpft", vielleicht tun wir auch einfach, was getan werden muss.
Gesetzt dem Fall, das Karl und Odin sich ähnlich sind- Odin ist vorm Ta und beim TA fürchterlich unter Stress und ein Monster- Danach aber ist er nur kurz beleidigt, dann aber entspannt und wie immer.
Wenn eine Untersuchung nötig ist, dann wird sie gemacht, das hilft nix, wir möchten Odin gerne noch lange gesund behalten.
Ich kann dir nur raten jetzt einmal umfassend in den sauren Apfel zu beissen, du und auch Karlchen, ihr werdet euch danach sicher besser fühlen.
LG
Sandra |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 20.08.2006 - 09:34 Titel: |
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So, jetzt komme ich auch mal dazu, hier drauf zu antworten.
Aiur, also das hat doch mit "ein Herz fassen" oder "mich überwinden" oder "Self fulfilling prophecy" nichts zu tun :lol: . Meine Güte, es geht doch nicht darum, dass der Kater einfach nur nicht gern zum TA geht und ich mir Sorgen mache, das er sich achje aufregen könnte oder gar hinterher beleidigt ist :lol: . Auch habe ich keine TA-Besuche "vor mir hergeschoben" und ihn hier sich in Schmerzen winden lassen und einfach nicht zum TA gegangen, weil vielleicht das Einfangen zu schwierig ist oder er mal unterwegs maunzt. Wenn er etwas akutes hatte (z.B. die Kralle rausgerissen) war ich sofort beim TA!
Auch geht es nicht darum, dass ich mit der Vorstellung rangehe, das alles ganz schrecklich wird, ich bin auch schon mit anderen Panik- oder angstaggressiven Katzen zum TA gegangen :wink: , und mit Karl bin ich ja auch gegangen und ich hab ihm auch schon oft zwangsweise Medis eingegeben oder ihn in den Kennel verfrachtet.
Auch ist Karl nicht Odin.
Und Nein, Karl war nicht nach den TA-Besuchen mal kurz beleidigt und danach entspannt wie immer. :wink:
Die Problematik war eine ganz andere!
Nochmal in Kurzform: die TA hat eine Phobie diagnostiziert, weil es heftige körperliche Reaktionen gab und sie sich Sorgen um seine Vitalfunktionen machte und das er kollabiert. Er hat nicht einfach nur Angst gehabt (die TA ist auch gerade bekannt dafür, dass sie mit ängstlichen und aggressiven Patienten umgehen kann und benötigt auch keinen Zwangskäfig, hat ihm auch so Blut abgenommen usw.), sondern er kam durch die Panik in Zustände, die gefährlich sind, z.B. so viel gehechelt und hyperventiliert, das Schleimhäute, Zunge bläulich wurden, oder Puls und Blutdruck jenseits von gut und böse usw. Und ich denk, eine TA, die ihn und seine Vitalfunktionen untersucht, kann das schon einschätzen und wird ihre Gründe haben, wenn sie eine Untersuchung abbricht und dick in die Krankenakte Tierarztphobie notiert. Es wurden Beruhigungsmittel, Sedierung, Narkose notwendig, was er aber nicht vertrug und die TA deshalb nicht einfach so anwenden kann. Ich dachte, ich hätte das im vorherigen post schon deutlich gemacht, wieso empfiehlst du mir, ihn sedieren zu lassen oder schreibst was von Narkosen im Zwangskäfig, wenn ich vorher schrieb, das er das nicht vertrug und bei der letzten Narkose beinahe drauf gegangen ist? Jede weitere Narkose ist ein Risikofaktor, deshalb ist nichts, mit Kater einfach mal auf Teufel komm raus durchchecken zu lassen und nach Belieben sedieren und narkotisieren (ohne werden Röntgen und CT usw. wohl schlecht möglich sein). Ich überlege da natürlich schon sehr gut, welche Untersuchungen wirklich richtig dringend oder wichtig sind und wäge das "Nutzen-/Risiko-Verhältnis" ab.
Beispiel Thema Wirbelsäule/Schmerzen: ein TA hat letztes Jahr die Wirbelsäule intensiv abgetastet und da keinerlei Anzeichen von Schmerzen waren und er sich auch normal bewegt, springt, beim Spielen halbe Saltos schlagen kann usw., sagte er, das er den Kater jetzt nicht unter Narkose röntgen würde, weil Narkose bei ihm ein Risiko ist.
Ich habe jetzt aber keine Lust hier Romane zu schreiben und alles detailliert zu erklären/beschreiben oder gar seine TA-Krankenakte zu posten. Wollte nur nochmal darauf eingehen, weil das bei dir so klang, als ob ich hier mit meinen Katzen nicht zum TA gehe, weil sie ja mal Angst haben oder maunzen oder beleidigt sein könnten. Er wurde von zwei TA untersucht und behandelt, abgesehen von den zig anderen TA's mit denen ich diesbzgl. sprach.
LG Urmel |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 20.08.2006 - 09:44 Titel: |
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Hallo Kathy,
inzwischen habe ich den Vorfall halbwegs verdaut und bin nochmal alles in Ruhe durchgegangen.
Ich denke nicht, dass die Reaktion bei Karlchen etwas mit einem epileptischen Anfall zu tun hatte. Seine Reaktin war eine ganz typische territoriale Aggression, die genauso vorgekommen wäre, wenn ich hier mal eben so eine fremde Katze reingesetzt hätte. Und Wölkchen war für ihn Fremdkatze, nur da er gleich so territorial reagierte, also gleich drohen und Angriff (da ist er nicht die einzige Katze, die auf Fremdkatzen oder Katzen, die vom TA-Besuch wiederkommen so reagiert, genau so wie Karlchen sich verhalten hat, hat z.B. S.Schroll auch territorial aggressive Katzen beschrieben und schreibt auch, dass es dazu kommen kann, wenn eine Mitkatze vom TA wiederkommt), konnte er gar nicht nach einer Weile merken, das es ja Wölkchen ist. Wenn es bloß Fauchen und Abwehr gegeben hätte, hätte sich das sicher bald wieder eingerenkt, weil Karl dann mit der Zeit mitbekommen hätte, das es doch sein Wölkchen ist. Aber dieser Separierungsversuch in dieser kleinen Wohnung hat das Ganze hochgeschaukelt, Karl sah und hörte die vermeintliche Fremdkatze ja trotzdem (Tür hat z.B. Glasscheiben) und war dann sozusagen darauf "eingeschossen" das dahinter die Fremdkatze ist und hat aufgepasst, dass sie nicht reinkommt. Inzwischen weiß ich, dass dieser "Separierungsversuch" falsch war und alles schlimmer machte.
Und sein rss wurde natürlich, weil er ja so angespannt war, stärker. Selbst 'normale' Katzen, die aggressiv auf eine andere reagieren, können in diesem Zustand, nach Aussage von S.Schroll, das rss zeigen (weil sie die andere belauern, fixieren, aufpassen und die Anspannung sich in diesem Rückenzucken entladen kann), klar dass es dann bei Karlchen auch stärker wird.
Übrigens kenne ich mich mit Epilepsie auch etwas aus, da mein Vater und meine große Schwester Epilepsie haben, auch die Form, wo es nur zu petit mals kommt. Ich will deshalb nicht zu 100% ausschließen, dass sein rss kleine petit mals sein könnten oder etwas epileptiformes, aber das eine Katze auf eine Fremdkatze territorial aggressiv reagiert, kommt vor und hat nicht gleich mit Epilepsie zu tun.
Ich habe ja früher auch länger eher an etwas epileptiformes bei ihm gedacht, bis ich aber mit der Zeit mitbekam, das er nicht in die Luft starrt oder Halluzinationen hat, sondern auf Schatten und Spiegelungen erschreckt reagierte. Für einen Kater, der in seiner kitten-Zeit ohne jegliche Außenreize aufwuchs, erklärbar. Deshalb tendiere ich ja zum Deprivationssyndrom. Ob man, wenn es doch etwas nervliches sein sollte (dafür spräche, das er Beruhigung/Sedierung/Narkose nicht verträgt), einfach so auf Verdacht Luminaletten geben kann oder sollte, da werde ich mich erst erkundigen, ob das wirklich so harmlos ist und das mit einem Neurologen besprechen.
LG Urmel |
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Iris
Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau
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| Verfasst am: 20.08.2006 - 21:36 Titel: |
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Hallo Anja,
wie geht es Wölkchen denn so, zusammen mit den großen Hunden? 8) :lol: :shock:
Irgendwie liest es sich gerade so, als ob Du Dich angegriffen fühlst. Hier denkt bestimmt niemand, daß Du falsch gehandelt hast!
Was ich an Deiner Stelle mit Kaani machen würde - ab Seite 137 im o.g. Buch würde ich mich mal nach Medis umschauen, wieso Luminal?
Das haben wir hier jetzt auch für den Fall der Fälle liegen, für Sita - falls der nächste Epilepsie - Anfall sehr schlimm werden sollte, beginnen wir mit der Tabletteneingabe bei Sita, wenn nicht so schlimm, warten wir noch. Karlchen hat aber keine diagnostizierte Epilepsie.
Da gibt es bestimmt wirksamere Medikamente - und zu der Frage zum Thema TA und Medikamente - als wir das "Frisco - Problem" hier hatten sind wir zum TA mit dem Buch von Frau Schroll gegangen und haben gemeinsam (ohne Frisco) anhand der Checkliste aus dem Buch ein Medikament rausgesucht. Das war allerdings schon kurz vor der Vermittlung von Frisco und hat deshalb keine Langzeitwirkung gezeigt - allerdings in einem anderen Katzenhaushalt, wo dieses Psychopharmaka schon früher eingesetzt wurde.
Darum würde ich an Deiner Stelle so agieren, mit der Checkliste aus dem Buch von Frau Schroll zu einem TA und darüber mit ihm sprechen, anschließend das Rezept einlösen und beobachten!
Liebe Grüße,
Iris |
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Kathy
Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet
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| Verfasst am: 21.08.2006 - 06:34 Titel: |
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Hallo, Anja!
Ein "Experte", was Epi angeht bin ich definitiv nicht, nur habe ich einfach diese Paralellen gesehen. Zumindest aus deinen Schilderungen und dem, was ich gehört und auch gesehen habe.
Das Einschätzen der Situation liegt allein an dir und damit möchte ich nicht sagen, dass du sie falsch einschätzt.
Wie geht es Kaani denn inzwischen? Und was hast du von Wölkchen gehört? |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 27.08.2006 - 20:07 Titel: |
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Hallo,
Ich habe eine TA-Neurologin gefunden, die das Feline Hyperästhesie Syndrom/Rss kennt und auch schon einige Fälle hatte. :notworthy:
Bin absolut erleichtert.
Die sonstigen TA's konnten damit ja immer nichts anfangen, kannten den Begriff nicht, wenn ich die Rss-Symptome beschrieb, konnten sie damit nichts anfangen und wenn ich von der seltsamen Schreckhaftigkeit erzählte, wars eh vorbei, dachten wahrscheinlich einige, der Kater wird schlecht gehalten oder hat zuviel Stress, es kamen ja auch Vorschläge Vit.B zu geben und sowas...
Nun jedenfalls die Neurologin kennt diese Erkrankung und hat schon Katzen damit behandelt. Sie sagte, das dieses Krankheitsbild noch gar nicht richtig erforscht ist, momentan wird wohl in Bern wissenschaftlich dazu geforscht, Ursachen sind momentan noch völlig unklar. Aus ihrer Praxis weiß sie, das jede RSS-Katze etwas anders ist, bei den meisten scheint es eine Nervenerkrankung zu sein.
Und dann der absolute Hammer:
Sie hat völlig verstanden, das Karlchen bisher so schwierig zu behandeln war. Noch bevor ich die Symptome beschrieb und die Namen Rss oder FHS erwähnte, hatte ich erstmal angefangen zu beschreiben, weshalb ich erstmal ohne Kater gekommen bin und wie die bisherigen TA-Besuche verliefen. Das der Kater völlig in Panik verfällt und ausrastet, unterwegs hechelt mit bläulicher Verfärbung Schleimhäute/Zunge, ohne Beruhigungsmittel, Sedierung, Narkose nicht möglich war zu behandeln, er aber von Beruhigungsmittel Raserei bekam und bei Narkose einen Krampfanfall, weshalb die TA's auch keine Narkose mehr geben wollten. Da, aufgrund dieser Beschreibungen, hatte sie schon von sich aus das FHS angesprochen :shock: :shock: !
Es gehört nämlich zum Krankheitsbild, dass diese Katzen extrem nervlich übererregt sind und jede Aufregung natürlich stärker ausfällt und Anfälle auslösen kann und einige RSS-Katzen deshalb so schwierig zu behandeln. Jedenfalls hat sie allein davon schon auf FHS getippt!
Außerdem sind die RSS-Anfälle (nervlich bedingt) ähnlich wie epileptische Anfälle (und können auch an sich epileptische oder epileptiforme Anfälle sein) und können von Beruhigungsmittel, Sedierung und Narkose ausgelöst werden. Das Karlchen damals diese Raserei bekam, ordnet sie auch als Anfall ein, von nervlicher Übererregung. Auch das er sich auf der Fahrt und bei der Behandlung so heftig aufregt, kann ein Anfall sein und damit gefährlich, die bläulichen Schleimhäute deuten auf einen Anfall. Deshalb darf Karlchen keine Beruhigungsmittel und Narkose ohne ärztliche Aufsicht (von TA's die sich damit auskennen) bekommen und muss dabei überwacht werden, weil eben, wenn es beginnt zu wirken und wenn es aufhört zu wirken zu Anfällen kommen kann. Er darf auch nur eine spezial-Narkose bekommen, die mit Valium oder Diazepam kombiniert werden muss. Dann muss er solange unter Bewachung bleiben, bis die Narkose völlig abgeklungen ist. Zuhause darf ich kein Beruhigungsmittel geben, erst beim TA, d.h. sie wird einen Termin raussuchen, wo Karlchen sofort in die Behandlung rein kommt, wo jeder mögliche Stressfaktor versucht wird zu vermeiden. Dann schaut sie, ob sie neurologische Untersuchung erstmal so machen kann, ansonsten wird er zur Untersuchung speziell narkotisiert und überwacht.
