Home Das Wetterau-Katzen-Forum
Archiv und Druckvorschau
 

Parvovirose bei Katzen
Sie befinden sich im Archiv. Hier klicken, um zum Originalthema zu gelangen
 
       Foren-Übersicht -> Weitere Infektionskrankheiten
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Urmel



Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531

Verfasst am: 18.06.2007 - 11:35    Titel: Parvovirose bei Katzen  

Hi ihr, ich hab mal ein neues Problem.

Hier bei uns in der Region kam eine AmtsVet-Warnung raus. Es ist wohl Parvo bei Katzen ausgebrochen. Dies sei auch auf Hunde übertragbar, und es sollen alle ihre Tiere impfen lassen, da die Krankheit tödlich verläuft. Von einer Impfung für die Katzen war aber keine Rede. Welche Impfung wäre das, die normale Katzenseuche-Impfung?
Ausserdem ist Hundestaupe ausgebrochen, bisher nur bei Mardern u.ä.

Klasse Aussichten...

:evil:


Würdet ihr was tun? Impfen? Meine haben gegen Katzenseuche nur die Grundimmu, und vielleicht ein oder zwei Jahre die Wiederholung.
Habt ihr Infos zu dieser Krankheit? Und was mach ich mit meinem Hundi?

Lg
Claudia
Nach oben  
Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 18.06.2007 - 12:42    Titel:  

Hallo Claudia,


Zitat:
Hier bei uns in der Region kam eine AmtsVet-Warnung raus. Es ist wohl Parvo bei Katzen ausgebrochen. Dies sei auch auf Hunde übertragbar


Dann sind diese Katzen mit dem Hundeparvovirus infiziert worden. Katzenparvo, also Seuche ist für Hunde ungefährlich, daraus entstand aber wohl das Hundeparvovirus, welches halt auch Katzen infiziert. In Asien wohl zu ca. 80 %....

Zitat:
Welche Impfung wäre das, die normale Katzenseuche-Impfung? Würdet ihr was tun? Impfen? Meine haben gegen Katzenseuche nur die Grundimmu, und vielleicht ein oder zwei Jahre die Wiederholung.


Wenn die letzte Seuche-Impfung mehr als 3 Jahre her ist – würde ich mehr als darüber ernsthaft nachdenken – und vor allen Dingen nach haken – inwieweit schützt die Impfung von felines Parvo gegen canines – Lebend- / Totimpfstoffe (da meine nicht so ein tolles Immunsystem haben). Gegebenenfalls Titerbestimmung. Nur Schuhe vor der Tür aus und andere Vorsichtsmaßnahmen würden mir nicht reichen, wenn ein Hundi im Hause wohnt.

Zitat:
Habt ihr Infos zu dieser Krankheit?


Sie ist fürchterlich, Erbrechen, Durchfälle, viele Sterben auch dran - wenn sie aus Gegenden kommen wo nicht geimpft wurde und dann übern Polenmarkt verscherbelt werden – manchmal geht es so schnell das die Leute es nicht mal mehr zum TA schaffen. Was willst Du wissen?

Zitat:
Und was mach ich mit meinem Hundi


Wenn er keinen Impfschutz hat, würde ich dies sofort nachholen. Aber auch auf Einzelimpfkomponenten achten. Vielleicht findest Du da auch eine entsprechende Anregung im gesunde-Hunde-Forum.

Liebe Grüße
Elke
Nach oben  
Ilsebilse



Anmeldungsdatum: 18.10.2006
Beiträge: 280

Verfasst am: 18.06.2007 - 22:26    Titel:  

Elke-030 schrieb:
inwieweit schützt die Impfung von felines Parvo gegen canines – Lebend- / Totimpfstoffe


Soweit meine Bücher auf dem aktuellsten Stand sind (2006) schützt die feline Parvoimpfung auch gegen CPV-2a/b (Hunde-Parvovirus, das aus dem felinen entsatnden ist). CPV-2 soll bei Katzen nur wenig virulent sein, kann aber Erkrankungen verursachen.

Lebendimpfstoffe sind grundsätzlich vorzuziehen, da sie besser schützen - aber ich wäre da bei immunsupprimierten Katzen vorsichtig. Vielleicht besser Todimpfstoff und boostern?

Das gilt auch für Hunde. Für Hunde sind auch Einzelimpfstoffe nur gegen Parvovirose auf dem Markt, die würde ich in so einer Situation der Mehrfachimpfung vorziehen.

Staupe infiziert Hauskatzen nicht. Die Staupeimpfung beim Hund ist nur in Kombinationsvakzinen erhältlich!

Liebe Grüße,

Ilse
Nach oben  
Urmel



Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531

Verfasst am: 19.06.2007 - 13:56    Titel:  

Hm... immunsystem ist nicht das tollste.
Hund ist Borreliose krank.

