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Max: Verdacht auf Bandscheibenvorfall
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 19.10.2006 - 14:23    Titel: Max: Verdacht auf Bandscheibenvorfall  

Hallo allerseits,

das Thema habe ich im Rahmen meiner Vorstellung im "Roten Teppich" angerissen und wollte es dort nicht zu ausführlich machen - ich denke in dieses Unterforum passt es besser.

@Elke: Ich versuche dann mal, Deine Fragen zu beantworten!

Also nochmal eine kurze Vorstellung von Max: 18,5 Jahre alt, 3 kg, organisch fit (außer leichter Eosinophilie alle Blutwerte des geriatrischen Blutbildes im Referenzbereich, Lunge und Herz ohne auffälligen Befund) aber leider mit ausgeprägten Spondylosen und auch Arthrosen (Vorderpfoten).
Gestern morgen begrüßte mich das Kuschelmonster mit freudigem Miauen und leider einer schlaffen Lähmung des rechten Hinterbeines. Meine erste Verdachtsdiagnose war Thrombose, allerdings war das Bein warm und die Haut rosig, außerdem war der Puls der Oberschenkelarterie gut zu fühlen, das sprach sehr gegen eine Thrombose. Verdachtsdiagnose Nr. 2 war dann Bandscheibenvorfall oder eine böse Zerrung. Da er ansonsten fit war (fressen, trinken, rumschlurfen) und beim Abtasten und passiver Bewegung keinerlei Schmerzäußerungen zeigte, bin ich schweren Herzens erstmal arbeiten gefahren (und meinen Mitbewohner beauftragt, alle Stunde nach dem Kater zu schauen).
Abends war der Zustand unverändert, da Max aber seit dem Vorabend noch keinen Urin/Kot abgesetzt hatte wurde ich doch langsam panisch und habe ihn kurz entschlossen doch noch in die Klinik gefahren.

Die neurologische Untersuchung bestätigte dann leider dass, was ich selber auch schon rausgefunden hatte: Die Stellreflexe der rechten Hintergliedmaße sind nicht vorhanden, Patellarreflex noch erhalten und die Tiefensensibilität stark vermindert, die Durchblutung schien aber normal. Zusätzlich war aber auch noch das Knie dick, ich vermute mal, dass er sich das nach der Lähmung verdreht hat.
Da nichts für und vieles gegen eine Thrombose gesprochen hat, gehen wir davon aus, dass die Ursache im Bereich der Wirbelsäule liegt. Um eine Thrombose wirklich zu diagnostizieren, braucht man ein gutes Ultraschallgerät und einen versierten Untersucher - beides war gestern nicht zu bekommen, da ja leider viele Praxen mittwoch nachmittags keine Sprechstunde haben. Außerdem muß Max dafür vermutlich in Narkose oder zumindest sediert werden, das wäre bei dem Alter mit einem hohen Risiko verbunden, auch wenn er organmäßig fit ist.


Elke-030 schrieb:

Wie planst Du jetzt mit Max vorzugehen? Willst Du die Diskopathie nicht lieber noch mal aktuell röntgenologisch bestätigen, wie Du ja weißt gibt es ja z. B. auch die Möglichkeit von einem Thrombus der zur Hinterhandlähmung führen kann. Soweit ich i. M. aus dem Stegreif weiß, gibts schulmed. da nur den Versuch durch einen chirurgischen Eingriff - ist das richtig?


Ohne Röntgen kann man natürlich nicht hundertprozentig wissen, ob es sich tatsächlich um eine Diskopathie handelt, ebenso könnte eine der Knochenzubildungen gebrochen sein und Nerven außerhalb des Wirbelkanals verletzt haben (was ich am ehesten annehme). Für die Therapie macht es bei Max aber leider keinen Unterschied: Der chirurgische Eingriff (für den die Röntgendiagnose essentiell wäre) verbietet sich für mich aufgrund des Narkoserisikos, der Dauer der Heilungsphase und der leider nicht geringen Wahrscheinlichkeit, dass in der Zukunft nochmal ähnliche Verletzungen auftreten werden. Max ist halt leider alt und hat diese massiven Veränderungen am Skelettsystem, punktuell einzugreifen würde seine Lebensqualität nicht wirklich bessern.
Da also das Röntgen therapeutisch irrelevant war, haben wir gestern erstmal darauf verzichtet - auch, um ihm Stress zu ersparen. Er ist zwar gut zu transportieren und hat auch keine Angst beim Tierarzt, mag es aber absolut nicht, wenn man ihn tierärztlich anfasst - selbst wenn zu Hause mal die Blase abtasten möchte, rennt er weg, beim Schmusen darf ich seinen Bauch aber durchkneten :roll: . Ich fürchte, ohne Sedation bleibt er nicht lange genug ruhig liegen, um vernünftige Röntgenbilder zu bekommen.