So milde Beruhigungssachen, wie homöopathisches oder Felised und Relaxan hat sie bei RSS-Katzen auch schon probiert und das reicht nicht aus und darf ich auch nicht geben, weil außerdem die Bestandteile, wie Johanniskraut und Baldrian nicht vertragen werden können.
Die typischen Symptome bei RSS kannte sie auch schon, also als ich sie beschrieb, hat sie immer schon genickt und selbst noch welche genannt.
Seine seltsame Schreckhaftigkeit gehört auch zum RSS und ist ein Zeichen einer starken nervlichen Übererregung. Dennoch sollen die Augen untersucht werden, falls er die Dinge auch nicht mehr richtig sehen kann und deshalb jedesmal davor erschreckt oder nicht wieder erkennt. Da er damals ja etwas am Herzen hatte und damit Bluthochdruck, könnte auch etwas an der Netzhaut sein.
Ansonsten, Ursache von RSS ist in der Veterinärmedizin noch unbekannt. Sie wird eine Ausschlussdiagnostik versuchen und dabei auch nochmal genauer das Herz angucken, da es bei Karl schonmal auffällig war. Denkbar wäre nämlich auch, dass die Herzerkrankung doch noch nicht abgeschlossen ist (die bisherigen TA's konnten ja nicht richtig untersuchen und haben nur durch abhören des Herz gesagt, dass da keine Geräusche mehr sind) oder aber, dass sich durch die Herzerkrankung Mikrothromben im Gehirn gebildet haben. Deshalb US von Herz und Wirbelsäule, großes Blutbild, auch Schilddrüse und dann weiter Auschlussdiagnostik und Behandlung wie bei Epilepsie, weil RSS auch mit Anfällen und nervlicher Übererregung einhergeht. Es könnte auch eine Form der Epilepsie sein, muss aber nicht. Es wird dann so sein, dass er auf Medikamente eingestellt wird, evt. auch Phenobarbital, je nachdem was die Untersuchungen bringen. Welche Medis da noch in Frage kommen, habe ich vor Schreck wieder vergessen, aber sie sagte eh, erstmal die Untersuchungen abwarten.
Zur "Heilungs-"Chance, in dem Sinne, das der Kater wieder Anfallsfrei wird, sagte sie, das bei ihren Fällen eine Katze schonmal eingeschläfert werden musste, die anderen aber unter den Medis noch ein anfallsfreies Leben führen konnten. Antiepileptika schlagen nicht bei allen an. Vorher müssen aber auch nochmal Leber und Nieren angeschaut werden.
Soweit erstmal zu heutigen Gesprächs-Termin. Nun bin ich gespannt, was die Untersuchungen ergeben und vor allem, wie ich den Kater dahin bekomme :shock: .
LG Urmel |
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fluegerl
Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 783
Wohnort: Grafing b. München
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| Verfasst am: 27.08.2006 - 20:16 Titel: |
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Hallo Anja!
Das hört sich doch alles recht positiv an. Wenn die TÄ schon mehr RSS-Patienten hatte, weiß sie ja bestimmt auch wirklich, was sie da eigentlich tut.
Auf jeden Fall wünsche ich euch beiden alles Gute und hoffe, daß es bald positive Neuigkeiten über Karlchen zu lesen gibt! |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 27.08.2006 - 20:16 Titel: |
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Achso, ganz vergessen. Vorher hab ich ja noch eine Verhaltenstherapeutin/Dipl.Katzenpsychologin gefragt, ob es psychsich sein könnte und sie ihn behandeln würde. Hatte ganz genau die Symptome und auch sein ganzes Leben und kitten-Zeit beschrieben, da ich ja das Deprivationssyndrom vermutete.
Die VT hat aber das Deprivationssyndrom ausgeschlossen, weil die Symptome und Verlauf nicht passten, in gleichbleibender Umgebung würden die Symptome nicht zunehmen oder stärker werden, sondern aufgrund einer Habituation sich abmildern. Nur wenn die Umgebung sich ändert, könnten die Symptome wieder stärker werden. Da Karlchen aber seit 7 Jahren in dieser Wohnung lebt und kein Freigang hat, kann es das nicht sein (Deprivationssyndrom - Überforderung durch Umgebungsreize). Auch sagte sie, das seine Symptome keine Verhaltensstörung zeigen, sie keine erkennen kann und keine Verhaltenstherapie ansetzen kann. Auch sie sagte, dass seine Symptome (z.B. Schreckhaftigkeit, obwohl kein Angstkater, keine schlechte Erfahrung) krankhaft seien, er krankhaft überschießende Reaktionen hätte und das auf die Nerven, Gehirn und ZNS deutet.
LG Urmel |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 27.08.2006 - 21:20 Titel: |
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Hallo Urmel,
erst mal hört sich die TÄ ja super geeignet an. Gar keine Frage, da würde ich auch versuchen, Karlchen hinzubringen und den mal checken lassen.
Was mir aber bei deinem Bericht, gerade auch bei dem Hinweis, dass die Ursache für RSS unbekannt sei, eingefallen ist:
Mein Ozzy hat auch eine leichte RSS-Form, aber sehr harmlos und ich hoffe, das bleibt auch so.
Auf der Suche nach Ursachen hat mir eine Freundin, die in einer Ö-Tierklinik arbeitet, gesagt, dass es immer mehr Katzen mit diesen Symptomen gibt. Sie kannte RSS als Krankheit direkt nicht, aber sie erzählte, dass sie bei sehr vielen Katzen eine Verbesserung der Symptome durch verändertes Futter festgestellt hätten. Und zwar würden diese Katzen nur noch von einer Sorte tierischen Eiweisses ernährt werden. Also z.B. NUR Geflügel oder NUR Rind. Nicht mehr abwechselnd. Und dann auch entweder BARFEN oder selbstkochen, aber nicht mehr Dosenfutter. Oder das dann nur noch superhochwertig.
Es wäre aufgefallen, dass sich bei sehr vielen Katzen die Symptome ganz ganz extrem verbessern würden.
Irgendwann hatte ich ihr dann Infos zu RSS geschickt und Links und sie hatte sich das dann durchgelesen und meinte, dass würde von den Symptomen ganz genau passen. Es sähe wohl so aus, als könnte das entweder am Futter oder an den Zusätzen liegen.
Vielleicht ist das vorübergehend schon mal ein Versuch wert, da mit Karlchen auf ein Futter umzusteigen?
Ansonsten bin ich gespannt, wei sich das bei Karlchen weiter entwickelt!
LG
Habeebee |
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Khyrsanth
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 1761
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| Verfasst am: 28.08.2006 - 08:03 Titel: |
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Hallo Anja,
das ist ja zumindest schonmal ein Lichtblick dass sich die TÄ mit ähnlichen Fällen wie bei Karlchen schon auskennt und da nicht wie die meisten anderen total im Dunklen rumstochert und keine Ahnung hat was man da machen könnte.
Für den Tierarztbesuch mit Karlchen wünsche ich Dir starke Nerven und hoffe dass ihr BEIDE ihn gut überstehen werdet :) |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 02.09.2006 - 17:35 Titel: |
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Hallo Habeebee,
vielen Dank für deinen Hinweis mit dem veränderten Futter. Aber das ist natürlich ein Hinweis, auf eine mögliche Ursache oder Behandlungsform, unter tausenden :wink: (aber natürlich trotzdem vielen Dank, der Hinweis ist ja auch sehr interessant, hast du bei deinem Kater diese Diät durchgeführt und gingen seine Symptome weg?).
Ich recherchiere ja schon seit mind. 2 Jahren zu diesem Thema (seitdem ich weiß, dass die Symptome RSS oder FHS heißen) bzw. sammle alles, was ich an Infos, Hinweisen und Erfahrungsberichten dazu finden kann. Und da werden extrem viele mögliche Ursachen und Behandlungmöglichkeiten aufgezählt und es tauchen Berichte auf, wo RSS-Katzen nach was weiß ich für Behandlungen die Symptome dann nicht mehr zeigen sollen. Das reicht von hom. Entgiftung, über Behandlung mit Pheromonen, Entfernen sämtlichen Plastiks, Ausschließen aller mögl. Haushalts-/Umweltgifte oder irgendwelcher Stoffe, Behandlung mit Antiepileptika, Behandlung der Wirbelsäule, Aerobic-Übungen, spezielle Ernährung, nicht nur das mit den Protein, was du erwähnst, sondern auch ohne Konservierungsstoffe, Füllstoffe, Chemikalien, Natriumnitrat etc., nicht zuviel Eisensulfat, Salz etc. und was da noch alles auftauchte, was FHS auslösen kann, spezielle Diäten tauchen auf englischen Seiten auf (anders, als nur mit einer Proteinsorte), die geholfen haben sollen, zeitlich strukturierte Fütterung, oder die ganze psychische Ebene, Clickertraining, Jagdspiele/Spieletherapie, Weggabe Zweitkatze, Hinzunahme Zweitkatze usw. usf......
Was ich da alles schon an möglichen Ursachen gefunden habe, waren: ZNS-Störung bzw. nervliche Störung, neurologische Störung, die Missempfindungen auslöst, Form der Epilepsie, die ganzen Hirn-Sachen (Entzündung, Traumen, Tumore), Hormonstörung, Stoffwechselstörung, Wirbelsäulenproblem bzw. orthopädische Probleme, Kalzifikationen, Muskelproblem (pathologische Läsionen), psychische Störungen, wie Angststörung, Aggression, Hyperaktivität, Deprivationssyndrom, obsessiv-kompulsive oder affektive Störung usw., innere schleichende Vergiftung - eine Vielzahl von Vergiftungsmöglichkeiten durch ganz unterschiedliche Stoffe oder vielerlei erhöhte Werte, oder auch Mängel, zu niedrige Werte z.B. Thyaminmangel, Hautproblem (Juckreiz), Allergie (Haut, Ernährung, Haushalt, Umwelt, Parasiten), Schmerzzustände, z.B. von den Harnwegen/Nieren her usw., Hyper-/Hypoglykämie, Vitamin E-Mangel wegen irgendwelcher Pigmente, Parasitenbefall, Überimpfung, usw.usf..... Hab bestimmt noch eine Menge vergessen :lol: . In einigen Berichten steht, das orientalische Rassen besonders betroffen sein sollen und das es evt. eine vererbte Neigung zu Anfällen bei Stress ist. Und die Neurologin warf ja noch ein paar in den Raum, z.B. Schilddrüsenüberfunktion oder vom Herzen her oder Mikrothromben im Gehirn oder Minderdurchblutung im Gehirn ... und heute habe ich dazu auch noch gefunden, das Argininmangel auch Hyperästhesie auslösen kann (in folgendem skript: http://www.tierer.unizh.ch/te_pdf/script_katze.pdf Seite 6 unten), dazu habe ich dann weiter über Arginin gelesen und ein erhöhter Bedarf an Arginin und damit Argininmangel kann auch bei Bluthochdruck entstehen. Karlchen hatte definitiv eine zeitlang Bluthochdruck, als die Sache mit dem Herz war und dadurch auch die Nierenwerte erhöht. Ob das mit dem Herz überhaupt immer noch besteht und ob er immer noch Bluthochdruck hat, weiß ich nicht, da Karl damals nicht weiter untersucht werden konnte. Aber im Prinzip ist dieser Hinweis mit dem Arginin ja auch interessant - wiederum ein Hinweis unter Vielen.
Nur: bei diesen tausend Hinweisen weiß ich ja gar nicht wo beginnen und Karl könnte im Prinzip von Kopf bis zum Schwanz ja total durchgecheckt werden, da kann man irgendwie *Alles* überprüfen, das ist besonders "lustig", da er ja keine Narkose verträgt und nur unter Vorsicht und Bewachung und eigentlich gar nicht narkotisiert werden soll, d.h. zur Durch-checkung auch unter Valium muss.
Oder ich probiere das eine und das andere, Ernährung - die verschiedenen Diäten, Umweltgifte, Plastik, verschiedenes Homöopathisches, z.B. Entgiftung usw.usf... siehe oben, da weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll, wenn ich das alles durch habe, sind dann auch Jahre vergangen ;-). Pheromone hab ich schon durch, die psychischen Sachen sowieso, ein homöopathisches Mittel auch, oder soweit wie möglich alles aus Plastik entfernt oder die Stoffe, mit denen er in Berührung kommt mit Allergiker-Waschmittel gewaschen usw. Einiges ist aber auch einfach nicht durchführbar, weil dem einfach mal Grenzen gesetzt sind. Ich kann den Kater einfach nicht in eine allergenfreie Zone setzen und ihm den ganzen Tag Essen kochen und zeitlich strukturiert (mehrere Mahlzeiten am Tag) füttern (mal überspitzt ausgedrückt ;-) ).
In den Erfahrungsberichten hab ich auch gelesen, wie RSS-Katzen mit verschiedenen Medis behandeln wurden, bei einigen brachten Antiepileptika Erfolg, bei anderen Hormone, bei anderen Psychopharmaka, usw..., bei anderen wiederum gar nichts davon und es wurde als idiopathisch eingestuft. Soll ich aber nun all diese Medis bei Karl durchprobieren? Die Neurologin hat ja einige RSS-Katze erfolgreich mit Hormonen behandeln, hilft aber nicht bei allen, dann kann man das nächste probieren. Na toll. Wenn ich bei den Erfahrungsberichten oder bei den Medis von den Nebenwirkungen (z.B. der Psychopharmaka - starke Verstopfung - und Karl hat eh schon zu festen Kot) lese, wird mir auch ganz anders oder wenn beschrieben wird, das nach so und soviel Wochen die Anfälle um so und soviel Prozent abnehmen, aber nie ganz verschwinden. Tja, mit welchem Medi sollen wir da auch beginnen? Die Neurologin sagt ja, sie kennt das FHS und es wird gerade eifrig daran wissenschaftlich geforscht, aber momentan sind in der veterinärmedizinischen Forschung Ursachen noch unbekannt.
