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Sita hat SDÜ
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Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 28.10.2008 - 21:01    Titel: Sita hat SDÜ  

Hallo Ihr Lieben,

wir lassen bei unseren Katzen einmal jährlich ein Blutbild machen, bei Sita auch immer zusätzlich den T4-Test - weil uns Sita seit ein paar Wochen nicht gut gefällt, haben wir gestern abend Blut abnehmen lassen. Und diesmal zeigt der T4 einen deutlich erhöhten Wert ==> Schilddrüsenüberfunktion also.

Bei VetMed ist der Referenzbereich für T4 mittlerweile höher als letztes Jahr - Sita liegt in jedem Fall nun deutlich darüber:

2007 ( Ref 0,8 - 3,9 ): 2,7 µg/dl
2008 ( Ref 0,7 - 5,8 ): 8,9 µg/dl

Damit dürfte sich auch erklären, dass sie in den letzten Wochen Gewicht verloren hat, sehr viel trinkt und öfter mal erbricht.

Ihre sonstigen Blutwerte sind nicht so schlecht ... ALT ist erhöht (was wohl auch auf SDÜ hindeutet), die Leber- und Nierenwerte sind aber ansonsten in Ordnung.

Okay, Informationsbedarf.

Als erstes haben wir uns Kathys sensationellen Artikel zu Hyperthyreose in der Infothek und diesen Beitrag angeschaut. Kathy, vielen herzlichen Dank für die tolle Zusammenstellung.

Von den drei aufgezählten Therapiemöglichkeiten dürfte ein operativer Eingriff bei Sita wegen des Narkoserisikos (Epilepsie / Alter) nicht in Frage kommen. Bliebe also eine medikamentöse Behandlung mit Carbimazol o.ä. oder eine stationäre Radiojodtherapie.

Sita ist etwa 16 Jahre alt, leidet an Epilepsie (weshalb sie täglich eine halbe Luminalette bekommt) und hat mit Arthrose an den Hüftgelenken zu schaffen (dagegen geben wir ihr, weil derzeit akut, Prednisolon, was recht gut anschlägt, außerdem Grünlippmuschelextrakt).

Es würde uns besonders interessieren, ob in jüngerer Zeit jemand Erfahrungen mit der Radiojodtherapie gemacht hat. Die Uni-Klinik Gießen, wo das angeboten wird, ist praktisch vor unserer Haustür.

Ein früherer Erfahrungsbericht zur Radiojodtherapie und von der Kontrolluntersuchung hört sich schon mal gut an. Leider ist das schon knapp zwei Jahre her, und es wurde nichts mehr über die weitere Entwicklung geschrieben.

Über Erfahrungsberichte aus der letzten Zeit, egal über welche Therapie, würden wir uns sehr freuen.

Viele Grüße,
Iris und Klaus
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Grommiz



Anmeldungsdatum: 05.10.2004
Beiträge: 512
Wohnort: Hannover

Verfasst am: 29.10.2008 - 01:59    Titel:  

Hallo Ihr beiden

Tut mir leid mit Sitas Diagnose ...
Als unser TA mit uns die weitere Behandlung von Gizmo besprochen hat, sprach er auch die Radiojodtherapie an. Er hatte gerade einen Tag zuvor eine Katze nach der Behandlung (allerdings fand die irgendwo bei Hamburg statt) wieder vorgestellt bekommen. Er sagte, die sei geheilt! Das ganze ist allerdings wohl auch nicht so ganz ohne, auch finanziel. Wenn ich mich recht erinnere wird die Katze stationär aufgenommen, für ein oder zwei Tage in Quarantäne gesetzt und während dessen mit Radioaktivem Jod behandelt. Ich glaube so um die 600 Euro kostete die Behandlung dort.
Gerade die Nierenwerte solltet Ihr streng beobachten! Bei Gizmo versagten ja die Nieren ohne dass wir es vorher bemerkt haben. Die TÄ meinte dass bei der SDÜ die Nierenwerte oft besser scheinen als sie in Wirklichkeit sind.

