| Home |
Das Wetterau-Katzen-Forum Archiv und Druckvorschau
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Catgirly
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
|
| Verfasst am: 20.12.2011 - 07:59 Titel: CNI - Antwort aus dem Katzengeflüster .. |
|
|
Hallo Petra,
Du weißt schon, dass man im "Katzengeflüster" nicht antworten sollte ;-) .. ich weiß Du meinst es gut, aber in dem Fall dann eben per PN... ich mach mal einen Thread auf...
Ich bin inzwischen soweit, dass ich die Diagnose meiner TA nicht unterstütze, dennoch versuche ich ein gutes Futter zu finden. TroFu kommt nicht in Frage, meine Katzen haben eh schon einen hohen Hämatokrit. Und die NaFu-Sorten die Mandy aufzählt verschmähen meine Katzen.
Ich muss auch auf den Magnesium-Gehalt achten, weil sie hier ebenfalls grenzwertig sind. Phosphor darf nicht niedriger sein, weil der Phosphat-Wert schön mittig liegt. Auch der Harnstoff ist völlig o.k. Nur die Krea-Werte liegen bei 2,0 bzw. 2,1 (Ref. bei 1,9).
Nierenfutter ist proteinreduziert, hochwertige Proteine brauchen die Katzen aber zwingend. Lt. Case, Carey und Hirakawa hat ein reduziertes von Protein nur Nachteile, keine Vorteile und wirkt sich auch nicht auf den Krea aus.
Und solange für mich nicht bewiesen ist, dass hier schon Eile geboten ist, werde ich erstmal noch andere Wege einschlagen. Es gibt erstmal keine Medis. Ich werde erstmal das spezifische Gewicht im Urin messen lassen .. hab mir gestern diverse flache Suppenkellen gekauft und Urinbehälter. Und das dann erstmal beim Tierarzt.
Werde mir aber ein Refraktometer kaufen, damit ich das auch selbst zuhause machen kann. Ab und an überprüfen kann nicht schaden.
Und ich werde auch nach Futter suchen .. nur die Ami-Sorten kommen mir nicht ins Haus!
Was mir noch halbwegs gefallen hätte, wäre das Natural Cat Huhn
gewesen. Ich denke, da hätte ich bei meinen Miezen auch was machen
können ... (im Gegensatz zu Felidae, das haben sie nie angerührt, so
oft ich es auch versucht habe). Das ist zwar von der Konsistenz keins
mit Sosse, aber so "matschig und feucht". Das würden sie wohl schon
fressen. Und auch die Zusammensetzung gefällt mir eigentlich
(Magnesium-Werte hatte ich glaube ich auch irgendwo gefunden - wenn
auch nicht hier auf der HP von Cats Country):
Natural Cat Huhn
Power of Nature Natural Cat Huhn
Alleinfuttermittel für Katzen
95% zartes Hühnerfleisch in Lebensmittelqualität überzeugt auch die
anspruchsvollsten Katzen. Ausgewogen mit sehr hoher Verdaulichkeit und
Bioverwertbarkeit; getreide- und glutenfrei – daher auch hervorragend
geeignet für Katzen mit besonderen Nahrungsansprüchen. Auch für
Allergiker und nahrungsempfindliche Katzen.
Analytische Bestandteile:
Protein 9,0%
Fettgehalt 7,0%
Rohfasern 0,5%
Anorganischer Stoff 1,5%
Feuchtigkeit 81,0%
Kalzium 0,3%
Phosphor 0,15%
Gehalt an Zusatzstoffen je KG: Vitamin A 3000 IE, D3 350 IE, E 40 IE,
Kupfer (Sulfat-Pentahydrat) 0,1 mg, Taurin 2500 mg
ZUSAMMENSETZUNG: Hühnerfleisch (95%), Gemüse (Zucchini, Broccoli und
Karotten) mind. 4%, Pflanzenöl, Taurin, Meeressalz, Mineralstoffe,
Vitamine.