Nunja, Montag ist erstmal der Termin für die Untersuchungen unter Narkose, wo Karl auch dableibt.
Inzwischen glaube ich auch, das FHS keine eigenständige Krankheit ist, sondern das die Symptome einfach bei einer Vielzahl von Krankheiten auftauchen können, das sie einfach anzeigen, dass die Katze entweder Schmerzen, Juckreiz, Missempfindung, Erregung, usw. hat, was natürlich bei einer Vielzahl von Erkrankungen auftauchen kann.
Und letztendlich ist das "normale" Rückenzucken, also wenn nur mal kurz der Rücken zuckt und rollt, ja bei Katzen und Pferden ein ganz normales Symptom, da sie diesen Hautmuskel unter der Rückenhaut haben, der sich dort entlangzieht und bei jeglicher Erregung/Anspannung oder Missempfinden dort (z.B. wenn es dort juckt) halt zucken kann. Wenn das dann so übertrieben, wie bei RSS auftaucht, zeigt das ja, das eine Erregung oder Missempfindung jeglicher Form halt besonders stark da ist, oder auch Schmerzen, und das kann ja nun bei einer Vielzahl körperlicher und psychischer Probleme der Fall sein.
Dieses RSS oder FHS ist momentan einfach nur ein Alptraum für mich :wink: .
LG Urmel |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 04.09.2006 - 18:22 Titel: |
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Karlchen ist jetzt da und bleibt stationär über Nacht.
Er liegt da in einer Box, neben anderen Patienten, morgen früh werden noch Untersuchungen gemacht.
:cry: das war echt schlimm, ihn da zulassen, hätt ich nicht gedacht, das es mir da so den Magen umdreht, hätte ich mir man nicht die Box in der Station hinten angeschaut, der arme Karl, wo er doch sonst jede Nacht in meinem Bett schläft und nun in so einer Box ...
Einfangaktion klappte wider Erwarten sehr gut, mir hat ein Tiertransport-Unternehmen geholfen, der Mann kam mit dicken Lederhandschuhen bis zum Ellenbogen und war schon aufs Schlimmste gefasst, aber im Gegensatz zu dem, was der sonst schon mit Katzen so erlebt hat (er hat schon Narben von Bisswunden :shock: ), war es mit Karl recht mild.
Auf der Fahrt hat er aber wie verrückt gehechelt und immer ganz weit das Mäulchen aufgerissen, aber jedenfalls lebte er noch, als er dort ankam und krampfte auch nicht. Damit haben wir die erste Etappe überstanden, nun muss er noch die Narkose und Untersuchungen überstehen.
LG Urmel |
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lucky2004
Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau
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| Verfasst am: 05.09.2006 - 21:54 Titel: |
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Hallo Anja,
dann drücke ich doch mal die Daumen, dass die ganze Aktion etwas nutzt und es Karlchen und auch Dir wieder besser geht.
Liebe Grü0e
Petra |
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Tiger
Anmeldungsdatum: 14.02.2003
Beiträge: 746
Wohnort: bei Stuttgart
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| Verfasst am: 09.09.2006 - 07:28 Titel: |
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Hallo Anja,
ich drücke die Daumen für Karl!
Weist Du den schon etwas neues? Und wie geht es Dir/euch? |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 18.09.2006 - 21:15 Titel: |
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Karlchens Anfälle sind vom Herzmedikament nicht weggegangen. :(
Er ist ein Tacken ruhiger geworden und die Anfälle etwas weniger und milder (sein extremer Blutdruck ist ja nun auch gesenkt), aber sie sind immer noch da, mehrmals täglich - und das macht den Kater kirre. :( Und mich auch.
Nun geht es in die nächste Phase, jetzt kommt das Ausprobieren von Medikamenten. :cry:
Ich hab jetzt zwei Wochen Anfalltagebuch geführt und überlegt und abgewägt - kann es so bleiben, wie es ist, oder sollen "Hammermedis" drauf.
Wir beginnen mit einem Schmerz- und entzündungshemmenden Mittel (wahrscheinlich Cortison? - erfahre ich erst morgen, TÄ sucht heute noch eins raus). Für 5 - 7 Tage. Dann werden wir weitersehen.
Sie hat sich zuerst dafür entschieden, weil Karl die Anfälle vor allem in Bewegung bekommt, wenn er spielt, wenn er läuft, wenn er auf die Dachterasse geht. Wenn er in Ruhe oder passiv ist, ist er anfallsfrei.
Ich hatte nochmal nachgefragt, ob die Wirbelsäule *wirklich* in Ordnung war -> ja. Auch die neurologischen Untersuchungen waren i.O. Von Wirbeln oder eingeklemmten Nerven kann nichts kommen.
Das einzigste was sie noch machen könnte, wäre ein CT vom Rückenmark. Für Karl aber sehr aufwendig, Narkose ist zwingend, Kontrastmittel müsste reingespritzt werden, Karl soll aber eigentlich keine Narkose mehr bekommen (aufgrund seines starken Herzfehlers, von daher bei der letzten Narkose Krampfanfall), d.h. dieses CT wäre ein Risiko - dagegen steht, selbst wenn sich dort Mikrothromben gebildet haben, ist nicht gewährleistet, dass sie sie sieht (da Rückenmark so dünn und das CT das nicht erfassen muss). D.h. würde sie beim CT nichts finden, heißt das nicht, da ist auch *sicher* nichts. Wegen dieser Unsicherheit und weil niemand weiß, ob Karl nochmal eine Narkose überlebt, machen wir das nicht.
Mit dem obigen Medi soll abgeklärt werden, ob evt. bei Bewegung eine Nervenreizung o.ä. (Schmerzen/Reizung vom Rückenmark) ausgelöst wird. Sie hat es noch genauer erklärt, was sie sich da denkt, ich kriegs jetzt grad nicht mehr zusammen (Telefonat war wieder so lang).
Denkbar ist eben auch, dass sich tatsächlich, aufgrund der Herzerkrankung, Mikrothromben gebildet haben. Das muss auch nicht zwingend im Rückenmark oder Gehirn sein. Und dass das Missempfindungen und damit das FHS auslöst. Nur solche Mirkothromben sind schwierig zu finden oder nachzuweisen. Und - wenn es so wäre, dann sind sie da und irreparabel. Dann könnte man eh nur noch auf die Symptome mildernd einwirken, also symptomatisch behandeln, soweit das eben geht.
Auf meinen nochmaligen Hinweis, dass bei einigen FHs-Katzen Wirbelsäulenschäden gefunden wurden sagte sie:
-> Das FHS kann bei jeder Katze eine andere Ursache haben. Die Symptome sind dieselben, es sieht bei jeder Katze gleich aus - die Ursachen können ganz verschiedene sein. Es gibt nicht die *Eine* Erkrankung oder Schaden o.ä., das FHS auslöst. FHS ist keine Erkrankung, sondern nur ein Syndrom, eine Folge von etwas und das kann ganz unterschiedliches sein - alles was Schmerz und Erregung und Missempfindungen auslöst.
Bei einigen Mangel an Transmittern - Psychopharmaka. Bei einigen Nervenstörung oder Art Epilepsie - Antiepileptika. Bei einigen orthopädische Probleme oder Traumen - Prednisolon bzw. Behandlung des orth. Problems. Bei anderen wiederum Stoffwechselstörung (Schilddrüse, Diabetes) oder Schmerzzustände von z.B. den Nieren usw.
Nun, mal sehen, wie es mit Karlchen weitergeht. :?
Ich würd so gern mal einen einzigen Abend haben, ohne zuckenden Kater mit rollendem Rücken. Karlchen und ich, wir sind beide schon ganz fertig, ich krieg auch schon Zuckungen :lol: :wink: (mein Auge zuckt ständig), aber eher von dem Stress und kann dagegen ja Magnesium einwerfen.
Lieben Gruß
Urmel |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 18.09.2006 - 21:48 Titel: |
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Hi Urmel,
sorry, habe gar nicht weiter gelesen hier.
Ich habe das bei meinem Kater nicht probiert, aber wie es jetzt aussieht, war es bei ihm der Stress durch den Umzug. Seit einigen Wochen habe ich nicht einmal mehr den Rücken zucken sehen. Und er hatte ja eh eine recht leichte Ausprägung.
Bei Karlchen hört sich das wirklich sehr kompliziert an. Und ich kann mir vorstellen, wie schwierig es da ist, Entscheidungen zu treffen.
Aber ich denke auch, dass Du ja eine gute TÄ an der Seite hast, die Dich dabei unterstützen wird. Hört sich zumindest sehr danach an.
Drücke für Euch beide alle Daumen, dass es bald besser wird!
LG
Habeebee |
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Ozz
Anmeldungsdatum: 08.01.2006
Beiträge: 173
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| Verfasst am: 19.09.2006 - 12:14 Titel: |
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Hallo Du Liebe,
Karlchens Fall ist wirklich unheimlich komplex. Ich denke immer wieder an Euch auch wenn ich fachlich nichts wirklich beitragen kann, aber wenigstens sind hier die Daumen für Euch gedrückt und die neue Ärztin hört sich wirklich sehr kompetent an.
Viele Grüße, Ozz! |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 19.09.2006 - 18:27 Titel: |
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Hallo Ihr,
vielen Dank für das Daumen drücken!
Das schmerz- und entzündungshemmende Mittel ist kein Cortison.
Ich fange morgen damit an, weil er erst neute nachmittag seine Herztablette bekommen hat. Morgen gebe ich sie frühmorgens, so dass ich am Nachmittag das Schmerzmittel geben kann (toll, wo Karl ja auch so freiwillig und leicht Tabletten nimmt :lol: das kann ja was werden ....).
Ich stell mal ein paar Videos ein.
Die Aufnahmen sind zwar nicht so toll, habe keine gute digicam und das Aufnehmen der Anfälle ist recht schwierig, denn sie kommen ja spontan und Karl sagt ja nicht vorher Bescheid. So kann ich immer erst, wenn es losgeht mit zucken und rollen, schnell die digicam schnappen, öffnen und auf den Auslöser drücken. Bis sie dann aber aufnimmt, ist der halbe Anfall schon vorbei. Deshalb sieht man hier nur die Endsequenzen.
Hinzu kommt noch, die Anfälle kommen vermehrt am Abend, da ist es für die digicam aber schon zu dunkel und da ich kein Flutlicht in der Wohnung habe, sind die Aufnahmen vom Abend sehr dunkel.
Nachfolgend die links
Dort steht auf der jeweiligen Seite, unter der Überschrift "Karlchens RSS", eine kleine Erklärung.
Dadrunter kann man die videos downloaden oder direkt öffnen.
Am besten auf das "Direkt öffnen" klicken, was darunter in Klammern steht. (es öffnet sich trotzdem noch ein kleines Fenster, wo das Video geladen wird, es wird aber nicht auf dem PC gespeichert).
Diese Aufnahme liegen dort nur 30 Tage lang.
1.Aufnahme:
nur kurz mit mildem Zucken und Karlchen leckt nur wild, sonst ist es viel stärker mit aufspringen und davonrasen. Aber wenigstens ist es hier hell und man sieht was am Rücken (allerdings kein ausgeprägtes Rollen, davon ist mir noch keine Aufnahme gelungen). Man sieht, wie es typischerweise losgeht: der Schwanz wedelt, der Rücken zuckt und rollt, Kater leckt wild, springt auf (hier nicht zu sehen), leckt weiter wild usw...
2.Aufnahme:
Hier sieht man gleich am Anfang der Aufnahme das Zucken und Drehen der Ohren dabei. Da die Aufnahme von vorn ist, kann man das Rollen am Rücken nicht sehen:
3.Aufnahme:
Hier sieht man die Sprünge des Katers dabei, allerdings auch milde Form und ohne davonrasen. Es gibt auch Anfälle, wo er einen Meter hochspringt. Die Aufnahme ist sehr dunkel, deshalb sieht man das Rollen am Rücken nicht.
4.Aufnahme:
Diese hab ich mit reingenommen, weil man hier mal ein bißchen dieses davonrasen sieht. Es ist meistens immer so, dass der Rücken rollt, der Kater leckt wild, dann hält er plötzlich inne, starrt in die Luft, springt auf und rast davon, dort leckt er weiter wild, hält wieder inne, springt wieder auf, rast wieder davon usw.
Das Rollen des Rückens ist nicht mehr zu sehen, da zu spät auf Auslöser gedrückt, ganz am Anfang der Aufnahme sieht man noch, wie er sich schüttelt:
5.Aufnahme:
und hier ist mir ein bißchen die Aufnahme der seltsamen Schreckhaftigkeit gelungen, auch erst wieder mittendrin auf Auslöser gedrückt. Es ist immer so, dass er auf Spiegelungen, Schatten oder wenn sich etwas, wie hier ein Kissen, bewegt, dann zuckt er zusammen, erstarrt panikhaft, macht sich ganz lang oder duckt sich, ist ganz angespannt und starrt dort hin. Dann geht es so weiter (hier nicht zu sehen) dass er sich dem Ding geduckt und unter Hochspannung annähert, dabei eine Pfote hebt, um bei Bedarf zuhauen zu können, schleicht sich heran und beschnuppert das Ding wild. Danach ist er wieder normal und geht normal weiter.