Alles Gute für die Lady!
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Kathy



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: 29.10.2008 - 12:10    Titel:  

Hallo Klaus,

ich habe mittlerweile auch viel Positives über die RJT erfahren.
Da Sita ja eh erstmal über die Thyreostatika eingestellt werden muss um die Nierenfunktion abzuklären, gibt dies ja ein wenig Zeit über das weitere Vorgehen nachzudenken.
Meine Meinung dazu? Stress ist ja nicht unbedingt förderlich bei Epilepsie. Sollte Sita sich problemlos und nebenwirkungslos medikamentös einstellen lassen, warum unbedingt die RJT?
Andererseits: es gibt ja noch keine wirklichen Erkenntnisse, welche Nebenwirkungen bei einer Langzeitbehandlung mit Thyreostatika auftreten können. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: bei Peewee war nichts festzustellen, was im Zusammenhang mit der Langzeitbehandlung hätte stehen können.

Der operative Eingriff ist eh nicht das Mittel der Wahl zur Behandlung :wink: , davor hätte ich euch eh abgeraten.
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Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 29.10.2008 - 12:31    Titel:  

Hallo zusammen,

danke für die Antworten.

Kathy schrieb:
Da Sita ja eh erstmal über die Thyreostatika eingestellt werden muss um die Nierenfunktion abzuklären,

Ja, ist das so?

Kathy schrieb:
Meine Meinung dazu? Stress ist ja nicht unbedingt förderlich bei Epilepsie. Sollte Sita sich problemlos und nebenwirkungslos medikamentös einstellen lassen, warum unbedingt die RJT?

Tja ... wir haben schon jetzt mit dem täglichen Medikamentencocktail unsere liebe Not bei ihr. Die Leberwurstmethode hat sich leider auch verbraucht ... und wenn ich lese, dass die Medikamente 3mal täglich gegeben werden müssen, denke ich, dass wir bei Sita damit auch jede Menge Stress erzeugen. Da klingt eine einmalige stationäre RJT ehrlich gesagt um einiges verlockender.

Liebe Grüße,
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Kathy



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: 29.10.2008 - 12:40    Titel:  

Admin schrieb:

Kathy schrieb:
Da Sita ja eh erstmal über die Thyreostatika eingestellt werden muss um die Nierenfunktion abzuklären,

Ja, ist das so?


Hallo Klaus, auf jeden Fall!

Denn eine CNI kann durch die SDÜ maskiert sein, da die Nieren ja auf Hochtouren arbeiten. Die jetzigen Nierenwerte sagen nur aus, dass die Nieren nicht so massiv geschädigt sind, dass sie trotz SDÜ erhöhte Werte zeigen :? .Erst wenn sich zeigt, dass bei einem moderatem T4-Wert die Nierenwerte nicht ansteigen, wird die RJT durchgeführt. Wird man euch aber auch sicherlich bei einem entsprechenden Beratungsgespräch erklären.

Hm, wenn die Leberwurstmethode schon nicht mehr wirklich funktioniert, ist es natürlich blöde. Die dreimalige Gabe bei der Gabe von Carbimazol wäre optimal, ist aber auch bei 2 mal täglich vertretbar, sofern die Einstellung gut verläuft. Evtl. wird Sita erstmal Felimazole bekommen, da es ja das veterinärmedizinische Präparat ist mit dem Wirkstoff Thiamazol. Da wird eh von einer 2maligen Gabe ausgegangen.

Übrigens müsste ich meinen Text mal ein wenig korrigieren, mittlerweile habe ich Quellen gefunden, die die dreimalige Gabe von Carbimazol nur für die Einstellungszeit empfehlen :oops: .
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lucky2004



Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau

Verfasst am: 29.10.2008 - 14:35    Titel:  

Hallo Klaus,

kann mediezinisch nicht allzuviel beitragen, aber gib mal Genesungsknuddler an die Chefin weiter.
:happycat2: :happycat2:

Liebe Grüße
Petra
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Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 29.10.2008 - 14:58    Titel:  

Hallo Kathy,

Kathy schrieb:
Denn eine CNI kann durch die SDÜ maskiert sein, da die Nieren ja auf Hochtouren arbeiten. Die jetzigen Nierenwerte sagen nur aus, dass die Nieren nicht so massiv geschädigt sind, dass sie trotz SDÜ erhöhte Werte zeigen :? .Erst wenn sich zeigt, dass bei einem moderatem T4-Wert die Nierenwerte nicht ansteigen, wird die RJT durchgeführt.