Aber hier habe ich gleich wieder ein großes Problem: Mir kommt kein
"Ami-Futter" mehr ins Haus. Die Coonies haben früher Precept gegessen
und plötzlich gab es das in Deutschland nicht mehr (von den
zahlreichen Lieferproblemen zwischendurch ganz zu schweigen). Da stand
ich nun mit meinem Talent ...
Und dann damals diese Nutro-Rückrufaktion ... also Futter aus USA ;-(
Da hab ich mir geschworen, dieses Theater mache ich nicht mehr mit.
Und hab damals auf Schmusy umgestellt ....
Ich hatte vor 6 Monaten mal das Natural Cat Huhn bestellt - in 200g
Dosen. Die gibt es jetzt nun auch nicht mehr. Da krieg ich schon
wieder Zustände ... können die Amis oder die, die es hier einführen,
diese Kette auch mal gescheit auf die Beine stellen? Ich will keine
400g Dosen bestellen!!! Und ich will auch kein Futter, bei dem ich ewig für 2 Monate vorbestellen muss, für den Fall, dass es morgen in Deutschland nicht mehr zur Verfügung steht.
Nun stellt sich eben die Frage nach Futter mit hochwertigem Protein, denn zum Protein-Anteil zählen ja auch die pflanzlichen Proteine, die eine nierenkranke Katze nicht gut verarbeiten kann (auch gesunde Katzen natürlich nicht).
Ich hab noch viel zu lesen und zu lernen .. aber Gott sei Dank ist es im Moment wohl noch Zeit .. ich bin echt froh, dass ich jedes Jahr den Check mache .. so sehe ich auch, dass alle drei seit 3 Jahren diesen Krea haben und er hat sich auch ohne Futterumstellung oder Medikamente auf dem Level gehalten.
Ich hab auch vor 3 Jahren meine TA schon mal gefragt, ob ich mir Sorgen machen müsse. Damals war die Antwort noch nein .. heute bei gleichen Werten sieht sie nun eine CNI .. o.k. sie meint, sie hat dazu gelernt. Da hat aber sicher auch die Herabsetzung der Referenzwerte bei Vet-Med damit zu tun. Die waren nämlich vor 3 Jahren noch bei 2,1 und wurden jetzt auf 1,9 herabgesetzt.
Lieben Gruß
Simone |
|
| Nach oben |
|
lucky2004
Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau
|
| Verfasst am: 20.12.2011 - 11:19 Titel: |
|
|
Oops, Simone, ich hatte gar nicht gemerkt, dass das im Katzengeflüster war! :oops:
Wollte damit auch nur sagen: "lass Dich nicht verrückt machen!"
Ich denke, Dein Ansatz ist gut! :wink: |
|
| Nach oben |
|
Catgirly
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
|
| Verfasst am: 20.12.2011 - 20:35 Titel: |
|
|
@Petra
;-)
Und hier noch mal was für die Allgemeinheit und zu Nierendiätfutter:
| Code: | Von Dr. Tina Kalkstein, South Paws Veterinary Referral Center, Springfield,Virginia
Benötigen CNI Patienten eine Ernährung mit niedrigem Proteingehalt? Dieses Thema stellt zur Zeit einen Schwerpunkt dar in der Veterinärnephrologie. Es gibt keinen Beweis dafür zu glauben, dass Diäten mit reduziertem Proteingehalt allen Patienten nutzen, die an einer renalen Azotämie leiden (=
erhöhter Harnstoffwert und Kreatinin mit verdünntem bzw. unkonzentriertem Urin). In Wirklichkeit kann das sogar für einige Patienten schädlich sein. Ein höherer Proteingehalt wird von einigen CNI Patienten benötigt, er kann aber anderen CNI Patienten wiederum schaden. Wie können wir also entscheiden, welches die beste Diät für unsere CNI Patienten ist? Die Grundlinie der Ernährungstherapie sollte individuell auf den klinischen Zustand jedes einzelnen Patienten zugeschnitten sein (Körpergewicht, Körperverfassung, Albuminstatus), Grad der Azotämie und Ernährungsvorlieben.