Bei dieser Aufnahme sieht man, wie er angespannt und erstarrt zum Kissen starrt (das Kissen kennt er schon seit Jahren!):
Zu dieser Schreckhaftigkeit: sie ist deshalb seltsam, weil er sonst überhaupt nicht ängstlich ist und sich auch z.B. gar nicht vor Sirenen oder Sylvester erschreckt. Und das er sich vor Dingen erschreckt, die er seit Jahren kennt, immer wieder neu. Die Wohnung ist immer dieselbe, keine Veränderungen, absolut kein Stress, es gibt absolut keinen Grund oder Erklärung für diese Schreckhaftigkeit, es sind keine neuen Dinge und keine lauten Geräusche. Z.B. hat er das seit Jahren immer wieder, wenn er an der Waschmaschiene oder Kacheln vorbeigeht, in denen er sich spiegelt. Jedesmal aufs Neue dieses panikhafte Erschrecken und Erstarren, und das, wo man doch meinen möchte, er müsste die Kacheln doch mal langsam kennen! Da er sich nun schon tausendmal erschrocken hat, wenn er an ihnen vorbeigeht. Manchmal ist das Erschrecken so schlimm, das er sogar einen Satz macht oder einen Meter hoch aufspringt!
Hier habe ich noch ein Foto, wo mir mal gelungen ist, diesen Blick zu fotografieren. Dort wo er hinstarrt, war lediglich ein Schatten (zuerst dachte ich, er starrt ins Nichts, denn da wo er hinstarrt war gar nichts und ich dachte er hat Halluzinationen, aber mit den Jahren habe ich mitbekommen, dass er so auf Schatten und Spiegelungen reagiert):
Diese Schreckhaftigkeit resultiert aus einer Über-Erregung und gehört zum FHS mit dazu!
So, da könnt ihr euch mal ein bißchen ein Bild machen, was wir hier jeden Abend haben.
Diese Anfälle (wie gesagt auf den Videos leichte Form bzw. nur halb zu sehen!) hat er 2 - 3 mal am Nachmittag und mehrmals am Abend. Ein Anfall dauert ca. 1 - 3 min, wenn mehrere nacheinander kommen, haben wir das u.U. eine halbe Stunde lang oder länger, immer wieder.
Die Schreckhaftigkeit ist auch mehrmals am Tag, jedesmal wenn er ins Bad kommt (Kacheln, Waschmaschiene) oder wenn er ins Bett kommt und die Decke sich bewegt oder einfach so zwischendurch, wenn sich in Fensterscheiben etwas spiegelt oder Schatten auf die Wand fällt.
Manchmal ist mir Karlchen auch schon richtig unheimlich. :(
Dazwischen, zwischen diesen Sachen, ist er aber ein ganz normaler Kater, frisst, will spielen, schmust, döst genießerisch, schläft bei mir und schnurrt.
Lieben Gruß
Urmel |
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Khyrsanth
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 1761
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| Verfasst am: 20.09.2006 - 10:39 Titel: |
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Echt heftig, ich konnte mir das bisher nicht so richtig vorstellen (gaaanz selten zuckt bei meinen auch mal der Rücken wenn sie aufgeregt sind oder so aber das sieht anders aus als bei Karlchen, nicht so heftig und hektisch und ohne das springen und putzen etc.).
Da glaub ich gerne dass Dir Karlchen manchmal etwas unheimlich ist, vor allem diese Schreckhaftigkeit vor bekannten Dingen ist ja echt irritierend :shock: |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 22.09.2006 - 15:54 Titel: |
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So, Karlchen soll das Schmerzmittel ja 5 Tage nehmen. Die schmerzstillende Wirkung ist ja sofort da. In diesen 5 Tagen kann man also auch schon sehen, ob es was bringt oder nicht.
Wir sind jetzt bei Tag 3 und es zeigt keinerlei Wirkung.
Tabletteneingabe klappte, Karl kriegt es am Nachmittag und am Abend sind seine Anfälle so schlimm wie vorher auch. Es zeigt keinerlei Auswirkung.
Nunja, positiv gesehen: das FHS kann keine Folge von schmerzlichen oder entzündlichen Prozessen sein. Karl kann keine Schmerzzustände haben, sonst würden die Anfälle doch nicht unter einem Schmerzmittel kommen.
Negativ gesehen: ich bin genauso schlau wie vorher :( .
Ich nehme mal an, da ja die Röntgenbilder und neurologischen Untersuchungen, auch unter Bewegung, ohne Befund waren und nun auch das Schmerzmittel, das auch für Gelenksentzündungen, Rheuma, Arthritis und sowas ist, keinerlei Beeinflussung zeigt, das ich damit orthopädische Ursachen nun endgültig ausschließen kann?
Naja, wenigstens was :?
Aber woher kommt das bei Karlchen bloß? :(
edit:
Hier zwei kurze Video-Aufnahmen von gestern.
(Auf der Seite dort auf Direkt öffnen klicken)
(P.S. nicht wundern, das in meiner Wohnung Pappe rumliegt :lol: , hatte grad einen Karton zerschnitten und auf einem Haufen zusammen gelegt und Karl wollte spielen und sprang auf die Pappe. Leider konnte er wieder nicht spielen, da statt dessen wieder die Anfälle kamen :( )
Diese RSS-Episoden hatte er unter Schmerzmittel!
Also alles wie gehabt. :(
LG Urmel |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 22.09.2006 - 17:45 Titel: |
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Hi Urmel,
also, diese, wie Du sagst, milden Formen hatte mein Ozzy auch.
Mir waren folgende Sachen aufgefallen:
1) Das fing an, als wir im Hauskauf-, Renovierungs- und Umzugsstress waren.
2) er bekam das fast immer nur ca. 10 Minuten, nachdem er etwas gefressen hat.
3) Nach dem Umzug und einer recht kurzen Eingewöhnungszeit fühlte er sich sehr wohl hier und diese Anfälle liessen nach. Jetzt sehe ich nur noch ganz selten Ansätze davon.
4) Wenn ich gemerkt habe, dass sich ein Anfall ankündigt und wenn ich ihn dann ablenken konnte, durch Spielen usw., kam der Anfall nicht durch. Zumindest klappte das sehr oft.
Eine Bekannte aus einem anderen Forum hat auch eine RSS-Katze, bei der RSS ganz plötzlich und so heftig kam, dass der Schwanz amputiert werden musste.
Mit dieser Katze habe ich mich einmal mit Tierkommunikation in Verbindung gesetzt und einfach mal auf doof versucht, mir vorzustellen, dass ich ihr ein heilendes Licht schicke. Das hat wirklich 2x super geklappt und anscheinend auch eine längerandauernde Wirkung erzielt.
Diverse Medikamente hatten kaum Verbessserungen gebracht und die Katze war bei dem ersten Kommunikationsversuch seit 9 Monaten von RSS gequält. Danach hat sie mehrere Wochen Ruhe gehabt.
Ich weiss nicht, inwieweit so etwas für Dich in Frage kommt? Aber vielleicht findest Du da jemanden, der über Reiki oder Tierkommunikation mal etwas versucht?
Alles Gute für Karlchen
Habeebee |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 23.09.2006 - 14:32 Titel: |
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Hallo Habeebee,
an Tierkommunikation glaube ich nicht.
Von irgendwas muss das Zucken/Rollen ja ausgelöst sein, entweder von Missempfindungen, wie Jucken, Kribbeln, Schmerzen, nicht genügende Durchblutung usw. oder von erregten Nerven oder von Stressgefühlen. Also einfach so zuckt es da nicht, das wird auch nicht von Geistern oder sowas ausgelöst ;-), also irgend etwas muss das ja auslösen, dass der Muskel dort immer zuckt. Diese Ursache möchte ich wissen um es adäquat behandeln zu können. Leider kann ich den Kater nicht fragen und ich glaube auch nicht daran, dass eine Tierkommunikatorin ihn fragen kann und er antwortet. Zumal wie soll ein Kater antworten können "ja ich habe parästhetische Empfindungen, immer so ein Kribbeln im Hinterleib, deshalb zuckt es da und ich muss deshalb so wild daran lecken" oder "meine Nerven sind immer so erregt oder ich habe petit mals und deshalb zuckt es da hinten so".
Also bei aller Toleranz die ich alternativen Dingen zur Schulmedizin aufbringe, sowas kann einer Katze nicht begrifflich sein, wie soll mein Kater da einer Tierkommunikatorin irgendwas antworten können, was soll er ihr "erzählen". Da kann doch nur irgend sowas schwammiges wie "ich fühle mich unwohl" oder sowas dabei herauskommen. Damit wäre mir auch nicht geholfen. Zumal ich meine, selbst feststellen zu können, ob mein Kater sich unwohl fühlt oder ihn etwas stresst oder nicht. Und das es von irgendwas organisches, von den Nerven/Rückenmark oder durch Minderdurchblutung ausgelöst ist, wird er ihr auch nicht erzählen können. Wenn, könnte die Tierkommunikatoren allenfalls sowas "empfangen" wie, "dass da hinten ihn etwas stört". Ja, das sehe ich aber auch so ;-). Ich glaube nicht, das sie eine klare Diagnose stellen kann oder das differenzierter "ersehen" kann, was genau da hinten (kaudaler Rückenbereich bzw. Dorsolumbal-Region) passiert, was zum Zucken des Muskels führt.
Ich finde es aber wichtig das (auf medizinischem Wege) zu eruieren, wenn es z.B. durch Minderdurchblutung oder Schmerzen oder petit mals ausgelöst ist, muss man das doch wissen und entsprechend behandeln.
Bei einigen Katzen scheint es tatsächlich psychisch bedingt zu sein bzw. als Stressreaktion aufzutreten, wie es wohl auch bei deinem Ozzy war. Das finde ich auch völlig einleuchtend, da bei Katzen es bei Erregung/Anspannung zum Auslösen des Pannikulus-Reflexes kommen kann, der sonst nur ausgelöst wird, wenn etwas dort auf bestimmte Art die Haut berührt oder etwas die Haut juckt, wobei dieser Reflex der physiologischen Abwehr von Insekten dient. Bei Katzen ist es nun so, dass bei Erregung/Anspannung dieser Reflex auch ausgelöst werden kann --> und es zuckt/rollt dort, ohne das etwas dort berührt oder gejuckt hat. Das kann man *in etwa* damit vergleichen, das bei uns Menschen bei großem Stress das Auge manchmal so zuckt, obwohl wir gar nichts am Auge haben.
Bei Erregung/Anspannung kann es also zum Zucken/Rollen kommen - ergo: steht die Katze unter Stress, kann dieses so stark oder häufig auftreten, das es sich zum RSS ausbildet. Das Zucken/Rollen allein, was eine Vielzahl von Katzen unter Anspannung zeigt, ist kein RSS, sondern nur, wenn die Katze darauf reagiert (hektisch lecken, aufspringen) und sich dieses Verhalten "einfleischt", also kompulsiv wird. Dann hat man ein RS-Syndrom, psychisch bedingt bzw. als kompulsive Verhaltensstörung. Das kann vorrübergehend, von einem Stressor provoziert, oder dauerhaft auftreten, aufgrund eines Mangels an Rezeptoren.
Aber: nicht bei allen FHS-Katzen ist dieses Syndrom psychisch bedingt oder durch Stress provoziert. Es kann genauso Folge von Juckreiz/Hautirritation sein, was diesen Reflex anregt, Folge von parästhetischen Empfindungen, Folge von Schmerz, Schädigungen/Störungen des Rückenmarks (der Panniculus-Reflex wird vom Rückenmark gesteuert), Schädigungen der Haut (der P-Reflex wird über die Hautrezeptoren aufgenommen) oder Nervenstörungen (ein bestimmter Nerv regt den Rumpfhautmuskel zu dieser Kontraktion an) oder orthopädische Probleme (die zu Schmerzzuständen führen). Auch eine Störung in der Erregungsübertragung der Nervenzellen (Epilepsie oder epileptiform).
Bei all diesen Störungen, die an sich wiederum durch eine Vielzahl von Störungen ausgelöst sein können (z.B. Juckreiz oder Missempfindung in der Haut, das kann nun von tausend Sachen kommen), kommt es dazu, dass immer wieder dieser Reflex ausgelöst wird und die Katze darauf anfallsartig reagiert.
Das lässt sich mit med. Ursachenforschung nicht immer leicht herausfinden, da sich nicht alles so einfach messen oder ablichten lässt, u.U. muss man lange suchen oder eben auch mit Medikamenten ausschließen.
Ich glaube aber nicht, das eine Tierkommunikatorin mir da besser sagen kann, was diesen Reflex bei Karlchen nun genau auslöst ;-), zumal wenn es gar nicht psychisch bedingt ist. Da Karlchen das auch selbst gar nicht wissen wird, brauch sie ihn auch gar nicht zu "fragen" ;-).
Und es scheint bei Karlchen nicht psychisch bedingt zu sein, denn Karl hat das ja schon viele Jahre und was ich in diesen Jahren schon alles auf psychischer Ebene gemacht habe: Optimierung der Revier- und Lebensbedingungen, Strukturierung des Alltags, Erhöhung Ressourcen, Spieltherapie. Vermeidung aller möglichen Stressfaktoren und Veränderungen. Stressmildernde Sachen wie Feliway. Ich wüsste nun nicht, wo die Lebensbedingungen (in Wohnungshaltung) von Karlchen nun noch verbessert werden könnten. Auch alternative Sachen wie Bachblüten und homöop. Mittel. Oder pflanzl. Beruhigungsmittel. Das alles natürlich nicht auf einmal. Dennoch hat er dieses FHS konstant seit vielen Jahren und es wurde mit den Jahren immer schlimmer. Es gab auch Stresssituationen in dieser Zeit (z.B. Renovierung der Wohnung letztes Jahr) jedoch wurde das FHS davon nicht stärker oder mehr provoziert. Auch erscheint es nicht als Antwort auf einen Stressor, es ist konstant da, auch wenn gar kein Stress ist.