So ganz versteh ich das noch nicht. Kannst Du mir das für den Landfunk nochmal laaaangsam erklären? ;)

Behandelt werden muss Sita ja sowieso gegen SDÜ - ob nun medikamentös oder mittels RJT. Okay, ich habe verstanden, dass eine medikamentöse Behandlung sich schrittweise an die richtige Dosierung herantasten muss. Ich habe auch verstanden, dass es erst dann aussagekräftige Nierenwerte gibt, wenn der T4 sich auf Normalmaß eingependelt hat.

Was ich nicht verstehe, ist, weshalb der RJT nun eine separate Carbimazol-Einstellung vorgeschaltet werden muss. Auch bei der RJT werden vor, während und nach der Therapie die Blutwerte ermittelt, so dass jederzeit korrigierend eingegriffen werden könnte, falls die Nierenwerte das anzeigen.

Zudem gibt es eine Anweisung der Uni-Klinik Gießen, dass eine Woche vor Beginn der RJT eventuelle Thyreostatika abgesetzt werden müssen, da sie die Jod-Einlagerung behindern würden.

Sita hatte bislang nie Nierenprobleme. Kann jetzt durch den zu hohen T4 ursächlich eine CNI eingetreten sein, weil die Nieren jetzt Überstunden machen?

Klar ist, dass wir auf die Nierenwerte in Zukunft ein Auge haben werden. Aber das mit der vorgeschalteten Carbimazol-Behandlung kapiere ich noch nicht. :schaf:

@Petra: Danke für den Knuddel, wird umgehend weitergereicht.

Liebe Grüße,
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Kathy



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: 29.10.2008 - 15:51    Titel:  

Hallo Klaus,

ok, ich versuche es mal.
Mit dem Thyreostatikum wird die SDÜ unterdrückt, aber nicht geheilt. Sobald die Medikamente abgesetzt werden, treten wieder sämtl. Symptome auf.

Bei der Radiojodtherapie wird die SDÜ nicht behandelt, sondern beseitigt, so grob gesagt.

Bei der SDÜ arbeiten alle Organe auf Hochtouren. Die Filtrationsleistung der Nieren ist entsprechend erhöht. Dadurch kann man nicht erkennen, ob ein Schaden vorliegt. Erst wenn die Filtrationsleistung der Niere durch das Carbimazol wieder gesenkt ist und im normalen Bereich liegt, kann man anhand der Nierenwerte erkennen, ob eine Schädigung der Nieren vorliegt und dann die entsprechende Behandlungsform auswählen.
Jetzt kommt es also: bei der medikamentösen Behandlung kann ich die Schilddrüse steuern. Auch wenn es nicht optimal ist, kann ich versuchen einen T4-Wert zu erreichen, der im oberen Referenzbereich liegt um somit eine höhere Filtrationsrate der Niere zu erreichen.

Bei der RJT ist hier nichts mehr rückgängig zu machen. Aus diesem Grunde wird -eigentlich- vor Beginn der RJT die Schilddrüse medikamentös eingestellt.

Bedingt durch die Schilddrüsenüberfunktion sind die Nierenwerte zum jetzigen Zeitpunkt also nicht verwertbar.

Eine CNI ist zwar behandelbar, bedeutet aber meiner Meinung nach wesendlich mehr Aufwand bei der Regulierung.
Ich hoffe, es nun ein wenig klarer rübergekommen.
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Iris



Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau

Verfasst am: 29.10.2008 - 17:50    Titel:  

Huhu Kathy,

erstmal lieben Dank für die Erklärung "Niere". :wink:

Wo ich aber momentan immer noch auf dem Schlauch stehe (ist wohl auch die Aufregung) - die Nierenwerte von Sita sind fast 100% identisch mit denen aus dem letzten Jahr (alle im Ref - Bereich, nichts an der Grenze).
Wären die Nierenwerte ohne diesen hohen T4 jetzt deutlich geringer als sonst immer und eben auch bei diesem neuen BB?

Ich muß noch mal stöbern, aber die letzten 6 Jahre war da bei den BB zum Thema Niere immer alles fast identisch.

Oder bedeutet das, daß wir durch das BB die SDÜ sehr früh entdeckt haben und die Niere noch nichts "merkt"?
Seit ca. 4 Wochen bemerke ich die Veränderung wie Gewicht, ab und an Erbrechen und auch Unruhe bei Sita, dachte zuerst aber an die Arthrose und die Behandlung dagegen, außerdem bekommt sie neuerdings auch bei Bedarf Schmerztabletten (erst ein paar Stück insgesamt bei Bedarf).