Also, wie gehe ich jetzt vor:

Harn hat er zum Glück spontan gestern abend abgesetzt. Da im Darm viel fester Kot zu tasten war (und Max eh zu Verstopfungen neigt), gab's Paraffin-Öl per Spritze direkt ins Maul und Maiskeimöl unters Naßfutter (1:1). Und die Androhung eines Klistiers am Morgen.... hat geholfen, über Nacht hat er das Katzenklo besucht und extrem festen Kot hinterlassen. Daher werde ich hinterher noch Lactulose besorgen, die gibt es dann morgens und abends bis der Kot weicher wird. Auch das Zumischen von Öl/Sahne/Butter zum Futter werde ich erstmal beibehalten.

Außerdem habe ich die Wohnung etwas umgeräumt: Mein Zimmer habe ich mit Wasser, Futter und Klo versehen, damit er nicht mehr durch den Flur muß - da liegt Parkett, dass ist zu rutschig.

Sympthomatisch bekommt er jetzt erstmal Dexamethason (ein Cortison) gegen Schmerzen und zum Abbau von Schwellungen rund um die mögliche Nervenquetschung. Zusätzlich hat er gestern auch noch ein Vit. B6-Präparat bekommen, das unterstützt die Heilung bei Nervenverletzungen.

Ansonsten heißt es jetzt erstmal abwarten und 2x täglich untersuchen (zum Glück kann ich das ja selbst). Wenn bis Freitag keine Besserung zu sehen ist, werde ich ihn nochmal in die Klinik bringen (oder in der Praxis einer Freundin röntgen, das wäre ev. für Max schonender)
Fressen, trinken und rumschlurfen tut er, es scheint ihm nicht wirklich schlecht zugehen. Er gibt mir auch in seiner lautstarken Art zu verstehen, dass er geknuddelt werden möchte. Daher bin ich heute wieder etwas optimistischer als gestern. Ich zweifele aber daran, dass das Hinterbein wieder wird. Was ja auch nicht sooo schlimm ist, außer unserer Dachterrasse hat er keinen Freigang und auf den Sessel baue ich ihm halt ein schräges Brett, damit er nicht klettern muß.

Aber die Episode hat mir halt deutlich gezeigt, dass ich mich bei dem Alter über jede Woche freuen muß. Wissen tue ich das, seit ich ihn habe (da war er ja schon alt), aber jetzt kann ich es halt nicht mehr verdrängen.

Ich freue mich über alle Anregungen wie man den Heilungsprozess noch fördern könnte (gerne auch Homöopathie u. ä.) oder über Ideen, wie ich Max seinen Alltag erleichtern kann.

Liebe Grüße, Ilse
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Iris



Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau

Verfasst am: 19.10.2006 - 20:17    Titel:  

Hallo Ilse,

Kathy schrieb mal was von einer "Goldakupunktur" bei ihrer Katze, vielleicht meldet sich Kathy auch noch.

Hier mal der Thread, vielleicht findest Du dort auch noch andere Anregungen:

http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?t=5725&highlight=gold%2A

Ansonsten, im Kraft/Dürr sieht es ja leider mager aus zu diesem Thema...
Ich habe aus Eigeninteresse dort schon gestöbert, wie Katzen mit einer Spondylose behandelt werden. Selber leide ich seit 2 Jahren unter einer Spondylolisthese und kann jetzt nur aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, daß ich dem Max auf jeden Fall etwas gegen die Schmerzen geben würde, wie Du es ja auch schon praktizierst. Da weißt Du ja sicher am besten, was da angebracht ist, und zwar auf Dauer.

Zitat:
ebenso könnte eine der Knochenzubildungen gebrochen sein und Nerven außerhalb des Wirbelkanals verletzt haben (was ich am ehesten annehme).


