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Herzbeutelentzündung bei Rocky
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livi



Anmeldungsdatum: 01.10.2004
Beiträge: 133

Verfasst am: 27.11.2006 - 10:18    Titel: Herzbeutelentzündung bei Rocky  

Hallo alle,

hat jemand Infos zu bzw. Erfahrungen mit Herzbeutelentzündungen?

Wenn ja, bitte melden! Wir haben gerade unseren ersten Katzen-Notfall.

Wir waren mit unserem "seltsamen" Rocky gestern beim TA, der ebendiese bei ihm diagnostiziert hatte: Herz auffällig weit hinten, davor eine Flüssigkeitsansammlung, Entzündungswerte im BB weisen auf einen Infekt hin. Sorry, ich war geschockt und konnte mir die Details sowie die Werte nicht merken. Beim nächsten Besuch lass ich mir das BB kopieren. :oops:
Der TA hat auch ziemlich viel erzählt...kann sein, dass ich evtl. etwas nicht ganz verstanden habe und hier falsch weitergebe. Sofern euch was auffällt - bitte sagen, ich frag dann beim Doc nach.

Rocky hat gestern eine Spritze bekommen (Cortison?), bekommt jetzt 7 Tage AB-Tabletten und danach sollte die Entzündung hoffentlich eingedämmt sein. Wenn nicht, bekommt er ein Entwässerungsmittel (dass normalerweise bei Nierenproblemen eingesetzt wird) und AB-Spritzen eines stärkeren, neuen AB's...hoffen wir mal, dass wir das gar nicht erst brauchen. Letzte Möglichkeit wäre eine Punktierung. :cry:

Rocky braucht auch dringend Ruhe und Stressfreiheit...damit kein Herzinfarkt droht. Mia und Shaggy werden daher für die nächsten 1-2 Wochen zu meinen Eltern ausquartiert, die sich gut um die beiden kümmern. Dann ist wenigstens niemand da, der unser Zwergi "aufregt" oder herumhetzt. Mia und er wetzen ja wie eine verrückte BSE-Büffelherde durch die Wohnung, das darf er jetzt nicht. Die Katzen einfach "nur" auseinanderzusperren erscheint mir schlimmer als die gänzliche Trennung, so haben wenigstens alle ausreichend menschliche Aufmerksamkeit und mehr Platz. Bei der Überstellung der Coonies gucken wir auch beim TA vorbei, ob die beiden irgendeinen wie immer gearteten Infekt haben...sicher ist sicher!

Drückt mal bitte die Daumen, dass ich am Freitag Entwarnung geben kann.

Liebe Grüße,

Livi
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Khyrsanth



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 1761

Verfasst am: 27.11.2006 - 10:58    Titel:  

Ich kenne mich da ja leider bzw. zum Glück nicht mit aus, aber ich drücke Deinem Rocky die Daumen dass die Behandlung anschlägt und dass er danach wieder ganz der Alte ist! :knuddel:
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 27.11.2006 - 12:38    Titel:  

Hallo Livi,

das Herz wurde geschallt?

Gute Besserung für den klein Rocky.

Liebe Grüße

Elke
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livi



Anmeldungsdatum: 01.10.2004
Beiträge: 133

Verfasst am: 27.11.2006 - 13:05    Titel:  

Huhu Elke,

Elke-030 schrieb:
das Herz wurde geschallt?


Nein - der TA hat Rocky "nur" abgehört, dabei war das Herz erst "ziemlich weit hinten" zu finden, wie er es ausgedrückt hat. Er meinte, wenn das eine angeborene Sache sein würde, hätte unser TA sicher etwas davon erwähnt. (Hat unser TAnicht, unser "normaler" TA ist sehr genau und ein Katzen-Profi...wäre ihm sicher aufgefallen).
Das, die schnelle Atmung und die schlechten "Entzündungswerte" (Lymphozyten & ???) haben ihn zu der Diagnose kommen lassen. Diese Werte waren im großen u. ganzen immer ziemlich genau am Referenzwert zu finden - noch knapp im Normalbereich, aber eben nicht "superschön".

Der Crea-Wert war für einen "jungen Kater" auch eher hoch (2, Ref. 2,1 - Einheiten weiß ich jetzt nicht), er meinte, das sollten wir auch in ein paar Wochen checken lassen, wenn der Infekt überstanden ist.

Liebe Grüße,

Livi
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Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 27.11.2006 - 13:19    Titel:  

Hallo Livi,

livi schrieb:

Elke-030 schrieb:
das Herz wurde geschallt?

Nein - der TA hat Rocky "nur" abgehört, dabei war das Herz erst "ziemlich weit hinten" zu finden, wie er es ausgedrückt hat.


Willst Du Dir nicht vorsichtshalber lieber doch noch eine 2. Meinung eines Kardiologen einholen?

Liebe Grüße
Elke
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livi



Anmeldungsdatum: 01.10.2004
Beiträge: 133

Verfasst am: 27.11.2006 - 13:58    Titel:  

Hallo Elke,

gestern "mussten" wir uns auf den Notdienst verlassen, das haben wir so weit auch einmal getan. Ehrlich gesagt war ich einfach nur sehr glücklich darüber, dass er "etwas" gefunden hatte und dementsprechend auch "etwas dagegen tun" konnte. :oops:
Erst jetzt sackt das alles so langsam...ich hab noch gar nicht an eine 2. Meinung gedacht, bin aber froh, dass du das Thema ansprichst. Ja, es ist sicher eine gute Idee.
Gestern lief es nach dem Motto "Sorge an, Hirn aus"...

