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SchwarzeKatz
Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 5
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| Verfasst am: 25.04.2007 - 15:03 Titel: Lebererkrankung, Ursache unklar, Hilfe erbeten!! |
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Hallo,
ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und habe festgestellt, daß hier teilweise sehr detailliert auf medizinische Fragen wie z. B. die Blutwerte eingegangen wird. Ich würde Euch gern den Fall meiner Katze schildern und hören, ob jemand einen guten Rat für uns weiß.
Meine Kleine, fünf Jahre alt, kastriert, ist seit Montag letzter Woche in tierärztlicher Behandlung. Sie war lethargisch, hat Nahrung verweigert und sich versteckt, später zeigte sich ein Ikterus. Sie bekam täglich Amynin. Die Untersuchung der Blutwerte ergab extrem hohe Leberwerte, Bilirubin und noch zwei Weitere. Ein weiterer Wert, ich meine, die ALT, war auch erhöht. Die Leukozytenzahl war normal, auch die Nierenwerte sind in Ordnung. FeLV und Fiv war negativ.
Der Tierarzt vermutete aufgrund der Werte eine Karzinomatose der Leber und gab ihr noch drei, vier, vielleicht fünf Tage. Er spritzte Cortison und meinte, das würde eine Besserung bewirken, beim zweiten Mal würde die Spritze aber wahrscheinlich nichts bringen. Nach dem ersten Schock bin ich in eine Tierklinik gefahren. Der Arzt meinte, die Werte seien in jedem Fall besorgniserregend, aber nicht so, daß er sagen würde, eine Behandlung würde sich nicht lohnen. Das war alles, was ich hören wollte: Daß ein Tierarzt meine Kleine behandeln will!!!!!
Er gab Freitag letzter Woche Infusionen IV, sie bekam Antibiotika, Amynin, Cortison und eine Lösung gegen Flüssigkeitsverlust. Es wurde ein Ultraschall gemacht, bei dem Krebs praktisch ausgeschlossen wurde, und eine Punktion der leber vorgenommen. Die folgenden Tage bekam sie die Medikamente und die Infusionen mit Ringerlösung subkutan. Ich gebe ihr MCP gegen die Übelkeit und füttere sie mit der Spritze. Die Werte sind bis auf den Bilirubinwert heruntergegangen, nur die Leukozytenzahl war bei der zweiten Blutuntersuchung erhöht. Bei der dritten Blutuntersuchung waren die Werte (auch die Leukozytenzahl) nochmal etwas heruntergegangen, Bilirubin aber praktisch unverändert.
Das Punktat war wenig aussagekräftig, die Utrsache ist immer noch unklar. Sie hatte die ganze Zeit über kein Fieber, nur einmal eine leicht erhöhte Temperatur, die gestern wieder fast im Normbereich war. Der Antikörpertiter gegen Coronaviren war zweimal normal.
Der Tierarzt vermutete eine Cholangiohepatitis, meinte aber, eventuell könne es schwierig werden, die Ursache zu finden. So oder so haben wir alles abgedeckt, bei einer viralen Infektion wäre Cortison nicht so gut, aber das hält er auch für das Unwahrscheinlichste.
Nun meinten drei Leute unabhängig voneinander (mein Mann, der Arzt und ich), daß die Gelbsucht zurückgegangen sei. Der Arzt hat es erst erwähnt, als ich darauf zu sprechen kam, weil er mir keine Hoffnung machen wollte und der optische Eindruck natürlich sehr sujektiv sei. Heute wird nochmal Blut abgenommen.
Der Bilirubinwert ist der, von dem nun alles abhängt; die anderen Werte sind gesunken, das ist gut, und wenn die Gelbsucht wirklich zurückgeht, bedeutet das, daß die Leber ihre Funktion oder zumindest einen Teil davon wieder aufgenommen hat. Ihr Urin ist auch schon wieder gelb und nicht mehr rotbraun. Er hat mir noch ein Medikament zur Förderung des Gallenflusses mitgegeben.
Sollte der Wert unverändert sein, sagte er, müßten wir etwas machen. Er rät zu einer Biopsie, die er zuerst vermeiden wollte, da eine Vollnarkose eine zusätzliche Belastung für die kranke Katze darstellt, und wollte eine Laporatomie vornehmen. Er sagte, der Allgemeinzustand der Katze wäre nicht aussagekräftig ohne die Blutwerte und umgekehrt.