Und die verletzten Nerven schmerzen unendlich...

Langzeitwirkung auf die inneren Organe wäre bei einer jüngeren Katze vielleicht bedenkenswert, aber bei Max mit seinem stolzen Alter ist das, wie ich meine, nicht sooo zu bedenken. Mit Schmerzmitteln kannst Du die Lebensqualität deutlich erhöhen, eigene Erfahrung... :cry:

Das mit der Wohnung umräumen ist schonmal sehr gut, damit Max dann auch relativ sicher und schmerzfrei seine Lieblingsplätze erreichen kann.

Liebe Grüße,
Iris
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Kathy



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: 19.10.2006 - 21:19    Titel:  

Hallo, da bin ich schon :wink: !

Ilse, momentan geht es ja mehr um die Behandlung der Lahmheit, nehme ich an? In wie weit die in dem von Iris genannten Thread da etwas bewirken können, weiß ich nicht. Die Neuraltherapie soll ja vor allem die Schmerzen verhindern, die Goldfadenakupunktur soll ebenso Schmerzen lindern um mögliche Folgen einer Schonhaltung einzudämmen so dass Muskeln und Gelenke so genutzt werden, wie sie sollten.
Jetz weiß ich im Moment nicht, ob dein Max auch etwas gegen die permanenten Schmerzen bekommt, wie er da behandelt wird.
Wenn irgendetwas davon für dich von Interesse ist?
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lucky2004



Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau

Verfasst am: 20.10.2006 - 08:53    Titel:  

Hallo Ilsebilse,

erstmal herzlich willkommen hier und hier gibt es noch mehr Infos zur Goldfadenakupunktur. Schau mal unter Goldimplantation nach.

http://www.tierarztpraxis-rogalla-rummel.de/wilkommen.html

Die Praxis ist spezialisiert darauf und die Patienten kommen oft von weit her, teilweise sogar aus der Schweiz.

Viele Grüße
Petra
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 20.10.2006 - 10:05    Titel:  

Hallo allerseits,

vielen Dank für die Antworten!

Max geht es schon etwas besser, Harn- und Kotabsatz sind wieder regelmäßig da (das war ehrlich gesagt dass, was mir Mittwoch Abend akut Sorgen machte) und er läuft erstaunlich viel durch die Gegend. :D Für meinen Geschmack zu viel, von meinen Schoß auf den Schreibtisch zu klettern und dann da mit einem schleifenden Bein zum anderen Ende zu flitzen um wieder runterzuhüpfen ist nun nicht wirklich dass, was man solchen Patienten empfiehlt :roll: , zum Glück konnte ich ihn vor dem Absprung greifen.
Die Stellreflexe und die Tiefensensibilität sind zwar nur minimal besser geworden, aber er hebt das Bein wenigstens etwas an, oberhalb des Knies scheint sich also schon was zu bessern.

Zu den Schmerzen: Da Max sich freiwillig bewegt (und zwar nicht nur vom Napf zu Klo zu Kissen) und bei Palpataion und passiver Bewegung null Abwehrreaktionen zeigt, gehe ich davon aus, dass er durch das Dexamethason zumindest keine starken Schmerzen mehr hat. Daher werde ich bis Sonntag auch weiter Dexa geben (auch um ev. Schwellungen um die Nerven zu reduzieren) und dann weitersehen. In der Literatur findet sich ja, wie Iris schon schrieb, wenig. Ich habe jetzt mal bei diversen befreundeten Tierärztinnen rumgefragt und auch da ist leider die Erfahrungsbreite gering, es scheint einfach nicht so viele alte Katzen zu geben, die außer Problemen mit der Wirbelsäule gesund sind... Eine Anlaufstelle wäre vielleicht noch die Neurologische Sprechstunde an der Tierärztlichen Hochschule, die ist aber leider nur Montags/Dienstags nach Voranmeldung.