Ich kann Karlchens Anfälle auch leider nicht durch Ablenkung mit einem Spiel vermeiden, da gerade das Spielen die Anfälle auslöst, genauer gesagt: Aktivität.
Auch zeigt er es nicht als Reaktion auf Futteraufnahme, die Anfälle beginnen am Nachmittag und sind am stärksten am Abend. Und tagsüber oder morgens frisst er ja auch, es tritt unabhängig von den Mahlzeiten auf. ->
Das ist ja aber sowieso bei jeder FHS-Katze anders, weil bei jeder was anderes ursächlich sein kann.
Lieben Gruß
Urmel |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 23.09.2006 - 14:42 Titel: |
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Hallo Urmel,
na, da habe ich aber den Eindruck, dass mein Posting bei Dir anders angekommen ist, als es von mir gemeint ist.
Zum einen meine ich absolut nicht, dass Du per TK die Lösung des Problems bekommen kannst. So weit reicht mein Vertrauen zu TK nicht, zumindst noch nicht. Auch bei dem sogenannten Body-Check habe ich selbst noch meine Zweifel und lass da die Finger von.
Natürlich kann Dir eine Katze keine medizinischen Antworten geben. Es wäre Blödsinn, das zu erwarten. Wenn überhaupt kann sie beschreiben, was in ihr vorgeht, wo was wehtut oder wie so ein Anfall beginnt. Wie gesagt: KANN. Genau so kann es sein, dass man bei einer TK keinen Kontakt oder auch keine Antwort bekommt.
Meine Idee war einfach, es als Verbesserung seiner Situation zu versuchen und nicht, die UNtersuchungen zu vergessen und alles über TK zu versuchen.
Dass RSS unterschiedliche Auslöser haben kann, ist mir auch durchaus bewusst. Ich habe Dir einfach notiert, was mir bei Ozzy aufgefallen ist. Denn manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und dann fällt es einem durch Beschreibungen anderer oder Vergleiche wie Schuppen von den Augen.
Ich selbst möchte bei solch undurchsichtigen Erkrankungen halt auch gerne von anderen Betroffenen hören, damit ich evtl. Ähnlichkeiten oder Unterschiede sehe.
Also nichts für ungut - von meinem Posting war nichts bevormundend oder sonstwie gemeint.
LG
Habeebee |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 23.09.2006 - 16:27 Titel: |
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Hallo Habeebee,
nein bevormundend kam dein posting bei mir gar nicht an.
Ich freu mich auch über deine Antwort und jeden Hinweis.
Zum Teil habe ich deine Idee zwecks TK wohl falsch verstanden, aber dieses:
| Zitat: | | Wenn überhaupt kann sie beschreiben, was in ihr vorgeht, wo was wehtut oder wie so ein Anfall beginnt. Wie gesagt: KANN. |
da glaube ich eben nicht, das mich das weiter bringt. Ich weiß ja, wo es ihm zuckt und wie der Anfall beginnt.
Ich schreibe jetzt nur so meine Überlegungen zum Thema TK, das ist nicht in dem Sinne gemeint, wie konntest du mir nur sowas vorschlagen ;-)
Da ich zwar nicht an TK glaube, aber keinesfalls alternativen Sachen ggü. abgelehnt eingestellt bin, habe ich an TK auch schon gedacht und überlegt, ob ich das mache und wiefern es mich weiterbringen könnte.
Aber so wie ich mir das vorstelle, glaube ich eben nicht, das es mich weiterbringt. Wenn die TK da etwas empfängt, dann doch nur sowas, das vielleicht im kaudalem Rückenbereich etwas stört, das es da zuckt und ihn das nervt usw. eben in dieser Art. Aber nichts genaueres, differenzierteres, dafür wären ja auch teils med. Kenntnisse notwendig, was genau in den Nervenbahnen/Rückenmark passiert, um vielleicht herauszufinden, wo es da hakt.
Und wo was weh tut oder nervt und wie so ein Anfall beginnt bzw. das ihn da was hinten stört, das sehe ich ja auch und kann mich da auch völlig hineinversetzen. Ich sitz ja jedesmal daneben und kann nichts machen, ihm den Anfall leider nicht nehmen und beobachte das daher ja ganz genau bzw. leide richtig mit.
Im kaudalen Rückenbereich fängt der Hautmuskel plötzlich an zucken, wird der Panniculus-Reflex ausgelöst, obwohl da nichts berührt. Das wird durch nichts bestimmtes äußeres oder erkennbares ausgelöst, außer Aktivität. Der Hautmuskel zuckt plötzlich und das nervt ihn und daraufhin folgen die Reaktionen (dran lecken, aufspringen). Und weshalb der Muskel plötzlich zuckt - und das regelmäßig - da wurden Schmerzen, Juckreiz etc. ausgeschlossen. Also wie der Anfall entsteht ist für mich klar ersichtlich, warum der Hautmuskel plötzlich zuckt, obwohl nichts berührt, schmerzt, juckt, ich glaube, da müsste man in die Nervenbahnen oder ins Rückenmark reingucken und die Übertragung nachverfolgen, ob es da irgendwo hakt oder ob es von Stressgefühlen kommt usw...
Aber selbst wenn ich selbst dieses Hautzucken am Rücken hätte, und Schmerzen und Juckreiz habe ich dort nicht, dann könnte ich auch nicht sagen, woher das kommt, könnte nur sagen, da zuckt es immer und das nervt mich gewaltig. Also denk ich mir, kann eine TK da auch nicht mehr sagen, sie kann ja schließlich nicht reingucken, wie bei einem CT, sondern sich nur in den Kater hineinversetzen und wiedergeben, was der Kater empfindet - aber das kann ich auch ;-) : der Kater ist extrem genervt und reagiert heftig, weil es da plötzlich zuckt.
| Zitat: | Ich habe Dir einfach notiert, was mir bei Ozzy aufgefallen ist. Denn manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und dann fällt es einem durch Beschreibungen anderer oder Vergleiche wie Schuppen von den Augen.
Ich selbst möchte bei solch undurchsichtigen Erkrankungen halt auch gerne von anderen Betroffenen hören, damit ich evtl. Ähnlichkeiten oder Unterschiede sehe. |
Das stimmt. Deshalb schreibe ich mich ja auch mit anderen Katzenhaltern, die FHS-Katzen haben.
Bzw. suche ich immer noch weiterhin nach weiteren Austausch, habe auch in zwei anderen Foren Such-Postings geschrieben bzw. auch anderen Bescheid gesagt, die Leute mit FHS-Katzen zu mir schicken können ;-), oder habe Katzenhalter, die wegen dieser Symptome in Foren anfragten, direkt angeschrieben. Alle Katzenhalter, die eine Katze mit FHS haben, mögen, wenn sie es wollen, sich bitte bei mir melden, ich bin an jedem Austausch interessiert. Und ich habe ja inzwischen auch eine Menge Info zusammen gesammelt. Seit 2004 (da hatte ich im öffentlichen Fragenforum bei S.Schroll angefragt und da hatten mich auch einige angeschrieben) hatte ich schon zu einigen mail-Kontakt und habe die Symptome und alles mit Karlchen verglichen.
Also ich bin sehr daran interessiert, was andere über ihre FHS-Katzen schreiben, deshalb auch Danke dir, das du deine Bobachtungen geschrieben hast.
Und zu dem, das man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, dafür ja auch das Anfallstagebuch. Kann ich nur jedem, der eine FHS-Katze mit starker Symptomatik hat, empfehlen. Wo genau notiert wird, wann kam ein Anfall, Uhrzeit, wie lange, was genau passierte vorher usw. So habe ich z.B. herausgefunden, dass es bei Karl bei Aktivität kommt. Niemals aus einer Passivität heraus (beim liegen, dösen, schmusen usw.).
Was der Austausch mit anderen Katzenhaltern bisher brachte: bei einigen Katzen wurden organische Probleme gefunden, z.B. orthopädische, oder Hautprobleme. Bei anderen wurde nichts gefunden. Bei einigen halfen verschiedene Medikamente, bei anderen war die medik. Behandlung schwierig oder half nicht oder die Katzenhalter versuchen es lieber mit Homöopathie. Bei einigen scheint es psychisch zu sein, jedenfalls spricht die Katze auf psychische Behandlung an oder Vermeidung/Abstellung von Stressoren.
Aber nochmal dazu:
| Zitat: | | Eine Bekannte aus einem anderen Forum hat auch eine RSS-Katze, bei der RSS ganz plötzlich und so heftig kam, dass der Schwanz amputiert werden musste. |
Um Himmels Willen, jeder TA, der sich nur ein bißchen zum FHS erkundigt, sollte wissen: Schwanzamputation löst das Problem nicht!! Das sagen auch Tierärzte, die das FHS kennen. Die Katzen attackieren weiterhin den Stummel, da es weiterhin auf dem Rücken rollt.
Es sei denn, die Katze attackiert und verletzt so heftig den Schwanz, das er amputiert werden soll, aber da würde ich eher Medikamente geben, die die Symptomatik runterschrauben oder bestenfalls regulieren, als den Schwanz abzunehmen.
Oder aber, das FHS ist wirklich von einer Erkrankung am Schwanz ausgelöst, die nicht behandelt werden kann, so das wirklich der Schwanz ab muss, aber das würde man ja auf dem Röntgenbild sehen. Und dann wäre das FHS danach ja auch weg.
Habe schon von einigen Katzen gehört, wo der Schwanz amputiert wurde - und es brachte gar nichts.
Lieben Gruß
Urmel |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 23.09.2006 - 16:40 Titel: |
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Hi Urmel,
na, dann ist ja gut. Ich hatte befürchtet bzw den Eindruck, dass Du mein Posting evtl. falsch verstanden hattest. Du hast sicher sehr viel mehr Wissen darüber als ich.
Aber nochmal:
Ich glaube nicht, dass TK Dir helfen kann, den Auslöser/die Ursache zu finden und dass Du dann eine Lösung serviert bekommst oder weisst, wie Du weiter vorgehen musst. Es mag sein, dass das trotzdem sein kann, aber da fehlt mir das Wissen und vielleicht auch noch das Vertrauen in TK zu.
Ich meine einfach, dass TK helfen kann, dass Karlchen weniger Probleme hat - vielleicht nur zeitweise oder so. Aber das es zumindest eine Möglichkeit sein könnte, dass er etwas mehr zur Ruhe kommt.
Übrigens, was mir in Bezug auf Ozzy auch noch eingefallen ist:
Ozzy hat letztes Jahr eine Herpes-Infektion gehabt, diesen sogenannten Callizievirus (oder so ähnlich), der die Zunge angreift. Er war daran sehr schwer erkrankt. Und mir ist eingefallen, dass Herpes-Viren ja durchaus auch das Nervensystem beeinflussen können. Denn RSS fing ca. 6-9 Monate später an.
Am Anfang ist mir das ja nicht direkt aufgefallen.
Die Anfälle kamen bei Ozzy auch nicht in Ruhephasen, sondern wirklich immer nur nach dem Futter. Aktivität selbst hat keine Anfälle ausgelöst.
Und Tagebuch führen ist sicher die beste Methode bei solchen Problemen, um eindeutiger durchzublicken.
Ach so, noch zum amputierten Schwanz:
Die Katze hat auf keinerlei Medis reagiert und hat ihren Schwanz immer heftiger attackiert. Über Monate war immer alles entzündet, wurde behandelt und heilte nicht richtig ab. In Phasen, wo der Schwanz bandagiert war, heilte es etwas ab, aber kam die Bandage ab, wurde es jedes Mal schlimmer.
Daher musste der Schwanz dann irgendwann abgenommen werden, weil er gar nicht mehr heilte und immer mehr eiterte. Das hat der Katze dann auch in jedem Fall Erleichterung gebracht, aber mehr leider nicht.
Symptomatik liess sich überhaupt nicht runterschrauben, durch gar nichts.
So, jetzt gehe ich lecker essen!
Habeebee |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 25.09.2006 - 19:51 Titel: |
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So, update:
das Schmerzmittel hat ja nichts gebracht, die Anfälle waren nach wie vor, keine Veränderung.
Das Schmerzmittel hätte sofort gewirkt, die schmerzstillende Wirkung soll gleich eintreten bzw. spätestens nach 2 Tagen, falls sich die Wirkung bei einer schmerzlichen Reizung hingezogen hätte.
Ich hab es ja 5 Tage gegeben und da es so überhaupt gar keine Veränderung brachte, kann man lt. TÄ eine schmerzliche Ursache auschließen.
Da er die Anfälle bei Aktivität hat, also z.B. immer, wenn ich nach Hause komme und er mich freudig-aufgeregt begrüßt oder beim Spielen oder wenn wir auf die Dachterasse gehen:
Durch Bewegung, und damit durch Schmerzen, kann man nun ausschließen. Nun kann es noch durch die Aufregung sein. Positive Aufregung oder Erregung beim Begrüßen und beim Spielen, ist ja auch Aufregung, egal ob positiv oder negativ.
Außerdem hat er dazu ja noch diese seltsame Schreckhaftigkeit. Obwohl er kein Angstkater ist und in totaler Ruhe lebt und kein stressiges Leben hat, ist er trotzdem immer so angespannt oder auch überreizt, das er sich bei bestimmten Dingen gleich immer so heftig erschrickt.
Jedenfalls sieht die TA das als einen Zustand der Übererregung oder Überreizung an, was ja auch bei FHS oft gegeben ist bzw. das FHS als einen Zustand von Übererregung/Überreizung diskutiert wird (wenn nicht durch Schmerzen oder Juckreiz ausgelöst).
Also bekommt er nun Luminal.
Ich muss morgens und abends eine geben (wir fangen mit einer niedrigen Dosis an, die zweimal am Tag gegeben werden soll). Na toll, wo das Tabletten geben ja auch so einfach ist :lol: .
Also morgens Luminal und Vasotop und abends Luminal.