Ich habe heute mit der Uni Gießen telefoniert und warte noch auf einen Rückruf der Ärztin, die dort die RJT durchführt, darum interessiert mich das Thema Niere und vorab Tabletteneingabe sehr.

Das Problem bei der RJT scheint wohl grundsätzlich Sitas` Epilepsie zu sein, obwohl wir das ja gut im Griff haben (ein Mini - Anfall alle 3 Monate, seit einem 3/4 Jahr oder so gibt es täglich eine halbe Luminalette.
Ansonsten steht morgen ein Besuch bei einem anderen TA an (@ Petra, kennst Du auch!).
Der Preis der RJT liegt übrigens jetzt bei 952,- incl. MWsT... :roll:
Aufenthaltsdauer ca. 5 - 11 Tage.
Wir würden das wohl der täglich zusätzlichen Tabletteneingabe vorziehen. Momentan sind es schon 4 Tabletten täglich (reduziert sich aber sporadisch wieder auf 2), kommen noch mehr hinzu, flippt Sita irgendwann aus. Ihr reicht es jetzt schon...

Liebe Grüße und Danke Euch, :wink:
Iris
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Kathy



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: 29.10.2008 - 18:22    Titel:  

Huhu, ich noch mal.

Wie erkläre ich es am Besten?
Es besteht die Möglichkeit, dass, hätte Sita keine SDÜ, die Nierenwerte erhöht sein könnten. Durch die erhöhte Hormonausschüttung arbeitet die Niere stärker, die Filtrationsrate ist höher. Ganz einfach ausgedrückt, kann dadurch die Konzentration von Harnstoff und Kreatinin im Blut "verdünnt" sein, so dass noch keine Funktionsstörung erkennbar ist. Erst, wenn die Niere wieder auf normalem Leistungsniveau arbeitet, sind veränderte Werte erkennbar.
Es gibt also Katzen, die nach der Einstellung mit Thyreostatika weiterhin normale Nierenwerte behalten, es gibt Katzen bei denen nach der Einstellung sich die Nierenwerte erhöhen und dann die bereits vorhandene CNI erkennbar wird und es gibt auch Katzen, die bereits bei Diagnosestellung erhöhte Nierenwerte haben. Es muss nicht der Fall sein, dass immer die Nierenwerte nach unten oder oben gehen, bei Peewee sind sie innerhalb der Norm ein wenig nach oben gegangen.
Ergebnisse der Nierenwerte können also falsch normalwertig sein, eben durch die höhere Filtrationsrate.

Ich hoffe, es ist nun einfacher erklärt :oops: ?
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Iris



Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau

Verfasst am: 29.10.2008 - 19:03    Titel:  

Huhu,

auch ich nochmal... :oops:

Zitat:
Es besteht die Möglichkeit, dass, hätte Sita keine SDÜ, die Nierenwerte erhöht sein könnten. Durch die erhöhte Hormonausschüttung arbeitet die Niere stärker, die Filtrationsrate ist höher. Ganz einfach ausgedrückt, kann dadurch die Konzentration von Harnstoff und Kreatinin im Blut "verdünnt" sein, so dass noch keine Funktionsstörung erkennbar ist. Erst, wenn die Niere wieder auf normalem Leistungsniveau arbeitet, sind veränderte Werte erkennbar.


Jetzt kapiere ich so langsam...

Nun habe ich die Blutbilder von 2002 an bis heute (1 x jährlich, die ersten noch ohne T4 also geriatrisches Profil) angeschaut und alle Nierenwerte sind fast kopierbar von Jahr zu Jahr bis heute. Harnstoff lag schon immer etwas höher, momentan 29 (Ref bis 33).

Das gibt mir ja noch ein wenig die Hoffnung, daß - da alle Werte fast gleich sind - die Niere noch nichts abbekommen haben muß. Sonst würden doch einzelne Werte wie Harnstoff oder Krea besonders auffallen bzw. hervortreten? Bei VetMed werden immer 5 Nierenwerte mitgeteilt.

