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Heini2
Anmeldungsdatum: 27.04.2009
Beiträge: 7
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| Verfasst am: 27.04.2009 - 19:33 Titel: Colibakterien gehen einfach nicht weg.... |
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Hallo in die Runde!
Ich habe seit 6 Monaten einen Durchfallkater (BKH) bei mir wohnen - in seinem kurzen Leben (9 Monate) hat er bereits 4 AB Kuren hinter sich.
Der Befund waren zuerst Giardien, danach E-Coli, Strepptokokken und andere besorgniseregende Bakterien. Sein Kumpel - auch BKH - (der einen Monat älter ist) hat ebenfalls die ganze Prozedur hinter sich. Gott-sei-Dank haben bei ihm die Autovakzine geg. E-Coli wohl angeschlagen. Hat seit Wochen keinen Dünnpups mehr.
Je länger aber der Durchfall bei meinem anderen Kater bleibt, desto schlechter stehen auch die Chancen für Kater Nr. 2.
"Letzte Hoffnung" ist nun die Gabe von Ponsocol - ist normal ein Mittel, welches bei Kälbern eingesetzt wird - es handelt sich dabei um probiotische Kulturen (E-Colibakterin Stamm Nissle) in hochkonzentrierter lebender Form.
Hat irgendwer in dem Forum hier positive Erfahrungen damit? Wie ist die Wirkungsweise? Wann soll die Wirkung einsetzen? Wie soll man es am besten dosieren? Wie lange soll man Ponsocol geben?
Fragen über Fragen. Aber wir haben wirklich schon alles andere versucht, um den Darm zu sanieren, aufzubauen, die Bakterien zu vertreiben....
Futter bekommen sie beide nur von Vet-Concept - und da auch schon die Allergievariante, so dass den Darm auch nix überflüssiges belastet. BARF haben wir auch schon probiert. Der große Kater spricht quasi auf alles an - der Kleine, unser Sorgenkater, hat bei aller Konsequenz Durchfall am laufenden Meter - immer breiig bis wässrig und umgekehrt.
Blutwerte sind alle okay - keine anderen Erkrankungen erkennbar.
Mein TA ist ratlos.
DANKE schon jetzt! |
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ralf-peter
Anmeldungsdatum: 07.01.2009
Beiträge: 27
Wohnort: Ranstadt
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| Verfasst am: 27.04.2009 - 20:24 Titel: |
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Hallo,
wir haben hier auch 3 Somali-Katzen, die E-Coli-Dünnpfiff haben bzw. ihn bekommen wenn wir nicht täglich 1/6 Tablette Metrodinazol verabreichen.
Zusätzlich bekommen die Stinker noch Futterzusätze zum Aufbau der Darmflora und täglich einen Teelöffel probiotischen Joghurt.
Das Metro werden wir wohl ein Katzenlebenlang geben müssen, da gerade Somalikatzen dazu neigen Durchfall zu bekommen.
Als mögliche Medikation könnte vielleicht auch Algahumin oder Nux vomica comp. helfen. Da musst Du mal den TA fragen, was für eine BKH in Frage käme.
LG Ralf-Peter |
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Urmel
Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531
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| Verfasst am: 28.04.2009 - 09:59 Titel: |
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Ich hatte grad wegen einem anderen Fall mal so eine Zusammenstellung gesucht zu Durchfallproblematik.
Vielleicht nützt es was, ich poste es mal:
Chronischer (Dickdarm)durchfall
- Viral (FeCV, FPV, FIV, FeLV)
- Bakteriell (Campylobacter spp.,
Salmonella spp., Yersinia
pseudotuberculosis,
Mycobacterium spp.)
- Helminthen (Ancylostoma,
Trichuris, Taenidae)
- Protozoen (Giardia, Coccidia,
Cryptosporidien, Tritrichomonas
foetus) |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 28.04.2009 - 12:58 Titel: |
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Wie sieht es denn mit anderen Untersuchungen aus?
Durch starke Durchfallerkrankungen kann der Darm Schaden nehmen und es kann zu Unverträglichenkeiten führen.
Z.B. könnte es jetzt Allergien geben. Habt Ihr mal eine Ausschlussdiät versucht?
Ansonsten würde ich auch noch mal Blut untersuchen lassen mit ftli-Untersuchung (Bauchspeicheldrüse - ist im normalen Blutbild nicht eindeutig) und Schilddrüse, denn auch diese können Durchfälle verursachen. |
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Heini2
Anmeldungsdatum: 27.04.2009
Beiträge: 7
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| Verfasst am: 28.04.2009 - 20:08 Titel: |
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Danke in die Runde für die Tipps und Hinweise.
Ausschlussdiät? Was ist das? Wir haben verschiedene Futter ausprobiert, selbst gekocht, geswitcht zw. TroFu und NaFu nur eins von beidem oder beides, verschiedene Sorten und Marken, haben gebarft und sind nun bei Vet-Concept hängen geblieben. Die haben ein spezielles Allergiefutter und das scheint dem einen gut zu bekommen und bei dem anderen hilft egal was leider nicht :-(
Großes Blutbild haben wir gemacht. Alles im grünen Bereich - wenigstens das. Pankreas Krankheit usw. ist alles ausgeschlossen.