Das Luminal kann 3 Wochen brauchen, am Anfang können Nebenwirkungen auftreten, die aber innerhalb der 3 Wochen wieder weggehen sollten. Außer vermehrter Appetit könnte bleiben (falls das auftritt).
Also die nächsten 3 Wochen jetzt Luminal-Gabe, mal sehen was sich so tut. Ich hoffe, das er sie gut verträgt.
Ach ja, eine Augenentzündung hat er gerade auch noch, da er auch Auge zusammenkniept, es also weh tut, bekommt er nun auch noch Augentropfen :roll: . Diese natürlich auch noch 2 - 3 täglich.
Schöne Grüße aus der Krankenstation :wink:
Urmel |
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Ozz
Anmeldungsdatum: 08.01.2006
Beiträge: 173
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| Verfasst am: 25.09.2006 - 22:53 Titel: |
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Hey Urmel!
So "negativ" würde ich das mit dem Schmerzmittel jetzt nicht sehen, ihr schließt halt eins nach dem anderen aus bis ihr am Ende (hoffentlich) ein Ergebnis habt.
Ich hab mir ja die Videos angeguckt und das Karlchen tut mir Leid mit seinem hektischen Putzen und dem wegspringen. Was die Schreckhaftigkeit angeht weiß ich nicht. Ich kenne genau sowas auch von Oscar, es bewegt sich irgendwo etwas oder er bildet es sich auch nur ein, und er erstarrt förmlich, fixiert es, macht manchmal den Schwanz buschig... Das geht soweit, daß er manchmal durch etwas, was er sieht förmlich in die Ecke gedrängt fühlt und sich nicht daran vorbei traut. Nach einiger Zeit ist es dann auf einmal vorbei und er kann an ebendiesen Gegenständen völlig normal vorbei.
Ich beobachte dabei aber keine von den anderen Symptomen die Du beschreibst und habe eigentlich immer dazu geneigt, daß als manchmal vorkommendes Katzenverhalten einzuordnen, so wie die wilden 5 min, die man ja auch nicht wirklich erklären kann. Vielleicht hat ja bei Karlchen das eine nichts mit dem anderen zu tun?
Gruß, Ozz! |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 26.09.2006 - 19:51 Titel: |
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Hallo Ozz,
naja, die Schreckhaftigkeit bei Karlchen ist schon sehr seltsam. Ich habe das so auch noch nie bei einer anderen Katze erlebt. Seltsam ist sie deshalb, weil es dafür keine Erklärung gibt. Wenn ich nun eine durchgemergelte Katze "von der Straße aufgefischt" hätte und diese würde so angespannt durch die Wohnung gehen und bei kleinsten Geräuschen oder Schatten zusammenschrecken, würde ich denken, ok, ihre Nerven sind ein bißchen am Ende, weil sie Schlimmes erlebt hat oder in einem Stresszustand/Ausnahmezustand war oder weil sie die Wohnung noch nicht so kennt. Oder sowas würde ich von einer Katze erwarten, die Schlimmes in der Wohnung erlebt hat und deshalb so "auf der Hut" ist, weil sie wieder Schlimmes erwartet. Karlchen aber lebt hier seit Jahren in der Wohnung, in der es kaum Veränderungen gab und hat noch nie etwas Schlimmes erlebt.
Nehme ich als Beispiel mal die Badezimmerkacheln. Seit Jahren betritt er mehrmals pro Tag das Badezimmer, um z.B. aufs Klo zu gehen. Mehrmals am Tag seit Jahren geht er also an diesen Kacheln vorbei. Da die Kacheln glatt sind, spiegeln sie etwas. Wenn Karlchen dran vorbei geht, dann spiegelt sich auch etwas sein weißes Fell. Karlchen zuckt daraufhin extrem zusammen, macht sich lang, ist super angespannt oder erstarrt, schleicht auf die Kacheln zu und schnuppert sie wild ab, ganz langgezogen, auf den Boden gedrückt.
Ok, würde das einmal oder mal passieren, würd ich denken, ok er hat sich halt wegen der Spiegelung erschrocken. Das seltsame aber ist, das er das immer hat, jedesmal, wenn er an den Kacheln vorbeigeht, also mehrmals täglich - und das seit Jahren. Also irgendwann müsste doch mal ein Gewöhnungseffekt eintreten und er "gerafft" haben, dass die Kacheln spiegeln. Es sind aber nicht nur die Kacheln, auch die Waschmaschiene, die spiegelt auch. Auch seit Jahren steht diese gleich rechts neben der Tür, wenn man ins Bad kommt. Und jedesmal wieder aufs neue, geht Karlchen an der Wamaschiene vorbei, zuckt er zusammen usw... Manchmal so schlimm, das er sogar einen großen Satz macht. Hinzu kommen Schatten. Wenn im Flur Licht an ist, aber im Bad nicht, dann wirft Karlchen Schatten, wenn er ins Bad kommt. Dann erschreckt er so dermaßen vor seinem eigenen Schatten, das er sogar das pullern vergisst (wofür er ins Bad gekommen ist) und nur noch den Schatten anvisiert. Manchmal hebt er auch die Pfote, um bei Bedarf zuhauen zu können. So steht er dann vor seinem eigenen Schatten!
Der Zustand ist also so, täglich wenn Karl ins Bad kommt, geht er langgezogen, auf den Boden gedrückt, in Habacht-Stellung, wie in einer fremden Umgebung, und starrt zu den Kacheln/Wamaschiene/Schatten - und das in einem Bad, das sein Zuhause ist, das er seit Jahren kennt, wo nie was passierte (ich könnte ja noch verstehen, wäre da mal was schlimmes passiert, z.B. was auf seinem Schwanz gefallen oder so, das er dann immer so misstrauisch oder in Habacht-Stellung ins Bad geht).
Außerhalb des Bades: kommt er ins Bett, dort steht mein Wecker, dieser hat ein Display, was auch ganz leicht spiegelt. Karl kommt an den Wecker vorbei und dasselbe Schauspiel. Ich habe den Wecker schon umgedreht deswegen. Liegt er im Bett und die Decke bewegt sich (weil ich ja drunter liege und mich nun mal bewege), dasselbe, er erstarrt, macht sich lang, schleicht zu dem Stück Decke, was sich bewegt hat und muss es wild abschnuppern. Guckt mein Fuß unter der Decke hervor, dasselbe, da bekomme ich schon richtig Angst, das er gleich meinen Fuß angreift. Also achte ich darauf, wenn er ins Bett kommt, das ich mich kaum bewege und ja meine Füße still halte.
Rest der Wohnung: Karl geht ganz normal durch die Wohnung. Er kommt z.B. an dem Korb mit den CD's vorbei, diese spiegeln/reflektieren wieder leicht, Karl zuckt zusammen, macht sich lang, schleicht sich an usw. Das passiert bei allen Dingen, die nur irgendwie spiegeln/reflektieren oder wenn Schatten auftreten, mehrmals am Tag.
Ein Fremder, der das sieht, könnte meinen, Karl ist zum ersten Mal in dieser Wohnung oder aber extrem gestresst/angespannt.
Das ist auch schon anderen (Besuchern) aufgefallen, die meinen Kater allesamt sehr seltsam fanden (Besucher waren es auch, die mich vor Jahren, als sich das alles schleichend entwickelte, darauf hinwiesen, das mit meinem Kater irgendwas nicht stimmt). Beispiel: eine Freundin war zu Besuch, Karl sitzt auf dem Bett vor dem Fenster. Freundin geht zwischen Fenster und Bett, mit Karl drauf, entlang und ruft mich plötzlich ganz aufgeregt (ich war in der Küche). Ich komme schnell, sie zeigt auf Karl, dieser hatte sich plötzlich, aus dem Dösen heraus, aufgerichtet, starrte mit extrem aufgerissenen panischen Augen zum Fenster, aber wie! Der ganze Körper unter Hochspannung, langestreckt, geduckt. Wir schauten zum Fenster, da war aber absolut nichts! Die Freundin meinte, der Kater guckt so, als ob da ein Gespenst am Fenster wäre und wir konnten aber nichts sehen dort. Der Freundin war Karlchen schon richtig unheimlich, sie hatte sich selbst total erschrocken. Ich habe dann das Fenster untersucht und irgendwann kamen wir drauf: es hatte sich lediglich etwas Licht in der Fensterscheibe gespiegelt, mehr war da absolut nicht zu sehen.
Anderes Beispiel: ich hab die Wohnungstür geöffnet (weil die Katzen immer auf die Dachterrasse gegangen sind). Ich wusste aber, im Hausflur ist niemand, das hätte ich gehört (Haustür ist immer abgeschlossen, kommt wer rein und die Treppen hoch, höre ich das). Ich hocke, mit dem Rücken zur geöffneten Tür, vor Karlchen und will mit ihm spielen. Er fixiert die Spielangel, die ich wedele. Plötzlich erstarrt er, ein Ruck geht durch den Körper und er starrt panikerfüllt, Körper völlig angespannt, an mir vorbei zur Wohnungstür. Im Gesicht des Katers war das blanke Entsetzen! Ich habe mich so dermaßen erschrocken, weil ich dachte in der Wohnungstür, hinter mir steht jemand, obwohl ich niemanden gehört habe. Aber so wie Karl dorthin starrte, habe ich zumindest einen Einbrecher oder eine Fremdkatze oder ein Monster oder sowas erwartet ;-). Ich hatte mich wirklich so extrem erschrocken, so wie der Kater starrte, musste da hinter mir was oder jemand sein. Ich drehte mich rasend schnell um und - da war nichts! Ich nehme an, das im Hausflur lediglich ein kleiner Schatten fiel, weil vielleicht ein Vogel am Flurfenster vorbeiflog oder sowas in der Art. Ich weiß bis heute nicht, was ihm da solches Erschrecken verursachte. Ich hatte noch eine halbe Stunde lang danach Herzklopfen, weil ich mich selbst so erschrocken hatte!
Lange dachte ich auch, er hat Halluzinationen, weil oft sowas passiert: Karl liegt oder läuft irgendwo ganz normal. Plötzlich zuckt er wieder zusammen, erstarrt und starrt panikerfüllt an die Wand. Ich folgte immer den Blick und an der Wand war aber - nichts. Besucher, wenn grad welche da waren, haben sich auch immer schon erschrocken, also das ist schon richtig ansteckend :lol: , weil er halt so plötzlich so panikerfüllt wo hinstarrt, da erwartet man dort halt was schreckliches. Erst viel später habe ich herausgefunden, das er so reagiert, wenn ein Schatten auf die Wand fällt.
Freunde, die Karlchen länger kannten, haben allesamt gesagt, der Kater ist seltsam, jedenfalls nicht normal.
Oder aber, er geht ganz normal durch die Wohnung, ich sitze ruhig und lese. Karl geht also ganz normal, es ist auch vorher nichts passiert. Ich huste leicht (!) und der Kater macht urplötzlich einen riesen Satz und erstarrt. Ich erschrecke mich gleich mit, weil das eine völlig übertriebene Reaktion auf das kleine Husten war.
Oder: Karl liegt und döst. In der Nähe ein Stuhl, über diesem liegt Wäsche. Es rutscht ein Strumpf vom Stuhl, das macht nun noch nichtmal Krach, nichtmal einen Laut. Der Strumpf rutscht also runter, Karl zuckt zusammen oder springt aus dem Dösen erschreckt auf und dasselbe Schauspiel (langmachen, Strumpf nähern, wild schnuppern usw.).
Während er sich vor etwas so erschrocken hat und sich so lang macht, manchmal verharrt der Hinterleib und der Vorderleib macht sich einen Meter lang, um sich super vorsichtig dem Gegenstand/Schatten anzunähern, dabei ist er so unter Hochspannung, das ich mir denke, wenn ich jetzt "Buh" mache, dann wars das, dann kriegt er eine Herzattacke oder stirbt vor Schreck.
Es gab Zeiten, wo es besonders schlimm war, da bin ich fast auf Zehenspitzen durch die Wohnung gegangen und hab extrem aufgepasst, das sich nichts unnötig bewegt oder ja kein Licht im Fenster spiegelt, nur um den Kater nicht so sehr zu stressen. Ok, das waren ganz schlimme Phasen, meist nach TA-Besuchen, da war er völlig durch den Wind, oder wenn tatsächlich mal etwas laut, mit Getöse, herunterfiel - nach sowas kann man den Kater vergessen, ein Stressbündel pur dann. :(
Wenn ich mir vorstelle, Karl würde in einer Familie leben, mit normalem Familien- und Wohnungslärm, da könnte ich mir vorstellen, würde er nur noch Zuckungen haben, da so überreizt. Hier lebt er ja sehr ruhig, ich hab mich mit den Jahren schon völlig auf ihn aufgestellt, kein Lärm, keine wilden Bewegungen, kein Stress, kaum Besuch.
Oft war auch sowas:
Ich spiele mit Karl, er fixiert die Spielangel. In dem Moment sprang Wölkchen vom Tisch herunter, gleichzeitig fliegt ein Vogel am Fenster vorbei und gleichzeitig wedele ich mit der Angel - das ist dann schon zuviel für ihn und seine Ohren zucken und drehen sich wild und er bekommt einen FHS-Anfall.
Deshalb denke ich, diese Schreckhaftigkeit kommt von einem Zustand einer Überreizung.
Ich konnte mir jahrelang dieses seltsames Verhalten nicht erklären, da Karl nun wirklich gut hier lebt, ein ruhiges, stressfreies Leben hat, nie was Schlimmes erlebt hat, ich konnt mir absolut nicht erklären, woher bei ihm diese extreme Schreckhaftigkeit, dieses Angespanntsein kommt. Es gibt einfach keinen äußerlichen Auslöser. Und zu TA's brauchte ich damit auch nicht zu kommen, die konnten damit nichts anfangen, sagten nur, na er wird halt extrem gestresst/ängstlich/angespannt sein. Dabei ist er gar nicht ängstlich! Eine TA sagte, wo Karl auch da war, er kommt ihr so fertig und überreizt vor, wie jemand der mal Urlaub braucht (das war die TA, die auch sagte, ich soll erstmal nicht mehr mit Karl zu ihr hinkommen, der Kleine ist ja fix und fertig).