Auf jeden Fall werden wir das Thema ansprechen, leider hat sich bislang niemand tel. hier gemeldet.
Allerdings habe ich erfahren, daß die Katzen Montags aufgenommen werden, da finden dann die ersten Untersuchungen wie Blutbild, Herzschallen usw. statt und Mittwochs wird dann behandelt. Erstmal ein Kontrastmittel unter Narkose (unser Problem bei Sita), um die Knötchen zu erfassen. Nach der Auswertung geht es dann ab Donnerstags an die Behandlung mit dem radioaktivem Jod.
Die Uni Gießen ist wohl nur noch die einzige Klinik in D, die das macht (wegen der hohen Sicherheitsrisiken für das Personal bzw. der Strahlensicherheit überhaupt). Auf der HP ist zu lesen, daß momentan Katzen mit SDÜ als Testpatienten gesucht werden, das möchte ich aber in unserem speziellen Fall wohl eher nicht in Anspruch nehmen... :roll:

Danke Euch nochmal für den Hinweis zum Thema Niere bei SDÜ... :wink:
Liebe Grüße,
Iris
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Iris



Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau

Verfasst am: 30.10.2008 - 15:54    Titel:  

Hallo Ihr Lieben,

bevor ich die Hälfte wieder vergesse :roll: , schreibe ich das gerade geführte Gespräch mit der Ärztin der Uni Gießen, die die RJT durchführt, mal schnell auf.

Als erstes - die Info auf der HP der Uni Gießen ist falsch, auch in HH wird die RJT durchgeführt.

Dann zu der Narkose, die bei dem Kontrastmittel gemacht wird - die ist sehr, sehr leicht. Es geht darum, daß die Katze stillliegt, um die Schilddrüse genau untersuchen zu können. Die Knötchen sind bei einem erhöhten Wert fast immer heiß, aber man kann wohl trotzdem die Gutartigkeit erkennen, sonst macht das alles sowieso keinen Sinn (bei Krebs).

Die Aussage der Uni, daß die Katze die nächsten 4 Wochen nach der Entlassung nicht raus darf (Freigang, bei uns sowieso kein Thema), keinen Kontakt zu Kindern unter 16 und Schwangeren haben darf (bei uns auch kein Thema) habe ich mir so erklären lassen:

Der Urin ist ca. 4 Wochen lang noch radioaktiv und darum ein Risiko. Die Streu darf darum auch nur mit dem Hausmüll entsorgt werden.
Der Kontakt und die gemeinsame KaKloNutzung mit unseren anderen 4 Katzen stellt aber kein Problem da, solange unsere Katzen keine Mangelerscheinungen oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen und den Urin von Sita aus dem Klo fressen (bei uns kein Thema, uff - das war eine große Sorge von uns, Sita zuhause 4 Wochen lang isolieren wäre auch nicht sooo toll... :shock: ).
Allerdings - sollte Sita in den 4 Wochen unsauber werden und mal aufs Sofa pullern, das wäre dann für den Sondermüll, da radioaktiv! :shock: (Bislang auch kein Thema).


Das hört sich insgesamt schon mal nicht so schlecht an. Ihre Epi - Pille würde sie auch täglich bekommen, 2 - 3 Personen haben Zugang zu dem Behandlungsraum.

Nun zu den Nieren (ich danke Euch nochmal und vielleicht fällt Euch dazu auch noch was ein :wink: )

So wie Du, Kathy, es geschrieben hast, ist es in vielen Fällen der richtige Weg.

Zuerst wird 2 - 3 Wochen lang Thiamazol :?: gegeben (ein anderes Medikament, was oft verabreicht wird, ist für die Katze wohl nicht zugelassen?), nach 2 Wochen oder eben nach 3 Wochen wird dann ein neues großes BB gemacht.
Die Tablette darf man, trotz anderer Meinung des Herstellers, auch teilen. Es soll wohl auch eine Paste geben?
Jedenfalls sollen diese Tabletten bei gut 20% der Patienten starke Nebenwirkungen haben und bei Sita wäre eine Tagesdosis von 2,5 mg (=1/2 Tablette) bis 5 mg (=2 x 1/2 Tablette oder 1x täglich 1 Tablette) angebracht und ausreichend.
Eine Woche vor dem Klinikaufenthalt müssen die Tabletten komplett abgesetzt werden.

Und es ist genau richtig, die Nierenwerte verändern sich bei einer SDÜ, darum vorher der Test mit den Tabletten, denn bei einer CNI macht man die RJT nicht.