Gründe, die für eine proteinreduzierte Diät sprechen:
Die Nieren sind dafür verantwortlich, Harnstoffe und Säuren aus dem Körper auszuscheiden. Versagende Nieren können diese Ausscheidungsfunktion nicht mehr durchführen. Indem man die Proteinaufnahme verringert, werden auch die Mengen an Harnstoff und Säuren, die der Körper produziert, verringert, und dadurch minimiert man die klinischen Erscheinungen wie hohe Harnstoffwerte (z.B. urämische Gastroenteritis, Stomatitis, Anorexie) und Übersäuerung, die dafür verantwortlich sind, dass viele CNI Patienten sich so schlecht fühlen. Die Vorteile einer proteinreduzierten Diät sind erst bei einer fortgeschrittenen CNI sichtbar (z.B. zeigen Tiere mit einer mittleren bis schweren Azotämie die klinischen Anzeichen einer Urämie wie Abmagerung, Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung). Diese Vorteile sind jedoch strikt nicht-nierenverursacht. Das bedeutet, dass eine proteinreduzierte Diät der klinischen Kondition des Patienten nutzt (z.B. fühlt er sich besser), aber sie verhindert nicht das Fortschreiten der renalen Verletzungen oder hält den fortlaufenden Verfall der Nierenfunktion auf.
Gründe, die gegen eine proteinreduzierte Diät sprechen:
Das gesamte Körperprotein ist funktionales Eiweiß (Muskeln, Organe und Zellen oder zirkulierendes Protein wie Albumin und Globluline). Es gibt keine Speicher für Protein im Körper wie sie es für Fett in ganz offensichtlichen Regionen gibt oder für Kohlehydrate in der Leber oder den Muskeln. Daher wird alles überflüssige Protein während eines positiven Stickstoffausgleichs vom Körper ausgeschieden. Viele Patienten werden erstmals mit CNI diagnostiziert, wenn sie sich bereits in einem unterernährten Zustand aufgrund eines Proteinmangels befinden und einen negativen Stickstoffausgleich haben (signifikanter Gewichtsverlust und schlechte Körperverfassung, schlechte Fellqualität, Hypoalbuminie). Die klinischen Zeichen einer Proteinunterernährung legen nahe, daß der Abbau bereits chronisch ist, wahrscheinlich bereits seit Monaten vom körpereigenen Protein unterstützt wurde, bevor diese Zeichen sichtbar wurden. Dieser Zustand entwickelt sich, weil ein Proteinmangel den Körper dazu zwingt, körpereigene Proteine zu verstoffwechseln, um die normalen Nahrungsanforderungen zu erfüllen. Die Übersäuerung verursacht ebenfalls einen Raubbau an Körperprotein. Die Verstoffwechslung von körpereigenem Protein - egal aus welchem Grund - wird auch den Pegel der Azotämie erhöhen (erinnern sie sich: Eiweißist Eiweiß, ganz egal wo es herkommt. Ob die Nahrung nun von außen zugeführt wird oder ob es die eigene Körpermasse ist, die verstoffwechselt wird). Indem man alle CNI Patienten dazu zwingt, eine proteinarme Diät zu essen, wird eine Proteinunterernährung herbeigeführt oder fortgesetzt, da die Ernährung nicht den Anforderungen des Körpers an seine Ernährungsbedürfnisse entspricht. Häufig findet der Patient die Diät auch noch ungenießbar und entschließt sich, nicht genug davon zu essen oder auch gar nichts.
Erinnern sie sich: Eine Reduktion der Proteinaufnahme bei CNI ist nicht nierenschützend (d.h., sie wird nicht das Fortschreiten der Nierenzerstörung aufhalten).
