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Mazey
Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 46
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| Verfasst am: 03.01.2007 - 09:39 Titel: TA rät von Rohfütterung ab |
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Hallo,
ich hab mal eine wahrscheinlich ziemlich dämliche Anfängerfrage. Mein TA, mit dem ich sonst sehr zufrieden bin, riet mir nämlich davon ab, rohes Fleisch in jeglicher Form an meinen Kater zu verfüttern mit der Begründung, daß der hohe Eiweißgehalt die Nieren extrem belasten würden.
Ehm. Was würdet ihr da entgegnen? Insbesondere Rind (mein Kleiner liebt Rindfleisch sehr!) fand er nicht gut, dagegen wäre ab und zu Fisch okay (ist bei rohem Fisch nicht häufig ein Enzym enthalten, was ein Vitaminkiller ist? *Grübel*).
Mir ist klar, daß TA in ihrer Ausbildung nicht wirklich viel über die Ernährung von Tieren lernen. Trotzdem macht mich der Widerspruch zu den Infos, die ich von erfahrenen Katzenhaltern lese, sehr unsicher: TroFu soll seit einigen Jahren gesund sein und Nierenerkrankungen bereits Geschichte?!
Bitte um eure Meinungen!
Liebe Grüsse
Mazey |
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sab
Anmeldungsdatum: 25.12.2006
Beiträge: 23
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 03.01.2007 - 19:54 Titel: |
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also ich muss sagen das ich das für quatsch halte also es kommt sicher drauf an was es für fleisch is denn in der natur würden sie auch kein rind fressen
aber gänzlich kein rohfleisch ist blödsinn mein TA hat jetzt sogar extra frischfleisch vom Metzger geholt weil meine Katze nicht fressen wollte also von daher kann das ja nich so schlecht sein |
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Mazey
Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 46
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| Verfasst am: 03.01.2007 - 21:27 Titel: |
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Danke für die Antwort!
Nee eben, kann so schlecht net sein. Und ich versteh dabei nicht ganz, was prinzipiell gegen tierisches Eiweiß zu sagen ist - ich dachte bisher, vielmehr das pflanzliche sei eben net gut für Katz (okay, und das Weiße vom Ei an sich eben).
Was mich an der Diskussion so verwirrt hat war die Aussage, daß Diätfutter für nierenkranke Tiere eben eiweißreduziert sei (glaub ich ihm auch).
Heißt das nun im Rückkehrschluß, daß man ältere und/oder nierenkranke Tiere nicht barfen sollte?
Generell hat mich das einfach verunsichert. Der TA macht einen kompetenten Eindruck (soweit ich das eben als Anfänger beurteilen kann) und ist absolut lieb zu meinem Kleinen. Ich würd gerne bei ihm bleiben.
:(
Liebe Grüsse
Mazey |
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Ilsebilse
Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280
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| Verfasst am: 04.01.2007 - 10:46 Titel: |
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| Mazey schrieb: | Was mich an der Diskussion so verwirrt hat war die Aussage, daß Diätfutter für nierenkranke Tiere eben eiweißreduziert sei (glaub ich ihm auch).
Heißt das nun im Rückkehrschluß, daß man ältere und/oder nierenkranke Tiere nicht barfen sollte?
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Ich bin kein Spezialist für's Barfen, aber das Prinzip einer Nierendiät ist folgendes: Da der Abbau von Protein zur Energiegewinnung zu Stoffen führt, die über die Niere ausgeschieden werden müssen und die Niere somit zusätzlich beanspruchen, wird der Eiweißgehalt in Nierendiätfutter auf den Anteil reduziert, der zum Erhalt der Muskelmasse nötig ist. Die Energie wird über Kohlenhydrate (nur sehr begrenzt möglich) und v. a. über Fett (vertragen Katzen sehr gut) geliefert.
Das kann man beim Barfen auch erreichen, z. B. durch Erhöhung des Fettanteils und Reduktion des schieren Muskelfleisches in der Ration. Rind pur ist dafür sicher eher schlecht geeignet, da es verhältnismäßig mager ist.
Die genaue Rationsberechnung wird natürlich auch komplizierter. Vielleicht kennt jemand hier im Forum entsprechende Rezepte?
Generell ist es aber so, dass kommerzielle Nierendiätfutter definitiv helfen. In den letzten VetImpulsen war ein Artikel über eine amerikanische Studie (randomized, double blinded), in der Katzen in einem frühen Stadium der Niereninsuffizienz entweder "normales" oder Diätfutter bekamen. Beim Diätfutter blieben die Nierenwerte besser und es traten keine urämischen Krisen auf, im Gegensatz zum normalen Futter. Die Studie wurde aus ethischen Gründen nicht mit schwer nierenkranken Tieren durchgeführt.
Will sagen: Wichtig ist, dass die Ration (egal ob roh oder nicht) ausgewogen und den Bedürfnissen angepasst ist. Katzen vertragen recht hohe Proteinanteile in der Nahrung (anders als z. B. Hunde), aber wenn die Nieren vorgeschädigt sind, ist das extrem schädlich.
LG, Ilse |
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Catgirly
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
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Mazey
Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 46
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| Verfasst am: 04.01.2007 - 20:26 Titel: |
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Hallo,
vielen Dank erstmal für eure Antworten.
