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neuer Ausbruch des EG?
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Liadhane13



Anmeldungsdatum: 25.11.2006
Beiträge: 15

Verfasst am: 25.11.2006 - 16:14    Titel: neuer Ausbruch des EG?  

Hallo zusammen,

da auch ich nach Informationen über das EG, hier auf euer Forum gestossen bin, wollte ich auch meine Erfahrungen hier mitteilen.

Ich habe einen Kater (Ricky) und eine Kätzin Luna, die wohl beide das EG haben/hatten. Beide Katzen habe ich aus einem Tierheim geholt.

Bei meinem Kater fing es wirklich nach einer Tropfung von Frontline an (zumindest denke ich das Rückblickend). Da beide Freigänger sind, und ich arge Probleme mit Flöhen hatte, dachte ich damals, das wäre ne Gute Lösung. Kurz darauf fing genau diese Stelle zwischen den Schulterblättern immer wieder an kahl zu werden zu jucken und wurde dann geleckt bis hin zum nässen. Nach dem meine TA dann ca. 1,5 Jahre es immer wieder mit Kortison Spritzen unterdrückte ( bei mir wurde nie ein Blutbild oder
eine Biopsie gemacht), machte sie mir den Vorschlag das immer wieder betroffene Hautareal einfach rauszuschneiden. Das haben wir auch in Angriff genommen und hatten ein super Ergebnis. Seit dem haben wir "fast" Ruhe. Nur manchmal (ich denke es hat mit Stress zu tun) sieht mein ein sehr kleines und fast unscheinbares Aufflammen, was aber ohne mein zutun wieder unproblematisch abheilt. Ich weiss leider nicht, ob meine TA mit dem rausgeschnittenen Stück eine Biopsie gemacht hat, da aber das Ergebnis stimmte, fragte ich nicht nach.

Bei meine Luna sieht das leider nicht so einfach aus. Sieht hatte es schon als ich sie aus dem Tieheim holte, diese Linie am rechte Innenschenkel. Es ist eine Art Hauveränderung, so knubbelig ... ich weiss gar nicht so recht wie ich es beschreiben soll. Hier im Forum (leider finde ich den Beitrag eben nicht) hat jemand genau das beschrieben und ein anderer Antwortete, das wäre klassisch für ein lineares Granulom. Zumindest sah das meine Tierärztin genauso :). Da es aber (ganz atypisch) meine Katze nicht im geringsten störte und sie dort auch nicht juckte oder leckte, machten wir erstmal nichts. Leider hielt die Ruhe nur ca. 1/2 Jahr. Plötzlich bekam meine "Kleine" so etwas wie eine wunde Lippe. Meist beginnend an den Mundwinkel, wenn ich aber nicht schnell reagiere (Kortisontabletten) greift es auch in den Mundraum über. Auch kommt diese "wunde Lippe" (erst wird es nur langsam immer dicker, dann wird es offen und nässt und verkrustet und später greift es auch die Mundschleimhaut an) immer in Schüben. Meine TA meinte das wäre auch das EG und so wird meine Kleine seitdem mit Kortison behandelt. Dh. wenn ich bemerke das sie eine dicke Lippe bekommt, füttere ich ihr am 1. Tag eine Dexamethason Tablette. Am 2-3 Tag je 1/2 Dexamethason und dann an den weiteren Tage je eine Tablette Prednisolon (morgens und abends). Diese Therapie ist für mich viel Preisgünstiger als immer diese Depotspritzen. Das klappt aber nur wenn ich es frühzeitig bemerke. Da sie aber eine Freigängerin ist, kann es auch mal passieren, das ich sie zu spät zu Gesicht bekomme, dann hilft nur noch die Depotspritze. Leider ist ihre Schnautze kein Areal, wo man das mit dem herausschneiden versuchen könnte, das hat ja bei meinem Kater so gut funktioniert.
Seit letzter Woche kam wohl plötzlich etwas neues dazu (war noch nicht bei TA). Ich hatte Fell auf dem Fussboden gefunden und untersuchte meine Katze nach dem kahlen Fleck. Den fand ich schon geschorft unter ihrem Kinn. Da sie oft auch mit anderen Katzen in ihrem Gebiet aneinander gerät, dachte ich an einen Kampf und wartet auf das abheilen. Tja das abheilen blieb aus und stattdessen vergrösserte sich nun das ganze, so das es sich langsam nach oben hin zu ihren Mundwinkeln vorarbeitet. Dazu kommt nun noch das es zwar noch geschorft, aber nun auch doch langsam auch zu nässen anfängt. Leider konnte ich bisher nicht beobachten, das sie sich dort auch kratzt, nur putzen konnte ich bisher feststellen. Nun hab ich mal bis übers WE mit Kortisontabletten begonnen, in der Hoffnung das es wenigstens bis Montag nicht noch schlimmer wird.

Abschliessen möchte ich noch erzählen, das ich auch schon hömöopathisch versucht habe die Schübe zu verringern, was aber keinen Erfolg gezeigt hat. Mit grossem Interesse hab ich gelesen, das Omega 3 Fettsäuren evt. helfen könnten, das werde ich nun wohl man versuchen. Da meine beiden kastriert sind, denke ich kommen die Hormontabletten nicht in Frage.

Was aber die Seltenheit der Krankheit betrifft, habe ich langsam das Gefühl, das sie so selten gar nicht sein kann *lacht*. Immerhin habe ich das Glück, gleich 2 Katzen mit dieser Krankheit zu haben, die ich unabhängig von einander (zwar aus dem selben Tierheim), aber mit langem Zeitabstand zu mir genommen habe.