Deshalb fragte ich ja auch die Katzenpsychologin, ob er das Deprivationssyndrom haben könnte.
Erst die Neurologin jetzt sagte, das ist mit Teil des FHS, ein Zustand der Übererregung/Überreizung.
Ich bin nun sehr gespannt, was die Luminaletten bringen!
Lieben Gruß
Urmel |
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Elke-030
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 27.09.2006 - 09:53 Titel: |
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Hallo Anja,
| UrmelMurmel schrieb: | | Ich bin nun sehr gespannt, was die Luminaletten bringen! |
:knuddel: ich auch!
Liebe Grüße
Elke |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 29.09.2006 - 16:16 Titel: |
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Tja, die Lumis haben Nebenwirkungen - aber nicht wie erwartet, vielleicht Schläfrigkeit, sondern das völlige Gegenteil - er ist total aufgekratzt, überdreht. Geht ständig in der Wohnung umher, maunzt ständig vor sich hin, kommt überhaupt nicht zur Ruhe. Zwischendrin steigert sich das dann in Raserei, da rast er wild hin und her. Dabei hat er anscheinend auch Koordinierungsstörungen, jedenfalls ist er wackelig und wenn er wild auf etwas draufspringt, fällt er dabei runter.
Die letzte Nacht war total furchtbar, konnte gar nicht schlafen, weil er ständig so rumraste und herummiaute. Das einemal kam er grad so vor einer Wand zum Stoppen, dachte schon, jetzt knallt er voll dagegen, hat dann an der Wand hochgestarrt, Ohren angelegt und erregt hochmiaut. Da oben war aber nichts, da hing auch kein Bild, nichts gar nichts, und dann setzte er an und wollte die Wand hochspringen, dreht aber kurz vorher ab und rast wieder durch die Wohnung. So, wie wenn eine Katze ihre berühmten "5 min" hat, diese hat er aber ständig und nicht nur 5min!
Zwischendurch, wenn er ruhiger ist, kam er auch ins Bett, hat aber überhaupt gar nicht mehr geschnurrt und nur alles so komisch angeguckt, sieht aus, als ob er Halluzinationen hat, guckt alles so komisch an und die Augen/Pupillen sind immer ganz groß.
Nun ist er noch "irrer" als vorher :cry:
Das ist wie damals, als er von Beruhigungsmitteln solche Zustände und Raserei bekam und sich dabei mal eine gesamte Kralle rausriss. Warum reagiert er denn auf alles so gegenteilig?????
Bei den Beruhigunsgmitteln sagte die TA noch, kann ein Zeichen für Epilepsie sein, da die Mittel die Krampfbereitschaft erhöhen, aber von Lumis????
Ich gebe jedenfalls heute keine Lumi mehr!!!
Und kann nur hoffen, das der Wirkstoff schnell raus ist.
Die TA ist leider übers Wo-Ende nicht in D., die Praxis hat sie aber noch erreicht. Sie sagte, dass ihr solche Nebenwirkungen von Lumis nicht bekannt sind. Nur bei Valium kann es manchmal in Einzelfällen zu solchen Erregungszuständen kommen, weshalb sie das bei Karlchen nicht geben wollte, weil sie ihn als so einen Fall einstuft, aber von Lumis wäre das ungewöhnlich. Ich kann sie aber absetzen und am Montag früh gleich anrufen.
Ich hoffe nur, das der Wirkstoff jetzt schnell raus ist. Dann hat er wenigstens "nur" die FHS-Anfälle.
:( LG Urmel |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 30.09.2006 - 08:00 Titel: |
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So, gestern früh hatte er ja noch eine viertel Lumi bekommen, gestern abend nichts mehr und heute früh auch nicht - und alles ist wieder gut.
Er ist wieder genauso wie vorher, die Nacht war auch wie immer, kein rumrasen, kein rumtigern, kein rummiauen, kein seltsames umherschauen usw.
Also -> das waren eindeutig Nebenwirkungen von den Lumis!!
LG Urmel |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 01.10.2006 - 10:59 Titel: |
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Ich habe gestern mit Erschrecken festgestellt, das bei Karlchen es an einer der Krallen an den Hinterpfötchen blutig war.
Das habe ich nun schon zum zweiten Mal gesehen.
Beim ersten Mal hab ich mich zwar auch schon gewundert, aber dann gedacht, ok, wer weiß wie das passiert ist, irgendwo hängen geblieben oder zu heftig dran geknabbert, solange es ein Einzelfall ist....
Aber gestern hatte er wieder Blut an einer Hinterkralle.
Ich hab versucht, mir die Krallen genauer anzuschauen, aber er hat mich nicht richtig gelassen. Aber was ich sehen konnte: die Hinterkrallen sind alle total kurz, gehen fast nur noch bis zur Hälfte :shock:
Ähm, heißt das jetzt, er knabbert sich da ständig exzessiv an den Krallen bzw. knabbert seine Krallen kurz?
Woher soll das Blut sonst kommen, es war genau da, wo das Krallenbett ist, also sieht so aus, als ob er heftig die Kralle geputzt hat und dabei zu heftig dran gezogen oder geknabbert.
Wenn er seine FHS-Anfälle hat, dann leckt er ja hektisch am Rücken, aber nicht nur, er beleckt auch die Hinterbeine und "putzt" auch die Krallen, indem er daran knabbert. Das nicht ganz so auffallend heftig und oft, wie das hektische Rückenputzen. Aber wenn so ein Anfall war, dann endet der meist mit intensivem Lecken am ganzen Hinterleib/Pfoten, ich nehme an zur Beruhigung oder einfach als "Ausklang" des hektischen Rückenleckens.
Nun sehe ich die abgeknabberten Hinterkrallen? Und zweimal schon Blut dort? :?
Vielleicht ist es ja doch eine Zwangsstörung?
Wenn er sich auch die Krallen abkaut?
LG Urmel |
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Elke-030
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 01.10.2006 - 17:27 Titel: |
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Hallo Anja,
hast Du ihn beim Knabbern gesehen? Vielleicht sind sie bei der Raserei auch abgebrochen? Ist ja alles nicht schön.
Melde Dich morgen bitte nach Feierabend nochmal bei mir Zuhause.
Liebe Grüße
Elke |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 01.10.2006 - 20:59 Titel: |
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Hallo Elke,
ich habs gerade gesehen. Karlchen hatte wieder einen FHS-Anfall, wie immer abends, und sitzt danach auf dem Tisch und putzt sich. Dabei putzt er auch die Hinterbeine und beknabbert die Krallen. Ich habe gerade etwas geschrieben, schaue dann wieder hoch und sehe wie er noch die eine Hinterpfote hochhält und die Kralle ist schon wieder blutig!
Also vorher war sie das noch nicht!
Das heißt, er knabbert so heftig an den Krallen, das er sie halb abknabbert bzw. es blutet.
Naja, bei der Übererregung, die er durch die Anfälle immer hat, eigentlich kein Wunder, da kann ja auch keine Katze normal die Krallen beknabbern.
Jetzt geht es also auch bei ihm los, das er sich durch die Anfälle verletzt.
:( |
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lucky2004
Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau
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| Verfasst am: 01.10.2006 - 21:47 Titel: |
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Hallo Anja,
auch wenn ich medizinisch da nicht viel tun, schicke ich Dir doch mal einen Knuddler rüber und drücke die Daumen für Karlchen.
Viele Grüße
Petra |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 02.10.2006 - 12:49 Titel: |
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Karlchen kommt jetzt stationär.
Das er nun auch auf die Lumis so gegenteilig reagierte und mit Raserei, ist für die TA sehr ungewöhnlich. Als Erklärung hat sie nur noch, dass bei der biochemischen Kopplung der Nervenfasern oder im Hirnstoffwechsel etwas nicht richtig oder anders funktioniert und der Wirkstoff dann falsch oder anders verarbeitet wird. Damit ist jede weitere Medi-Gabe natürlich eine Überraschung.
Das Ausprobieren von Valium (denn auch auf Valium kann es bei ihm zu solchen Zuständen kommen) findet nicht mehr hier zu Hause statt.
Die Raserei ist ein sehr gefährlicher Zustand, weil es auch zu Verletzungen kommen kann (das er z.B. irgendwo gegenknallt oder runterfällt oder vor der Fensterscheibe nicht mehr zum stoppen kommt, in der Nacht ist er ja auch fast mit voller Wucht gegen die Wand geknallt). Eine Katze ist dabei in einem hyper-erregten Zustand, entwickelt große Kräfte und kann sich auch nicht selbst kontrollieren. Es ist auch unklar, ob er dabei überhaupt "anwesend" ist (so wie er in der Nacht an der Wand hochstarrte und an ihr hochspringen wollte, schien er mir ziemlich "entrückt" zu sein).
Deshalb erfolgt nun Gabe von Valium stationär, unter Bewachung, in einer Box. :cry:
Das ist zwar überhaupt nicht schön, aber ich weiß nicht, ob ich das packe und schaffe, wenn er wieder Raserei bekommt, ihm einen Wäschekorb überzustülpen und festzuhalten, bis er wieder ruhig ist. :shock: (wenn er dann überhaupt ruhig wird). Oder wenn es zu einer Verletzung kommt, ob ich ihn überhaupt eingefangen und zum TA-Notdienst transportiert bekomme.
Und irgendein Medi muss gefunden werden, denn ohne geht es nicht mehr weiter. Das ist kein Zustand für den Kater und auch nicht mehr für mich. Er hat ja seit Wochen nicht mehr gespielt, weil bei jedem Spielversuch dieses Gezucke und Anfälle kommen, bei jeder Aktivität kommen die Anfälle, also auch wenn er herumläuft. Karlchen kann aber nicht rund um die Uhr nur dösen, er muss sich ja nun auch mal bewegen. Er muss auch schon völlig triebgestaut und auch schon völlig entnervt sein, wenn bei jeder Aktivität nur die Anfälle kommen und er dadurch gar nicht aktiv sein kann. Und zwischendurch dann weiterhin diese Schreckhaftigkeit, wenn er durch die Wohnung streift (kein Wunder, bei dem über-erregten Zustand). Mich wundert, dass er nicht schon durchgedreht ist, ich würde das an seiner Stelle wahrscheinlich schon längst sein.
Achja zur Kralle: heute Morgen war sie wieder blutig und hing halb raus. Also zum TA muss er jetzt sowieso.
TA sagte, dass kommt von seinem Zustand der Über-Erregung bei den FHS-Anfällen, dass er dadurch kein großes Schmerzempfinden hat bzw. das nicht mehr richtig einschätzen kann und alles dann heftiger ausfällt, er also auch zu heftig an der Kralle zieht beim Putzen. Aber solche Autoaggressionen werden ja beim FHS sowieso oft beobachtet. |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 02.10.2006 - 15:21 Titel: |
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Hi Urmel,
das hört sich fast nach einem unerträglichen Zustand an. Für Dich wie für Karlchen.
Es muss schlimm sein, bei solchen Attacken zuzuschauen und so wenig tun zu können!
Ich denke auch, dass es das beste ist, wenn er stationär Valium bekommt, denn da kann einfach zu viel schief gehen und wie Du schon sagst, wer weiss, ob Du ihn dann überhaupt einfangen kannst usw. Ausserdem hat er in einem Käfig wahrscheinlich weniger Möglichkeiten, sich selbst zu verletzen.
Ich drück Euch beiden die Daumen, dass das Valium hilft oder die TÄ noch eine andere Idee hat!
Habeebee |
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summi55
Anmeldungsdatum: 28.09.2006
Beiträge: 188
Wohnort: Schacht_Audorf
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 12:44 Titel: |
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Der thread ist zu Ende.
Karlchen lebt nicht mehr.
Ich glaub, ich komme um vor Schmerz,
kann nicht mehr aufhören zu weinen, geht einfach nicht.
Kann nicht irgendwer machen, dass das alles nicht wahr ist?
:cry: |
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Admin
Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 13:26 Titel: |
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Hallo Anja,
das darf doch nicht wahr sein, um Himmels willen, was ist passiert?
Laß Dich mal ganz fest drücken! Ich bin echt fassungslos.
Ganz liebe Grüße. |
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summi55
Anmeldungsdatum: 28.09.2006
Beiträge: 188
Wohnort: Schacht_Audorf
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 14:20 Titel: |
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OOOOOHHHHHHHH !!!!!!!!!
Das tut mir wirklich total leid..... :cry:
Fühl dich mal ganz feste gedrückt..... :knuddel3:
Hängt es mit FHS zusammen???
Wir denken ganz feste an dich!
Liebdrück
summi55 (Steffi & Vincent(8)) |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 14:54 Titel: |
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Wie bitte???????????????
Was ist passiert????????????????
Urmel, meine Güte, das tut mir sooo leid! Ich bin völlig fassungslos!
Fühl Dich virtuell ganz fest gehalten! |
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Kathy
Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 15:08 Titel: |
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Anja, ich sitze hier und bin geschockt und entsetzt.
Was ist passiert?
Oh mein Gott, fühl dich erstmal ganz feste in den Arm genommen!
Es darf doch nicht wahr sein!!!
Ich denke, hier kann ich für alle aus diesem Forum sprechen: Wir sind für Dich da!!! |
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geist
Anmeldungsdatum: 24.12.2004
Beiträge: 183
Wohnort: niedersachsen
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 16:13 Titel: |
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hallo anja,
das ist ja ganz schrecklich!!!!!!!!
dir bleibt aber im moment auch nichts erspart.
ich wünsche dir ganz viel kraft, den verlust und den schmerz aushalten zu können.
liebe grüsse
margitta |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 17:09 Titel: |
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Nachdem gestern alles wieder so schrecklich war,
habe ich ihn einschlafen lassen :cry: :cry: :cry: .