Bei Sita sieht es die Dame etwas anders, da ihre Nierenwerte seit 6 Jahren fast identisch sind und auch vorgestern keine großartige Veränderung vorlag. Das vermehrte Trinken kann durchaus auch von der SDÜ kommen, meint sie.
Jetzt sollen ihre SDÜ Werte noch nicht so hoch sein :shock: :?: (schrieb Klaus ja im ersten Beitrag auf)
2007 ( Ref 0,8 - 3,9 ): 2,7 µg/dl
2008 ( Ref 0,7 - 5,8 ): 8,9 µg/dl
Studien im letzten Jahr haben darum auch die Laborref-Werte nach oben gesetzt.
Darum würde sie Sita auch ohne vorherige Tabletteneingabe aufnehmen. Hinzu kommt auch, daß die Abteilung in Gießen von Mitte November bis Mitte Dezember nicht besetzt ist und die Behandlung darum auch nicht durchgeführt werden kann.

Mir schwirrt gerade so richtig der Kopf und ich bin froh, daß wir nachher bei einer neuen TÄ vorstellig werden können, die uns hoffentlich weiterhelfen kann. Irgendwie weiß ich jetzt auch nicht so richtig weiter, denn diese Nebenwirkungen bei diesen Tabletten sind wohl auch nicht ohne...

Fällt Euch zu diesem Roman noch was ein? :wink: Wie war der T4 denn bei Euren Katzen?

Liebe Grüße,
Iris
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Grommiz



Anmeldungsdatum: 05.10.2004
Beiträge: 512
Wohnort: Hannover

Verfasst am: 01.11.2008 - 21:54    Titel:  

Gizmos T4 lag bei 13.
Er hat das Felimazole gut vertragen und wirklich keinerlei Nebenwirkungen gehabt.
So wie ich es verstanden habe ist die Herstellerangabe dass die nicht geteilt werden dürfen auch zu Deinem eigenen Schutz. Immerhin handelt es sich um ein Schilddrüsengift und es kann sehr schädlich sein wenn Du Spuren davon einnimmst. Zumindest hat uns das der TA so gesagt. Auch lassen sich die Felimazole (Thiamazol ist der Wirkstoff, der auch im Carbimazol aus der Humanmedizin enthalten ist) ziemlich schwer teilen da sie sehr klein sind und die Hülle ziemlich hart. Unser TA hatte uns einen Tablettenteiler empfohlen http://de.wikipedia.org/wiki/Tablettenteiler weil der einen Deckel hat.

Die Carbimazol aus der Humanmedizin dürfen nur für Katzen verschrieben werden wenn eine Unverträglichkeit gegen das Felimazol besteht. Weil nur das für Tiere zugelassen ist (und natürlich auch teurer ist ;-) ).
Wir hatten schon mit dem Schwager meiner Schwägerin abgesprochen dass er uns für die nächste Packung ein Rezept für Carbimazol ausstellt. Also quasi für mich ... auf so einem weißen Rezept wie man auch die Pille bekommt. So taucht es in seinen Unterlagen ja auch nicht auf und er braucht keine Rechenschaft ablegen. Wenn Ihr also einen guten Draht zu Eurem Arzt habt, oder einen privat kennt dann wäre das auch eine Möglichkeit.
Wir brauchten es ja dann leider doch nicht mehr in Anspruch nehmen ...
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Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 02.11.2008 - 17:17    Titel:  

Grommiz schrieb:
So wie ich es verstanden habe ist die Herstellerangabe dass die nicht geteilt werden dürfen auch zu Deinem eigenen Schutz. Immerhin handelt es sich um ein Schilddrüsengift und es kann sehr schädlich sein wenn Du Spuren davon einnimmst.

Hallo Sandra,

ja, das stimmt wohl ... wir bekamen gesagt: Wenn teilen, dann nur mit Handschuhen!

Wir haben uns mittlerweile ausgiebig mit einer Tierärztin besprochen, die in dem Bereich viel Erfahrung hat und auch schon einige Katzen zur RJT nach Gießen überwiesen hat - durchweg mit gutem Erfolg. Sie hat uns auch angeboten, uns einige Telefonnummern von Katzenbesitzern zu nennen, die das gemacht haben.