Unser TA war gestern und heute Vormittag nicht erreichbar, er geht ansonsten immer ans Telefon, wenn er zu Hause ist. :( Die TÄ meiner Züchterin hatte keine Notfallnummer am Anrufbeantworter angegeben.
Der einzig andere TA mit Erreichbarkeit am WE war ein uns bekannter Stümper. :-/ Tierkliniken gibt es 2 in der Nähe, beide sind nicht *vorsichtigformulier* empfehlenswert.

Gleich wenn ich zu Hause bin, rufe ich unseren TA an und schildere ihm den Fall. Dann kann ich ihm auch sagen, wie die AB's heißen... :oops:
Entweder er selbst schallt das Herz oder er kann uns jemanden empfehlen, der sich wirklich auskennt. Wenn wir schon eine 2. Meinung einholen, dann sollte der dementsprechende Fachmann auch wirklich kompetent sein. Was TÄ betrifft, bin ich generell eher misstrauisch.

Um ca. 16:00 weiß ich mehr, wenn mein TA wieder ordiniert. Vermutlich können wir mit dem Zwerg gleich vorbeischauen. Da der TA auf dem Weg zu meinen Eltern liegt, kann ich dann Mia und Shaggy als "Leidensgenossen" zum Allgemeincheck miteinpacken, deren Impfungen sind ja jetzt bald wieder fällig.
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UrmelMurmel



Anmeldungsdatum: 18.03.2004
Beiträge: 1587

Verfasst am: 27.11.2006 - 15:19    Titel:  

Hallo Livi,

ein Herzultraschall halte ich für sehr wichtig.
Bei einer Perikarditis (Herzbeutelentzündung) kann es zu einem Perikarderguss (Erguss im Herzbeutel) kommen
bzw. gibt es die Perikarditis mit und ohne Perikarderguss (quasi feuchte und trockene Form).
Da bei Rocky eine Flüssigkeitsansammlung vorliegen soll, muss genau geschaut werden, wo die ist.
Liegt ein Perikarderguss vor, drückt die Flüssigkeit im Herzbeutel das Herz zusammen, als Folge kann es (bei großer Flüssigkeitsansammlung oder wenn der Erguss zunimmt) zu einer Herzbeuteltamponade kommen, die lebensbedrohlich ist.
Außerdem kann bei Herzbeutelentzündung auch der Herzmuskel mit betroffen sein.

http://www.vitanet.de/herz-kreislauf/entzuendungen/perikarditis/

Und hier eine sehr gute Seite zur Tierkardiologie:
http://www.tierkardiologie.lmu.de/
dort unter Krankheiten bei Katzen zum Perikarderguss:
http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/perikarderguss.html

Dort steht, dass ein Perikarderguss nur sicher im Herzultraschall erkannt werden kann.
Und wenn der Erguss so groß ist, dass er die Herzfunktion beeinträchtigt, muss die Flüssigkeit schnellstmöglichst mittels Punktion entfernt werden. Entwässerungsmedikamente sind nicht möglich und meist sogar kontraindiziert.

Sollte der Erguss bei Rocky nicht im Herzbeutel sein, muss sowieso ein Ultraschall gemacht werden, um zu schauen, wo sich der Erguss befindet und weshalb er da ist, also ob eine Herzschädigung vorliegt.

Zitat:
Er meinte, wenn das eine angeborene Sache sein würde, hätte unser TA sicher etwas davon erwähnt. (Hat unser TA nicht, unser "normaler" TA ist sehr genau und ein Katzen-Profi...wäre ihm sicher aufgefallen).


Mit angeborener Sache meint er, ob da eine Herzerkrankung oder Herzfehler vorliegen könnte? Und weil der bisherige TA nichts diesbzgl. erwähnte, schließt er das aus??
Auf der Tierkardiologie-Seite zu Krankheitssymptomen:
http://www.tierkardiologie.lmu.de/besitzer/symptome.html
Katzen sind recht schwierige Herzpatienten, weil man ihnen Herzerkrankungen oft gar nicht bzw. erst im sehr weit fortgeschrittenen Stadium anmerkt. Katzen zeigen auch seltenst Husten aufgrund einer Herzerkrankung.
Außerdem reicht Abhören allein nicht aus, da bei den Herzerkrankungen unregelmäßige Herztöne oder Herzgeräusche nicht immer zu hören sind. So kann eine Herzerkrankung recht lange unentdeckt bleiben, ich hab das ja grad mit meinem Kater hinter mir, da hatten zwei verschiedene TA's ihn abgehört und sagten, Herztöne sind völlig klar und in Ordnung, also wäre das Herz auch in Ordnung, erst beim Ultraschall sah man das ganze Ausmaß (mein Kater zeigte auch keine Symptome, die auf eine Herzerkrankung hätten schließen lassen).
Also wenn der bisherige TA Rocky bisher nur abgehört hat, reicht das nicht aus (!!), um Herzerkrankungen/Herzfehler auszuschließen. Dazu ist ein Ultraschall zwingend notwendig.
Und selbst wenn es wirklich nur eine Herzbeutelentzündung ist, sollte per US geschaut werden, ob und wie stark ein Herzbeutelerguss vorliegt.

Kannst auf der obigen Seite ja mal ein bißchen 'rumlesen', es gibt dort auch ein Forum, wo das Team der Tierkardiologen antwortet.

Alles Gute für Rocky

Lieben Gruß
Urmel
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livi



Anmeldungsdatum: 01.10.2004
Beiträge: 133

Verfasst am: 27.11.2006 - 15:34    Titel:  

Danke für die Tipps und Links, Urmel!

Ich werde alles lesen u. auch für unseren TA ausdrucken.

Liebe Grüße,

Livi
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