Sie versteckt sich oft, da sie sehr genervt von der Spritzenfütterung ist (Hill's a/d, HIPP Hühnchen und Rind mit Malzpaste), und wenn sie geht, geht sie nur zwei Meter, dann ruht sie sich aus. Sie springt manchmal auf das Bett, und sie wehrt sich gegen die Fütterung. Das ist für mich ein gutes Zeichen, je mehr Kratzer ich habe, desto besser geht es ihr.
Meine Frage ist nun, hat jemand Erfahrung damit? Hohe Leberwerte, die langsam heruntergehen, Entzündung im Körper, bleibender Bilirubinwert, kein Fieber? Hat jemand Erfahrungen mit einer Laporatomie gemacht? Kennt jemand eine Möglichkeit, die Funktion der Leber anzuregen?
Ich bin über jeden Tip, was es sein kann oder was man machen kann, mehr als dankbar. |
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Elke-030
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 25.04.2007 - 15:55 Titel: Re: Lebererkrankung, Ursache unklar, Hilfe erbeten!! |
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Hallo,
das rote Blutbild ist in Ordnung - keine Anämie? Wie sieht die Kotbeschaffenheit aus? Wurde eine Sammelkotprobe parasitologisch geprüft?
| SchwarzeKatz schrieb: |
Er hat mir noch ein Medikament zur Förderung des Gallenflusses mitgegeben. |
Was genau bekommt sie?
| Zitat: | Kennt jemand eine Möglichkeit, die Funktion der Leber anzuregen?
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Ja, da gibt es sehr schöne Möglichkeiten in der Homöopathie und ich würde Dir empfehlen, Dich an eine/n Tierheilpraktiker/in oder Tierhomöopath/in zu wenden.
Liebe Grüße
Elke |
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SchwarzeKatz
Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 5
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| Verfasst am: 25.04.2007 - 16:30 Titel: |
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Daran habe ich auch schon gedacht, nachdem ich von mehreren Seiten gehört habe, daß mit Homöopathie da gute Erfolge erzielt werden können! Wie finde ich denn einen geeigneten Tierheilpraktiker? Meine bisherigen Suchen waren nicht allzu erfolgreich, allerdings hatte ich mich auch momentan mehr auf Tierärzte konzentriert.
Alle anderen Werte waren völlig in Ordnung, keine Anämie, die Nierenwerte völlig normal. Sie setzt keinen Kot ab, ich habe gefragt, ob das organische Ursachen haben kann, aber der Arzt sagte, sie habe einen ganz weichen Bauch, ein Darmverschluß würde sich in starken Schmerzen äußern und man hätte im Ultraschall etwas gefunden. Er sagte, das Futter, das sie bekommt, wäre sehr hoch verdaulich, so daß sich wahrscheinlich nur sehr wenig ansammelt. Ich gehe davon aus, daß, wenn sie in eine versteckte Ecke der Wohnung gemacht hätte, ich das schon gerochen hätte.
Sie bekommt seit gestern zweimal täglich eine Vierteltablette Ursochol. Sie versteckt sich heute häufiger, aber es kann auch einfach sein, daß sie so dermaßen genervt von den häufigen Fütterungen und Medikamentengaben ist. Laut Tierarzt kann das Medikament nicht schaden. |
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Elke-030
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 25.04.2007 - 17:07 Titel: |
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Hallo,
| SchwarzeKatz schrieb: | | Wie finde ich denn einen geeigneten Tierheilpraktiker? |
Entweder über Empfehlung - oder aber über die Seiten der Verbände.
| Zitat: | | Sie bekommt seit gestern zweimal täglich eine Vierteltablette Ursochol. |
Das Mittel kenne ich nicht. Welcher Wirkstoff?
Liebe Grüße
Elke |
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SchwarzeKatz
Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 5
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| Verfasst am: 25.04.2007 - 20:30 Titel: |
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Der Wirkstoff ist Ursodeoxycholsäure.
Heute hat das Labor die Praxis angeschrieben, daß sie weitere histologische Untersuchungen mit der Probe machen wollen. Ich hoffe so sehr, daß doch noch etwas gefunden wird und ich meiner Kleinen die Laporatomie ersparen kann. |
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SchwarzeKatz
Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 5
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| Verfasst am: 02.05.2007 - 12:15 Titel: |
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Hat denn niemand sonst eine Idee :(?