Zum Thema Niere: Wir wissen ja, dass die SDÜ die Nierenwerte drücken kann. Bei Sita haben wir die Blutwerte seit 2003 vorliegen, immer sehr konfortabel im Referenzbereich. Der aktuellste Kreatinin-Wert ist um 0,2 niedriger als im Jahr zuvor - das dürfte auf genau diesen Effekt zurückzuführen sein.

Eine CNI hielt die Tierärztin unter diesen Umständen für sehr unwahrscheinlich. Auch die Ansprechpartnerin an der Uni-Klinik Gießen (die grundsätzlich keine Katzen mit CNI annimmt) sah das so.

Wir haben abgewogen: Wochenlanger Stress mit der Tabletteneingabe gegen ein gewisses Risiko, dass bei Sita vielleicht doch eine CNI besteht. Letztendlich haben wir uns dafür entschieden, die Radiojodtherapie sofort durchführen zu lassen. Die Tierärztin sagte, wäre es ihre Katze, würde sie wohl auch so handeln; gleiches haben wir von der Ärztin in Gießen gehört.

Wir fahren nun am Dienstag früh mit Sita nach Gießen. Dort wird sie zwischen 5 und 11 Tagen zubringen, je nachdem, wie schnell sie die radioaktive Substanz wieder ausscheidet. Die Voruntersuchung findet dann gleich am Dienstag statt und umfasst auch eine gründliche Herzuntersuchung.

Unsere Befürchtungen lagen bei der Narkose, die erforderlich ist, um die Szintigraphie durchzuführen. Dabei handelt es sich nach Auskunft der Uni-Klinik aber wohl eher nur um eine ganz leichte Sedierung. Da dort in erster Linie alte Katzen behandelt werden (SDÜ ist die verbreitetste altersbedingte Hormonstörung) und entsprechende Erfahrungen vorliegen, denken wir, das ist vertretbar. Einen Narkose-Unfall hat es dort noch nie gegeben. Man wird für uns außerdem gleich eine Röntgenaufnahme von Sitas arthrosegeplagten Hüften machen, damit wir das vernünftig weiterbehandeln können.

Die Entscheidung ist also gefallen. Auch vor dem Hintergrund, dass wir in nächster Zeit aus familiären Gründen immer mal wieder ein paar Tage nicht da sein werden und wir es einem Catsitter nicht zumuten können, täglich uhrzeitgenau einer schwarzen Chefteufelin unter Vollschutz und mit Handschuhen eine Tablette einzugeben. Auch Sita wollen wir das nicht zumuten. Das mit den Luminaletten ist in letzter Zeit schon schwierig genug.

Es kommt noch eines dazu: Die neue Tierärztin hat uns davon abgeraten, Sita momentan gegen ihre Arthrose Cortison oder Schmerztabletten zu geben, wegen des Nierenrisikos. Das heißt, hier ist im Augenblick bis zur RJT Behandlungsstopp. Da Sita erkennbar Schmerzen in den Hüften hat, müssten wir wohl bis Januar warten, bis wir Sita zur RJT bringen können (man muss teilweise lange auf den Termin warten, wir haben jetzt Glück, dass es so kurzfristig klappt) und sie müsste solange auch mit den Schmerzen leben. Also: erst ist die SDÜ, dann die Arthrose fällig.

Über ein paar gedrückte Daumen und Pfoten würden wir uns mit Sita sehr freuen. Wir berichten weiter.

Liebe Grüße,
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Kathy



Anmeldungsdatum: 10.03.2004
Beiträge: 2162
Wohnort: Ruhrgebiet

Verfasst am: 02.11.2008 - 20:08    Titel:  

Grommiz schrieb:
(Thiamazol ist der Wirkstoff, der auch im Carbimazol aus der Humanmedizin enthalten ist)


Nein, das stimmt definitiv so nicht, denn Thiamazol ist ein eigener Wirkstoff. Auch in der Humanmedizin heißt dieses Medikament Thiamazol! Nicht, dass es nun wieder zu Verwechselungen kommt....

Hallo Klaus, hallo Iris,

na, das ging ja fix!
Dann drücke ich die Daumen, dass alles gut und vor allem schnell über die Bühne geht.