Liebe Grüsse

Liadhane

PS: Was die Nebenwirkungen des Kortisons betreffen, muss ich sagen, das ich noch nichts negatives bemerkt habe. Als ich meine TA darauf ansprach, antwortete sie mir, das Katzen einen anderen Stoffwechsel haben als wir Menschen und es sie nicht so angreifen würde wie uns. Keine Ahnung ob sie mich nur beruhigen wollte. Was ich aber sicher sagen kann, ist das meine Luna eigentlich meist positiv reagiert, dh. sie fühlt sich eher besser, wenn ich ihr das Kortison gebe, also aktiver. Meist wenn der Schub kommt, merke ich es auch daran, das sie eher in der Wohung bleibt und viel mehr schläft. Nach der Kortison Therapie geht sie schneller wieder raus und gibt mir das Gefühl fitter zu sein. Auch von Gewichtszunahme habe ich noch nichts bermerkt, sie hat nicht deutlich zugenommen (meine TA sagte, das könnte natürlich passieren) und hat auch nicht mehr Hunger.
Ich hoffe natürlich, das evt. die Omega 3 Fettsäuren ihr helfen und daß das Kortison ihre Lebenserwartung nicht beeinträchtigt!
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Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 26.11.2006 - 00:14    Titel: Re: neuer Ausbruch des EG?  

Hallo Liadhane,

danke für Deinen Bericht. Ein paar Anmerkungen habe ich dazu:

Es ist auf jeden Fall besser, das Cortison in Tablettenform zu geben, wie Du es normalerweise auch machst, da man die Dosierung dann für den akuten Fall bestimmen und nach dem Abheilen gleich wieder mit der Gabe aufhören kann. Die Depotspritzen hingegen setzen den Organismus über Wochen hinweg auf 180.

Zusätzlich wird es sicher nichts schaden, eine Gabe von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zu probieren. Es gibt dazu etliche positive Erfahrungsberichte.

Liadhane13 schrieb:
Da meine beiden kastriert sind, denke ich kommen die Hormontabletten nicht in Frage.

Diese Schlußfolgerung ist nicht zwingend richtig. Unsere Maya ist auch kastriert, und bei ihr helfen die Megestrolacetat-Tabletten wunderbar. Natürlich ist nicht gesagt, daß bei Deinen Katzen das eosinophile Granulom auch einen hormonellen Zusammenhang hat. Aber einen Versuch wäre es vielleicht wert.

Liadhane13 schrieb:
Was aber die Seltenheit der Krankheit betrifft, habe ich langsam das Gefühl, das sie so selten gar nicht sein kann *lacht*.

Tja, als das vor bald fünf Jahren bei unserer Maya festgestellt wurde, gab es darüber noch kaum Informationen. Mittlerweile findet man im Internet recht viel darüber - und Du scheinst ja gleich einen Jackpot erwischt zu haben. ;)

Liadhane13 schrieb:
PS: Was die Nebenwirkungen des Kortisons betreffen, muss ich sagen, das ich noch nichts negatives bemerkt habe. Als ich meine TA darauf ansprach, antwortete sie mir, das Katzen einen anderen Stoffwechsel haben als wir Menschen und es sie nicht so angreifen würde wie uns.

Nebenwirkungen des Cortisons wirst Du nicht bemerken, denn was in den inneren Organen passiert, bekommst Du nicht mit. Eine Langzeittherapie hat Nebenwirkungen, und deswegen würde ich immer nach Alternativen suchen.

Im akuten Fall ist Cortison super, um schnell die Symptome zu beseitigen, das ist unbestritten. Die Allzweckwaffe rund um ein überstreßtes Immunsystem eben. Aber auf längere Sicht sollte es meines Erachtens nicht dauerhaft gegeben werden.

Wie oben schon gesagt, setzen wir bei Maya überhaupt kein Cortison ein, sondern geben bei einem EG-Schub gezielt für eine kurze Zeit Megestrolacetat und setzen es dann gleich wieder ab. Das klappt gut. Aber wahrscheinlich auch nur deshalb, weil bei ihr eine hormonelle Geschichte zugrundeliegt. Als Ursache kommt z.B. auch eine Futtermittelallergie in Frage - ein diesbezüglicher Test wäre also auch anzuraten.

Alles Gute für Deine beiden!

Liebe Grüße,
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Liadhane13



Anmeldungsdatum: 25.11.2006
Beiträge: 15

Verfasst am: 23.08.2007 - 19:51    Titel:  

Hallo zusammen,

nach dem ich mir hier ja einige Tipps geholt habe, wollte ich meine Erfahrungen damit erzählen.

Ich hab als erstes das Futter gewechselt, Leonardo, Iams und Royal Canin und Eukanuba, habe ich nacheinader versucht. (Früher gabs Felix/Whiskas und Kitkat) Leider hat es keinerlei Auswirkung gezeigt außer das meine beiden etwas zugelegt haben *G*.
Dann hab ich es versucht und hab Omega 3 und 6 zugefüttert. Auch das hatte leider keine positive Wirkung.
Das Hormonpräperat hab ich nicht ausprobiert, da ich nicht mehr dazu kam. Ich denke auch, das es bei meiner "Kleinen" keinen Hormonellen Hintergrund hat, aber wer weiss.
Da wir nun nach Frankreich gezogen sind und ich mir hier eh einen neuen Tierarzt suchen muss, bin ich mal gespannt, ob es evt. neue Ideen bringt.
Momentan ist leider Kortison das einzige das bei einem Schub hilft. Ich versuche es immer mit den Tabletten, oft klappt es, manchmal leider doch nicht. Vielleicht hilft auch die neue Luftveränderung *g*, momentan ist Ruhe.

LG Lia
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