Meiner Kleinen geht es schlechter, aber es hat sich viel getan, ich war nochmal bei einem anderen Tierarzt, sie wird jetzt homöopathisch unterstützt... für eine Vollnarkose ist sie zu schwach, Biopsie etc. fallen also flach. Ich vermute immer mehr einen Gallenwegsverschluß, es kann aber auch, wie der zweite Tierarzt sagte, eine Vergiftung sein.
Auf den Gallenwegsverschluß komme ich deswegen:
-Beim zweiten Ultraschall wurden Gallensteine gefunden
-Sie hat eine Erhöhung des Cholesterinspiegels
("Erhöhte Werte bei einem Tier mit Ikterus weisen - v.a. bei der Katze - auf eine Gallengangsobstruktion hin.")
-Es kann sein, daß sie aufgrund der Erkrankung rechsseitige Schmerzen hat - allerdings könnte (?) das auch eine Nebenwirkung der Homöopathika sein
-Sie hat Medikamente zur Anregung des Gallenflusses bekommen, danach ging es ihr schlechter
-Erst waren die Leukozyten nicht erhöht, die Leberwerte aber schon, die Erhöhung der Leberwerte kann also nicht auf eine Entzündung zurückzuführen sein - könnte auch auf eine Vergiftung passen, aber ich denke, dann würde sich die Leber schneller entzünden
-Der Urobilinogengehalt wurde nicht getestet - allerdings kann man anhand dessen auch nur feststellen, ob eine Cholestase besteht, aber nicht, ob eine intra- (worauf die Ärzte tippen) oder eine extrahepatische
-Zwar keine Erweiterung der Gallenwege sichtbar, keine Vergrößerung der Leber, aber eine rechsseitige Verdickung - der Arzt sagte, das käme von der Entzündung, aber kann das nicht auch ein Anzeichen eines extrahepatischen Ikterus sein?
Vielleicht sind die Ärzte einfach nicht so fit mit Ultraschallauswertungen? Ein Gallenstein kann mit letzter Sicherheit nur durch eine endoskopische Untersuchung festgestellt werden, aber dafür ist sie zu schwach... nur wenn sie wirklich einen Verschluß hat, therapiert man sie mit gallenflußfördernden Mitteln zu Tode! Hat jemand Erfahrungen mit Gallensteinen, auch damit, daß Ärzte sie zuerst nicht erkannt haben?
-Da ich eine andere Ursache in Betracht ziehen muß, habe ich als letzten Ausweg immer noch das Interferon im Hinterkopf. Das wählen zu müssen, rückt immer näher, aber ich weiß nicht, was passieren kann, wenn man Interferon bei Gallenwegsverschlüssen gibt..
Kann jemand helfen? |
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Elke-030
Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin
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| Verfasst am: 02.05.2007 - 13:51 Titel: |
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Hallo,
| SchwarzeKatz schrieb: |
-Beim zweiten Ultraschall wurden Gallensteine gefunden
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Schön das Du sie homöopathisch unterstützen lässt - da gibts übrigends auch was gegen Gallensteine...
| Zitat: | | -Erst waren die Leukozyten nicht erhöht, die Leberwerte aber schon, die Erhöhung der Leberwerte kann also nicht auf eine Entzündung zurückzuführen sein - könnte auch auf eine Vergiftung passen, aber ich denke, dann würde sich die Leber schneller entzünden |
Kann muß aber nicht - manchmal sind Entzündungen nicht bzw. nicht gleich im Blutbild auszumachen (keine Erhöhung der Leukos).
Liebe Grüße
Elke |
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SchwarzeKatz
Anmeldungsdatum: 25.04.2007
Beiträge: 5
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| Verfasst am: 02.05.2007 - 15:01 Titel: |
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In den Mitteln, die sie bekommt, ist wohl auch etwas gegen Gallensteine dabei, allerdings sind das Komplexmittel, wovon ich viel Gutes gehört habe, aber auch Negatives. Wenn sie welche hat, haben wir allerdings nicht die Zeit, sie homöopathisch zu behandeln, dann hat sie einen Gallenwegsverschluß.
Ich weiß, daß die Leukozyten eine gewisse Zeit brauchen, aber wenn man bedenkt, wie lang in der Regel bereits die Leberwerte erhöht sind, bevor sich Symptome zeigen, kann die Entzündung nicht die Ursache, sondern die Folge der Leberschädigung sein. Bis die Leukozyten sich erhöhen, dauert es allenfalls ein paar Tage, beim Menschen soweit ich weiß maximal zwei. |
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