Max hatte bislang nach Absprache mit zwei befreundeten Tierärztinnen, die ihn regelmäßig bei mir zu Hause sehen, keine Schmerzmittel bekommen, da er sich von alleine viel und gerne bewegt hat - das einzige, wo Schmerzreaktionen festzustellen waren, war bei direktem Druck neben der Wirbelsäule. Wir sind also davon ausgegangen dass er im tägliche Leben wenig bis keine Schmerzen hat. Bei kompletter Schmerzausschaltung besteht ja leider die Gefahr, dass die Tiere sich überschätzen und dann Verletzungen zuziehen, ich habe da schlechte Erfahrung mit Hunden gemacht.... :(

Naja, nach dieser Episode werden wir aber bei Max wohl nicht um eine Schmerztherapie herumkommen, ich habe da auch gar nix gegen, er soll sich ja wohl fühlen.
Auch wenn das Cortison momentan gut wirkt, wäre es natürlich schön, wenn für ich für die Dauertherapie etwas schonenderes finde - oder zumindest eine unterstützende Therapie, mit der man die Dosierung von Cortisonpräparaten oder auch nichtsteroidalen Entzündungshemmern niedrig halten kann.

Die Goldtherapie klingt da ganz interessant, ich werde mich da mal einlesen! Und auch danke für den Link zum anderen Artikel, ich habe jetzt mal felissimo geordert, schaden kanns nicht und ist sicher gut für die verbliebenen drei Beine...

Vielen Dank euch dreien für die Tips! :D
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 20.10.2006 - 11:12    Titel:  

Hallo Ilse,

ist sein Bäuchlein hart und angespannt - oder weich?

Liebe Grüße
Elke
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 20.10.2006 - 11:18    Titel:  

Elke-030 schrieb:
Hallo Ilse,

ist sein Bäuchlein hart und angespannt - oder weich?

Liebe Grüße
Elke


Hallo Elke,

der Bauch ist weich, er spannt erst an, wenn ich länger abtaste, aber ohne dabei andere Abwehrreaktionen zu zeigen.

Liebe Grüße, Ilse
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 20.10.2006 - 15:00    Titel:  

Hallo Ilse,
Zitat:
Max geht es schon etwas besser, Harn- und Kotabsatz sind wieder regelmäßig da (das war ehrlich gesagt dass, was mir Mittwoch Abend akut Sorgen machte) und er läuft erstaunlich viel durch die Gegend

Auch wenn er sich im Moment lieber noch schonen sollte, klingt es seeehr gut! Aber dennoch muß die Lähmung weg und zwar schnell.
Zitat:
Zusätzlich hat er gestern auch noch ein Vit. B6-Präparat bekommen, das unterstützt die Heilung bei Nervenverletzungen.

Das kannst Du noch ein wenig erweitern – ich würde den gesamten B-Komplex geben + B12 (auch wenn lt. der Dissertation von Dr. Senger ein Nachweis für die Wirksamkeit auf das Nervensystem bei der Katze nicht gefunden wurde). Wenn wir schon bei der Nahrungsergänzung sind: Borretsch- und vor allem Nachtkerzenöl wird ebenfalls u. a. eine kräftigende Wirkung auf degenerierte Nerven zugesprochen.
Hast Du vielleicht die Möglichkeit an ein Magnetfeld zu kommen – das wäre im Moment wirklich Klasse für Max (ggf. von einer Kollegin aus einer Pferdepraxis leihweise die Decke).
Der nächste Tip ist mehr als simpel: Infrarotlicht, bzw. Wärmeanwendung (gebackenes Kirschkernkissen, etc.). Und in die Rubrik der Durchblutungssteigerung gehört in seinem Alter definitiv auch Ginkgo biloba – ich würde es in einer D1 geben (also als Homöopathische Arznei, Globoli, 2-3xtgl. 5 Stück, aufgelöst, auf die Mundschleimhaut im Abstand zum Futter). Und ganz wichtig so oft wie möglich massieren!
Zitat:
außer unserer Dachterrasse hat er keinen Freigang und auf den Sessel baue ich ihm halt ein schräges Brett, damit er nicht klettern muß.


Vielleicht nicht zu steil und mit einigen Querlamellen, damit er auch ohne weitere Probleme wieder runterkommt.

Zitat:
Ich freue mich über alle Anregungen wie man den Heilungsprozess noch fördern könnte (gerne auch Homöopathie u. ä.

Hierzu schreibe ich Dir eine PN.

Liebe Grüße
Elke
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 21.10.2006 - 14:48    Titel:  

Erstmal herzlichen Dank an Elke für die Tips!