Es ist auch wichtig zu erwähnen, daß Niedrigproteindiäten CNI weder verzögern noch verhindern können, daß sie bei gesunden älteren Tieren auftritt. Das bedeutet, daß unsere älteren Patienten keine proteinreduzierte Diät benötigen oder sonst irgendeine speziell für ältere Tiere hergestellte Diät. Eine ganz normale Erhaltungsdiät ist gut für die meisten älteren gesunden Katzen und Hunde.
Das Ziel der Diät bei CNI Patienten ist es, eine adäquate Ernährung zu erreichen, indem man gleichzeitig die Azotämie minimiert und die damit verbundenen klinischen Zeichen einer Urämie. CNI Patienten sollten die maximale Menge an Protein gefüttert bekommen, die sie gerade noch vertragen können, bevor sie die klinischen Anzeichen einer Urämie entwickeln. Sobald das auftritt, sollte die Eiweißaufnahme angepaßt werden, um den Bedürfnissen des Patienten zu entsprechen. Wenn der Hund oder die Katze an Gewicht verliert, das Fell sich verschlechtert oder Serumproteine aufgrund einer Niedrigproteindiät, aber sich ansonsten gut fühlt, dann ziehen Sie es in betracht, zusätzliche Proteine der täglichen Mahlzeit zuzuführen (Eier, Hüttenkäse, etc.) oder wählen sie eine andere Diät, die weniger proteinreduziert ist, bis sie die individuell noch tolerable Grenze der Proteinaufnahme finden. Der Säure-Basen-Haushalt sollte auch beobachtet und korrigiert werden wenn nötig (Bicarbonat ins Trinkwasser zu geben ist ein einfacher Weg, um eine leichte bis mittlere Übersäuerung zu behandeln). Auch der Phosphatspiegel sollte überwacht und behandelt werden.
Wenn ein CNI Patient abgemagert ist (völlig oder teilweise), dann ist es in Ordnung, ein oder zwei Tage lang mit Appetitstimulantien zu versuchen. Aber das Hungern sollte nicht länger andauern, dann muß zur Zwangsernährung gegriffen werden. Magensäureblocker helfen ebenfalls den Appetit vieler CNI Patienten wieder anzuregen, indem sie die urämische Gastritis vermindern. Ich ziehe Famotidine (Pepcid AC) vor, da es genügt, wenn es einmal täglich gegeben wird und damit sowohl dem Kunden als auch dem Patienten leichter fällt zu nehmen. |
|
|
| Nach oben |
|
lucky2004
Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 1478
Wohnort: Nidderau
|
| Verfasst am: 22.12.2011 - 17:33 Titel: |
|
|
| Simone, der Artikel ist echt interessant und beschreibt es sehr gut. Dankeschön! :lol: |
|
| Nach oben |
|
Catgirly
Anmeldungsdatum: 07.03.2004
Beiträge: 3573
|
| Verfasst am: 23.12.2011 - 15:07 Titel: |
|
|
Jetzt müsste ich nur noch wissen, ob Schmusy Huhn und Reis nun hochwertig ist oder nicht ;-) .. sagen wir es so: noch konnte mich kein anderes Futter auf dem deutschen Markt überzeugen (o.k. von Grau gäbe es eins, aber das fressen meine Katzen niemals).
Für mich stellt sich die Frage, ob sich das Futter soweit untersuchen lässt, dass mein Wissensdurst gestillt sein könnte ...
Freunde meines Chefs sind Veterinäre .. aber lange nicht mehr als TA tätig sondern hier
http://www.cvua-rrw.de/
Er hat für mich gefragt, ob ich mich mal bei ihnen melden kann und ich hab jetzt die private Telefonnummer von den beiden. Nach Silvester werde ich mal nachfragen, ob es möglich sein könnte, Schmusy zu ihnen zu senden und inwieweit man Futter auf Hochwertigkeit und Mineralstoffe (insbesondere Magnesium) überprüfen lassen kann.
Das wäre halt echt genial ... |
|
| Nach oben |
|
| |
phpBB Search Engine Indexer © phpRebel
Powered by phpBB © 2001, 2002 phpBB Group
|