Katzen sind von 5 2 auf Herpes positiv getestet, bei mind. einem gehe ich sicher davon aus, abgesehen davon, dass ich denke, es haben eh alle als latente Träger.
Bei weiteren zweien sind e. Choli Bakterien nachgewiesen in hoher Menge, beides etwa Dezember/Januar. (ihr erinnert euch vielleicht) Ich denke, dass die Dinger immer noch da sind und auf erneute Chancen warten.
Ausserdem sind bei diesen beiden Corona-Titer-Bestimmungen durchgeführt worden (in der Zeit, als sie so krank waren) und wurden mit 1:>800 bestimmt. (Das war, als man beiden Fip andichten wollte, aber alles andere nicht gepasst hatte, und ich von daher das nicht geglaubt und dem TA wiedersprochen habe) Auf jeden Fall hab ich den Corona im Haus.
Zwei andere sind grad an den Zähnen operiert worden, und stehen jetzt heute den letzen Tag seit 8 Tagen unter AB. Beide haben jetzt angefangen zu niesen, was sie vorher nicht taten (Immunschwächung durch AB, Herpes kommt hoch?)

Also, meiner Meinung nach ist eine Impfung im Bestand (5 Katzen) auf jeden Fall ein Risiko. Ich muss jetzt nur irgendwie entscheiden, welches größer ist...
Schuhe ausziehen hilft nichts. Da meine Katzen eh Freigänger sind, kann ich das auch lassen.
Nach oben  
Elke-030



Anmeldungsdatum: 01.08.2003
Beiträge: 2848
Wohnort: Berlin

Verfasst am: 20.06.2007 - 12:02    Titel:  

Hallo Claudia,

unter diesen Gesichtspunkten würde ich mich wohl gegen eine Impfung entscheiden. Grundimmunisiert wurden sie, Hundchen ist auch nicht im Alter der „Risikogruppe“ und für den Supergau gibt es immer noch Gammaglobuline, Intensivtherapie und Homöopathie. Gewiss würde ich ständig ein Augenmerk auf verdächtige Symptome haben: Appetitverlust, Apathie, Fieber, Erbrechen, Durchfall... und beim nächsten BB würde ich interessenhalber und falls bezahlbar den Titer bestimmen lassen (zu meiner eigenen Beruhigung oder Achtsamkeit) - das ist definitiv keine Empfehlung, nur meine vermutliche Vorgehensweise.

Zitat:
aber Hm... immunsystem ist nicht das tollste.
Hund ist Borreliose krank.


Daran würde ich versuchen zu „arbeiten“ – den beiden „Niesern“ würde ich wohl mit ein bisschen Engystol unter die Arme greifen. Wie wird er gegen die Borreliose behandelt? Was für eine Symptomatik zeigt er *neugierigfrag*

Zitat:
Katzen sind von 5 2 auf Herpes positiv getestet, bei mind. einem gehe ich sicher davon aus, abgesehen davon, dass ich denke, es haben eh alle als latente Träger.


Vielleicht der Impftiter???

Zitat:
Bei weiteren zweien sind e. Choli Bakterien nachgewiesen in hoher Menge, beides etwa Dezember/Januar. (ihr erinnert euch vielleicht) Ich denke, dass die Dinger immer noch da sind und auf erneute Chancen warten.


Jetzt so adhock nicht wirklich :ups: Hast Du den Darm saniert?

Liebe Grüße
Elke
Nach oben  
Urmel



Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531

Verfasst am: 21.06.2007 - 13:48    Titel:  

Hallo ihr,

so, ein Anruf beim TA hat ergeben, dass die sich in der Zeitung insoweit vertan haben, als dass es die Parvo bei Hunden ist, die ausgebrochen ist. Das wurde wohl früher als Katzenseuche betitelt, wahrscheinlich weil wie ihr auch schon sagtet, das eine aus dem anderen entstanden ist.

Grundimmu haben alle, auch Hundi hat seine nötigen. Er ist 11 Jahre alt, und ist bis vor etwa 3 Jahren regelmäßig geimpft worden. Borreliose wurde vor 2 Jahren per Western-Blot Test nachgewiesen.
Symptomatik (ich kam über die Pferde darauf) waren wechselnde Gangauffälligkeiten, ohne Befund. Arthrosebeschwerden, aber nur geringfügige arthritische Veränderungen im Röntgenbild sichtbar. (Altersbedingt völlig im Rahmen). Depressive "traurige" Phasen, klinisch nichts nachweisbar, Schilddrüsenunterfunktion (häufig bei Borreliose).
Bewegunsunlust, aber dann einlaufen nach einer Weile. Stark nachlassende Fitness, keine Gründe dafür erkennbar. Dann hab ich, nachdem alle Organe durchgecheckt waren, auf Borreliose testen lassen... Bingo.
Nun bekommt er Borrelien-Nosoden täglich, dazu Sulfur, und es geht ihm damit deutlich besser.
Impfen habe ich seitdem eingestellt.