Ich wollte ein kurzes update posten (könnte später vielleicht mal für andere Katzenbesitzer in einer ähnlichen Situation interessant sein....):

Max hat gestern abend noch einmal Dexamethason und Vit. B- Komplex gespritzt bekommen, außerdem Lactulose zur Förderung der Verdauung (der letzte Stuhlgang war 36 h her, trotz reichlich Öl im Weichfutter). TroFu gibt's erstmal nur noch als Leckerli, bis der Stuhlgang wieder regelmäßig klappt. Felissimo bekommt er ab jetzt auch, vielleicht bringt es ja was.

Magnetfeld und Infrarotlampe habe ich leider nicht organisieren können, aber ich habe Wärmetherapie mit Dinkelkissen gemacht - nicht ganz einfach, Max war das nicht so recht geheuer, obwohl das Kissen definitiv nicht zu heiß war.
Massage bekommt er von mir auch, das ist unproblematisch, da seine abendliche Schmuseeinheit schon seit langem aus Kämmen und "Durchkneten" besteht - es ist nur etwas gewöhnungsbedürftig für mich, mit links das Köpfchen zu kraulen und dabei gleichzeitig mit rechts bewußt das Hinterbein zu massieren. :wink:

Die Einschränkung seines Reviers auf mein Zimmer (das hat als einziges Teppich) will Max zwar nicht ganz einsehen, aber er hat die neu eingerichtete "Kuschelhöhle" unter dem Couchtisch gut angenommen - dort kommt er problemlos hin, ohne Verletzungsgefahr.

Über Nacht hat er dann super Fortschritte gemacht: Den Stuhlgang für 2 Tage hat er nachgeholt und heute morgen lief er wieder auf allen 4 Beinen! Zwar ist die Stabilität im verletzten Hinterbein noch nicht wieder vollständig da, gelegentlich rutscht es beim Laufen und im Sitzen noch weg, aber er setzt es wieder koordiniert auf - die Nerven scheinen sich also zu erholen. Und er ist wieder sehr aktiv und fordernd, will auf die Terrasse und versucht in den Rest der Wohnung zu flitzen, wenn ich meine Tür nicht richtig zumache!

Das Dexamethason werde ich Sonntag noch einmal geben und dann am Mittwoch mit der homöopathischen Behandlung beginnen. Dienstag fahre ich mit Max zu einer befreundeten Tierärztin zum Röntgen (nach der offiziellen Sprechstunde, dann haben wir Ruhe und bekommen das hoffentlich ohne Sedation hin) um doch noch abzuklären, wie seine Wirbelsäule und das rechte Hinterbein nun konkret aussehen und welche Nachbehandlung (neben Homöopathie) nötig ist. In jedem Fall werde ich ihm noch 3x alle 2-3 Tage Vit. B-Komplex spritzen - da die B-Vitamine alle wasserlöslich sind und ggfs. über die Niere ausgeschieden werden, schadet es Max nicht. Nach dieser "Kur" würde ich gerne noch eine Zeitlang unterstützend Nachtkerzen- oder Borretschöl übers Futter geben - kennt sich da jemand mit der Dosierung aus?

Ich bin in jedem Fall überglücklich, dass jetzt so eine deutliche Besserung aufgetreten ist - das hätte ich Mittwoch abend nie für möglich gehalten! Die kleinen Fellmonster überraschen einen doch immer wieder... :D
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Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 21.10.2006 - 14:51    Titel:  

Hallo Ilse,

das ist sehr schön zu hören, daß Max sich zu berappeln scheint. Alles Gute weiterhin für den tapferen Roten!

Viele Grüße,
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 22.10.2006 - 09:56    Titel:  

Hallo Ilse,

ich freue mich sehr das es Max schon besser geht!

Wegen der Dosierung schaue ich mal nach ....

Liebe Grüße
Elke
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lucky2004



Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau

Verfasst am: 22.10.2006 - 19:08    Titel:  

Hallo Ilse,

freut mich für den Kleinen. Knuddel ihn mal von mir!

Liebe Grüße
Petra
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 23.10.2006 - 10:05    Titel:  

Hallo Ilse,

Zitat:
Nachtkerzen- oder Borretschöl übers Futter geben - kennt sich da jemand mit der Dosierung aus?