Danke Ilsebilse für die Erläuterung zum Thema nierenkranke Tiere; in der Hinsicht hatte mein TA also recht. Damit gestaltet sich das Barfen von nierengeschädigten Tieren also tatsächlich etwas schwieriger (ich als Veggie kenne mich ja bei Fleisch so gar nicht aus *lach*).
Ich halte nun nicht viel von Trofu (eben wegen zuwenig Wasseranteil und zuviel Getreideanteil), füttere aber immer nur ab und an etwas Rohfleisch zu. Allerdings hat mich das Gespräch eben in Bezug auf den TA etwas verunsichert.
So wie ich ab und an gelesen habe, sind solche Erfahrungen aber gar nicht allzu selten.
Macht ihr ähnliche Erfahrungen, was Aussagen von TA bezüglich Nahrung der Katze betreffen und würdet ihr deshalb alleine wechseln?
Liebe Grüsse
Mazey |
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Ilsebilse
Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280
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| Verfasst am: 04.01.2007 - 21:40 Titel: |
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| Mazey schrieb: |
Ich halte nun nicht viel von Trofu (eben wegen zuwenig Wasseranteil und zuviel Getreideanteil), füttere aber immer nur ab und an etwas Rohfleisch zu. |
Es gibt ganz gute, ausgewogene NaFu mit wenig Getreide- vielleicht wäre das auch eine Alternative zum TroFu? (ich halte das so, weil ich meinem alten Kater mit damals 14 1/2 Jahren und noch einem Zahn die Umstellung auf Barfen ersparen wollte - und mir auch. Mittlerweile ist er 18 1/2 ....)
| Mazey schrieb: |
So wie ich ab und an gelesen habe, sind solche Erfahrungen aber gar nicht allzu selten.
Macht ihr ähnliche Erfahrungen, was Aussagen von TA bezüglich Nahrung der Katze betreffen und würdet ihr deshalb alleine wechseln?
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Ich würde deswegen definitiv nicht wechseln! Ein praktischer TA hat halt ein Grundwissen in Tierernährung, ist aber kein Spezialist. Natürlich wäre es schön, wenn der TA da mehr zu wüßte (oder es besser erklären könnte), aber solange der Umgang mit dem Tier und Diagnostik/Therapie o.k. ist, würde ich ihm/ihr da keinen Strick draus drehen.
Ich habe selber Tiermedizin studiert - Barfen kam bei uns im Studium nicht vor. Dafür weiß ich aber noch eine Menge übertherapeutische Fütterung bei versch. Erkrankungen, Grundlegendes zur Fütterung trächtiger/säugender/alter Katzen, Hund, Schweine, Schafe, Rinder, Hamster..... Bei der Breite des Studiums bleibt Detailwissen leider auf der Strecke, da die Spezialisierung erst danach erfolgt.
Nicht grundlos gibt es die Möglichkeit, einen Fachtierarzt für Tierernährung zu machen (4 Jahre Weiterbildung!).
Und leider ist es so, dass genug Leute meinen, ihre Katze einfach mit schierem Fleisch füttern zu können...ohne Mineralstoff/Vitamin/Taurinsubstitutionen, was dann zu verheerenden (und u. U. tödlichen) Mangelerscheinungen führen kann. Oder die ihrer Katze 5x die Woche Leber geben "weil sie das doch soooo gerne frißt".
So ausgesprochen gut informierte Besitzer wie hier im Forum (oder den spezialisierten Foren/Newsgroups) sind in der Praxis die absolute Seltenheit! Das ist ein entscheidender Grund, weshalb viele TA Fertigfutter propagieren, damit können die Besitzer einfach weniger falsch machen als mit unwissender Rohfütterung.
Wenn Du also ansonsten mit Deinem TA zufrieden bist, würde ich dort bleiben.
Liebe Grüße, Ilse |
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Mazey
Anmeldungsdatum: 08.10.2006
Beiträge: 46
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| Verfasst am: 04.01.2007 - 23:08 Titel: |
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Hallo,
danke Ilse für die Antwort! Wir sind zwar erst seit kurzem bei diesem TA (seit der furchtbaren Wurmgeschichte genaugenommen), aber ich habe bei ihm wirklich ein sehr gutes Gefühl. Nicht nur, daß er unheimlich liebevoll zum Kleinen war, er hat mir auch sehr viel erklärt während er ihn gründlichst untersucht hat.
Hat mich nur ehrlich gesagt etwas geschockt, vorallem daß er Trofu gut fand. Ich selber füttere ein Mitteklasse-NaFu, genau deshalb möchte ich gern mal ab und an was Rohes zufüttern. Ein klein wenig TroFu bekommt mein Kater nur ab und an übers NaFu gestreut, weil er zB. Pate nicht immer mit Begeisterung frißt.
Aber ich verstehe natürlich was du sagst, Ilse, bezüglich des Studiums und der Spezialisierung.
Wenn es eher gang und gäbe ist, daß TAs nicht die Infos wie zB die Leute hier im Forum haben, dann bin ich beruhigt.
Morgen als ruf ich den TA nochmal an - wir müssen nämlich entbommelt werden :?
Und dann werd ich mich endlich mal damit beschäftigen, welche Fleischsorten (außer Rindergeschnetzeltes und Tartar :D ) gut beizufüttern sind.
Liebe Grüsse
Mazey |
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