Aber wieder zu den Katzen. Herpes ist bei 2 von den 5 mal ziemlich hoch gewesen. Weiss es nicht mehr genau, hatte aber TA auf Impftiter angesprochen, er meinte nein. Ist Herpes in der Katzenschnupfenimpfung mit drin? also Callici u. Herpesviren in einer? Beide wurden nur "aus Neugier" meinerseits damals vor etwa 2 Jahren auf Herpes getestet, da der 3. im Bunde chronischen Schnupfen (seit Welpenalter, war Fundtier) u. einen Herpesausbruch hatte. Der bekam dann noch CNI dazu, und lebte damit nach dem Herpesausbruch (war dann wieder im Griff) noch ein 3/4 Jahr. Er war aber da auch schon 15 Jahre alt.
Die beiden anderen zeigten keine Krankheitssymptome. Bis heute keine Schnupfennasen, nur der jetzt 10jährige hat seit Januar immer mal wieder ab und zu ein leicht tränendes Auge (geht mit Euphrasia bzw. Allium Cepa sofort weg)

Da Herpes recht ansteckend ist, aber auch bei gesundem Immunsystem von diesem im Schach gehalten werden kann, gehe ich von latenten Trägern aus, wahrscheinlich bei allen 5 Katzen. Symptome hat keiner meiner "alteingesessenen", nur ein kleiner einjähriger Neuzugang, der seine Schnupfennase aber schon mitgebracht hat. (Kater ist aus dem Tierschutz. Ich habe aber 15 Jahre Schnodder fliegen sehen :wink: , --wer auch nen chronischen Schnupfer hat, weiss wovon ich rede--, und habe keine Angst davor. Meine anderen haben sich da nie dran angesteckt, also hab ich den kleinen neuen Schnupfer aufgenommen. So ganz ohne Niesen fühl ich mich ganz verloren... :lol: )

Zitat:
(ihr erinnert euch vielleicht) Ich denke, dass die Dinger immer noch da sind und auf erneute Chancen warten.


Jetzt so adhock nicht wirklich :ups: Hast Du den Darm saniert?



hier http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?p=64790#64790

und vor allem hier http://www.wetterau-katzen.de/phpbb/viewtopic.php?t=6343

kannst du das nachlesen.

In Kurzchronologie:
Tod Urmelchen im Oktober 06, Bungee hatte viel Kontakt mit ihm.
Krank Bungee mit Fieber, Schlapp etc im Dezember 06.
Krank Joki mit gleichen Symptomen im Februar/März 07

Die Coli-Bakterien wurden bei genau diesen beiden nachgewiesen, es sind die, die damals auch schon auf Herpes getestet wurden.

Bei beiden wurden auch A/G-Quotienten von unter 1:<0,5 gemessen.
Daher wurde ja bei beiden Fip dagnostiziert.

Alle beide sind aber zur Zeit ok.


Im übrigen habe ich ja die zwei grad Zahnoperierten einem Bluttest unterzogen. Gestern kamen die Werte.
Auch diese beiden haben einen A/G-Quotienten von unter1:<0,5. Schon komisch.
Blutbild zeigt bei einem noch neben den erhöhten Globulinen stark erniedrigtes Eisen, stark erhöten Leukozyten und erhöhte Eosinophyle. TÄ schlug einen Test auf Hämpbartonellen vor. Ich verdächtige eher auch bei diesem Kater eventuell die E.Coli Teile. Bei ihm noch auffälllig: irgendwie fettiges Fell, verfilzt schnell, (Halblanghaar, nicht genug Putzen und Bürsten hassen ist eine schlechte Kombi), putzt sich kaum, seltsamer Eigengeruch (nicht nur aus dem Maul, was ich auf die Gingivitis schiebe, bzw. Forl, sondern der Körper riecht "anders") Ausserdem hat er abgenommen (bei kaputten Zähnen auch erkärbar) sowie nicht ganz festen Kot.


puuuh, lang geworden...

LG
Claudia
Nach oben  
Urmel



Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531

Verfasst am: 21.06.2007 - 13:56    Titel:  

An das Engystol habe ich auch schon gedacht. Finde aber keine Dosierungsanleitung für Katzen (nur für Pferde :wink: )
Wird neben L-Lysin bei Herpes u.ä. bei Pferden eingesetzt, L-Lysin habe ich auch den Katzen bei Herpeschub-Verdacht gegeben.
Nach oben  
 
       Foren-Übersicht -> Weitere Infektionskrankheiten
Seite 1 von 1


phpBB Search Engine Indexer © phpRebel
Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group