:shock: Ich hätte nicht gedacht, das dies so schwierig ist - in meiner ganzen Literatur ist nirgends eine Dosierung dafür angegeben (oder ich habe Tomaten auf den Augen :) )

Ich selbst gebe 4 Tropfen pro Mahlzeit Nachtkerzenöl + 1 Tropfen Lachsöl - und auf das gesamte Futter (für alle) dann aber 3 Tropfen Vit. E.

Bei Pahema, und Sonjas Lucky-Shop ist bei einigen Ölen eine Dosierung von 2,5 ml pro Katze angegeben, was nach meinem persönlichen Empfinden für eine 3-kg-Katze mir wohl etwas viel erscheint.

Vielleicht magst Du mal mit Sonja Kontakt aufnehmen - ich denke sie wird da genaueres Wissen.

Liebe Grüße
Elke
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 25.10.2006 - 11:44    Titel:  

Hallo allerseits,

vielen Dank für die Anteilnahme und die Genesungswünsche! Ich habe sie in Form von Streicheleinheiten an Max weitergeleitet :wink: .

Wir haben es gestern tatsächlich geschafft, ihn ohne Sedation zu röntgen, allerdings ergab das keine neuen Informationen - das Röntgenbild ist im vergleich zu dem vor drei Jahren aufgenommenen quasi unverändert. Die Spondylosen sind zum Glück (und überraschenderweise) nicht schlimmer geworden und man konnte absolut nix knöchernes entdecken, was für die Symptome verantwortlich gewesen sein könnte.

Die Tiefensensibilität und die Reflexe sind alle wieder da, aber leider rutscht Max das Bein immer wieder weg - und sein rechtes Knie ist noch etwas dick und beim Beugen schmerzhaft. Auch da war auf dem Röntgenbild aber nix zu sehen, die Kreuzbänder scheinen auch noch o.k. zu sein, grübel, grübel...

Max bekommt jetzt seine Homöopathika und versuchsweise die nächsten Tage Metacam, wegen des Knies. Mal schauen, ob er sich wieder ganz berappelt, ich hoffe es ja. Munter und schmusig ist er, also scheint es ihm wenigstens nicht allzu schlecht zu gehen.

@Elke: Danke für's Nachschlagen wegen der Dosierung, ich werde mal Sonja kontaktieren!

Liebe Grüße, Ilse
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 25.10.2006 - 12:23    Titel:  

Hallo Ilse,

Ilsebilse schrieb:
Die Spondylosen sind zum Glück (und überraschenderweise) nicht schlimmer geworden und man konnte absolut nix knöchernes entdecken, was für die Symptome verantwortlich gewesen sein könnte.


*freu*

Zitat:
Max bekommt jetzt seine Homöopathika und versuchsweise die nächsten Tage Metacam, wegen des Knies.


:wink: wenn Du mit Metacam den Schmerz nimmst siehst Du nicht wie sich was verbessert und was Du weglässt.

Zitat:
Mal schauen, ob er sich wieder ganz berappelt, ich hoffe es ja.

Also ich bin da recht zuversichtlich :lol:

Liebe Grüße
Elke
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 27.10.2006 - 19:24    Titel:  

Elke-030 schrieb:

:wink: wenn Du mit Metacam den Schmerz nimmst siehst Du nicht wie sich was verbessert und was Du weglässt.


Völlig richtig, aber ich hätte doch sooo ein schlechtes Gewissen, wenn er Schmerzen hätte. :wink:

Ab heute gibt's aber auch erstmal kein Metacam mehr, das Wochenende bin ich nämlich zum Lernen die ganze Zeit zu Hause, da kann ich ihn gut beobachten - und das Laufen wird langsam aber stetig besser! *freu*
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 30.10.2006 - 11:36    Titel:  

Ilsebilse schrieb:
Völlig richtig, aber ich hätte doch sooo ein schlechtes Gewissen, wenn er Schmerzen hätte. :wink:


Hallo Ilse,

wie gut ich das verstehe :lol: - manchmal möchte ich Sarah auch am liebsten unter Rimadyl setzen und es ist schwer dann wieder 3-4 Tage mit Harpagophytum durchzuhalten bis sie "augenscheinlich" schmerzfreier ist.

Zitat:
und das Laufen wird langsam aber stetig besser! *freu*


Wunderbar *mitfreu*!

