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Was könnte diese Katze haben?
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Autor Nachricht
Urmel



Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531

Verfasst am: 31.07.2008 - 17:22    Titel: Was könnte diese Katze haben?  

Hallo Wetteraugemeinde,

heut stelle ich mal ein Ratgesuch von einer Adoptandin einer unserer Katzen ein. Es ist sehr verwirrend und wirft einen Haufen Fragen auf.

Die Katze ist Leukose-positiv, aber es hiess zunächst, es handele sich NICHT um einen Leukoseschub, sondern um Babesiose. Diese kommt ja, soweit ich weiss, bei Katzen äußerst selten vor, und hier in Europa wohl noch garnicht nachgewiesen (so mein Kenntnisstand) Es sollen Babesien unter dem Mikroskop nachgewiesen worden sein, aber nicht im Blut.

Dies hier mal als Zustandsbeschreibung der Katze: (Mail der Besitzerin)

Ich werde jetzt nocheinmal versuchen die letzte Woche incl. dem heutigen Tag zu rekapitulieren und hoffe, dass Du / Ihr mir weiterhelfen könnt.

Als ich letzte Woche mit Dorita zum TA bin hatte sie 40,5 Grad Fieber, einen Infekt im Rachenraum und sah sehr struppig aus.
Sie Baytril und einen Fiebersenker erhalten.
Ihre Temperatur hat sich dann wie folgt entwickelt:
Mi, 40,5
Do 37,0
Fr. 37,0
Sa 38,0
So 38,7
Mo 39,6
Di 39,6
Mi 39,8
Do (heute) 40,3

Bei der Blutentnahme letze Woche war das Serum gelb noch dunkler als Urin. Mir wurde mitgeteilt, dass schon bei der Blutabnahme aufgefallen wäre, dass das Blut sehr dünm sei, was auch auf Nieren und/oder Leberprobleme hindeuten könnte oder schlimmstenfalls auf Blutparasiten. Ihr wurde dann erneut Blut abgenommen, ein Ausstrich gemacht und unter dem Mikroskop betrachtet. Hier entstand dann dei Diagnose/der Verdacht auf Babesien im Blut.
Dies wurde auch Lakoklin mitgeteitl, aber dort wird diese Diagnose verneint. Mittlerweile geht Laboklin nicht einmal mehr auf Nachfragen ein und äussert sich auch gar nicht mehr zu den Erytrozythen (roten Blutkörperchen) und die dort erkennbaren Fremdkörper.
Da ich bei mittlerweile allen drei Ausstrichen auch durch das Mikroskop schauen durfte und den Vergleich mit Bildern aus medizinischen Büchern und dem Internet vornehmen konnte, würde ich und auch mein Tierarzt doch gerne wissen, selbst wenn es keine Babesien sind, was ist es denn dann?
Könnten hier vielleicht die Tierschutzengel bei Laboklin versuchen herauszubekommen um was es sich handelt?
Sie erhält seit Beginn der Behandlung täglich eine Injektion mit Baytril (Antibiotikum) damit sie sich jetzt auf ihren angegriffenen Gesundheitszustand nicht noch weitere Bakterien, also eine andere Infektion, einhandelt.

Am Freitag ist ihr dann ja auch noch das Mittel gegen die Babesien gespritzt worden, welches sie recht gut vertragen hat und sich keinerlei der beschriebenen Nebenwirkungen bei ihr eingstellt haben. Das Medikament hatte ich mir ja bei Deinem Doc abgeholt (Carbesia).

Auch der heutige Ausstrich hat denen der letzten Woche sehr ähnlich gesehen, mit dem Unterschied, dass jetzt mehr Leuk ozyten im Blut erkennbar sind.

Ein weiteres Problem ist, dass Dortias Bilirubin-Wert nicht in Ordnung ist. Dieses hängt wohl auch mit der Leukose zusammen. Normalerweise ist es wohl so, dass die Bildung von Bilirubin auch im Rückenmark geschieht und durch die Leukose die Bildung wohl gehemmt wird. Bei Dorita wird allerdings genügend davon produziert, allerdings auf anderer Seite zuviel wieder davon abgebaut, also mehr als produziert wird.
Da ich mich mit diesen ganzen medizinischen Zusammenhängen nicht soooo gut auskenne, möchte ich hier einschränken, dass ich vielleicht auch etwas falsch verstanden habe, oder in meiner momentanen Aufregung gar verwechsle.