Auch wenn ich nachwie vor für eine vorherige medikamentöse Einstellung vor der RJT bin :wink: um tatsächlich 100%ig sicher zugehen, ist es in Sitas Fall sicherlich ok. Ich denke auch mal (eben mit der erfolgten Begründung), dass es eher ein verschwindend geringer Anteil an Seniorkatzen gibt, die entsprechend häufig gecheckt werden. Die Kliniken, die die RJT durchführen eben aus dem Grund die medikamnetöse Einstellung als Voraussetzung für die RJT "publizieren" und fordern.
Dann werden wir hier ja auch einen eRfahrungsbericht aus erster Hand bekommen. Ich will jetzt nicht sagen "schön", denn anders wäre es sicherlich besser.

Übrigens: ich habe ja sicherlich schon von der Neuraltherapie berichtet, die ich bei Peewee wegen der Spondylose und Arthrose regelmäßig (in immer länger werdenden Abständen) habe machen lassen. Dies wäre sicherlich eine gute Alternative zur oralen Schmerzbehandlung für Sita. Es sollte nur ein TA durchführen, der ERfahrung damit hat. Sprich, der versiert im Bereich der Erkrankungen des Bewegungsapperates ist.
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Iris



Anmeldungsdatum: 10.06.2005
Beiträge: 1339
Wohnort: Wetterau

Verfasst am: 03.11.2008 - 00:16    Titel:  

Hallo Kathy, :wink:

Zitat:
Auch wenn ich nachwie vor für eine vorherige medikamentöse Einstellung vor der RJT bin um tatsächlich 100%ig sicher zugehen, ist es in Sitas Fall sicherlich ok. Ich denke auch mal (eben mit der erfolgten Begründung), dass es eher ein verschwindend geringer Anteil an Seniorkatzen gibt, die entsprechend häufig gecheckt werden.


Ja, nachdem ich das mit den Nierenwerten endlich verstanden habe, sehe ich das auch so. Eine Einstellung mit SDÜ - Medikamenten ist in den allermeisten Fällen der richtige Weg, bevor man eine RJT beginnt.

Sita ist eher die Ausnahme. Die neue TÄ meinte zu dem Thema, daß bei Sita zu 90 % eine CNI auszuschließen ist, das hat uns dann bei unserer Entscheidung bestärkt. Aber Angst habe ich deswegen trotzdem.
Aber es stimmt, was Du schreibst - es gibt sehr selten Katzen, die regelmäßig Blut beim TA lassen mußten. Das bestärkt uns, unsere Katzen (im nächsten Jahr auch die Roten) einmal jährlich zum Aderlaß zu bitten! 8) :wink:

Zitat:
Dann werden wir hier ja auch einen eRfahrungsbericht aus erster Hand bekommen. Ich will jetzt nicht sagen "schön", denn anders wäre es sicherlich besser.


Das habe ich vorhin gerade dem Klaus gesagt. :)

Zum Thema Arthrose - da werde ich mich einlesen. So richtig schlimm ist es seit gut 2 - 3 Monaten, darum auch Cortison und Schmerzmittel (so gut wie noch garnicht). Die neue Praxis macht auch Akupunktur und die Geschichte mit dem Gold, sogar sehr erfolgreich.
Der Haken an der Sache ist, daß die Praxis 35 km von uns entfernt ist und bislang jede Strecke 45 Minuten gedauert hat...
Sita haßt das Autofahren schon immer...
Die neue TÄ sprach davon, erstmal mit Schmerzmedikamenten zu arbeiten.
Aber das Thema kommt dann später auf uns zu unter einer anderen Rubrik.

Lieben Dank für die gedrückten Daumen :wink: , Schiß habe ich schon.
Iris
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Admin



Anmeldungsdatum: 13.11.2002
Beiträge: 3066
Wohnort: Die Wetterau, Hessen

Verfasst am: 05.11.2008 - 08:57    Titel:  

Guten Morgen zusammen,

gestern haben wir Sita zur Uniklinik Gießen gebracht und in die Hände einer sehr netten Ärztin übergeben. Sita war bei der ganzen Prozedur relativ cool und hat sich nach anfänglichem Widerstand brav abtasten lassen, nur beim Röntgen hat sie ein wenig geschimpft.

Ich mache für den Verlauf der RJT mal einen separaten Thread auf.

Die anderen Katzen sind sichtlich irritiert, dass die Chefin nicht da ist. :shock:

Wir haben Sita mit ein wenig Lieblingsfutter und zwei getragenen T-Shirts für den Heimatgeruch ausgestattet und hoffen sehr, dass sie mit der Situation gut klarkommt.

Liebe Grüße,
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