Ewig lang, u.U. Wochen, wollte ich ihn nicht stationär in dieser Box belassen, um nach einem Medi zu suchen, dass er nun passend verstoffwechselt, wo noch nicht mal Valium gegeben werden kann, wenn er wieder in diese Hyper-Erregung oder Raserei verfällt, und dann damit in dieser Box gehockt hätte. Wer weiß, ob überhaupt eins gefunden woren wäre, man hätte halt alles mögliche durchprobieren müssen. Zudem war er stark herzkrank und nicht sicher, ob sein Herz das alles mitmacht, und Narkose im Notfall geben, da weiß auch keiner, ob er die überstanden hätte. Der Transport war ja schon wieder zuviel für sein Herz, es hat diese Transport-Aufregung auch nicht mehr so mitgemacht, allein davon waren schon wieder Schleimhäute/Zunge blau und sein Mäulchen ganz weit aufgerissen, so ein schrecklicher Anblick...
Und ihn einfach zu Hause mit seinen Anfällen belassen und gar nichts machen, es wurde ja die letzten Wochen stetig immer schlimmer, zudem einfach kein Zustand mehr, er hatte ja gar kein normales Leben mehr, bei jeder Aktivität kamen die Anfälle. Und ich konnte mir das auch nicht mehr mit ansehen bzw. hat mich das zermürbt.
Also hab ich die Entscheidung getroffen, die ich wahrscheinlich mein Leben lang bereuen werde.
Zurück bleibt natürlich ein großes Fragezeichen,
hatte er nun Mikrothromben im Gehirn/Rückenmark oder war es nicht richtig durchblutet oder tickte der Hirnstoffwechsel oder die biochemische Kopplung an den Nerven nicht richtig... wenn bei Aufregung seine Schleimhäute blau waren, ist dann ja wahrscheinlich auch nicht alles richtig durchblutet oder mit Sauerstoff versorgt, vielleicht hatte er davon auch schon Schäden im Gehirn. Habe auch über eine Obduktion nachgedacht, dann aber mich dagegen entschieden. Er hat zum Schluss endlich so eine Ruhe gefunden, ich wollte das nicht stören.
Es tut mir so weh und so sehr leid.
:cry: |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 18:27 Titel: |
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Liebe Urmel,
mach Dir bitte keine Vorwürfe!
Du hast richtig gehandelt. Für Karlchen müssen die letzten Wochen fürchterlich gewesen sein, von Dir gar nicht zu reden. Und da jetzt so schnell Chancen auf eine Behandlung schwanden und immer mehr Probleme hinzu kamen, denke ich, dass die Entscheidung die einzig richtige war.
Ehrlich gesagt, habe ich Dich bewundert, wie Du das ausgehalten hast bist jetzt und woher Du noch so viel Energie hattest.
Für Karlchen ist es so sicher besser, denn er hat jetzt endlich Ruhe gefunden.
Aber es ist unheimlich schwer, selbst mir steckt der Schock in den Knochen!
Ich drück Dich und schicke Dir Kraft, diese schwere Zeit jetzt zu verarbeiten!
Habeebee |
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Kathy
Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 18:57 Titel: |
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Ach, Anja...
diese Fragen, die Reue, natürlich kommt dies. Du weißt, was Karlchen mitgemacht hat. Du weißt, wie quälerisch diese Diagnosefindung war. Das Symptom zu kennen aber nicht die Ursache. Die permanente Verschlimmerung.
Ich denke, dass du diesen Schritt wohlüberlegt für Karlchen gegangen bist.
Denn ich kann mir nur vorstellen, dass es für Karlchen einfach eine große Quälerei war.
Ich drück dich! |
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fluegerl
Anmeldungsdatum: 26.01.2006
Beiträge: 783
Wohnort: Grafing b. München
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 20:01 Titel: |
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Hallo Anja!
Mir fehlen die Worte. Hab immer mitgelesen und mitgehofft, daß es wieder bergauf geht. Und nun das ..... :cry:
Für Karlchen und auch für dich/deine Nerven war das wohl die richtige, wenn auch sehr traurige, Entscheidung. :knuddel:
LG, Moni |
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lucky2004
Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau
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| Verfasst am: 03.10.2006 - 20:53 Titel: |
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Hallo Anja,
es tut mir so leid. Ich kann nachfühlen, wie es Dir geht! Ich denke aber, dass es richtig wahr. Mach Dir bitte keine Vorwürfe. Ich weiß, dass ist einfach gesagt. Es wird noch seine Zeit dauern, bis Du darüber weg bist. Trauere und lass einfach etwas Zeit ins Land gehen- Ich denke auch immer noch dass Stromer bald aus dem Garten angerannt kommt.
:knuddel: :knuddel: :knuddel: :knuddel:
Traurige Grüße
Petra |
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Khyrsanth
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 1761
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| Verfasst am: 04.10.2006 - 13:21 Titel: |
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Oh Nein Anja :shock:
das tut mir so leid für Dich, aber mach Dir bitte keine Vorwürfe. Du hast ja selbst live miterlebt wie schlecht es Karlchen ging, das können wir uns wohl eh nur teilweise vorstellen (blau angelaufene Zunge beim Transport ich würde ausrasten) und konntest am besten beurteilen ob sein Leben noch lebenswert ist oder nur noch eine absolute Qual.
Ich bin mir sicher dass Du die richtige Entscheidung getroffen hast damit er nicht länger leiden muss unter der Krankheit und Behandlungsversuchen, wir wissen glaub alle dass Du so eine Entscheidung nicht vorschnell treffen würdest.
Lass Dich mal feste virtuell drücken :knuddel2: |
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Cécile
Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 127
Wohnort: München - südlich davon
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| Verfasst am: 04.10.2006 - 15:12 Titel: |
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Liebe Anja,
mir fehlen die Worte, es ist so gemein, wenn man so lange so viel Hoffnung hineingibt und die vielen Aufs und Abs miterleben musste und am Ende einem diese Entscheidung nicht abgenommen wird . . . es wäre so schön, wenn man mal so einen kleinen Wunsch von einer guten Fee erfüllt bekäme . . . aufwachen und alles ist so wie vorher (das wünsche ich mir seit rund 2 Monaten, seit ich weiß, dass mein Mann sehr schwer erkrankt ist, aber die gute Fee hat schon länger frei und die Schutzengel machen wohl gerade Pause) . . .
Liebe Anja, ich weiß, es gibt keinen richtigen Trost für das was Du da gerade erlebst, ich wünsche Dir nur, dass Du zur Ruhe kommen kannst . . . und dass es Dir irgendwann möglich ist, die Tür für ein anderes Katzenseelchen aufzumachen, denn dieser wunderbare warmherzige Platz bei Dir sollte nicht unbesetzt bleiben.
Eine Umarmung von mir . . .
Britta mit Mika & Émile |
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patchouli
Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 726
Wohnort: Köln
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| Verfasst am: 04.10.2006 - 15:39 Titel: |
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Liebe Anja,
ich habe Dir gerade eine PN geschrieben. Allgemein gehaltene Worte fallen mir hier schwer - ich denke an Dich und umarme Dich.
Birgit |
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Shortcut
Anmeldungsdatum: 08.03.2004
Beiträge: 2176
Wohnort: im Herzen der Metropolregion Rhein-Neckar
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| Verfasst am: 04.10.2006 - 15:56 Titel: |
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Hallo Anja,
fühl Dich auch von hier gedrückt :knuddel: ........mehr vermag ich jetzt leider nicht zu sagen. :cry:
traurige Grüße |
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Emma
Anmeldungsdatum: 08.03.2004
Beiträge: 358
Wohnort: Mannheim
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| Verfasst am: 04.10.2006 - 16:33 Titel: |
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Liebe Anja,
das tut mir so unendlich Leid, mir fehlen die Worte ... :knuddel:
Traurige Grüße, Bettina |
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Ozz
Anmeldungsdatum: 08.01.2006
Beiträge: 173
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| Verfasst am: 04.10.2006 - 16:36 Titel: |
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Liebe Anja!
Das tut mir wirklich Leid :( Du hast in Karlchens Sinne entschieden, und das war vielleicht das einzige, was Du noch für ihn tun konntest. Manchmal gibt es keinen anderen Ausweg mehr. :(
Ich wünsche Dir in der kommenden Zeit viel Kraft.
Alles Gute, Lea. |
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tortiecat
Anmeldungsdatum: 02.09.2004
Beiträge: 853
Wohnort: bei köln
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| Verfasst am: 04.10.2006 - 19:10 Titel: |
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bin einfach sprachlos, worte erscheinen mir wie hülsen, entschuldige! dennoch: wünsche dir ganz viel kraft, den abschied zu verkraften, anja!
mit einer umarmung, virtuell,
katja |
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Catgirly
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
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| Verfasst am: 05.10.2006 - 08:46 Titel: |
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Hallo Anja,
ich hätte das gar nicht mitbekommen, wenn ich nicht in den Marktplatz geschaut hätte ... ich bin so sprachlos und fassungslos ...
Anja, ich weiß nicht was ich schreiben soll .... erst hast Du Wölkchen abgegeben, um dann Karlchen zu verlieren ??? Das ist einfach so unglaublich traurig .... |
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elsa
Anmeldungsdatum: 05.02.2005
Beiträge: 148
Wohnort: SH
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| Verfasst am: 05.10.2006 - 11:04 Titel: |
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| UrmelMurmel schrieb: |
Kann nicht irgendwer machen, dass das alles nicht wahr ist?
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Hallo Anja,
wie gerne würde ich, wenn das in meiner Macht stünde!!
Gestern noch in Berlin - mit dem Gedanken an Dich: Urmel hats im Moment aber wirklich schwer getroffen, heute wieder zurück im Norden stoße ich auf das hier :shock: :( ... uff! und oh Gott!
Zweifel und Selbstvorwürfe werden Dich noch eine Weile quälen - die Phasen in denen Du Dir sagst "aber es ging nicht mehr, keine andere Entscheidung möglich" werden Dir helfen sie auszuhalten und irgendwann findest Du einen Weg aus der Verzweiflung in heilende Trauer.
Schmerz bleibt, aber er verändert sich.
Vielleicht hilft Dir das ein klitzkleines bischen - auch wenns im Moment nur rasend weh tut und kaum zu ertragen ist.
Fühl Dich umarmt! :knuddel:
Elsa |
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UrmelMurmel
Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587
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| Verfasst am: 06.10.2006 - 10:16 Titel: |
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Lieben Dank für euren lieben Worte,
die ich zwar nicht verdient habe,
trotzdem vielen Dank.
Urmel |
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Elke-030
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 06.10.2006 - 16:40 Titel: |
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| UrmelMurmel schrieb: | | die ich zwar nicht verdient habe |
Liebe Anja,
was soll das? Natürlich hast Du liebe Worte, Mitgefühl und Anteilnahme verdient!
Bitte, Du hast Dir nichts negatives Vorzuwerfen - im Gegenteil, Du hast Rücksichtsvoll und in Liebe gehandelt - für Karlchen!!! Erinner Dich an das Gefühl das Du dabei hattest - es war die richtige Entscheidung!
Karlchen hätte nicht gewollt in einen Käfig gesperrt "Versuchskaninchen" zu sein - mit mehr als fraglichen Ausgang. Und denke auch daran (hast Du eigentlich - nur jetzt scheint es Dir gerade entfallen zu sein): Es ist nicht die Dauer des Lebens die Zählt sondern die Qualität!
Karlchens Seele ist frei - nichts krabbelt, kneift oder juckt ihn - nichts zwingt ihn - nichts behindert ihn... ich bin mir sicher, das er Dir dankbar ist für Euer gemeinsames Leben und für Deine Liebe!
Ich :knuddel: Dich!
Liebe Grüße
Elke |
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Tiberio
Anmeldungsdatum: 04.01.2006
Beiträge: 23
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| Verfasst am: 09.10.2006 - 14:40 Titel: |
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Liebe Anja,
ich habe die schlimme Nachricht gerade erst gelesen - es tut mir unglaublich leid. Bitte mach Dir keine Vorwürfe, auch wenn das leichter gesagt als getan ist.
Aber Du hast in Liebe und mit der Intention gehandelt, für Karlchen die richtige Entscheidung zu finden.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.
LG, Ute |
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Iris
Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau
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| Verfasst am: 15.10.2006 - 19:52 Titel: |
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Liebe Anja,
jetzt war ich 3 Wochen lang nicht in unserem Forum, Klaus hatte mir aber schon alles erzählt.
Das tut bestimmt immer noch sehr weh, ich denke daran, daß meine Eltern im letzten Jahr hintereinander gestorben sind und ich noch immer daran zu knabbern habe. Und mit einer Katze ist es eigentlich auch nicht viel anders...
Ich persönlich wünsche mir für Dich bzw. für 2 kerngesunde und sozialisierte Kitten (das hast Du nämlich verdient ! :wink: ), daß diese irgendwann mal, wenn Du das halbwegs verkraftet hast, einen Platz bei Dir finden dürfen.
Das wäre zu schade, wenn gerade Du Dich bezüglich Katzenhaltung auf immer und ewig zurückziehen würdest...
Liebe Grüße und Kopf hoch,
Iris |
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lucky2004
Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau
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| Verfasst am: 15.10.2006 - 20:25 Titel: |
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Hallo Anja,
ich kann Dir auf diesem Wege auch nur noch mal sagen, dass ich Iris voll zustimme. Elke hat ja Grü0e von mir ausgerichtet und ich fände es sehr schade, auch für alle Kätzchen, denen Du auch hier im Forum helfen könntest. Weißt Du wo einige Katzenbesitzer hier heute ohne Deine Hilfe wären??? Am Rande der Verzweiflung. Du wirst gebraucht und noch einmal, Du hast Dir nichts vorzuwerfen!!!
Liebe Grüße
Petra |
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