Wir haben den Kot in der Uni Klinik Giessen untersuchen lassen. Keine Giardien mehr, keine Salmonellen etc. "Nur" E.Coli, Strepptokokken und C. perfrigens. Also alles unschön.
AB egal was (Amoxillin, Amoxiclav, Marbocyl) scheint immer alles zu helfen - kurzfristig. Nach Absetzen (auch nach 14 Tagen) wird wieder wie wild rumgepupst und Dünnpups in allen Variationen.
Chemie ist doch keine Dauerlösung. Und Darmsarnierungen bis zum Abwinken auch nicht.... :evil:
Hat nicht irgendwer ein "Zaubermittel" :| Das ewige Putzen, nachts x-Mal raus, dem armen leidenden Kater immer anzusehen und nicht helfen zu können :x :x :x |
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Urmel
Anmeldungsdatum: 24.10.2006
Beiträge: 531
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| Verfasst am: 29.04.2009 - 09:20 Titel: |
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Du kannst zumindest versuchen, ob du eine gute Tierheilpraktikerin oder -Praktiker findest, der versucht sich dieser Problematik anzunehmen.
In manchen Fällen habe ich die schon Unglaubliches erreichen sehen. |
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habeebee
Anmeldungsdatum: 02.07.2006
Beiträge: 212
Wohnort: Herdecke
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| Verfasst am: 29.04.2009 - 10:55 Titel: |
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Also Ausschlussdiät würde bedeuten, dass man über MINDESTENS 6 Wochen bei einem Futter bleibt und dann erst nach und nach was anderes gibt.
Es gibt z.B. mittlerweile immer wieder Katzen, die auf Rind allergisch reagieren.
Mit Glück könnte ein Allergietest helfen, der Sache schnell näher zu kommen, aber leider kann man sich auf das Ergebnis (falls negativ) nicht absolut verlassen. Aber wenn der Test z.B. positiv auf Rind anzeigen würde, bräuchte man nicht testen.
Also wäre z.B. sinnvoll, über 6 Wochen mit einer Sorte Fleisch anzufangen, wo Katzen kaum allergisch drauf reagieren. Besonders gut soll da Pferdefleisch sein. Und wenn er darauf z.B. Verbesserungen zeigt, dann erst nach frühestens 6 Wochen mal vorsichtig eine andere Fleischsorte versuchen. Wenn alles gut geht, die nächste Sorte. So tastet man sich halt ran.
Wirkt aber natürlich nur, wenn der Auslöser eine Allergie wäre.
Aber wie gesagt, alles unter 6 Wochen ist nicht wirklich aussagekräftig.
Ansonsten würde ich auch keine AB mehr geben, denn die schädigen den Darm ja auch. Es ist aber durchaus normal, dass so eine Darmsanierung über Monate laufen muss.
Eine Variante wäre evtl. noch, eine Biopsie in einer TK machen zu lassen. Da kann man evtl. noch was rausfinden.
Ansonsten schliesse ich mich Urmel an. ich würde in jedem Fall begleitend einen THP ranziehen! |
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Catgirly
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
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| Verfasst am: 29.04.2009 - 11:50 Titel: |
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| habeebee schrieb: | Es ist aber durchaus normal, dass so eine Darmsanierung über Monate laufen muss.
Ansonsten schliesse ich mich Urmel an. ich würde in jedem Fall begleitend einen THP ranziehen! |
Genau ... sowas dauert manchmal Monate ....
Wir haben bei Merlin damals 6 (!!!) Monate (und eine gute KLASSISCH arbeitende Tierhomöopathin - keine THP) gebraucht. 6 Monate strikt BARF, angefangen mit 6 Wochen Hühnchen (niemals Reis, Kartoffeln oder Getreideprodukte), dazu SEB und Bactisel und erst nach 6 Monaten (davon ca. 6 Wochen am Schluß fast komplett durchfallfrei) TEELÖFFEL-weise Animonda Feinstes Menu (Pute und Käse) zugefüttert.
JEDES andere Futter, jedes noch so kleine Trockenfutter hatte bei ihm immer wieder zu Durchfall geführt ...
Ich schwöre auf diese Art der Darmsanierung. Aber es erfordert strikte Disziplin und Durchhaltevermögen und keine Möglichkeit für die Katze an anderes Futter zu kommen.
Im übrigen - um auch das noch einzuwerfen: Ich glaube nicht an den Unfug, dass es Katzenrassen gibt, die chronisch an Durchfall leiden, weil ihr Darm kürzer sein soll oder ähnliches ... das wurde mir bei Merlin (Bengale) damals auch versucht "einzureden". Aus meiner Sicht ist chronischer Durchfall immer krankhaft (man findet nur vielleicht die Ursache nicht - Zöliakie ist z.B. eine Krankheit, die man schon beim Menschen nur schwer feststellen kann - bei der Katze wohl fast unmöglich nachweisbar) und eine ständige Medikamentengabe macht es auch nicht besser ...
Alles Gute für Euren Kater.
Viele Grüße
Simone |
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