Liebe Grüße
Elke
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 30.10.2006 - 23:17    Titel:  

Elke-030 schrieb:

Wunderbar *mitfreu*!


Danke! :D

Seit vorgestern gibt's kein Rimadyl mehr - bislang hält Max sich gut. Die ersten Versuche auf Dielenboden hat er auch passabel überstanden und das Knie ist abgeschwollen, also bleibt morgen die Zimmertür offen. Hoffentlich übernimmt er sich nicht... aber er ist soooo neugierig, was in der Wohnung passiert, da werde ich das Risiko eingehen :? . 16 m2 sind auf Dauer auch einfach zu klein für Mensch, Katze, Futterstelle und Klo, wozu wohnen wir schließlich in einer 120 m2 WG? Und bislang ist Max ja auch vernünftig und rennt nicht, sondern "tapst" über den Flur.

Vor 10 Tagen hätte ich nie gedacht, dass der Kater heute wieder normal (wenn auch noch stacksig) geht, den Rest muß jetzt die Zeit (und die homöopathische Unterstützung) schaffen.

Ein Gutes hatte die Episode ja: Ich habe dieses Forum gefunden :P .

Ich danke Euch allen für die Unterstützung in den letzten Tagen und halte Euch weiter auf dem Laufenden.

Und für alle Besitzer von alten Katzen: Gebt die Pelzträger nicht vorschnell auf, mich hat meiner seeeehr positiv überrascht, hoffentlich bin ich in "seinem Alter" noch so fit!

Liebe Grüße, Ilse
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Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 17.12.2006 - 20:49    Titel:  

Hallo Ihr Lieben,

knapp 2 Monate nach der Geschichte hier ein kleines Update:

Max geht es gut! :D :D :D

Nach Cortison und Metacam habe ich ihn zunächst mit Rus toxicodendron, Lycopodium und Vit. B-Komplex weiterbehandelt und bin dann auf Ginko (D2) umgestiegen. Er bekommt außerdem Felissimo.

Er läuft zwar etwas wackeliger als vorher aber mit allen vier Beinen und ist ausgesprochen munter. Auch die Spalte zwischen Küchenschrank und Wand (da muß Kater rückwärts wieder raus, weil sie sie so eng ist) wird wieder regelmäßig inspiziert. Die "Katzentreppe" zum Lieblingssessel bleibt bestehen - damit hat er es einfacher. Zur psychologischen Unterstützung darf er gelegentlich im Bett schlafen - das es ein Hochbett ist und er sich zum Glück nicht traut, die Treppe alleine zu bewältigen, muß ich ihn dann aber nachts 2-3 Mal runter tragen und wieder rauf (Essen und Pullern, Katzenrhythmus halt), etwas stressig, aber was tut man nicht für die lieben Kleinen? :wink: :?

Also so weit alles sehr erfreulich. Vor ein paar Tagen habe ich ihm probeweise mal Metacam gegeben, das Laufen wurde nicht besser, also liegt das nicht an ev. vorhandenen Schmerzen. Im neuen Jahr kommt aber eine Freundin vorbei, die in Akupunktur fortgebildet ist, dann werden wir das nochmal ausprobieren. Die Goldakupunktur kommt leider nicht in Frage, 1 1/2 Stunden Narkose möchte ich ihm nicht zumuten....

Allen, die mir mit Genesungswünschen und Ratschlägen beigestanden haben, nochmals ganz, ganz vielen lieben Dank!

Liebe Grüße, Ilse
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 19.12.2006 - 11:57    Titel:  

Hallo Ilse,

Ilsebilse schrieb:
das es ein Hochbett ist und er sich zum Glück nicht traut, die Treppe alleine zu bewältigen, muß ich ihn dann aber nachts 2-3 Mal runter tragen und wieder rauf (Essen und Pullern, Katzenrhythmus halt),


Klasse! :lol:

[quote]Im neuen Jahr kommt aber eine Freundin vorbei, die in Akupunktur fortgebildet ist, dann werden wir das nochmal ausprobieren.[quote]

Finde ich seeeehr gut, würde ich Sarah auch gerne gönnen, konnte mich bisher aber nicht überwinden...ich hoffe Du kannst erfolgreiches dann berichten!

Liebe Grüße
Elke
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