Seit letzer Woche schläft Dorita sehr viel ist aber nicht apathisch. Erschwerend kommt auch noch das furchtbar warme Wetter hinzu. Sie frisst eher mässig, aber im Vergleich zu den anderen die im Moment auch ziemlich rummäkeln ist es o.k. Auch trinkt sie von sich aus. Sie geht auf Toilette und hat auch keinen Durchfall. Selbst die bisherigen Lieblingsfuttersorten werden im Moment von allen ziemlich mässig gefressen.... ausser der Schwarze, sein Appetit ist scheinbar durch nichts zu bremsen ;-)

Heute hat Dorita dann eine Infusion erhalten, um sie ein wenig zu unterstützen und sicher zu stellen, dass=2 0sie aufgrund des hohen Fiebers nicht doch noch "austrocknet" denn soviel trinkt sie dann auch wieder nicht um den Verlust auszugleichen.
Sie hat ausserdem heute auch wieder Baytril und einen Fiebersenker erhalten.

Mein Doc würde sie gerne mit Kortison behandeln. Mir ist bewusst, dass Kortison und Leukose sich nicht wirklich gut miteinander vertragen, aber ansonsten stände wohl nur noch Interferon zur Auswahl und dazu möchte er mich eigentlich nicht raten.
Da sie momentan offensichtlich auch noch einen Leukoseschub hat, hofft er, dass durch das Kortison die Bildung der roten Blutkörperchen angeregt und die Bildung der weißen Blutkörperchen gehemmt wird.
Um es mit Deinen Worten zu formulieren, ich habe erneut die Wahl zwischen Pest und Cholera...., also werde ich ,wenn ich morgen beim Doc bin einer Behandlung mit Kortison zustimmen.
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Blutbilder können noch nachgeliefert werden.

Fällt irgendeinem von euch etwas dazu ein? Schon mal mit Babesien zu tun gehabt?
Weiss einer Rat? Ich würde dort so gern helfen :(
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Urmel



Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531

Verfasst am: 05.08.2008 - 09:41    Titel:  

Tja, wie ich sehe, seid ihr ebenso ratlos wie ich.
Die Katze wurde gestern Nacht erlöst, nachdem die Temperatur nur noch bei 34 lag und sie offensichtlich keinen Lebenswillen mehr hatte :cry:
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Drottning
Gast





Verfasst am: 05.08.2008 - 16:17    Titel:  

Das ist sehr traurig. :cry:
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miezelina
Gast


Anmeldungsdatum: 03.10.2005
Beiträge: 84
Wohnort: Mittelhessen

Verfasst am: 17.08.2008 - 18:02    Titel: Re: Was könnte diese Katze haben?  

Urmel schrieb:
Blutbilder können noch nachgeliefert werden.

Fällt irgendeinem von euch etwas dazu ein? Schon mal mit Babesien zu tun gehabt?


Hallo Urmel,

lese das heute erst...tut mir leid um die Katze.

Hatte mich letztes Jahr mit Babesiose beschäftigt, weil mein FIV Kater anämisch war und ich mehrfach selbst unter dem Mikroskop Auflagerungen gesehen hatte, die aussahen wie Babesien.

Wichtig wäre das Blut peripher zu gewinnen (kapillär, Ohr) und dann nur bestimmte Fäebemethoden zu verwenden.
Natürlich lag ich falsch, die Uniklinik hat das bestaunt und wahrschinlich ein bisschen über mich gelacht...

Bestimmungen im Ausstrich sind immer relativ, bei Malaria, genauso wie bei Hämobartonellen und Babesiose; daher wo immer möglich eine PCR (meiner Erinnerung möglich bei B.) ´machen lassen.

VG miezelina
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